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Energie für die Zukunft

SOLARIFY – das unabhängige Infoportal von Agentur Zukunft und Max-Planck-Gesellschaft für Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende.




Staatssekretär Baake beim Energieministerrat in Brüssel

Wie das BMWi mitteilt, nimmt Staatssekretär Rainer Baake am 27.02.2017 für die Bundesregierung am Energieministerrat in Brüssel teil. Bei dem Treffen gehe es um einen ersten Gedankenaustausch zum Gesetzgebungspaket „Saubere Energie für alle Europäer“, das die Kommission am 30. 11.2016 vorgelegt hat. Im Fokus der heutigen Beratungen sollen die Vorschläge der Europäischen Kommission zum Strommarktdesign, zu erneuerbaren Energien und zur Governance stehen.


Friedrich-Wilhelm Wellmer im Solarify-Selbst-Gespräch

Ex-BGR-Präsident Friedrich-Wilhelm Wellmer informiert im Solarify-Selbst-Gespräch über Rohstoff-Nachfrage und Kreislaufwirtschaft – so bräuchten wir für die Erneuerbaren Energie zwar mehr Rohstoffe als für die Fossilen – es seien aber auch mehr als genug vorhanden. Die Seltenen Erden seien nämlich gar nicht so selten, wie der Namen unterstelle. Trotzdem plädiert Wellmer entschieden für die Kreislaufwirtschaft, für Gebrauch statt Verbrauch. Zudem seien Rohstoffe zeit- und epochenabhängige „Kopfprodukte“. Sorgen machen Wellmer die umweltschädlichen Folgen des Rohstoffabbaus und die Kinderarbeit, die nach wie vor in manchen Ländern Asien, Afrikas und Lateinamerikas grassiere. Doch man sei aktiv: Beispielsweise mit dem von der BGR entwickelten „Fingerprinting-System“ für Tantalerze in Afrika – eine Art DNA-Analyse, mit der sich feststellen lasse, aus welchen Gebieten die Erze kämen.


130 Millionen Euro für drei Jahre

Mit dem Startschuss für die Förderinitiative „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ wurden am 27.02.2017 die Energiewirtschaft, der Verkehrssektor und die maritime Wirtschaft technologisch und innovationspolitisch enger verzahnt – so das BMWi in einer Pressemitteilung. Das BMWi stellt für die kommenden drei Jahre rund 130 Millionen Euro bereit und setzt damit Anreize für die Nutzung von Synergien durch Forschung und Entwicklung in ambitionierten Innovationsprojekten mit systemorientiertem Charakter.

Eisbären sterben aus


WWF zum Welt-Eisbärtag: Lebensraum geht mit erschreckender Geschwindigkeit verloren

Längst eine Binsenweisheit – die größten Landraubtiere der Welt sind in Gefahr: Die Eisbären sind durch den Klimawandel massiv bedroht, der Verlust der Lebensräume passiert in einem erschreckenden Ausmaß und in hoher Geschwindigkeit. Nur noch rund 20.000 Tiere gibt es in der Arktis. Die Weltnaturschutzorganisation stuft sie daher als „gefährdet“ ein. Der Klimawandel lässt ihnen buchstäblich den Lebensraum unter den Pfoten schmelzen. Wissenschaftler fürchten, dass der Bestand innerhalb der nächsten Jahrzehnte weiter dramatisch abnimmt.


Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen: Erstmals detaillierte Folgeabschätzungen

Politische Maßnahmen zur Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen haben vielfältige Effekte auf Wirtschaft und Haushalte. Eine im Nationalen Forschungsprogramm „Steuerung des Energieverbrauchs“ (NFP 71) durchgeführte Studie liefert erstmals detaillierte Folgeabschätzungen der energiepolitischen Strategien „Lenkung“ und „Förderung“ hinsichtlich Effizienz und sozialer Ausgewogenheit.


IUCN-Studie: Unsichtbare Kunststoffpartikel aus Textilien und Reifen wichtige Quelle der Meeresverschmutzung

9,5 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr im Meer. Denn ein Drittel des an den Küsten anfallenden Plastikabfalls wird weder deponiert noch recycelt. Ein Teil davon sind winzige Plastikpartikel – sogenanntes Mikroplastik. Einem neuen Bericht der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources – IUCN) zufolge stammen sie zu einem großen Teil von Autoreifen und Bekleidung und könnten bis zu 30% zur „Plastiksuppe“ beitragen, welche die Ozeane der Welt verschmutzt und eine größere Quelle der Meeresverschmutzung als „normale“ Kunststoffabfälle darstellt.


McKinsey-Studie: Neue Technologien wirken weltweit

Laut einer am 23.02.2017 veröffentlichten Studie des McKinsey Global Institute (MGI) wird schon in knapp 20 Jahren die Nachfrage nach Erdöl, Kohle und Eisenerz ihren Höhepunkt erreichen. Der Energieverbrauch wird sinken, die Energieproduktivität steigen. Treiber dafür sind Digitalisierung, Elektromobilität und geringere Kosten für Erneuerbare Energien.

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Kommunikationsproblem


Thema Lügenwissenschaft

„Die Menschen vertrauen zu sehr der Wissenschaft und zu wenig ihren Gefühlen und dem Glauben.“ Dieser Satz könnte aus einer postfaktischen Gedankenecke stammen. Aber als Fragethese hat ihn das (repräsentative) Wissenschaftsbarometer seinen Probanden serviert – und 38 Prozent stimmten „voll und ganz“ (14) oder „eher“ (24) zu. Eine erschreckende Zahl: Ganz abgesehen davon, dass es keinen Grund zur Annahme gibt, in der Wissenschaft sei die Anzahl schwarzer Schafe geringer als im Rest der Menschheit, und ebenso abgesehen davon, dass es genügend Anlass gibt, trotz Peer-Reports und anderer Falsifizierungs-Mechanismen skeptisch gegenüber so manchem als „wissenschaftlich“ daherkommenden Ergebnis zu sein (fast jede Zahnpasta ist schließlich laut Werbung „medizinisch“ getestet) – inzwischen misstraut mehr als ein Drittel den Ergebnissen der Forschung, und zieht, was noch bedenklicher ist, „Gefühl“ und „Glauben“ als Richtschnur vor.
„Doch wer sagt eigentlich, dass Gefühl, Glaube und Wissenschaft im Widerspruch stehen?“ fragte Reinhard Hüttl eben im Berliner Tagesspiegel. „Sie gehören gleichermaßen zum Leben. Wissenschaft schreibt uns nicht vor, was wir tun sollen. Man kann wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren. Man kann verzerren. Man kann ‚alternative Fakten‘ herbeireden. Doch niemals kann man hinter sich lassen, was ist.“ Und Hüttl kommt an dem Ende heraus, an dem alle landen – bei einem Kommunkationsproblem: „Was sich rapide ändert, ist die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren“, stellt er fest, und: „Der Vernetzung unserer Welt stehen vielfältige Abschottungstendenzen gegenüber“. Einfach wie nie seien der Zugang zu Wissen und die öffentliche Meinungsäußerung, doch entwickelten sich „Echoräume“, in denen Gleichgesinnte einander bestärkten. Damit ändere sich auch der Rahmen für die Wissenschaftskommunikation. Deren Hauptproblem ist das gleiche wie in der Politik: Wie erreichen wir es, nicht nur den Katholischen zu predigen? Wie erreichen wir zumindest einige von denen, die schon ins Postfaktische abgedriftet sind, die unbestreitbare wissenschaftliche Ergebnisse als Lügenwissenschaft abtun?

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