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Archiv: EEG-Umlage


„Zwölf Stellen und ein Währungszeichen“ – „EEG & Co. treiben“ Energiewendekosten bis 2025 auf 520 Milliarden Euro – Fossile vernachlässigt

insm-logo„Nicht einmal die eingefleischtesten Fans von EEG und Co. würden behaupten, dass es bei der Energiewende marktwirtschaftlich zuginge“ – ohne jede Süffisanz beginnt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ihre Pressemitteilung über eine neue Studie zum EEG und den Energiewendekosten. Die mangelhafte Marktwirtschaftlichkeit sei jedoch „nicht nur für überzeugte bee-logoMarktwirtschaftier, wie die INSM ein Problem. Der Grund hat zwölf Stellen und ein Währungszeichen“. BEE-Falk widerspricht mit guten Argumenten: „Die INSM-Rechnung geht nicht auf“.


BEE legt Vorschläge zur Senkung der EEG-Umlage vor

bee-logoDer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) erwartet für 2017 eine EEG-Umlage in Höhe von 6,7 bis 6,9 Cent pro Kilowattstunde. Der Mittelwert liegt bei 6,8 Cent. Hermann Falk- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft„Für die Stromkunden muss eine höhere Umlage nicht zu höheren Preisen führen“, erläutert BEE-Geschäftsführer Hermann Falk: „Die sinkenden Einkaufspreise an der Strombörse gleichen die EEG-Umlage aus.“


Gesellschaftliche Vorteile und Klimaschutz motivieren zu Energiewende / Mehrheit empfindet EEG-Umlage als angemessen

AEE - agentur-fuer-erneuerbare-energie - logoDas Wachstum der Erneuerbaren Energien hat für die Bevölkerung in Deutschland weiterhin sehr hohen Stellenwert. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Demnach ist der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien für 93 Prozent der Befragten wichtig bis außerordentlich wichtig. An der repräsentativen Umfrage im September 2016 nahmen 1.000 Personen teil, wie die AEE am 16.09.2016 mitteilte.


BEE-Geschäftsführer Falk zur Entwicklung

BEE - logo„Die Erneuerbaren Energien tragen erheblich dazu bei, dass die Strompreise tatsächlich beträchtlich gefallen sind – und zwar um satte 4 Ct/kWh seit 2009. Doch die stark gesunkenen Großhandelspreise an den Hermann Falk - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyStrombörsen werden von den Energiekonzernen nicht, oder nur zum Teil und verspätet an ihre Privathaushaltskunden weitergegeben“, stellte BEE-Geschäftsführer Hermann Falk zur Strompreisentwicklung fest. Deshalb könne ein Preisvergleich der Stromanbieter lohnend sein.


Alle Stromkunden zahlen – DENEFF: „Perverser Anreiz zur Energieverschwendung“

Tagesspiegel logoAuf Kosten aller Stromkunden werden 717 energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage entlastet. Dagmar Dehmer moderiert acatech-Energiesysteme der Zukunft - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDie Summe steige jedes Jahr weiter an. (Siehe: solarify.eu/717-betriebe-von-eeg-umlage-entlastet). Die Entlastung von 70,12 Millionen Megawattstunden Strom koste die Haushalts- und Gewerbekunden 2016 3,4 Milliarden Euro – gut 70 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor – schrieb Dagmar Dehmer im Berliner Tagesspiegel.


Grund: Börsenpreise sinken

agora_logoDie Umlage nach dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz-(EEG-Umlage – derzeit 6,35 Ct) wird 2017 auf 7,1 bis 7,3 Ct/kWh ansteigen. Die für die Stromkunden maßgeblichen Einstandskosten für die Stromvertriebe ändern sich allerdings kaum: Die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage wird der Prognose zufolge weiterhin knapp unter 10 Ct/kWh liegen. Hauptursache dafür sind gesunkene Strompreise an der Börse, für Konsumenten müsse sich daher nichts ändern. Das zeigt der EEG-Rechner von Agora Energiewende.


Abwanderung wegen teurer Strompreise nicht zu belegen

Grüne Bundestagsfraktion logo717 energieintensive Unternehmen sind 2015 aufgrund der Besonderen Ausgleichsregelung ganz oder teilweise von der Zahlung der EEG-Umlage befreit worden. Insgesamt 775 Unternehmen hätten einen Antrag gestellt, heißt es laut dem parlamentseigenen Pressedienst „heute im bundestag“ in der 24seitigen Antwort der Bundesregierung (18/9112) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8751).


108 Gebote für PV eingereicht – 2.137mal EEG-Umlage ermäßigt

Zur vierten Runde der Pilotausschreibungen für PV-Freiflächenanlagen wurden 108 Gebote eingereicht. PV und Windgeneratoren in Deutschland - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft21 davon wurden mit insgesamt 128.210 kW bezuschlagt. Für das Jahr 2016 wurden nach Stand vom 25.05.2016 insgesamt 2.137 Anträge auf Begrenzung der EEG-Umlage genehmigt – so die Bundesregierung in ihren Antworten auf zwei Anfragen der Grünen.


Folge der Ökostrom-Reform

PV-Kirchner Solar 20120329 Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftEs gibt auch positive Folgen des EEG 2017: Kurz vor der Verabschiedung des EEG setzte die SPD eine „Mieterstrom-Regelung“ durch – so eine Mitteilung der Münchner MEP Werke. Demnach soll es für Vermieter künftig möglich sein, ihren selbst produzierten Solarstrom ohne EEG-Umlage an Mieter weiterzugeben. Ein Karlsruher Fachanwalt bleibt skeptisch.


Bisher stärkster Einschnitt

WamS logo„Würgt Berlin den Windkraft-Boom ab?“ fragt Daniel Windturbine im Bau bei Großkorbetha, S-Anh - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20160502_103804Wetzel in der Welt am Sonntag, und begründet die Frage damit, Wirtschaftsminister Gabriel wolle nicht „gleich zu Beginn seiner möglichen Kanzlerkandidatur einen Strompreisschock verantworten“. Gestern erst (s.u.) hatte die Süddeutsche Zeitung gemeldet, das BMWi fürchte eine starke Erhöhung der EEG-Umlage.

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