SOLARIFY

Archiv: Solarstrom


EMNID-Umfrage im Auftrag des SFV

Bundesregierung und Stromwirtschaft bremsten den Ausbau von Solar- und Windenergie und trieben den Ausbau der Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen voran, mit der Begründung, Stromspeicher seien noch zu teuer. Nord-Süd-Leitungen seien die billigere Lösung, zitiert Wolf von Fabeck in der SFV-Pressemitteilung vom 19.02.2017 die offizielle Regierungsmeinung.


Greenpeace Energy: „Koalitionsfraktionen müssen ihr Versprechen jetzt zeitnah einlösen“

greenpeace-energy logoEine wirksame finanzielle Förderung von Mieterstromprojekten fordert Greenpeace Energy, wie die Presseabteilung des Ökoenergieanbieters am 15.01.2017 mitteilt. „Die politischen Entscheider in den Fraktionen müssen endlich ihr Versprechen einlösen, noch in dieser Legislaturperiode ein sinnvolles Modell auf den Weg zu bringen. Es soll Mieterstrom in großem Stil ermöglichen und die Energiewende in die Städte tragen“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei der Energiegenossenschaft.


Folge der Ökostrom-Reform

PV-Kirchner Solar 20120329 Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftEs gibt auch positive Folgen des EEG 2017: Kurz vor der Verabschiedung des EEG setzte die SPD eine „Mieterstrom-Regelung“ durch – so eine Mitteilung der Münchner MEP Werke. Demnach soll es für Vermieter künftig möglich sein, ihren selbst produzierten Solarstrom ohne EEG-Umlage an Mieter weiterzugeben. Ein Karlsruher Fachanwalt bleibt skeptisch.


EEG-Reform: Ausbauvolumen reduziert sich durch Hintertür

energiezukunft_logo_neuNeue Hiobsbotschaft für die Erneuerbaren-Branche: Die EEG-Novelle verringert das Ausbauvolumen von Wind- und Solaranlagen noch mehr als gedacht. Denn das Volumen nicht realisierterWindgenerator bei Pfalzfeld, RLP - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, für Solarify Projekte soll nicht (wie bisher) neu vergeben werden. Das BMWi nimmt 300 MW Windleistung pro Jahr weniger an. Eigentlich war für die Windenergie ein Ausbauvolumen von 2.800 MW pro Jahr vorgesehen, für Solarenergie 2.500 MW. Kleine Anlagen auf Dächern sollen aber wie bisher gefördert – große im Umfang von 600 MW (ab einer Leistung von 0,75 MW) ausgeschrieben werden. Darauf hatten sich die Regierung und Länderchefs in der vergangenen Woche geeinigt. In Wahrheit könnten es aber zehn Prozent weniger sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.


Wenige Befreiungen

BMF logoBundesfinanzminister Schäuble plant offenbar, Ökostrom ganz allgemein und vollständig mit der Stromsteuer Wolfgang Schäuble - Foto © BMFzu belasten, schreibt das Photovoltaikforum. Für Betreiber von PV-Anlagen würde das bedeuten, dass auch auf selbst genutzten und an Abnehmer in der Nähe gelieferten Solarstrom künftig die Steuer bezahlt werden muss. Befreit werden sollen nach Plänen des BMF lediglich Erzeuger von höchstens 20.000 kWh Strom im Jahr unter der Bedingung, dass die Energie in unmittelbarer räumlicher Nähe verbraucht wird.

EEG-Konto satt im Plus


2,5 Mrd. Euro Überschuss – 1,1 über Vorjahresstand

Ein Faktor, der die Höhe der EEG-Umlage für 2016 mit beeinflusst, ist der Stand des EEG-Umlagenkontos. Ende September betrug der Überschuss etwas mehr als 2,5 Milliarden Euro – das ist zwar der niedrigste Stand seit November 2014, aber noch deutlich mehr als vor einem Jahr (1,38 Mrd.). Der Kontostand zum Stichtag Ende September fließt in die Berechnung der Übertragungsnetzbetreiber mit ein. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat soeben seine Berechnungen veröffentlicht (siehe solarify.eu/bee-eeg-umlage-prognose).


Kochi International Airport wird nur mit Solarstrom betrieben

Der internationale Flughafen von Kochi (früher Cochin) im südindischen Bundesstaat Kerala setzt als weltweit erster Airport ausschließlich auf Sonnenenergie. Eine gerade in Betrieb genommene 12-MW-PV-Anlage, versorgt nun zusätzlich zu den bisherigen Solarstromanlagen den jetzt energie-autarken Flughafen mit ausschließlich erneuerbarer Energie. Das berichtet die Webseite Indien Aktuell.

White Label für PV-Anlagen – E.ON bietet Stadtwerken eigene Marke an

Die E.On AG will ihr Solarangebot ausbauen und bietet Stadtwerken jetzt an, E.ON-PV-Anlagen als so genannte White Label-Produkte unter der eigenen Marke zu verkaufen. E.On übernimmt einer Pressemitteilung zufolge „die Beschaffung sämtlicher Module und Komponenten, die Steuerung und Qualifizierung der regionalen Handwerkspartner sowie sämtliche Back-up-Prozesse“.

Deutsches Stromnetz hat angeblich „harte Probe“ mit Bravour bestanden

„Harte Probe für deutsches Stromsystem“ unkte der BDI vor der Sonnenfinsternis: Die Sonnenfinsternis stelle das deutsche Stromsystem auf eine harte Probe. „Dann wird sich zeigen, ob die Stromnetze und die Kraftwerke auch in Extremsituationen mit der Energiewende zurechtkommen, ohne dass Versorgungsunterbrechungen auftreten,“ meinte ein BDI-Vertreter am Donnerstag. Am Freitag war dann alles ganz harmlos. (Foto: Sonnenfinsternis © Fotolia/IgorZh)

„Die USA waren lange zögerlich, was die erneuerbaren Energien angeht, aber jetzt nimmt die Entwicklung zunehmend Fahrt auf“, schreibt Benjamin Reuter auf green.wiwo.de. Inzwischen seien mehr als 30 Prozent der neu gebauten Kraftwerksleistung Wind- oder Solaranlagen – gefördert durch ambitionierte Gesetzgebung wie in Kalifornien oder durch Steuererleichterungen für saubere Energieträger der Zentralregierung in Washington.

nächste Seite »