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Archiv: Windenergie

Wind in Bayern vor dem Aus


Analyse zeigt: Atomausstieg in Bayern massiv gefährdet

Der Ausbau der Windenergie in Bayern ist durch die im November 2014 eingeführte 10H-Abstandsregelung (siehe: solarify.eu/bayern-bremst-windenergie-aus) praktisch komplett zum Erliegen gekommen. Dies zeigt eine an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführte wissenschaftliche Analyse. Sowohl die Genehmigungsanträge als auch die tatsächlichen Genehmigungen für den Bau von Windkraftanlagen sind seit 2014 massiv zurückgegangen, schreibt EE-Experte Hans-Josef Fell.


EMNID-Umfrage im Auftrag des SFV

Bundesregierung und Stromwirtschaft bremsten den Ausbau von Solar- und Windenergie und trieben den Ausbau der Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen voran, mit der Begründung, Stromspeicher seien noch zu teuer. Nord-Süd-Leitungen seien die billigere Lösung, zitiert Wolf von Fabeck in der SFV-Pressemitteilung vom 19.02.2017 die offizielle Regierungsmeinung.


Frank Mastiaux über freigesetzte Energie nach dem Atomausstieg, den Ausbau der Erneuerbaren und die Suche nach neuen Geschäftsideen.

greenpeace-magazin logoDer ENBW-Vorstandsvorsitzende aus Baden-Württemberg denkt, „dass die Kohlekraftwerke auf das klimapolitisch gewollte Ende zusteuern.“ Im Interview mit Bastian Henrichs vom „Greenpeace Magazin“ sagte der 52-Jährige: „Den schrittweisen Kohleausstieg haben wir in unserer Strategie bereits einkalkuliert.“


Stromsektor immer weniger fossil

energiezukunft logoFast 90 Prozent der 2016 in Europa neu gebauten Kraftwerkskapazitäten zur Stromerzeugung beziehen ihre Energie von Wind, Sonne, Biomasse und Wasser. Bei der installierten Kapazität überflügelt die Windenergie sogar alle Kohlekraftwerke. Die Zahlen des europäischen Windenergieverbands WindEurope sind beeindruckend. Zu dieser Analyse kommt Clemens Weiß am 11.02.2017 auf energiezukunft.


Analyse deutscher Markt 2016 und Ausblick 2017 – guter Ausbau, aber noch unter 2014

Im vierten Jahr in Folge unterstreiche die Onshore-Windindustrie ihre Leistungsfähigkeit mit einem stabil hohen Zubau, so Medienmitteilungen der Deutschen WindGuard und des einschlägigen Bundesverbands. Der deutsche Markt ist demnach mit etwa 4.625 Megawatt (4.259 MW netto) erwartungsgemäß um knapp ein Viertel gegenüber dem Vorjahr gewachsen – erreichte aber nicht ganz das Niveau von 2014. Auch die Erfolge auf dem Weltmarkt nähmen zu. Herausforderungen beständen durch den Wechsel zu Ausschreibungen in Deutschland und durch schwierige Bedingungen in wichtigen Exportländern.

Prokon erneut mit Problemen


Zweistelliger Millionenverlust – aber: „komfortable Liquiditätslage“

Der Windparkbetreiber Prokon ist offenbar schon wieder in Schwierigkeiten. Am 03.02.2017 bestätigte Prokon-Vorstand Henning von Stechow dem Magazin Wirtschaftswoche einen Verlust für 2016 in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Polen habe die Auflagen für Windparks verschärft und die Steuern erhöht, so von Stechow. „Wir mussten deshalb unser Geschäft in Polen neu bewerten“.


UBA-Studie bestätigt Widerlegung der gegnerischen Argumente

Am 20.12.2016 veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) die Untersuchung „Mögliche gesundheitliche Effekte von Windenergieanlagen“. Der EE-Experte Hans-Josef Fell bedauerte jetzt, dass die Studie „leider kaum Beachtung“ fand, dabei habe sie die Argumente von Windkraftgegnern schlüssig widerlegt: Die gesundheitlichen Gefährdungen seien bei Einhaltung aller Vorschriften als „sehr gering“ einzuschätzen.


Neuartig, effizienter – und gewöhnungsbedürftig

Windenergie-Gegner bemängeln meistens, die Windturbinen verspargelten die Landschaft, zumindest Onshore. Andere behaupten – wiewohl oft widerlegt – gesundheitliche Schäden. Das tunesische Unternehmen Tyer Wind kritisiert nun das Design von Windenergieanlagen grundsätzlich als ineffizient. Mit Hilfe seiner 3D-Aouinian-Kinematik will ihr Gründer Anis Aouini „einen revolutionären Durchbruch auf dem Gebiet der Mechanik“ erreicht haben. Sie ahmt die Bewegungen des einzigen Vogels nach, der in der Lage ist, in der Luft zu schweben – die des Kolibri. Auch wenn die neuen Windgeneratoren noch etwas gewöhnungsbedürftig aussehen, sind sie angeblich deutlich effizienter als herkömmliche Modelle.


Beckmeyer startet in Ostdeutschland

Für das Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) in Ostdeutschland hat BMWi-Staatssekretär Uwe Beckmeyer am 26.01.2017 in Berlin den Startschuss gegeben. Im Rahmen des Modellprojektes „WindNODE“ sollen Lösungen für eine intelligente Energieversorgung der Zukunft mit wachsenden Anteilen Erneuerbarer Energien entwickelt werden.


Rekordzubau von 1,561 GW

Der französische Markt für Windkraftanlagen ist im vergangenen Jahr um gut 45 Prozent gewachsen – das ist Rekord. Davon profitieren auch die Turbinen-Hersteller aus Deutschland. 2016 wurden insgesamt neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,561 GW installiert. Das meldet der französische Windenergieverband France Energie Eolienne (FEE). Die insgesamt installierte Leistung zum Jahresende 2016 belaufe sich auf 12.065 MW.

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