Auswirkungen des EE-Ausbaus auf den Arbeitsmarkt

Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums

Die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien (EE) ist unbestritten. Umstritten hingegen sind oftmals die damit verbundenen ökonomischen Belastungen und die Vermutung, diese könnten auch gesamtwirtschaftlich zu negativen Effekten auf Wachstum und Beschäftigung führen. Eben diese gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen zukünftiger Entwicklungsszenarien erneuerbarer Energien sind Gegenstand einer Reihe von Untersuchungen (BMU 2006, 2007), in denen sowohl die positiven als auch die negativen Impulse berücksichtigt werden und sich Erkenntnisse über die sogenannten Nettowirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien ableiten lassen. In einer ersten, methodisch breit fundierten Untersuchung kam BMU (2006) zu dem Ergebnis, dass auch langfristig die Nettobeschäftigung positiv sein wird im Vergleich zu einer business-as-usual-Entwicklung. Im Jahr 2007 wurde die Nettobeschäftigung bis 2030 im Vergleich zu einer rein fossil basierten Entwicklung untersucht und ebenfalls als durchgängig positiv befunden.

Der rapide Ausbau der erneuerbaren Energien – in Deutschland und weltweit – sowie die erheblichen Veränderungen bei den Technologien, den Produktions- und nationalen wie internationalen Marktstrukturen machen eine Neueinschätzung auf einer aktualisierten Datenbasis notwendig, um insbesondere die bisherigen Rechnungen zu den Nettobeschäftigungs- wirkungen zu überprüfen. Aufgrund der großen Bedeutung der internationalen Entwicklung für die inländische Produktion muss darüber hinaus die Modellierung von Exportszenarien einer kritischen Neubewertung unterzogen werden. Hier hat ein neuer Modellansatz dazu beigetragen, diese Szenarien stärker empirisch zu fundieren.
Somit ist es in dieser neuen Studie gelungen

  • die Datenbasis der bisherigen Untersuchungen durch eine neue Primärerhebung zu verbessern,
  • eine Neubewertung der Effekte des bisherigen Ausbaus auf dieser verbesserten Daten-basis zu ermöglichen,
  • verschiedene mögliche Preisentwicklungen bei fossilen Energieträgern auf den inter-nationalen Energiemärkten zu berücksichtigen,
  • verschiedene Entwicklungen auf den globalen Märkten für erneuerbare Energien zu berücksichtigen und
  • verschiedene Entwicklungen auf dem heimischen Markt für erneuerbare Energien zu berücksichtigen.

Der vorliegende Bericht stellt die im Oktober 2010 vorab in einer Zusammenfassung veröffentlichten Ergebnisse im Detail dar.