Kontrollgremium für die Energiewende

Die Bundesregierung hat bereits im vergangenen Oktober – kaum in der Öffentlichkeit beachtet – ein vierköpfiges Kontrollgremium für die Energiewende ins Leben gerufen. Es soll sicherstellen, dass jährlich genug Fortschritte hin zu erneuerbaren Energien gemacht werden und die Kosten dabei nicht den Rahmen sprengen. Als Vorsitzender wurde der Volkswirt Andreas Löschel vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ernannt. Ihm zur Seite stehen die Energieforscher Georg Erdmann von der TU Berlin, Frithjof Staiß vom Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung und Hans-Joachim Ziesing von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.

Im Rahmen des Überwachungsprozesses ist das Wirtschaftsministerium  zuständig für Netzausbau, Kraftwerksplanung und Energieeffizienz. Das Bundesumweltministerium beobachtet den Ausbau der erneuerbaren Energien. Der jährliche Überwachungsbericht wird erstmals Ende des nächsten Jahres für 2011 erstellt. Der erste Fortschrittsbericht folgt 2014. Er soll auf einer mehrjährigen Datenbasis basieren und dazu beitragen, mögliche Fehlentwicklungen noch besser zu erkennen. Bis 2020 soll der Stromanteil erneuerbarer Energien auf mindestens 35 Prozent gesteigert werden. Das letzte der derzeit noch neun Kernkraftwerke soll Ende 2022 abgeschaltet werden.
->Quelle: verivox.de/nachrichten