Klimaziel der Bundesregierung unverändert

Die Bundesregierung will an ihrem Ziel festhalten, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Sie setze sich zudem dafür ein, dass auch die EU eine ambitionierte Klimaschutzpolitik betreibe, schreibt sie in einer Antwort (18/627) auf eine Kleine Anfrage (18/428) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Dafür müsse das deutsche, nationale Minderungsziel völkerrechtlich jedoch nicht verbindlich sein. weiterlesen…

USA fördern massiv Bioenergie

US-Präsident Barack Obama hat ein neues Landwirtschaftsgesetz unterzeichnet, in dessen Rahmen die Bioenergienutzung im Land stark gefördert und ausgebaut werden soll. Im Zuge dieses Programms sollen in den nächsten fünf Jahren umgerechnet rund 640. Mio. Euro zur Förderung der Bioenergie bereitgestellt werden. Mit diesen Mitteln will die US-Regierung das Ziel erreichen, bis 2030 20 Prozent der Kraftstoffe und 25 Prozent der Chemikalien auf Basis von Biomasse zu produzieren – meldet der Branchendienst IWR. weiterlesen…

Backloading für 900 Millionen Tonnen CO2

Die EU-Länder haben den befristeten Eingriff in den EU-Emissionshandel gut geheißen. Bei einem EU-Bildungsrat in Brüssel wurde ohne Diskussionen ein entsprechendes Vorgehen der EU-Kommission gebilligt. Dies erlaubt der Kommission, Zertifikate von Verschmutzungsrechten für 900 Millionen Tonnen Kohlendioxid zeitweise aus dem Markt zu nehmen, um die Preise zu stabilisieren. Im EU-Parlament war der Eingriff bereits im Dezember 2013 angenommen worden. Damit zieht die EU endlich die Konsequenz aus dem CO2-Preisverfall. weiterlesen…

15 Mio. Tonnen CO2 weniger?

Wie viel CO2 dürfen PKW in Zukunft maximal ausstoßen? Nach einer Diskussion am 24.02.2014 stimmten die EU-Abgeordneten tags darauf für CO2-Emissionen von maximal 95 g/km für alle Neuwägen ab 2020. Derzeit liegt die Obergrenze noch bei 160 g/km. Der Grenzwert ist wichtig, da etwa ein Fünftel aller CO2-Emissionen in Europa aus Autoabgasen stammt – so eine Mitteilung aus dem Europa-Parlament. weiterlesen…

Schwierige EEG-Reform

Sigmar Gabriel ist nicht zu beneiden. Der erste Energieminister der Republik hat mit der Reform des EEG (und des gesamten Strommarktes samt anzuschiebender Energiewende) den schwierigsten Part erwischt. Er findet sich in einem kakophonen Stimmenwirrwarr einander widersprechender Forderungen, Ablehnungen, Vor- und Ratschläge wieder. Von Letzteren sagte Johannes Rau einmal, sie seien auch Schläge. Der außen stehende Beobachter bekommt dabei den Eindruck, dass es allen drinnen Befindlichen jeweils ausschließlich um ihre eigenen Interessen geht – getreu dem alten Kalauer-Motto: Wenn jeder nur an sich denkt, ist an alle gedacht. Nur – ob es Gabriel allen wird recht machen können? Kaum.
Dennoch erlauben wir uns an dieser Stelle, auf eine Gegebenheit hinzuweisen, die durchaus noch ein wenig Aufmerksamkeit des Ministers und seiner Beamten verdient: Die im Entwurf stehende – und bereits für grundgesetz- fest befundene – EEG-Umlage auch für den Eigenverbrauch. Etliche deutsche Unternehmen produzieren, teils bereits seit Jahren, ihren Strom ganz oder teilweise selbst. Diesen nun mit Abgaben zu belegen, könnte sich als Problem heraus stellen. Als immer wieder gern genommene Begründung muss in so manchen Diskussionsrunden der arme Hartz-IV Empfänger herhalten, der dem Zahnarzt-Nachbarn zuerst die PV-Anlage auf dem Dach subventioniert, mit deren Hilfe dieser sich dann auf Kosten des Ersteren aus der Solidargemeinschaft der Stromkunden verabschiede. Doch was hierbei immer ebenso gern übersehen wird: Der Arme trägt in wesentlich größerem Maßstab zu den Gewinnen der großen EVU bei, die an der Börse sinkende Stromkpreise nicht an ihre Kundschaft weitergeben. weiterlesen…

BMWi: Eigenverbrauch kann belastet werden

(Dieses ist der 3.000ste auf Solarify veröffentlichte Artikel)

Die von Wirtschafts- und Energieminister Gabriel geplante Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage ist laut Einschätzung der Autoren im Wirtschaftsministerium des aktuellen Referentenentwurfs der EEG-Novelle verfassungsrechtlich unbedenklich – selbst für Bestandsanlagen. Einzelheiten zur geplanten Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage sind zwar bisher nicht bekannt geworden. Aber die Beamten versuchen schon einmal, Zweifel an der Verfassungsrechtlichkeit auszuräumen – sowohl für neue als auch für Bestandsanlagen. Anlagenbetreiber müssen wohl oder übel mit einer Belastung rechnen. Siehe auch die Kolumne rechts. weiterlesen…

Gebäude-Effizienz wichtiger als Erneuerbare

Die Verringerung von Wärmeverlusten durch Dämmung der Gebäudehülle hat höheren Stellenwert für Energieeffizienz und Klimaschutz als der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien. Das ist das Fazit der “Metastudie Wärmedämmstoffe” des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. München (FIW), die enorme Energieeinsparpotenziale der Wärmedämmung aufzeigt. weiterlesen…

Hamburg hat ein CC4E

Am 24.02.2014 hat Hamburgs Erster Bürgermeister, Olaf Scholz, zusammen mit Prof. Dr. Michael Stawicki, Präsident der HAW Hamburg, den Grundstein für das „Technologiezentrum Energie-Campus Hamburg Bergedorf” gelegt. Den Tag der Grundsteinlegung bezeichnete Scholz als „wichtigen Tag für Hamburg und die Hamburger Wirtschaft“. Forschung und Innovation in diesem Bereich seien unabdingbar, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, so Scholz. Er sprach im Zusammenhang mit dem Technologiezentrum von einem „Silicon Valley für Erneuerbare Energien“. weiterlesen…