Energiewende grenzüberschreitend verankern


BMWi startet Länder- und Verbändeanhörung zur Grenzüberschreitende-Erneuerbare-Energien-Verordnung

BMWi logoDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Länder- und Verbändeanhörung zur Grenzüberschreitende-Erneuerbare-Energien-Verordnung gestartet. Das EEG 2014 sieht vor, ab 2017 fünf Prozent der jährlich zu installierenden Leistung für die Teilnahme von Anlagen aus anderen EU-Mitgliedstaaten zu öffnen. weiterlesen…

PERC-Fehler diagnostizieren


Ursachenaufklärung neuer Defekte an PERC-Solarzellen

Klassische Silizium-Solarzellen werden binnen weniger Jahre durch die PERC-Technologie ersetzt. Deren veränderte Zell-Aufbau hat aber zur Folge, dass neue Fehlerbilder für diesen Zelltyp entstehen und sich die Qualitätsbewertung verändert. Das betrifft sowohl Fehler, wie unvollständige Verfüllung der Rückkontakte, sogenannte „PERC-Voids“. Für die Prüfung von „Voids“ in einer Solarzelle haben Forscher am Fraunhofer CSP in Halle/SaaleFraunhofer CSP - logo Verfahren für den schnellen und zerstörungsfreien Nachweis erfolgreich getestet. Damit können „Voids“ im Blick auf Häufigkeit und elektrische Verluste quantifiziert werden. In einem weiteren Verfahren lässt sich der betroffene Rückkontakt in Bezug auf die Verteilung seines lokalen Back-Surface-Fields (BSF – für verlustarme Passivierung des Kontakts notwendig, aber durch „Voids“ degradierbar) über große Bereiche abbilden. weiterlesen…

PERC-Solarzellen

Silizium-Solarzellen mit einem vollflächigen Aluminium-Rückkontakt, die derzeit den größten Marktanteil haben, werden in wenigen Jahren durch die PERC-Technologie ersetzt werden. Bei dieser Technologie wird die Effizienz der Solarzellen deutlich gesteigert, in dem der Aluminium-Rückkontakt nicht vollflächig sondern lokal vorliegt. PERC steht für Passivated Emitter Rear Cell, also eine Solarzelle, deren Rückseite verspiegelt und passiviert ist. weiterlesen…

DUH wirft Dobrindt Rechtsbeugung vor


Deutsche Umwelthilfe: Bundesverkehrsminister ignoriert systematisch alle Erkenntnisse im Diesel-Abgasskandal

Doppelauspuff, keinen Bagatell-CO2-Wert verheißend - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20140925Das BMVI ignoriert die EU Verordnung 692/2008, die das Funktionieren der Diesel-Abgasreinigung auch bei tiefen Minustemperaturen (bis – 15 Grad Celsius) festlegt. Der KBA-Prüfbericht zeigt eindrucksvoll, wie die Autokonzerne der Bundesregierung die Hand führen. Eine DUH-Temperaturanalyse für das Jahr 2015 zeigt, dass Opel Zafira Diesel zu 81 Prozent der Jahresstunden in Wiesbaden und Mercedes C-Klasse BlueTec zu 49 Prozent der Jahresstunden in Stuttgart die Luft wegen aktivierter Abschalteinrichtung verpesten. DUH logoDie DUH intensiviert daher trotz fortgesetzter Bedrohungen durch die Autokonzerne das eigene Testprogramm zu realen Straßenwerten und die Funktionsweise der illegalen Abschalteinrichtungen – so eine Pressemitteilung. weiterlesen…

Fünf Neue im SRU


Hendricks beruft neuen Sachverständigenrat für Umweltfragen

SRU logoAuf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat das Bundeskabinett am 27.04.2016 der Neuberufung des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) zugestimmt. Für die nächste Amtsperiode, die am 1. Juli 2016 beginnt und bis 2020 dauert, wurden fünf renommierte Universitätsprofessorinnen und -professoren aus unterschiedlichen Disziplinen neu berufen, die über besondere wissenschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen im Umweltschutz verfügen. weiterlesen…

Unterschiedliche Forderungen an die Atompolitik


“Tschernobyl und Fukushima mahnen – Verantwortungsbewusster Umgang mit den Risiken der Atomkraft und weitere Unterstützung der durch die Reaktorkatastrophen betroffenen Menschen”

Tschernobyl, aus Block 4 tritt hochradioaktiver Rauch aus - Screenshot © ZDF-MediathekAnlässlich des Gedenkens an die Reaktorkatastrophen von Fukushima vor fünf Jahren (11.03.2011) und Tschernobyl vor 30 Jahren (26.04.1986) greifen die Koalitionsfraktionen in einem Antrag (18/8239) zahlreiche aktuelle atompolitische Themen auf. Die Bündnis-Grünen fordern eine grundsätzliche Reform des Euratom-Vertrages (18/8242) weiterlesen…

Bärendienst am E-Auto

Ein “Desaster für Klimaschutz und Steuerzahler” nannte der Verkehrsclub Deutschland das Förderpaket der Regierung für die Elektroautos – und einen “Bärendienst” für die Strom-Chaisen. Der VDC hat Recht. Wie das? Wo es die Regierung doch so gut gemeint hat! Ganz einfach: 60.000 Euro teure Kutschen ungeachtet des Nutzwerts und Energieverbrauchs zu fördern, sei “aus der Sicht der Klimaschutzes sinnfrei”. Und: elektrisch heißt eben nicht von Haus aus sauber. Die Elektrischen sind nämlich keineswegs so sauber, wie es den Anschein hat – ihr Auspuff ist lediglich ins (Braunkohle-)Kraftwerk verlegt. Denn erst wenn der Strom für die E-Kfz nicht mehr – wie jetzt immer noch – zum größten Teil aus Braunkohle-Dreckschleudern kommt, wenn er aus Erneuerbaren Energieträgern stammt, erst dann sind die Steckdosen-Renner wirklich sauberer als ihre Benzin- und Diesel-Kollegen. Und denen gehört eine ordentliche CO2-Steuer verordnet – eine Auspuff-Steuer, die CO2-Sparen wirtschaftlich interessant macht. Denn die meisten Autofahrer können, müssen rechnen – was sich rentiert, das machen die Menschen auch. Bei genauem Hinschauen entpuppt sich die Kaufprämie als versteckte indirekte Subventionierung der Autokonzerne – die das auch dringend nötig haben, wie man am Beispiel Daimler unschwer erkennen kann – Gewinn vor Steuern und Zinsen 2015: 13,8 Milliarden Euro. Dass die Autoschmieden zudem für ihre dummdreisten Manipulationen – heißen sie nun “Thermofenster” oder “Teststands-Erkennungssoftware” – samt schleppender Aufklärung mit Milliarden aus Steuergeld belohnt werden, dürfte die aktuell ohnehin protest-geneigten Wähler kaum zur Rückkehr in den Schoß der Altparteien veranlassen. Warum gibt sich diese mehr und mehr selbst-verzwergte Große Koalition nicht endlich einen Ruck, streicht das EEG ersatzlos samt dem Streit darum und erhebt eine Steuer auf jede Kilowattstunde Strom, die bei ihrer Erzeugung einen bestimmten (sinkenden) CO2-Grenzwert übersteigt? Und würde das EEG ersatzlos streichen – samt dem Streit darum. Das wäre transparent, berechenbar, ehrlich und wirkungsvoll.
-Gerhard Hofmann-


PS: 23,3 Mrd. Euro für Zwischen- und Endlagerung allen deutschen radioaktiven Mülls sind wohl eher ein Trinkgeld – die Konzerne, einst Weltmeister im Atom-Geld-Drucken, brechen jetzt Weltrekorde im Jammern – kein Mitleid. weiterlesen…

Ab Mai € 4.000 pro E-Auto


Schäuble öffnet Staatssäckel: Finanzielle Förderung der Elektromobilität kommt

PK E-Mobilität - Dobrindt, Schäuble, Gabriel - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft Die Bundesregierung und die drei deutschen Autokonzerne Daimler, Volkswagen und BMW haben bei einem Abendgespräch im Kanzleramt am 26.04.2016 den Weg für eine finanzielle Förderung von Elektrofahrzeugen frei gemacht: Damit endlich mehr Elektro-Autos in Deutschland gekauft werden, soll das Bundeskabinett spätestens im Mai Kaufanreize beschließen: € 4.000 für reine E-Autos, € 3.000 für Hybride. weiterlesen…

„Trittin-Kommission“ kann Verursacherprinzip nicht durchzusetzen


Konzerne können sich für 23,3 Milliarden von Atom-Folgekosten freikaufen

Atommüll-Fässer im Endlager Morsleben © Bernd Hoff GreenpeaceDas Verursacherprinzip zog nicht: Die sogenannte „Trittin-Kommission“ konnte es nicht im gewünschten Umfang durchsetzen. Jetzt sollen die Atomkonzerne die Kosten für die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll auf einen öffentlich-rechtlichen Fonds übertragen – in den sollen sie 23,34 Milliarden Euro einbringen, wie das ARD-Hauptstadtstudio schon vorab erfahren hatte. Stefan Schultz formulierte es gleichzeitig auf SPIEGEL-Online drastisch: “Atomkonzerne können für 23,3 Milliarden Euro alle Risiken auf den Staat abwälzen.” BUND und Greenpeace reagierten entsprechen kritisch. weiterlesen…

Autobauer verhindern Aufklärung des Abgasskandals


Greenpeace „Schwarzbuch Autolobby“ zeigt Einfluss der KFZ-Schmieden auf die Politik

Greenpeace „Schwarzbuch Autolobby“ - TitelDie Liste des Versagens der Verkehrspolitik in Sachen Umwelt ist lang. Die Auswirkungen betreffen uns alle – in Form von zu viel Feinstaub, Ozon und Stickoxiden in unserer Atemluft. Und seit Jahren erlaubt die Politik der Autoindustrie, sich beim Klimaschutz wegzuducken. Wie kann ein ganzer Industriezweig derart erfolgreich seine kurzfristigen Interessen durchsetzen? Greenpeace hat die Liste am 19.04.2016 in seinem „Schwarzbuch Autolobby“ veröffentlicht. weiterlesen…