CO2-Bindung von Wäldern und Böden zählt zum Klimaschutz


Neue EU-Verordnung schafft Klarheit und Anreize, Kohlenstoffsenken zu schützen und zu stärken

Der Rat der EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament haben sich einer Medienmitteilung aus dem BMUB zufolge auf eine Reform der Anrechnungsregeln für die CO2-Einbindung und den Treibhausgasaustoß von Wäldern und Böden geeinigt. Wälder und Böden, zusammengefasst als sogenannter Landnutzungssektor, spielen eine zentrale Rolle für das Ziel des Paris-Abkommens, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts die Treibhausgasneutralität zu erreichen. Die neuen Regeln gelten ab 2021. weiterlesen…

Wald speichert weniger CO2 als gedacht


Globale Treibhausgasemissionen der Wald- und Weidewirtschaft viel größer und älter als bisher angenommen

Die menschliche Nutzung von Biomasse führt zu einer Halbierung der globalen Vegetationsbestände. Das ist mit massiven Emissionen von Treibhausgasen verbunden. Die weltweite pflanzliche Speicherkapazität für Kohlenstoff beträgt Berechnungen von Forschern der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zwar 916 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Allerdings stecken gegenwärtig nur 450 Mrd. t CO2 in unserer Vegetation: Der größte Teil dieses fehlenden Kohlenstoffspeichers geht auf die Abholzung der Wälder und anderen Bodenveränderungen wie Siedlungs- und Straßenbau zurück. weiterlesen…

Innogy vor ungewisser Zukunft


CEO Teriums Abgang wirft Rätsel auf

Abgang eines Träumers” nannte der SPIEGEL das überraschende Ende von Peter Terium als Innogy-Chef. Der Holländer wollte trotz zweier Gewinnwarnungen offenbar zu viel Geld ausgeben für neue Investitionen. Offiziell wurde denn auch von Innogy in einer dürren Medienmitteilung mangelnde „Kostendisziplin“als Grund genannt. Wörtlich hieß das: “Der Aufsichtsrat begrüßt grundsätzlich die vom Vorstand verfolgte Unternehmens- und Finanzstrategie, sieht aber die Notwendigkeit eines höheren Stellenwertes der Kostendisziplin und einer fokussierten Wachstums- und Investitionsstrategie.” weiterlesen…

Schwimmender Elektrolyseur


Solar-Wasserstoff von Meeresplattformen – Innovativer und kostengünstiger für Einsatz auf Ozeanen

Die industrielle Wasserelektrolyse ist bei aktuellen Strompreisen (noch) nicht wirtschaftlich, aber das wird sich in naher Zukunft der Erneuerbaren Energien ändern – nämlich dann, wenn die Strompreise sehr niedrig oder gleich null sind, und zwar für den kleinen Bruchteil des Tages, an dem Sonne oder Wind überschüssigen Strom erzeugen. Noch wird die Wirtschaftlichkeit der Wasserelektrolyse von den Kapitalkosten der Elektrolyseure dominiert, die also deutlich reduziert werden müssen. Daher denkt Daniel Esposito, der an der Columbia University lehrt, mit seinem Team über eine neue Klasse von Elektrolyseuren nach, die als membranlose Elektrolyseure bekannt sind. weiterlesen…

Fusion der Endlagergesellschaften


BGE hat DBE mbH und Asse-GmbH aufgenommen: Neuorganisation der atomaren Endlagerung abgeschlossen

Durch die Fusion der Gesellschaften des Bundes im Bereich der atomaren Endlagerung in der Bundes-Gesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) sind die Vorgaben des Gesetzgebers und die Beschlüsse der Endlagerkommission zur Neuorganisation einer BMUB-Medienmitteilung zufolge fristgerecht umgesetzt worden. Die Verschmelzung der Endlagergesellschaften des Bundes ist am 20.12.2017 durch Eintragung im Handelsregister rechtswirksam geworden. Die BGE ist damit Rechtsnachfolgerin der im Juni 2017 vom Bund übernommenen Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) sowie der bundeseigenen Asse-GmbH. weiterlesen…

Gammablitz erklärungsbedürftig


Gravitationswellen zweier verschmelzender Neutronensterne stellen sich als schwierig heraus

“Ein gefeierter Gammablitz entpuppt sich als Sonderling”, schrieb Christian Speicher am 20.12.2017 in der Neuen Zürcher Zeitung – und: “Der kurze Gammastrahlenausbruch, der am 17.08.2017 simultan mit Gravitationswellen beobachtet wurde, bringt Astronomen ins Schwitzen. Denn das gängige Modell zur Erklärung dieser Blitze versagt.” weiterlesen…

So stellen Landkreise auf erneuerbare Energien um


Fraunhofer UMSICHT-Forschungsprojekt EnAHRgie legt für Region Konzept vor

Exemplarisch für den Landkreis Ahrweiler zeigt ein Konzept, wie eine Region mit vielfältigen Flächennutzungskonkurrenzen bis 2030 die Stromversorgung vollständig und die Wärmeversorgung möglichst weitgehend auf erneuerbare Energien umstellen kann. Im BMBF-geförderten Projekt EnAHRgie wurden Praxisleitfäden für Geschäftsmodelle, Verfahrensvorschläge und Analysemethoden als praktische Lösungen für den Kreis Ahrweiler entwickelt, die deutschlandweit übertragen werden können. Dr. Annedore Kanngießer von Fraunhofer UMSICHT beantwortet drei Fragen zum Projekt. weiterlesen…

Mehrheit der SPD-Anhänger will raus aus der Kohle


Greenpeace-Umfrage zeigt: Klimaschutz soll größere Rolle spielen

Konkret will sogar eine klare Mehrheit der SPD-Anhänger (78 Prozent „Ja“ oder „eher ja“), dass die einstige Kohlepartei SPD in einer möglichen Großen Koalition die Energiegewinnung aus der Kohleverbrennung beendet. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen online-Meinungsumfrage der Forschungsgruppe Civey im Auftrag von Greenpeace vom 12. bis zum 16.12.2017. weiterlesen…

EE-Anteil 2017 >36 %


Zahlen und Schätzungen von ZSW und BDEW

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlichte am 20.12.2017 vorläufige Zahlen zum Strom- und Gasverbrauch: Demnach stieg der Stromverbrauch in diesem Jahr um 0,8 Prozent auf 557,6 Milliarden Kilowattstunden (2016: 552,9 Mrd. kWh) gestiegen. Dies ist vor allem auf witterungsbedingte Einflüsse zu Beginn des Jahres und auf die positive konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen. Die Erneuerbaren Energien werden 2017 voraussichtlich über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der BDEW in einer ersten Schätzung. Energieexperte Hans-Josef Fell kritisiert und warnt. weiterlesen…

Förderantrag muss vor Beginn gestellt werden


Heizungsmodernisierung: Ab 1. Januar gelten neue Fristen bei der BAFA-Förderung

Zum 01.01.2018 ändern sich die Formalitäten bei der Beantragung der BAFA-Förderung, wenn es um die Nutzung von erneuerbaren Energien für die Heizung in Ein- und Zweifamilienhäusern geht – wie die Energieagentur.NRW mitteilt. Zwar fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Umstellung auf Wärmepumpen sowie Solarthermie- oder Biomasse-Anlagen (zum Beispiel Holzpellets) weiterhin, doch muss ab dem kommenden Jahr der Antrag bereits vor der Umsetzung beim BAFA eingereicht werden. weiterlesen…