EnBW nimmt 187-MW-Solarpark nahe Berlin in Betrieb

Deutschlands größter – und förderfreier – Solarpark am Netz

Deutschlands größter Solarpark Weesow-Willmersdorf in Werneuchen (Brandenburg) hat die erste Kilowattstunde Sonnenenergie ins Stromnetz eingespeist. Während an einem Ende des Parks die ersten Module und Wechselrichter schon in Betrieb genommen worden seien, sei am anderen Ende noch gebaut worden, heißt es in einer EnBW-Medienmitteilung vom 24.11.2020.

Die knapp 100.000 Pfosten für die Unterkonstruktion seien fast vollständig in den Boden eingebracht und etwa 70 Prozent der Module montiert. Beide Umspannwerke, über die der im Solarpark erzeugte Strom in die 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung eingespeist werde, seien betriebsbereit.

„Wir haben viel geschafft und immer Lösungen für die Herausforderungen während der Corona-Pandemie gefunden, dennoch ist unser Zeitpuffer nahezu aufgebraucht“, erklärt Bauleiter Stefan Lederer. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, bis zum Jahresende den ganzen Solarpark ans Netz zu bringen. Jede weitere ungeplante Verzögerung kann jedoch dazu führen, dass wir die letzten Solarmodule erst nach Neujahr in Betrieb nehmen können.“

„Das ist ein wichtiger Meilenstein für unseren Solarpark – wie auch für die Erneuerbaren Energien insgesamt“, sagt Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik der EnBW. „Mit Großprojekten wie diesem leistet Photovoltaik einen spürbaren und kostengünstigen Beitrag zur Energiewende.“

Rund 100 Millionen Euro investiert die EnBW in das Projekt, das ohne staatliche Förderung realisiert wird und somit den Verbraucher nicht über eine EEG-Umlage belastet. Rund 465.000 Solarmodule werden genug umweltfreundlichen Strom für rund 50.000 Haushalte produzieren. Damit werden jährlich etwa 129.000 Tonnen CO2 vermieden.

Zum Projekt gehören zahlreiche Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz. So wird die gesamte Fläche auf und um den Solarpark zu einem artenreichen Grünland entwickelt. Dieses bietet Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten und fördert die Biodiversität, wie eine Studie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) zeigt. Zusätzlich zur Begrünung der Flächen werden Sträucher und Bäume gepflanzt, wie auch Hecken und Trittsteinbiotope angelegt.

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