Deutschland drängt auf Mindestpreis von € 60 pro Tonne im ETS

Sollte die EU keine Maßnahmen ergreifen, werde Berlin dies durch nationale Maßnahmen sicherstellen.

Nachdem die Preise auf dem EU-Kohlenstoffmarkt im Jahr 2021 in die Höhe geschossen sind, ergreifen die EU-Hauptstädte nun die Chance für eine Reform, da die Diskussionen in Brüssel über die vorgeschlagene Überarbeitung der EU-Richtlinie über das Emissionshandelssystem (ETS) noch andauern wird, schreibt Nikolaus J. Kurmayer am 16.05.2022 für EURACTIV.com. Dieser Artikel ist Teil des special reports Reform des CO2-Marktes und Preisstabilität. weiterlesen…

Ursache für Degradation von Gallium-dotierten Solarzellen entdeckt

Forscher des ISFH: Bulk-Defekt im Material

Wissenschaftler des Hamelner Instituts für Solarenergieforschung haben – schreibt Mark Hutchins am 24.05.2022 im Portal pv magazine – Experimente mit Silizium-Solarzellen durchgeführt, um die Gründe für die Degradation von Zellen und Modulen zu verstehen, die mit Gallium anstelle von Bor dotiert wurden. Die Leistungseinbußen wurden durch einen Bulk-Defekt im Material verursacht. Zudem haben die Forscher herausgefunden, dass die richtige Kombination aus Licht und Temperatur frühere Schäden „heilen“ und sogar zu kleinen Verbesserungen des Gesamtwirkungsgrads der Zellen führen kann. weiterlesen…

Neuer Herstellungsprozess für Elektrodenfolien in Lithium-Polymer-Akkus

Energieeffiziente und umweltfreundliche Entwicklung des Fraunhofer ISIT

Die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien ist etabliert und erfolgt in vielen aufeinanderfolgenden Prozessschritten. Die konventionelle lösemittelbasierte Elektrodenfertigung liefert sehr gute Ergebnisse, ist aber gekennzeichnet durch einen hohen Ressourcen- und Energieverbrauch. Wie die Produktion kostengünstiger und umweltschonender ablaufen kann, daran arbeiten die Wissenschaftler am Fraunhofer ISIT einer Medienmitteilung vom zufolge und setzen dabei auf eine lösungsmittelfreie Fertigung der Elektroden. weiterlesen…

Ende des Biosprits schadet dem Regenwald und der Sicherung von Energie und Nahrung

Neue EWG-Publikation

Die Energy Watch Group (EWG) hat am 24.05.2022 ein neues Politikpapier zum Ende der Biokraftstoffproduktion veröffentlicht, wie es von Teilen der Bundesregierung geplant ist. Der Artikel von Georg Gruber und Hans-Josef Fell analysiert, wieso es sich bei der „Teller-oder-Tank-These“, die derzeit wieder die politische Debatte beherrscht, um eine undifferenzierte und verkürzte Darstellung eines konstruierten Gegensatzes handelt, der nicht der landwirtschaftlichen Realität entspricht. Ein Überblick über die Kernaussagen des Beitrags. weiterlesen…

Wieder ein PV-Weltrekord

NREL erreicht Wirkungsgrad von 39,5 Prozent

Forscher des National Renewable Energy Laboratory (NREL) am US-Energieministerium (DOE) haben eine Solarzelle mit einem Rekordwirkungsgrad von 39,5 % entwickelt – derzeit die Solarzelle mit dem höchsten Wirkungsgrad aller Typen, gemessen unter Standardbedingungen bei bei globaler einfacher Sonnenbestrahlung. Die Einzelheiten der Entwicklung sind in dem Artikel „Triple-junction solar cells with 39.5% terrestrial and 34.2% space efficiency enabled by thick quantum well superlattices“ (Dreifachsolarzellen mit 39,5 % terrestrischem und 34,2 % Weltraumwirkungsgrad durch dicke Quantentopfübergitter) in Joule beschrieben. weiterlesen…

Forschungserfolg könnte Lithium-Ionen-Batterien „allgegenwärtig machen“

JAIST: „Aufladung einer grünen Zukunft“

Wissenschaftler des >Japan Advanced Institute of Science and Technology fügten der Siliziumanode von Lithium-Ionen-Batterien einen speziellen Polymerverbundstoff hinzu, der die Lebensdauer der Batterien erheblich verlängerte – so eine Medienmitteilung vom 03.05.2022. Das ermöglicht den Einsatz von wesentlich leistungsfähigeren und längerlebigen LIB und verändert die Zukunft der angetriebenen Geräte. weiterlesen…

Zukunft Gas: EU-Kommission bremst Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

„Kriterien zu streng“

Die EU-Kommission hat am 20.05.2022 den delegierten Rechtsakt zur EU-Erneuerbaren-Richtlinie vorgelegt. Damit definiert die EU-Kommission ihre Kriterien für grünen Wasserstoff. Bereits im Vorfeld kritisierten Elektrolyseurhersteller und Gasbranche die Kriterien als zu streng. Die EU-Kommission weichte sie daraufhin zwar auf, allerdings stehen sie immer noch nicht im Einklang mit einem schnellen Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft, kritisiert der Branchenverband Zukunft Gas in einer Medienmitteilung vom 24.05.2022 – im Gegensatz zu Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. weiterlesen…

Neuer EU-Regelungsentwurf bevorzugt Wasserstoff

Wird erneuerbare Elektrizität kannibalisiert?

Die EU-Kommission hat neue Vorschriften darüber ausgearbeitet, wie aus erneuerbaren Energien hergestellter Grüner Wasserstoff rechtlich als „zusätzlich“ angerechnet und als solcher nachgewiesen werden kann. Der Entwurf gilt als Sieg für den jungen Wirtschaftszweig, schreibt Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. Aus erneuerbaren Energien erzeugter Grüner Wasserstoff gilt als potenzieller Königsweg zur Dekarbonisierung schwerer Industriesektoren wie Stahl und Chemie, die derzeit auf fossile Brennstoffe angewiesen sind und nicht ohne Weiteres auf Strom umsteigen können. weiterlesen…

Update planetarer Grenzen: Limit für Süßwasser überschritten

Ernste Bedrohung für lebenserhaltende Systeme der Erde

Eine Neubewertung der planetaren Grenze im Bereich Süßwasser deute darauf hin, dass diese nun überschritten sei, so ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Stockholm Resilience Centre und unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Diese Schlussfolgerung sei auf die erstmalige Einbeziehung von „grünem Wasser“ – dem für Pflanzen verfügbaren Wasser – in die Bewertung der planetaren Grenze zurückzuführen, wie das PIK-Potsdam mitteilt. weiterlesen…

Mit Effizienz und Erneuerbaren aus der fossilen Energiekrise

Eine ambitionierte Wärmewende und der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen es Deutschland, bis 2027 seinen Gasbedarf insgesamt um rund ein Fünftel zu reduzieren

Durch eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung von Industrieprozessen und Gebäudewärme, kann der Gasbedarf Deutschlands bis 2027 um rund ein Fünftel beziehungsweise etwa 200 Terawattstunden sinken. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende in Zusammenarbeit mit Prognos und dem Wuppertal Institut. Falls die russischen Gasimporte in die EU gänzlich ausfallen, müsste Deutschland trotz einer europäischen Ersatzstrategie rund 290 Terawattstunden Erdgas einsparen. weiterlesen…