SOLARIFY

Artikel


Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung erschienen

Die Energiewende in Deutschland stellt zunehmend zentralisierte Strukturen der Gewinnung, Bereitstellung, Verteilung und Vermarktung von Energie in Frage. Im Spannungsfeld von zentralisierten und dezentralisierten Energiesystemen stellen sich vielfältige Forschungsfragen, die sich kaum aus einer einzigen wissenschaftlichen Perspektive heraus beantworten lassen. Ein Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung des DIW zum Thema.


Journalismus: Keine „ausgewogene Berichterstattung“ zwischen Wissenschaft und Behauptungen mehr

Um beide Seiten von (oft nur vermeintlichen) Debatten abzubilden, hätten viele Medien lange Zeit Leugner oder Skeptiker des menschengemachten Klimawandels zu Wort kommen lassen. Das sei nun vorbei, schreibt ein deutsch-schweizerisches Forscherteam im Fachblatt Global Environmental Change (Januarausgabe) – schreibt Toralf Staud im Portal klimafakten.de. Die „Norm der Balance“ sei einer „interpretativen“ Haltung gewichen. Doch einige konservative Blätter böten Leugnern weiterhin Raum.

FVEE-tagungsband 2014: „Forschung für die Energiewende – Phasenübergänge aktiv gestalten“

„Die Energiewende als durchgreifender Veränderungsprozess umfasst den Umbau der Infrastrukturen für die Erzeugung, Verteilung, Wandlung und Speicherung von Strom, Wärme und Kraftstoffen sowie deren effiziente Nutzung“, schreibt Wuppertal-Präsident Manfred Fichedick. Die FVEEW-Tagung 2014 thematisierte die einzelnen Phasen, die das Energiesystem auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung durchläuft, mit ihren jeweiligen technologischen, ökonomischen sowie politisch-gesellschaftlichen Herausforderungen. Jetzt erschienen die Themen im Druck.

Das Interesse in Entwicklungs- und Schwellenländern an der deutschen Energiewende und an erneuerbaren Energien ist ungebrochen hoch, verbunden mit Erwartungen, dass Deutschland durch Entwicklungszusammenarbeit und Klimafinanzierung Partnerländer unterstützt. In seiner FES-Studie „Erwartungen der Entwicklungsländer an Deutschland“ formuliert Thomas Hirsch zehn Empfehlungen, wie Deutschland Energiewendeprozesse in Entwicklungsländern noch besser unterstützen kann.

Aufsatz von Robert Schlögl
CO2 hat neben Wasserdampf und Methan als wirksames Treibhausgas maßgeblich Einfluss auf das Klima. Seit fast 300 Jahren steigert der Mensch die Treibhausgas-Emmissionen mit inzwischen wahrnehmbarem Einfluss auf das Klima. Um die sogenannte 2-Grad-Grenze nicht zu überschreiten, stehen als Möglichkeiten der dauerhaften Lagerung „carbon capture and storage“(CCS) oder der dauerhaften Nutzung „carbon capture and use“ (CCU) zur Verfügung. Doch mit der weiteren Nutzung von CO2, bzw.seiner Reduktion stehen wir noch sehr am Anfang, denn es erstaune, so Robert Schlögl in seinem Fazit, „wie wenig zuverlässig und gesichert selbst das Wissen über einfache Reaktionen der chemischen Energiekonversion (chemical energy conversion – CEC)“ sei. Dennoch sollten „wir sehr dringend in der Lage sein, einige Reaktionen der CO2-Reduktion technisch optimiert zu betreiben. Damit können wir die Nachhaltigkeit von Energiesystemen sicherstellen“. Aber es fehlten „immer noch konzeptionelle Zugänge zu einem Entwurf des Ablaufes der gewünschten Reaktionen und zur Vorhersage ihrer optimalen Leistungsfähigkeit.“ Allerdings hofft der Autor, dass diese Zugänge bald erarbeitet werden, da man über die Techniken verfüge und durch die Energiewende „einen mächtigen Treiber für die nötige erhebliche Anstrengung der Wissenschaft“ habe.

nächste Seite »

 
 
 
 

Weitere Themen

28.01.2015 MPG: Neuer Auftritt für www.max-wissen.de
mehr »

13.09.2014 Erderwärmung: Waldbrände nehmen dramatisch zu
mehr »

14.05.2014 Perspektivwechsel im Elektronengebirge
mehr »

17.02.2014 KOMM:MAG – erfolgreiche Energie-Kommunen
mehr »

02.02.2014 Energiesubventionen – weniger ist mehr
mehr »