Brennstoffemissionshandelsgesetz

Mit dem am 15.11.2019 vom Bundestag verabschiedeten Brennstoffemissionshandelsgesetz wird ein nationales Emissionshandelssystem für die Sektoren eingeführt, die nicht vom europäischen Emissionshandelssystem unterliegen. Das ist die Grundlage für eine CO2-Bepreisung in diesen Sektoren, also Wärme und Verkehr. In das System werden alle in Verkehr gebrachten fossilen Brennstoffe einbezogen – unabhängig davon, in welchem Sektor sie verwendet werden. weiterlesen…

Bilanzkreis, Bilanzkreistreue

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto für Strom und Gas, das einen Saldo aller Stromentnahmen, Stromeinspeisungen und Handelsgeschäfte darstellt. Ein Bilanzkreis stellt die Verbindung zwischen der virtuellen Welt des Strom- und Gashandels und der physischen Welt der Energielieferung und der Netzstabilität her. Mit Hilfe der Bilanzkreise wird sichergestellt, dass nur genau die Energie verkauft oder geliefert werden kann, die produziert oder gefördert wurde und dass jeder Energielieferant seine Mengen auch exakt an den Energiemärkten oder über eigene Erzeugung bzw. Förderung beschafft hat. Stromlieferanten und Stromhändler in ihrer Rolle als sogenannte “Bilanzkreisverantwortliche” bewirtschaften die Bilanzkreise und sind verpflichtet, diese stets auszugleichen (Bilanzkreistreue).  weiterlesen…

Bandlücke

Der physikalische Begriff Bandlücke bezeichnet den Abstand zwischen dem Valenz- und Leitungsband eines Halbleiters und ist verantwortlich für seine Absorptionsfähigkeit. Das hängt damit zusammen, dass die Energie von Photonen größer als die Bandlücke sein muss, damit das Photon vom Halbleiter aufgenommen werden kann. Diese Aufnahme oder Absorption erfolgt dabei durch die Erzeugung von Elektronen-Loch-Paaren. Die Bandlücke wird als Größe in Elektronenvolt (eV) angegeben. weiterlesen…

Bruttostromerzeugung

Die Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung und zur gesamten Bruttostromerzeugung unterscheiden sich deutlich. Folglich ergeben sich daraus unterschiedliche Anteile an den Erneuerbaren Energien. Nettostromerzeugung ist der Strommix, der tatsächlich zu Hause aus der Steckdose kommt und im Haushalt verbraucht wird bzw. mit dem auch Elektrofahrzeuge öffentlich geladen werden. An der deutschen Strombörse EEX wird ausschließlich die Nettostromerzeugung gehandelt – bei den grenzüberschreitenden Stromflüssen werden auch ausschließlich Nettowerte gemessen. Bruttostromerzeugung hingegen beinhaltet auch die elektrischen Verluste der Kraftwerke, die direkt im Kraftwerk “verbraucht” werden und nicht ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Auf der Verbrauchsseite werden elektrische Verluste ebenfalls dem Bruttostromverbrauch zugerechnet, damit die Bilanz wieder stimmt. weiterlesen…

Blockchain

Blockchain-Technologien können das Geschäftsleben in vielen Bereichen verändern und in die Struktur des Internets eingreifen, die zurzeit von zentralen Plattformen geprägt ist. Eine Studie der Technologiestiftung Berlin beleuchtet die technologischen Möglichkeiten und die Perspektiven die sich daraus ergeben. weiterlesen…

Biogas: 10 Jahre Biomethan

Im November 2016 waren in Deutschland 196 Biogaseinspeiseanlagen in Betrieb, die rund 9,4 TWhHS Biomethan in das Erdgasnetz einspeisen werden. In den verschiedenen Anwendungsfeldern leistet Biomethan damit einen kleinen aber in Summe wichtigen Beitrag zur Steigerung der erneuerbaren Energien und zum Klimaschutz. 2015 waren rund 1,7 Prozent des erneuerbaren Stromes aus Biomethan, bei erneuerbarer Wärme liegt der Anteil von Biomethan bei ungefähr 2,7 Prozent. Dies ist insbesondere auf die Wärmeauskopplung von Biomethan-BHKW zurückzuführen, aber auch die direkte Nutzung zu Heiz- und Kochzwecken wird immer beliebter weiterlesen…

BECCS (Bioenergy with Carbon Capture and Storage)

Von Oktober 2015 bis März 2016 wurde erstmals über sechs Monate in Folge ein globaler Temperaturanstieg von mehr als einem Grad gemessen. Im Lichte dieser Dringlichkeit befasst sich das International Panel on Climate Change (IPCC) mit den so genannten “negativen Emissionen”: Rückholung von bereits in die Atmosphäre emittiertem CO2 mit Hilfe hochriskanter und unausgereifter Technologien. Eine der am höchsten gehandelten Technologien ist “BECCS”, Bioenergy with Carbon Capture and Storage, also der Einsatz von Bioenergie/ Biomasse mit der Abscheidung und Verpressung des frei werdenden CO2 in den Boden. weiterlesen…

Biogas – Biomethan

Biogas ist eine Mischung aus Biomethan, Schwefelwasserstoff oder Kohlendioxid und entsteht beim Zerfallsprozess organischen Materials unter Ausschluss von Sauerstoff. Der Methan-Anteil (CH4) beträgt in einer m odernen Biogasanlage in der Regel etwa drei Viertel. Als Grundmaterial für den Prozess werden Gülle aus der Landwirtschaft und Energiepflanzen bzw. deren organische Reste eingesetzt, etwa leere Getreidehülsen und -halme. Biogas kann auch aus Abfallstoffen, wie dem Inhalt der grünen Tonne erzeugt werden. weiterlesen…

Benzin (Ottokraftstoff)

Ottokraftstoff (Benzin) ist ein fossiler Kraftstoff für Ottomotoren, der aus leichteren Bestandteilen der Rohölverarbeitung stammt. Mindestanforderungen werden in der europäischen Kraftstoffnorm EN 228 definiert; dazu gehören auch mögliche Beimischungen von Biokraftstoffen. Allen Ottokraftstoffen dürfen heute bis zu 5 %vol Bioethanol beigemischt werden, und zwar ohne besondere Kennzeichnungspflicht weiterlesen…