Im freien Fall?


enervis analysiert zweite Wind-Auktionsrunde vom 01.08.2017

Nach den Ergebnissen der ersten Ausschreibungsrunde für Onshore-Wind war für die zweite Runde von weiter fallenden Gebotspreisen und einem großen Angebotsüberhang auszugehen. Die am 15.08.2017 von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Ergebnisse zeigen nun, dass eine Preissenkung von deutlich über 1 ct/kWh zwischen den zwei aufeinander folgenden Auktionsrunden eingetreten ist. Eine erste Analyse der Ergebnisse und einen Blick auf mögliche Hintergründe liefern – mit freundlicher Genehmigung – die folgenden enerviews von Nicolai Herrmann und Daniel Peschel. weiterlesen…

Kann ein CO2-Preis nachhaltige Entwicklung finanzieren?


CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren

von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation
Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, untersucht gemeinsam mit Max Franks, PIK, in einem Buchbeitrag (“Deutschlands neue Verantwortung“) inwieweit ein Preis für CO2-Emissionen die Finanzierung der Sustainable Development Goals finanzieren kann. Ausgehend von den zwei großen Übeln Armut und Klimawandel kommen sie zu dem Schluss, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens mit den bisher vorgelegten freiwilligen Beiträgen nicht erreicht werden können. Sie zeigen aber, dass ein CO2-Preis, entweder als Steuer oder als Emissionshandel auch jenseits der Klimapolitik erhebliche Vorteile bieten. Ihre Analyse lotet die Grundlage dafür aus, dass Nationalstaaten bereit sind, die CO2-Preise schrittweise anzuheben. Langfristig müssten diese nationalen CO2-Preise konvergieren, um den Trans­formationsprozess zu ermöglichen, den das Abkommen von Paris als Ziel formuliert. Sie gehen zunächst von einem CO2-Preis aus, der es noch mit hohe Wahrscheinlichkeit ermöglichen Würde, die Pariser Zwei-Grad-Grenze einzuhalten. weiterlesen…

Von der Digitalisierung profitieren


Zukunft der Arbeit in der digitalen Transformation – Agilität, lebenslanges Lernen und Betriebspartner im Wandel. Ein Beitrag des Human-Resources-Kreises von acatech und Jacobs Foundation

Richtig gestaltet stärkt der digitale Wandel die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und zugleich gute, selbstbestimmte Arbeit. Eine Gruppe von Personalvorständen und Wissenschaftlern des von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Jacobs Foundation gegründeten HR-Kreises stellte ihre Vorschläge am 29.06.2017 im Bundeskanzleramt vor. weiterlesen…

“(De-)zentrale Energiewende – Wirklichkeiten, Widersprüche und Visionen”


Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung erschienen

Die Energiewende in Deutschland stellt zunehmend zentralisierte Strukturen der Gewinnung, Bereitstellung, Verteilung und Vermarktung von Energie in Frage. Im Spannungsfeld von zentralisierten und dezentralisierten Energiesystemen stellen sich vielfältige Forschungsfragen, die sich kaum aus einer einzigen wissenschaftlichen Perspektive heraus beantworten lassen. Ein Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung des DIW zum Thema. weiterlesen…

Klimafakten: Missverstandene Ausgewogenheit


Journalismus: Keine “ausgewogene Berichterstattung” zwischen Wissenschaft und Behauptungen mehr

Um beide Seiten von (oft nur vermeintlichen) Debatten abzubilden, hätten viele Medien lange Zeit Leugner oder Skeptiker des menschengemachten Klimawandels zu Wort kommen lassen. Das sei nun vorbei, schreibt ein deutsch-schweizerisches Forscherteam im Fachblatt Global Environmental Change (Januarausgabe) – so Toralf Staud im Portal klimafakten.de. Die “Norm der Balance” sei einer “interpretativen” Haltung gewichen. Doch einige konservative Blätter böten Leugnern weiterhin Raum. weiterlesen…

Nachfrage nach Rohstoffen wird sinken


McKinsey-Studie: Neue Technologien wirken weltweit

Laut einer am 23.02.2017 veröffentlichten Studie des McKinsey Global Institute (MGI) wird schon in knapp 20 Jahren die Nachfrage nach Erdöl, Kohle und Eisenerz ihren Höhepunkt erreichen. Der Energieverbrauch wird sinken, die Energieproduktivität steigen. Treiber dafür sind Digitalisierung, Elektromobilität und geringere Kosten für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Iran geht das Wasser aus


Seen und Flüsse drohen auszutrocknen

Die Studie „Paradise Lost? Developing Solutions to Irans Environmental Crisis“ der Heinrich-Böll-Stiftung und der Small Media Foundation widmet sich der iranischen Umweltkrise und analysiert Ursachen, Auswirkungen und Handlungsstrategien – vor allem von zivilgesellschaftlichen Akteuren. weiterlesen…

Energieintensive Rohstoffindustrie durch Elektrifizierung dekarbonisieren


Wuppertal-Institut: Auswirkungen auf den Strombedarf der EU

Wuppertal-Institut - Logo © Wuppertal-InstitutZunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Deep Decarbonisation (tiefgreifende Dekarbonisierung) auch in der energieintensiven Rohstoffindustrie notwendig ist. Im Hinblick auf das enorme Potenzial der erneuerbaren Elektrizität werfen Stefan Lechtenböhmer und Clemens Schneider vom Wuppertal Institut, sowie Lars J. Nilsson und Max Åhman von der Lund University einen Blick auf die Auswirkungen einer Elektrifizierung der Rohstoffproduktion in der Europäischen Union mittels eines Was-wäre-wenn-Gedankenexperiments. weiterlesen…

Roadmap zum automatisierten Fahren


acatech-Studie

automobiles-fahren-acatech-studie-titelIn einer neuen Studie unter dem Titel „Neue Automobilität“ beschreibt die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), wie der Straßenverkehr bis 2030 vernetzt, automatisiert und damit sicherer und fließender werden kann. Nach der Definition eines Zielbildes für den automatisierten Straßenverkehr 2030 in einer acatech POSITION (2015) erörtert die acatech Projektgruppe Neue autoMobilität mit dieser acatech STUDIE nun detailliert, welche Weichenstellungen erfolgen müssen, um dieses Zielbild erfolgreich zu realisieren. weiterlesen…

100 % EE billigste Stromversorgungs-Option für Südamerika


“Einzigartiges EE-Potenzial”

Laut einer Untersuchung der Lappeenranta University of Technology, Finnland (LUTlut_logo) und VTT Technical Research Centre of Finland Ltd. ist eine komplett erneuerbare Stromversorgung in Südamerika schon bis 2030 möglich. vtt-logoDie Studie zeigt auch, dass ein Elektrizitäts-System auf Basis von 100 % Erneuerbaren die billigste Option ist und mit wenigen Energiespeichern erreicht werden kann. weiterlesen…