SOLARIFY

Selbst-Gespräch


Friedrich-Wilhelm Wellmer im Solarify-Selbst-Gespräch

Ex-BGR-Präsident Friedrich-Wilhelm Wellmer informiert im Solarify-Selbst-Gespräch über Rohstoff-Nachfrage und Kreislaufwirtschaft – so bräuchten wir für die Erneuerbaren Energie zwar mehr Rohstoffe als für die Fossilen – es seien aber auch mehr als genug vorhanden. Die Seltenen Erden seien nämlich gar nicht so selten, wie der Namen unterstelle. Trotzdem plädiert Wellmer entschieden für die Kreislaufwirtschaft, für Gebrauch statt Verbrauch. Zudem seien Rohstoffe zeit- und epochenabhängige „Kopfprodukte“. Sorgen machen Wellmer die umweltschädlichen Folgen des Rohstoffabbaus und die Kinderarbeit, die nach wie vor in manchen Ländern Asien, Afrikas und Lateinamerikas grassiere. Doch man sei aktiv: Beispielsweise mit dem von der BGR entwickelten „Fingerprinting-System“ für Tantalerze in Afrika – eine Art DNA-Analyse, mit der sich feststellen lasse, aus welchen Gebieten die Erze kämen.


Robert Schlögl im Solarify-Selbst-Gespräch
„Ich möchte einen Beitrag leisten, dass wir über die Energiewende nicht immer nur reden, sondern endlich etwas tun“

Freut sich über Carbon2Chem-Start - Robert Schlögl - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr hat am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord gemeinsam mit dem BMBF, der Thyssen AG und 16 weiteren Partnern ein Projekt eingeweiht, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization, bzw. Use) unternimmt. Robert Schlögl, Gründungs-Direktor am MPI CEC und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, erklärt im Solarify-Selbst-Gespräch, was es mit „Carbon2Chem“ (=“Carbon to Chem“) auf sich hat, und warum er das macht


Robert Pitz-Paal im Solarify-Selbst-Gespräch

Robert Pitz-Paal - Foto © DLRRobert Pitz-Paal, Direktor am DLR-Institut für Solarforschung bricht im Solarify-Selbst-Gespräch eine Lanze für CSP, die konzentrierte Solarenergie. Der Vorteil der Solarthermischen Energiegewinnung: Ihre Speicherbarkeit. Dennoch haben viele aufgrund des raschen Aufstiegs und der starken Preissenkungen von Wind und Photovoltaik die Solarthermie schon abgeschrieben, DLR SF logodoch Pitz-Paal sieht in CSP nach wie vor den Vorteil einer wichtigen Ergänzung für eine Grundversorgung mit Erneuerbaren Energien: „Solarthermische Kraftwerke konkurrieren nicht mit PV- oder Windstromanlagen sondern ergänzen diese.“ Immer mehr Länder gäben inzwischen einer Kombination den Vorzug.


Uwe Leprich im Solarify-Selbst-Gespräch

Uwe Leprich - Foto © htwsaar.deProf. Uwe Leprich, Leiter des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) an der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes, sieht im Solarify-Selbst-Gespräch die Kohlewirtschaft als eindeutige Verliererin der Energiewende – das Zögern der Bundesregierung bei ihrer Durchsetzung bedeutet allerdings „nur eine kleine Verschnaufpause“. Er entlarvt die verharmlosende und verräterische Sprache, die einmal von der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ sprach und jetzt in den Erneuerbaren Energien unreife Heranwachsende sieht. Wer in diesem Zusammenhang immer noch von „Subventionierung“ spreche, habe nicht gemerkt, dass es sich um schlichte Finanzierungen handelt. Er fordert, sich endlich von der „geradezu religiösen Verehrung von Märkten zu verabschieden“.


Solarify-Selbst-Gespräch von Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Weert Canzler, Sozialwissenschaftler am WZB und inzwischen gefragter Experte in Mobilitätsfragen, wundert sich im Solarify-Selbst-Gespräch, warum es trotz der Dekarbonisierungsa-Gipfelbeschlüsse von Elmau und Paris im am meisten karbonisierten Sektor, der Mobilität, den geringsten Fortschritt gibt – und das, obwohl der Verbrennungsmotor längst als Auslaufmodell gilt. Bedauernd stellt er fest: „Die Chancen einer Mobilität jenseits von Autodominanz und Verbrennungsmotoren werden kaum gesehen.“ Alles in allem ist er aber „vorsichtig optimistisch, dass sich selbst im Verkehr etwas tut“.

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