Künstliche Chloroplasten sollen Photosynthese zur Wasserstoffgewinnung betreiben

Geheimnisse der künstlichen Photosynthese entschlüsseln

„Unser gemeinsames Ziel ist es, künstliche Chloroplasten zu entwickeln und mit ihnen Photosynthese zu betreiben, um so Wasserstoff zu gewinnen“, sagt Dr. Jacob Schneidewind von der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 0. Es gehe darum, ein möglichst breites Lichtspektrum auszunutzen und dabei preisgünstige Ausgangsstoffe einzusetzen. Der Chemiker forscht am Zentrum für Energie und Umweltchemie (CEEC Jena) der Friedrich-Schiller-Universität. Sein neues Forschungsprojekt „Zwei-Photonen Wasserspaltung für die Realisierung gekoppelter Photokatalyse“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 325.000 Euro gefördert. Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs und Forschungsverbundes „CataLight“ en, der an den Universitäten Jena und Ulm koordiniert wird. Das Projekt startete im Juli 2024. (Dr. Jacob Schneidewind untersucht die Wasserspaltung mit blauen Licht – © Jens Meyer, Uni Jena) weiterlesen…

Komplettes Erbgut und Gift-Gene der Oder-Mikroalge entschlüsselt

„Goldalge“ Prymnesium parvum

Im Sommer 2022 verendeten rund 1.000 Tonnen Fische, Muscheln und Schnecken in der Oder. Die Katastrophe war zwar vom Menschen verursacht, doch die unmittelbare Todesursache war das Gift einer Mikroalge mit dem wissenschaftlichen Sammelnamen Prymnesium parvum, oft auch ‚Goldalge‘ genannt. Seitdem haben sich diese Einzeller dauerhaft in der Oder angesiedelt. Um künftig Risikofaktoren zu identifizieren, unter denen sich die Alge vermehrt und ihr Gift bildet, haben ForscherInnen unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) jetzt das Erbgut der Mikroalge sequenziert. Dabei konnten sie die für die Giftbildung verantwortlichen Gensequenzen ausmachen, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Frühwarnsystem. Die Studienergebnisse wurden in Current Biology veröffentlicht. (Bild: Prymnesien befallen eine Kieselalge und lösen sie auf, um den Zellinhalt aufzunehmen – © Karla Münzner/IGB) weiterlesen…

Fossilfreier Kraftstoff verringert CO2-Emissionen bis 92 Prozent

Forschungsergebnis der TU Darmstadt

Herkömmliche Autos und Motorräder mit Verbrennungsmotoren mit fossilfreiem Kraftstoff zu betanken, ist technisch möglich – ohne, dass die Motoren oder deren Software angepasst werden müssten. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der ADAC Stiftung geförderte Studie der Technischen Universität Darmstadt. Untersucht wurde der Kraftstoff “Eco100Pro”, der nach ISCC und RedCert als zu 100 % nicht-fossil zertifiziert ist. weiterlesen…

Seltene Erden aus Elektroschrott schürfen

ETH-Forschende entwickeln überraschend einfache Trennmethode für Europium

So selten, wie ihr Name suggeriert, sind seltene Erden zwar nicht. Für die moderne Wirtschaft sind sie aber unabdingbar. Denn diese 17 Metalle sind essenzielle Rohstoffe für die Digitalisierung und die Energiewende: Sie stecken in Smartphones, Computern, Bildschirmen und Batterien – ohne sie läuft kein Elektromotor und dreht sich kein Windrad. Weil Europa fast vollständig auf Importe aus China angewiesen ist, gelten diese Rohstoffe als «kritisch». Forschende der ETH Zürich entwickeln ein von der Natur inspiriertes Verfahren, das Europium effizient aus alten Leuchtstofflampen zurückzugewinnt. Der Ansatz könnte zum lang erhofften Recycling von Seltenerdmetallen führen. weiterlesen…

Energie direkt auf Mikrochip zurückgewinnen

Neues Material ebnet den Weg für On-Chip Energy Harvesting

Forschenden aus Deutschland, Italien und Großbritannien ist nach eigenen Angaben vom 08.07.2024 ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung eines Materials gelungen, das Energierückgewinnung auf dem Mikrochip in Zukunft möglich machen könnte. Bei ihrer Legierung aus Germanium und Zinn handelt es sich um ein sogenanntes thermoelektrisches Material, das geeignet erscheint, die Abwärme von Computerprozessoren in Elektrizität umzuwandeln. Da alle Elemente aus der 4. Hauptgruppe des Periodensystems stammen, kann die neue Halbleiterlegierung leicht in den Prozess der Chipfertigung integriert werden. weiterlesen…

Geothermie kann laut acatech-Untersuchung Fernwärme befeuern

Die Wärmewende findet Stadt: Geothermie kann laut acatech Studie Fernwärme befeuern

Eine Grundvoraussetzung der Energiewende ist die Wärmewende. Die technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre weisen der Geothermie dabei nun eine erweiterte Rolle zu: Um in der Wärmeversorgung fossile durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen, könnte sie zu einer Schlüsseltechnologie werden. Zu diesem Schluss kommt am 03.07.2024 die Studie „Geothermische Technologien in Ballungsräumen: ein Beitrag zur Wärmewende und zum Klimaschutz“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. (Titel: Geothermische Technologien in Ballungsräumen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz – @ acatech.de) weiterlesen…

WWF Deutschland fordert schnelle Umsetzung der Kreislaufwirtschaftsstrategie

Pro-Kopf-Verbrauch von Primärrohstoffen braucht gesetzliche Verankerung

Der WWF Deutschland begrüßt den Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) als entscheidendes Vorhaben, um die Kreislaufwirtschaft in Deutschland zu fördern. Das Bundesumweltministerium stellte den Entwurf noch bis zum 09.07.2024 zur öffentlichen Stellungnahme bereit, parallel hat die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung begonnen. Der WWF unterstützt den umfassenden Ansatz mit einem klaren Reduktionsziel pro Kopf, fordert jedoch, die Strategie in ein verbindliches Ressourcenschutzgesetz zu überführen. Dafür sei es jetzt wichtig, die Strategie schnell zu verabschieden und die Umsetzung noch in dieser Legislatur auf den Weg zu bringen, so der WWF. weiterlesen…

Das Holozän-Projekt

Eine weltweite iniative zur Rettung der Erde, auch durch Kreislaufwirtschaft

„Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres auf der Weltklimakonferenz 2022. „Die Tür ist noch offen für eine sichere Landung der Menschheit“, äußerte sich der Klimaforscher Prof. Dr. Johan Rockström vom PIK-Potsdam im November 2023. Und COP28-Präsident Ahmed al-Jaber bat 2023: „Bitte helfen Sie mir, zeigen Sie mir den Fahrplan für einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, der eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung ermöglicht, es sei denn, Sie wollen die Welt zurück in die Höhlen führen“. Um die Erde auf ein sicheres Niveau unter 350 ppm atmosphärischem CO2 und eine Erwärmung von 1° C über dem vorindustriellen Niveau zu des Holozän zu bringen, ist ein Plan für einen konzertierten wirtschaftlichen und sozialen Wandel hin zu einer Zukunft ohne fossile Brennstoffe erforderlich. Solarify dokumentiert den ehrgeizigen Plan. (Grafik: Entwicklung des atmosphärischen CO2 im Vergleich zur globalen Temperaturänderung – © Mark Maslin, John Lang and Fiona Harvey, CC-BY 4.0 ) weiterlesen…

Für Reparatur und Weiterverwendung!

Deutsche Physikalische Gesellschaft plädiert für nachhaltigen Umgang mit wissenschaftlicher Forschungsinfrastruktur

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) betont in ihrer neuesten Stellungnahme die Bedeutung des nachhaltigen Umgangs mit wissenschaftlichen Geräten und der Forschungsinfrastruktur. Angesichts der großen Mengen an Materialien, die für die physikalische Forschung benötigt werden, appelliert die DPG an Hochschulen und Landesregierungen, Reparatur und Weiterverwendung zu stärken. „Ein Ausbau der Möglichkeiten zur Reparatur und Weiternutzung von wissenschaftlichen Geräten kann erheblich zur Reduzierung der Umweltbelastungen durch Forschung beitragen“, betont DPG-Präsident Klaus Richter. Dies sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern häufig auch ökonomisch vorteilhaft, da Reparaturen in der Regel kostengünstiger seien als Neuanschaffungen. weiterlesen…

Neue Startups für Circular Valley gesucht

Im Herbst sollen erneut junge Unternehmen antreten, die mit ihren Ideen die Kreislaufwirtschaft voranbringen

Mehr als 100 Startups von fünf Kontinenten sind inzwischen im Wuppertaler Circular Valley gewesen und haben dort ihre Konzepte entscheidend weiterentwickelt. So sind zahlreiche Partnerschaften mit der etablierten Wirtschaft und renommierten Forschungseinrichtungen entstanden. Aus Ideen wurden Erfolgsgeschichten, die in großem Umfang Emissionen verhindern. Nun erhalten die nächsten Gründer die Chance auf diesen Schub. weiterlesen…