Extremes CO2-Treibhaus heizte junge Erde auf

Mit Beginn der Plattentektonik wurde es kälter, da CO2 nach und nach auf Kontinenten gespeichert wurde

Sehr hohe atmosphärische CO2-Gehalte können erklären, wie vor drei bis vier Milliarden Jahren die hohen Temperaturen auf der noch jungen Erde zustande gekommen sind. Zu dieser Zeit strahlte unsere Sonne nur mit 70 bis 80 Prozent ihrer heutigen Intensität. Trotzdem war das Klima auf der jungen Erde offenbar recht warm, denn es gab kaum Gletschereis. Dieses Phänomen ist als das „Paradox der jungen schwachen Sonne“ bekannt. Ohne ein effektives Treibhausgas wäre die junge Erde zu einem Eisklumpen gefroren. Ob CO2, Methan oder ein ganz anderes Treibhausgas dem Planeten Erde eingeheizt hat, ist in der Wissenschaft umstritten. Neue Untersuchungen von Daniel Herwartz von der Universität zu Köln, Professor Andreas Pack von der Universität Göttingen und Professor Thorsten Nagel von der Universität Aarhus (Dänemark) zeigen nun, dass ein hoher CO2-Gehalt als Erklärung plausibel ist. Das würde zudem noch ein anderes geowissenschaftliches Problem lösen: die scheinbar zu hohen Meerestemperaturen. Die Studie ist in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. weiterlesen…

6 % mehr Geld für Energieforschung als 2019

“Bundesbericht Energieforschung 2021 – Forschungsförderung für die Energiewende”

Die Bundesregierung hat 2020 im Rahmen des Energieforschungsprogramms knapp 1,22 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung im Bereich der Energiewende ausgegeben – etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahr. “Insgesamt ist es mit Flexibilität und Kreativität gelungen, auch in diesem ungewöhnlichen Jahr die Forschung für die Energiewende weiter voranzubringen”, erklärte die Regierung in dem am 02.06.2021 als Unterrichtung (19/29810) vorgelegten 93seitigen “Bundesbericht Energieforschung 2021 – Forschungsförderung für die Energiewende” mit Blick auf die Corona-Pandemie. weiterlesen…

Wie Katalysatoren altern

Chemische Eigenschaften im Inneren in 3-D extrem genau und schneller als bislang messen

Forschende des schweizerischen Paul-Scherrer-Instituts haben eine neues Tomografie-Verfahren entwickelt, mit dem sie chemische Eigenschaften im Inneren von Katalysator-Materialien in 3-D extrem genau und schneller als bislang messen können. Die Anwendung ist gleichermaßen für Forschung und Industrie wichtig. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden am in Science Advances (Foto: Paul-Scherrer-Institut 2016 – © PSI – psi.ch, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

Innovation für die Digitalisierung der Energiewende

dena: Im Berliner KPM-Quartier entsteht bis Herbst „Future Energy Lab“

Die digitale Energiewende bekommt eine eigene Adresse: Auf dem Gelände des ältesten Industriedenkmals der Stadt Berlin, der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin, soll einer Medienmitteilung der Deutschen Energie-Agentur zufolge in den kommenden Monaten ein Innovationsort für die Energiewende entstehen – ein Ort der Vernetzung für die Energie- und Digitalwirtschaft. (KPM_Berlin alter Betriebshof – Foto © Manfred Brueckels – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Wie Kohlenstoffe „grüner“ werden

Meilenstein für nachhaltige Batterien

Ein kürzlich gestartetes Verbundprojekt namens HiQ-CARB (01.01.2021 bis 31.12.2023) zielt darauf ab, neue Kohlenstoffe mit einer überlegenen Leistung und einem geringen CO2-Fußabdruck für zukünftige grüne Batterien in Europa bereitzustellen. HiQ-CARB erhält laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC vom 04.06.2021 EU-Fördermittel von EIT RawMaterials (Europäisches Institut für Innovation und Technologie), um dieses essenzielle neue Batteriematerial zu skalieren und zu validieren. weiterlesen…

Neuer Separator macht Niedrigtemperatur-Batterien sicherer

Zudem gesteigerte Batterieleistung bei extrem niedrigen Temperaturen

Gesucht werden Lithium-Ionen-Batterien, die Fahrzeuge auch in extremer Kälte antreiben können, wie zum Beispiel Raumfahrzeuge oder Satelliten. Eine neue Technologie könnte die Sicherheit dieser Batterien, die mit Gaselektrolyten bei extrem niedrigen Temperaturen arbeiten, drastisch verbessern. Nano-Ingenieure der University of California San Diego haben einen Separator entwickelt – den Teil der Batterie, der als Barriere zwischen Anode und Kathode dient – und verhindert, dass die gasbasierten Elektrolyte in diesen Batterien verdampfen. Dieser neue Separator könnte wiederum helfen, den Druckaufbau im Inneren der Batterie zu verhindern, der zu Schwellungen und Explosionen führt. weiterlesen…

3x billige Katalysatoren

Chemiker der RUDN Universität fanden Ersatzweg

Chemiker der russischen Universität der Völkerfreundschaft RUDN haben einen neuen Weg zur Synthese von Katalysatoren für die Umwandlung von Ethylalkohol gefunden. Die erhaltenen Materialien sind vielversprechende Katalysatoren für die selektive Umwandlung von Ethanol. Die Ergebnisse der Studie sind in Catalysis Today veröffentlicht worden. Eine andere Gruppe synthetisierte zwei heterometallische Cluster mit fast 100 % Effizienz – mögliche Katalysatoren für Pharmazie, Herstellung von Polymeren und andere Zweige der chemischen Industrie. Eine dritte (internationale) Gruppe hatte bereits im vergangenen Oktober in amorphem Titanoxid einen weiteren Kat-Ersatz gefunden. (Grafik: Katalysator für Umwandlung in Acetaldehyd – Grafik © RUDN University – eurekalert.org, freie Verwendung) weiterlesen…

Hochleistungsrechner modellieren Klima in 100 Jahren

Wissenschaftler wollen drängende Fragen mit Supercomputern beantworten

Computerberechnungen ermöglichen umfangreiche Klimasimulationen, die neben dem Zustand der Atmosphäre, auch die Entwicklung in den Ozeanen sowie physikalische Effekte auf dem Land berücksichtigen. Weitere wichtige Felder sind die Pharma-Industrie, die Entwicklung elektrischer Motoren oder auch die bessere Behandlung von Herzkrankheiten. Um dabei umfassende und genaue Erkenntnisse zu gewinnen, forschen Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg gemeinsam mit europäischen Partnern an Algorithmen für künftige Hochleistungsrechner. (Foto: Super-Computer JUWELS in Jülich – © m. frdl. Genehmigung Forschungszentrum Jülich, Wilhelm-Peter Schneider) weiterlesen…

Härtetest bestanden

Neues Niedrig-PH-System recycelt mehr Kohlenstoff in wertvolle Produkte

Forscher der Fakultät für Ingenieurwesen an der Universität Toronto (“U of T Engineering”) haben ein verbessertes elektrochemisches System entwickelt, das den Einsatz von abgeschiedenem CO2 aufwertet, indem es mehr davon in wertvolle Produkte umwandelt als je zuvor, schreibt Tyler Irving am 03.06.2021 auf der U of T Engineering News-Seite. Die IEA hat CCS und CCU zwar für geeignet gehalten, um die globale Erwärmung bis 2050 auf 1,5 C zu begrenzen. Doch die Abscheidung von Kohlenstoff hat derzeit kaum wirtschaftlichen Wert; das verringert den Anreiz für Unternehmen, in diese Technologie zu investieren. weiterlesen…

Großes Potenzial für eine ökologische Steuerreform in Deutschland

Konsequentes Bepreisen von Umwelt- und Gesundheitsschäden würde hunderte Milliarden Euro mobilisieren. Analyse des Energiewende-Projekt Ariadne mit Beteiligung des MCC

Es ist eine zentrale Erkenntnis der Umweltökonomie: Wenn der Staat die sogenannten Externalitäten des Wirtschaftens in die Produktpreise einfließen lässt, kann er den Wohlstand maximieren. Externalitäten sind zum Beispiel Klimawandel, Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll oder Staus – also Schäden für Umwelt und Gesundheit, für die ohne politische Eingriffe niemand explizit die Kosten übernimmt. Wie groß diese Schäden sind, und was sich daraus an möglichem Handlungsspielraum für die nächste Bundesregierung ableitet, das beschreibt jetzt so umfassend wie noch nie eine wissenschaftliche Analyse unter starker Beteiligung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…