BAM: Neue Erkenntnisse zu Kristallisationsprozessen

Große Bedeutung für Materialforschung und -entwicklung

Je besser die Ergebnisse des Kristallisationsprozesses von Materialien gesteuert und vorhergesagt werden können, desto größer sind die Chancen, Kristalle herzustellen, die spezifische Merkmale aufweisen und es erlauben, Materialeigenschaften zu optimieren. Forschende der Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben neue Erkenntnisse zur Kristallstruktur vorgelegt, die am 24.11.2021 auf der BAM-Webseite und am 30.11.2021 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht wurden. weiterlesen…

Arktischer Schnee verwandelt sich in Regen

Klimawandel lässt Temperaturen auch in der Arktis steigen

Die Veränderung der arktischen Niederschläge könnte schneller eintreten als von Wissenschaftlern vorhergesagt wurde, schreibt Chelsea Harvey in ClimateWire über einen Artikel in Nature Communications. Während sich die Arktis erwärmt und verändert, lösen sich viele ihrer gefrorenen Merkmale auf: Die Gletscher schmelzen und sickern ins Meer. Das Meereis weicht dem offenen Meer. Der Permafrost taut auf und wird zu Brei. Und der Schnee, der die außergewöhnliche arktische Umwelt bedeckt, verwandelt sich zunehmend in Regen. (Foto: Eisbären auf dem Meereis des Arktischen Ozeans – © Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann (CC-BY 4.0) weiterlesen…

Fünf Millionen für Nachhaltigkeitsforschung vom Bund

TUM koordiniert Zukunftslabor für Grünen Wasserstoff

Zur weiteren Erforschung klimaneutral erzeugten Wasserstoffs entsteht an der Technischen Universität München (TUM) ein internationales Zukunftslabor namens „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“ („Renewable Electricity Dispatch and Expendable Feedstock-Integrated Net-Zero-Emission Hydrogen Economy“) mit Forschenden aus 13 Ländern. Das BMBF stellt dafür einer Medienmitteilung zufolge über drei Jahre bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung. (Foto: Technische Universität München Hauptgebäude – © Maximilian Dörrbecker (Chumwa) – Eig Werk, CC BY-SA 2.5, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wettlauf an die Grenzen des Planeten

148 Länder auf dem Prüfstand

Kein Land der Erde erreichte in den vergangenen drei Jahrzehnten soziale Mindestanforderungen, ohne dabei ökologische Grenzen zu übertreten. Das fand ein britisches Forschungsteam unter Beteiligung der an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien in Zusammenarbeit mit einem von der Humboldt Universität zu Berlin koordinierten Forschungsprojekt heraus. (Ähnlich: Die Agenda 2030, 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) – Grafik © UN) weiterlesen…

Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens

Positionspapier der Deutschen Physikalischen Gesellschaft veröffentlicht

Das wissenschaftliche Publikationswesen befindet sich weltweit im Umbruch. Noch ist nicht klar, wohin die Reise geht. Aus Sicht praktizierender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezieht die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) Stellung zu den Rahmenbedingungen für ein wissenschaftliches Publikationswesen, um den Anliegen ihrer Mitglieder Gehör zu verschaffen und analysiert die Grundlagen für ein zukunftsorientiertes wissenschaftliches Publikationswesen. Dieses soll „von Wissenschaftlern für Wissenschaftler“ weiterentwickelt werden. weiterlesen…

Klimaschutz und Armutsbekämpfung gut vereinbar

“Weiterentwickelte Forschung zu optimaler Politik”

Wenn der Staat mit CO2-Bepreisung Tempo macht, muss das nicht zu Lasten Einkommensärmerer gehen – sie können sogar profitieren, meldet das Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) am 29.11.2021 in einer Medienmitteilung. Der Kampf gegen die Erderhitzung und das Zurückdrängen der Armut auf der Welt sind demnach auch kurzfristig vereinbar: Für beides kann es sich lohnen, Treibhausgas-Emissionen und damit fossile Brennstoffe schnell und drastisch zu verteuern. Zwar zeigen häufig verwendete Rechenmodelle hier einen Zielkonflikt – doch der löst sich auf, wenn man die Rückverteilung der Einnahmen miteinbezieht. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt ein MCC-Forschungsteam und 16 wissenschaftliche Einrichtungen in Europa, Amerika und Asien, darunter Princeton, Harvard und Berkeley. Die Studie wurde ebenfalls am 29.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Jülicher Forschungsteam produziert Wasserstoff aus Gräsern

Der Kraft-Stoff aus dem Bioreaktor

Noch lebt unser Wirtschaftssystem von der Nutzung und Verbrennung von Kohlenstoffprodukten – Öl, Erdgas, Kohle. Dabei entsteht das für den Treibhauseffekt und damit für die globale Erwärmung verantwortliche CO2. Es sei Aufgabe der gesamten Menschheit, die Dekarbonisierung – also die Abkehr von Kohlenstoffprodukten – so schnell wie möglich umzusetzen, um die Folgen des Klimawandels abzumildern, so eine Medienmitteilung der FH Aachen vom . Am Campus Jülich der FH wird jetzt eine Methode erforscht, die zum flächendeckenden Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff für unsere Wirtschaft beitragen kann. weiterlesen…

Überraschende Entdeckung

Katalysatoren: Gleichzeitig vergiftet und sehr lebendig

Eine überraschende Entdeckung an der TU Wien, am 16.11.2021 veröffentlicht: Ein Katalysator scheint üblichen Gesetzen zu widersprechen und kann gleichzeitig völlig unterschiedliche Zustände annehmen. Manchmal funktionieren chemische Reaktionen im Labor so wie man sich das vorstellt, und manchmal nicht. Beides ist nicht ungewöhnlich. Höchst ungewöhnlich ist aber das, was ein Forschungsteam an der TU Wien nun beobachtete, als man Wasserstoff-Oxidation an einem Rhodium-Katalysator untersuchte: Die Oberfläche einer Rhodium-Folie kann an manchen Stellen chemisch hoch aktiv sein, an anderen, nur ein paar Mikrometer entfernt, hingegen völlig inaktiv, und an wieder anderen stellt sich ein oszillierender Wechsel zwischen dem aktiven und dem inaktiven Zustand ein. (Grafik: Katalyse: Lokale Musterbildung der oszillierenden Wasserstoffoxidation auf Rhodium – © tuwien.at, nature.com, open access) weiterlesen…

Parakristalliner Diamant

Kohlenstoffmaterial mit einzigartiger Struktur

Forscher der Universität Bayreuth haben einer Medienmitteilung vom 25.11.2021 und einer Publikation in Nature zufolge gemeinsam mit Partnern in China und den USA erstmals ein Kohlenstoffmaterial hergestellt, das nicht die streng geordnete Struktur eines Kristalls aufweist, aber auch nicht amorph ist. Es handelt sich um parakristallinen Diamant mit einzigartigen optischen, mechanischen und the chtkristalliner Materialien sowie für die gezielte Synthese weiterer neuer Kohlenstoffmaterialien. In Nature stellt das internationale Team seine Entdeckung vor. (Bild: Diamant © Dimitris Christou auf Pixabay) weiterlesen…

Magnetische Induktion in chemischen Prozessen

Intensivierung und Anpassung an schwankende erneuerbare Energien

Bei der Katalyse sind Energieeffizienz, Unschädlichkeit der Reaktionsbedingungen und Anpassungsfähigkeit Parameter immer bedeutender. Mittels magnetischer Induktion lassen sich magnetische Nanokatalysatoren auf extrem lokale, schnelle und energieeffiziente Weise direkt erwärmen. Während die direkte Erwärmung viel versprechende neue Perspektiven für die Prozessintensivierung bietet, ist die Entwicklung von katalytischen Systemen, mit denen hohe Temperaturen unter magnetischer Induktionsaktivierung erreicht werden, besonders schwierig. Infolgedessen sind die Vorteile der magnetischen Induktion bisher nur unter Verwendung komplexer und speziell entwickelter Materialien zugänglich. Jetzt berichtet ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Alexis Bordet, Arbeitsgruppe “Multifunktionale katalytische Systeme” in der Abteilung von Prof. Walter Leitner am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) , am 24.11.2021 in Angewandte Chemie International Edition über eine innovative Strategie zur Entwicklung, Synthese und Anwendung von katalytischen Systemen, die durch magnetische Induktionserwärmung aktiviert werden. weiterlesen…