Biosprit von unrentablen Äckern

Industriepflanzen könnten auf 65 Mio ha unproduktivem Ackerland angebaut werden

Ein europäisches Projekt unter führender Beteiligung der Universität Hohenheim (Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe, Bioökonomie) erforscht, wie unrentable Äcker mit Bio-Rohstoffen nachhaltig und wertschöpfend genutzt werden können. Rund 65 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Flächen in Europa sind für die konventionelle Landwirtschaft kaum oder gar nicht nutzbar. Dieses enorme Potenzial soll das europäische Forschungsprojekt MAGIC erschließen, in dem sich Forschende aus zwölf Ländern mit der Frage beschäftigen, wie Landwirte diese sogenannten marginalen Nutzflächen mit wenig Aufwand mit dem Anbau von Industriepflanzen wirtschaftlich rentabel nutzen können. Bremsender Widerspruch kommt vom Berliner MCC.
(Foto: Miscanthus-Ernte – © Hamsterdancer – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

Wasserstoffrat watscht Wirtschaftsministerium ab

Nachbesserung des EEG gefordert

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) zeigte sich im Rahmen seiner Sitzung am 16.04.2021 sehr unzufrieden damit, dass sich die fürs erste Quartal 2021 zugesagte Novelle des EEG 2021 weiter verzögert und forderte dringend Korrekturen. Einhellig sprachen sich die 25 Mitglieder dafür aus, die Produktionsbedingungen für grünen Wasserstoff zu verbessern: durch die Befreiung der Elektrolyse von der EEG-Umlage soll die Produktion grünen Wasserstoffs erleichtert werden. Denn nach bisherigem Stand des EEG darf für die Elektrolyse eingesetzter Strom nur dann von der Umlage befreit werden, wenn er aus förderungsfreien Anlagen stammt; das sehen die Wasserstoffrats-Mitglieder als “eklatante Schwäche” (so Klaus Stratmann im Handelsblatt) an. weiterlesen…

Frage nach Methanspaltung: Bald förderfähige Projektskizzen

Herstellung von Wasserstoff mittels Pyrolyse

H2 grün - SymbolDerzeit gibt es laut der Antwort (19/28010) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/27352) der FDP-Bundestagsfraktion keine Technologie zur Herstellung von Wasserstoff mittels Pyrolyse im großtechnischen Maßstab. Der Reifegrad entsprechender Technologien bewege sich im Rahmen von Versuchsaufbauten in Laborumgebungen, erklärt die Bundesregierung. Nach ihrer Kenntnis gebe es keine konkreten Pläne für den Aus- oder Aufbau von großtechnischen Anlagen dazu in Deutschland, heißt es weiter. (hib/PEZ) Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Dünner als ein Nanometer, aber stärker als Stahl

Wissenschaftler stabilisieren atomar dünnes Bor für praktischen Einsatz

US-Wissenschaftler haben Borophen entwickelt, stabile Nanoblätter aus Bor- und Wasserstoffatomen mit potenziellen Anwendungen in der Nanoelektronik und Quanteninformationstechnologie. Zweidimensionale Materialien – exotische Werkstoffe der Wissenschaft mit Länge und Breite, aber nur einem oder zwei Atomen in der Dicke – bieten die Möglichkeit, die Leistung von elektronischen Geräten, Solarzellen, Batterien und medizinischen Geräten in nie dagewesener Weise zu steigern (Grafik: Wahrscheinliche Kristallstrukturen von Borophenen – © Materials Research Letters (2017) CC BY 4.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

Die Elektrolyse und das Tal des Todes

Von der Grundlagenforschung zur industriellen Anwendung

Trotz einer Fülle von Katalysatorenkandidaten für die Wasserstoff- und Sauerstoffentwicklungs- sowie die CO2-Reduktionsreaktion hat bisher fast keiner von ihnen das Stadium der Anwendung erreicht – also das vielzitierte “Tal des Todes” erfolgreich durchquert. “Von der Grundlagenforschung zur industriellen Anwendung von Elektrolysetechnologien – oder warum markttaugliche Konzepte von Katalysatoren, Elektroden und Zellen noch Mangelware sind” ist eine Medienmitteilung des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT vom 14.04.2021 überschrieben. weiterlesen…

CO2-Budget eine Schimäre

Schätzungen des Weltklimarats zu harmlos

Schon Ende Dezember 2020 wandte sich die Offene Akademie zum Thema Klimakrise an Bundesregierung und Parlamentarier auf EU-Ebene: Obwohl sie wie andere auch die Entwicklung des Weltklimas dramatisch einschätzten, halten sie die geforderten Veränderungen für unzureichend, “weil sie viel Spielraum für Untätigkeit lassen” (Fridays4Future). Nun kommt der australische Klima-Think-Tank Breakthrough zum gleichen Schluss: “Die IPCC-Kohlenstoffbudgets gehen zu fahrlässig mit Risiken um. Wenn ein verantwortungsvoller Ansatz des Risikomanagements gewählt wird, existiert kein Kohlenstoffbudget für die Zwei-Grad-Grenze.” Das unterstreiche, wie wichtig es sei, vor 2030 Netto-Nullemissionen zu erreichen. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Laden in wenigen Minuten

An TH Lübeck entsteht schnellste E-Ladestation Deutschlands

Forschende am Fachgebiet Elektromobilität und Leistungselektronik (EMLE) der TH Lübeck haben eine Schnellladetechnik für E-Autos entwickelt, die Elektrofahrzeuge bis zu 1.000 kW innerhalb von wenigen Minuten voll aufladen kann. Das Besondere: Eine Kombination aus einer E-Ladesäule und einem Pufferspeicher entlastet das Stromnetz und könnte als Zwischenspeicher für Erneuerbare Energien genutzt werden. Das Projekt wird mit insgesamt 2,5 Millionen Euro von der EU und dem Land Schleswig-Holstein gefördert. (Foto: Hier wird ein E-Auto von dem Prototypen FE-Alpha aufgeladen – © TH Lübeck) weiterlesen…

Steuermechanismus für Zukunftsmaterial Graphen demonstriert

Alles unter Kontrolle

Wie lassen sich große Datenmengen möglichst schnell übertragen oder verarbeiten? Eine Antwort auf diese Frage könnte Graphen sein. Das ultradünne Material ist nur eine Atomlage dick, und die darin enthaltenen Elektronen haben aufgrund von Quanteneffekten sehr besondere Eigenschaften. Es könnte sich deshalb sehr gut eignen, um es für besonders leistungsfähige elektronische Bauelemente zu verwenden. Allerdings fehlte bislang das Wissen, wie sich bestimmte Eigenschaften von Graphen praktisch steuern lassen. Das ändert eine in Science Advances (CC-BY 4.0) publizierte Untersuchung von Wissenschaftlern aus Bielefeld und Dresden. (Grafik: Intensive Terahertz-Pulse (rot) werden in der Graphenschicht zu höheren Frequenzen umgewandelt. Die Effizienz dieses Prozesses lässt sich durch eine Spannung von wenigen Volt steuern – © HZDR, Juniks) weiterlesen…

CO2-Düngeeffekt sinkt

Science-Veröffentlichung zur Minderung des CO2-Düngeeffekts auf globales Pflanzenwachstum

Photosynthese und Pflanzenwachstum werden stimuliert, wenn in der Luft mehr CO2 verfügbar ist. Geographen der Universität Augsburg stellen gemeinsam mit Kollegen aus 12 Ländern in in Science veröffentlichten Untersuchung Studie fest, dass dieser Effekt weltweit in den letzten vier Jahrzehnten um etwa 30 Prozent abgenommen hat (Karte: Trends in der globalen Pflanzenproduktivität – © Ranga Myneni, Boston University). weiterlesen…

Gesucht: der optimale Tarif für Elektromobilisten

Wachstum um 33 Prozent: E-Autofahrer können unter 383 mobilen Ladestromtarifen wählen

Mit steigender Anzahl an Elektroautos wächst der Druck auf die öffentliche Ladeinfrastruktur. EUPD Research registriert in der aktuellen Analyse bereits 383 mobile Ladestromtarife. Angebote zum kostenlosen Laden bilden mittlerweile die Ausnahme. Die Tarifangebote bleiben weiterhin vielfältig: Sowohl überregionale als auch regionale Ladetarifangebote konkurrieren miteinander im Angebot um den optimalen Tarif für Elektromobilisten. weiterlesen…