Gängiger Zusatzstoff steigert Leistung von Lithium-Ionen-Batterien

Elektrochemiker finden heraus, wie Elektrolytzusatz Leistung von Batterien mit Lithium-Kobalt-Oxid-Kathode effektiv verbessert

Nitrile – organische Verbindungen, bei denen ein Kohlenstoffatom dreifach an ein Stickstoffatom gebunden ist – werden üblicherweise der Elektrolytformel für Batterien mit einer Lithium-Kobalt-Oxid-Kathode zugesetzt, wodurch diese Batterien ihrer vollen theoretischen Leistung sehr viel näher kommen. Bis jetzt haben Batterieforscher aber den genauen Wirkungsablauf dieser Nitrile noch nicht vollständig verstanden. Eine Gruppe von chinesischen Elektrochemikern hat nun moderne Mikroskopietechniken eingesetzt, um die Vorgänge auf molekularer Ebene genauer zu untersuchen und herauszufinden, was dabei vor sich geht; dadurch eröffnen sich neue Wege für eine noch bessere Batterieleistung. Die Studie wurde am 22.09.2022 in Nano Research veröffentlicht. weiterlesen…

Wahre Wirtschaft – Von der Geldgier zu einer Ökonomie der Fürsorge

Von der Ausplünderung zur Regeneration

Rechtzeitig zum 5. November, dem 70. Geburtstag der weltbekannten Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva  erscheint ihr neuestes Werk, in dem sie ihre Themen mit Nachdruck und im Lichte der aktuellen Ereignisse vorträgt. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises macht deutlich, dass es nicht damit getan ist, das derzeitige Wirtschaftssystem zu reformieren. „Denn was wir derzeit haben, ist keine Ökonomie im Sinne von Oikos, dem gemeinsamen „Haus“ unserer Erde, dem Haushalt der Natur, den die Ökologie beschreibt. Was „Wirtschaft“ und „Wachstum“ genannt wird, ist Extraktivismus, Plünderung der Lebensgrundlagen, ein Zehren von der Substanz“, schreibt der Neue Erde-Verlag im Klappentext. weiterlesen…

Ozean im Erd-Inneren?

Wasser in Hunderten Kilometern Tiefe

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Instituts für Geowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt analysierte Einschlüsse in Diamanten – mit überraschendem Ergebnis: Die Übergangszone zwischen oberem und unterem Erdmantel enthält offenbar erhebliche Mengen Wasser. Das deutsch-italienisch-amerikanische Forschungsteam hatte einen seltenen Diamanten aus 660 Metern Tiefe mithilfe unter anderem von Raman-Spektroskopie und FTIR-Spektrometrie analysiert. Die Studie zeigt, was bisher lange Zeit nur vermutet wurde: Ozeanwasser gelangt zusammen mit abtauchenden Platten bis in die Übergangszone. Der Wasserkreislauf unseres Planeten bezieht also auch das Erdinnere mit ein – so ein Artikel in Nature Geoscience. (Foto: Diamant aus Botswana – © Tingting Gu, Gemological Institute of America, New York) weiterlesen…

„K 2022“ – vielversprechende Entwicklungen für zirkuläre Kunststoffwirtschaft

Nachhaltige Kunststoffverpackungen, kaskadisches Recycling oder das Abbauverhalten von Folien

Seit 2018 erforscht der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE), wie die Wertschöpfungskette Kunststoff im Kreislauf geführt werden werden kann. Auf der „K“, der Kunststoffmesse Düsseldorf, die internationale Fachmesse für Kunststoff, Kautschuk, Kunststoffverarbeitung und Kunststoffherstellung, präsentiert das Fraunhofer CCPE vom 19. bis zum 26. Oktober vielversprechende Entwicklungen, damit der Wandel von der linearen zur zirkulären Kunststoffwirtschaft gelingen kann. In Halle 7 können Interessierte mehr über das webbasierte Self-Check Tool CRL®, eine nachhaltige Mehrwegtransportbox, kaskadisches Recycling, zirkuläres Produktdesign oder das Abbauverhalten von Folien erfahren. (Foto: Mehrwegtransportverpackung – für den B2C-Lebensmittelversand konzipiert – © Fraunhofer CCEP) weiterlesen…

Sommer 2022 viel zu warm und zu trocken

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zieht vorläufige Bilanz

Der Sommer 2022 liegt hinter uns, die vielerorts drückende Hitze und wochenlange Dürre sind überstanden. Zum  meteorologischen Herbstbeginn zieht das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) eine erste, vorläufige Bilanz: „Die Sommermonate waren in Hessen viel zu heiß und zu trocken. Nach einem vergleichsweise kühlen und feuchten Sommer 2021 reiht sich das Jahr 2022 nahtlos ein in die Abfolge der Hitzesommer 2015, 2018, 2019 – in Sachen Hitze liegt der Sommer 2022 nur knapp hinter dem Rekordjahr 2003“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 23.09.2022. weiterlesen…

Auf dem Weg zu grünerem Ammoniak

Mülheimer Kohlenforscherinnen an internationalem Projekt beteiligt

Ammoniak gehört zu den weltweit am häufigsten synthetisierten Chemikalien. Die Substanz, die aus Wasserstoff und Stickstoff besteht, wird aktuell vor allem zur Herstellung von Düngemitteln benutzt. Wissenschaftler sind jedoch überzeugt, dass man Ammoniak noch für ganz andere Dinge nutzen kann: nämlich zur chemischen Speicherung des Wasserstoffs – in dem viele den Treibstoff der Zukunft sehen. Doch wie kommt man möglichst günstig und nachhaltig an das gewünschte Speichermedium – den Ammoniak? Die beiden Wissenschaftlerinnen Claudia Weidenthaler und Ezgi Onur Sahin vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr (Kofo-MPG) sind Teil des internationalen Ambh2er-Projekts. Für ihre Arbeit werden sie von der EU mit 300.000 Euro unterstützt – so eine Medienmitteilung vom Kohleforschungsinstitut am 19.09.2022. (Foto: BASF Ammoniak-Reaktor von 1921 – © Drahkrub – Eig. Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Synthetische Kraftstoffe alltagstauglich

Gamechanger im Kampf gegen Klimawandel

Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien können in großen Mengen hergestellt und schon heute in fast allen Fahrzeugen eingesetzt werden. Aus Erneuerbaren Quellen hergestellte synthetische Kraftstoffe, sogenannte reFuels, gelten als möglicher Gamechanger im Kampf gegen den Klimawandel. Denn reFuels versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb. (Symbolbild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Erstmals natürlichen Wasserstoff als alternative Energiequelle untersucht

Projekt „HyAfrica“

Das Projekt „HyAfrica“ befasst sich mit der Erforschung der Vorkommen von natürlichem Wasserstoff in mehreren afrikanischen Ländern, um alternative Energie für lokale Gebiete bereitzustellen. Die langfristige gemeinsame Forschungs- und Innovationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union im Bereich der Erneuerbaren Energien (LEAP-RE) fördert laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE vom 19.09.2022 das Projekt mit einem Budget von fast einer Million Euro. HyAfrica ist das erste internationale Forschungsprojekt, das sich mit der Erforschung und dem Potenzial von natürlichem („weißem“) Wasserstoff als neuer Energiequelle befasst. weiterlesen…

Seltene Einblicke in das Wachstum von Nanopartikeln

„Schlüsselfaktor für Entwicklung hochaktiver Katalysatoren und Sensoren mit hoher Sensitivität“

Wie genau wachsen Nanopartikel in Lösungen? Forscherinnen und Forscher der Universität Hamburg und von DESY konnten diesen Prozess mit DESYs Röntgenlichtquelle PETRA III erstmals in Echtzeit verfolgen. Im Fachblatt „Nature Communications“ berichteten sie am 02.09.2022 über ihre Beobachtungen mit Hilfe der Methode der Röntgenptychographie, die den mikroskopischen Blick auf die dynamischen Prozesse ermöglicht. (Bilder: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen der hohlen Kupfer-Nanowürfel – Grote et al., Nature Communications; CC BY 4.0 – creativecommons.org/licenses/by/4.0) weiterlesen…

Internationale zirkuläre Kunststoffwirtschaft

Fraunhofer CCPE mit neuem Leiter auf dem Weg zur internationalen zirkulären Kunststoffwirtschaft

Jährlich werden weltweit mehr als 350 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, und Unmengen von Plastikmüll landet einfach in der Umwelt. Die Kreislaufwirtschaft bietet ein enormes Potenzial, um Kunststoffe im Kreis zu führen und damit Ressourcen und Umwelt zu schonen. Seit 2018 erforschen sechs Fraunhofer-Institute im Cluster Fraunhofer CCPE, wie die Wertschöpfungskette Kunststoff zirkulär gestaltet werden kann, seit August 2022 ist Manfred Renner neuer Leiter des Clusters. weiterlesen…