Plasmabeschleunigung: Die Mischung macht’s

Eine Prise Stickstoff und künstliche Intelligenz bringen Laser-Plasmabeschleunigung großen Schritt näher Richtung Anwendung

Gleich zwei Meilensteine in der Entwicklung innovativer Plasmabeschleuniger konnte das LUX-Team bei DESY jetzt feiern, so eine Medienmitteilung vom 27.04.2021: Die Forschenden von Universität Hamburg und DESY erprobten an ihrem Beschleuniger eine Technik, in der die Energieverteilung der erzeugten Elektronenstrahlen besonders klein gehalten werden kann. Zudem brachten sie den Beschleuniger mit Hilfe künstlicher Intelligenz dazu, seinen Betrieb selbst zu optimieren (Bild: Plasmabeschleunigung – © LUX_Rendering – DESY_SciComLab). weiterlesen…

Berner Forscher messen längst vergangene Wärmegrade

Ozeantemperaturen aus 700.000 Jahren auf 0,4° genau rekonstruiert

Erstmals haben Forschende des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern um Hubertus Fischer mithilfe von antarktischen Eiskerndaten die globale mittlere Ozeantemperatur für ausgewählte Zeitabschnitte der vergangenen 700.000 Jahre rekonstruiert. Die so gewonnen Erkenntnisse dienen dem besseren Verständnis des Klimasystems. Bereits 2008 hatten die Berner Eiskernexperten nachweisen können, wie sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre in diesem Zeitraum verändert hat. Nun zeigt die Gruppe anhand desselben Eisbohrkerns aus der Antarktis, zwischen welchen Maximal- und Minimalwerten die mittlere Ozeantemperatur im Verlauf der vergangenen 700.000 Jahre geschwankt ist (Foto: Eisberg im antarktischen Ozean – © Derek Oyen, unsplash). weiterlesen…

IASS: Ausrichtung und Ansatz überzeugen

Begutachtung des Wissenschaftsrats: “Eine Perspektive für das Institute for Advanced Sustainability (IASS)”

Nach mehr als zehn Jahren Projektförderung soll das Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) eine konkrete institutionelle Entwicklungsperspektive erhalten. Dafür hat sich am 26.04.2021 der Wissenschaftsrat in seiner jüngsten Evaluation ausgesprochen. In seinem Gutachten stellt der Wissenschaftsrat fest, Ausrichtung und Ansatz des Instituts seien wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung und einzigartig in der deutschen Forschungslandschaft. Das IASS habe ein für die wissensbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung überzeugendes Profil entwickelt – so eine IASS-Medienmitteilung. weiterlesen…

“Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen”

Fraunhofer ISE weiht neues Laborgebäude ein

Um das Niveau internationaler Spitzenforschung halten und ausbauen zu können, erhielt das Fraunhofer ISE ein neues Laborgebäude, das vom BMBFund dem Land Baden-Württemberg zu gleichen Teilen finanziert worden ist. Das Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen wurde am 27.04.2021 virtuell eingeweiht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte in seinem Grußwort: “In Baden-Württemberg haben wir uns für die Klimapolitik viel vorgenommen. Die Solarenergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Und mit dem Fraunhofer ISE haben wir schon seit 40 Jahren eines der wichtigsten Solarforschungszentren der Welt im Land. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit dem Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen, das ich heute einweihen darf, der Photovoltaik-Spitzenforschung nochmals einen kräftigen Schub geben, um Klima-Land Nummer 1 zu werden” (Foto: Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen, 2021 eröffnetes Laborgebäude des Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE, Guido Kirsch). weiterlesen…

Europäisches Parlament billigt „Horizont Europa“

95,5 Mrd. Euro für bahnbrechendes Forschungsprogramm

Einer Medienmitteilung aus dem Europäischen Parlament vom 27.04.2021 zufolge sind 2021 bis 27 insgesamt 95,5 Mrd. Euro für die Forschungsförderung vorgesehen, davon 5,4 Mrd. aus dem EU-Aufbauplan „NextGenerationEU“. Das Europäische Parlament hat der Vereinbarung mit dem Rat über das Programm nun seine endgültige Zustimmung gegeben: Das Forschungsprogramm „Horizont Europa“ soll die EU-Mitgliedstaaten für künftige Pandemien wappnen; weiter stehen Gesundheit, digitaler Wandel und innovative KMU im Mittelpunkt. Gefördert werden auch klimafreundliche Innovationen im Industriebereich. weiterlesen…

Atomschicht schiebt Stufenkanten weg

Großflächiges 2D-Material hergestellt

“Ellenbogenmentalität” bei einem zweidimensionalen Material: Das hat ein internationales Team unter Federführung des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) kürzlich entdeckt: Den Physikern gelang es, Bor-Schichten entstehen zu lassen, die nur eine Atomschicht hoch sind. Störende Stufenkanten auf der Unterlage schiebt das Material dabei einfach aus dem Weg. Seine Ergebnisse veröffentlichte das Team im Fachmagazin ACS Nano* – so eine Medienmitteilung auf der UDE-Internetseite (Grafik: Verwandlung von reinem Iridium zu Borophen-bedeckter Oberfläche – © UDE_Petrovic, Horn-von-Hoegen). weiterlesen…

Mit aktivem maschinellem Lernen zu neuen Solarzellen

Maschine bestimmt selbst, welche Daten sie braucht

Wissenschaftler der Abteilung Theorie des Berliner Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und der Technischen Universität München nutzen maschinelles Lernen bei der Suche nach geeigneten molekularen Materialien. Um mit der endlosen Vielfalt möglicher Materialien zurechtzukommen, bestimmt die Maschine selbst, welche Daten sie braucht. Eine Medienmitteilung aus beiden Institutionen (Grafik: Algorithmus für selbständiges Lernen – Darstellung des bereits gelernten chemischen Raums – © Christian Kunkel, FHI und TUM). weiterlesen…

Cellulosefasern gegen Klimawandel

Neues verfahrenstechnisches Konzept

Der Schutz des globalen Klimas ist ein Vorhaben, das Industrie und Gesellschaft vor eine große Aufgabe stellt. Allein durch Begrenzung der globalen Emissionen, durch CO2-Einsparung, werden die Klimaziele nicht zu erreichen sein. Denn auch weiterhin wird es unvermeidbare CO2-Emissionen geben, die dennoch kompensiert werden müssen. Wege aus dieser misslichen Situation können Maßnahmen wie Aufforstung, Kohlenstoffbindung im Boden oder gar das aktive Abscheiden von CO2 aus der Luft sein. In einem dieser Verfahren setzt man spezielle Filter ein, mit denen sich CO2 aus der Atmosphäre entfernen lässt. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln textile Materialien zur CO2-Abtrennung aus der Luft – so eine Medienmitteilung aus dem größten Textilforschungszentrum Europas in Baden Württemberg. weiterlesen…

Klimagerechtigkeit – wortwörtlich

Ehrgeizigere Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut zu verringern

Das UN-Ziel zur Beseitigung extremer Armut bis 2030 wird bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung deutlich verfehlt. Dabei könnte eine ehrgeizigere Klimapolitik helfen, extreme Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren. Zu diesem Schluss kommt laut einer Medienmitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) vom 27.04.2021 eine neue Studie (“Combining ambitious climate policies with efforts to eradicate poverty”) – ein Ergebnis, das im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme steht, dass die Eindämmung des Klimawandels mit einem Kompromiss bei der Bekämpfung von Armut einhergeht. weiterlesen…

Neues Röntgenmikroskop MYSTIIC in Betrieb

Auflösung unterhalb von 20 Nanometern

Ein neues Röntgenmikroskop am Energy Materials in situ Lab (EMIL) des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung Anorganische Chemie am BerlinerFritz-Haber-Institut am 22.04.2021 den Betrieb aufgenommen. Es handelt sich um ein Raster-Transmissions-Röntgenmikroskop, das darauf ausgelegt ist, sowohl Probenoberflächen als auch Probenvolumina zu untersuchen. Mit dem weichen Röntgenlicht von BESSY II lassen sich sogar einzelne Elemente und chemische Verbindungen lokalisieren; die räumliche Auflösung liegt unterhalb von 20 Nanometern. weiterlesen…