Klimaforscher warnen: Endzeit-Szenarien drohen real zu werden

Versäumnis des IPCC: Im schlimmsten Fall Aussterben der Menschheit

Der Klimawandel könnte im schlimmsten Fall zum Aussterben der Menschheit führen. Es sei jedoch noch genug Zeit, um das Ruder herumzureißen, schreibt Mona Wenisch, am 02.08.2022 in einem dpa-Artikel auf zdf.de. Bisher wisse man zu wenig über derartige Endzeit-Szenarien und die Wahrscheinlichkeitihres Eintretend, schreibt ein internationales Team in denProceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“) unter der Überschrift „Klima-Endspiel: Erforschung katastrophaler Szenarien des Klimawandels – Climate Endgame: Exploring catastrophic climate change scenarios)“. weiterlesen…

Die wahren Risiken einer Laufzeitverlängerung

„Wer jetzt am Atomausstieg rüttelt, gefährdet auch die sichere Endlagerung von radioaktivem Abfall“ –  von Wolfram König

Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, beschreibt am 31.07.2022 in der FAZ, welche Risiken er in der gegenwärtig heiß diskutierten Laufzeitverlängerung für AKW erkennt. Vor allem vermisst er eine „auf wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen beruhende Risikoabschätzung“. Bei der fehle oft die Frage der Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Am Schluss zieht er einen drastischen Vergleich. weiterlesen…

Nehmen Ozeane mehr CO2 auf als gedacht?

Einer neue Theorie zur Bewegung von Phytoplankton zufolge könnten Ozeane bis 2100 anstatt weniger mehr CO2 aufnehmen

Phytoplankton benötigt zum Wachsen Licht und Nährstoffe. Beides gemeinsam in ausreichender Menge ist für die mikroskopischen Algen im Ozean aber selten zu finden. In den oberen Wasserschichten fehlen ihnen in der Regel die Nährstoffe, weiter unten das Licht. Eine Untersuchung des Helmholtz-Zentrums Hereon zusammen mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sagte kürzlich: Phytoplankton kann zwischen tieferen Schichten und der Wasseroberfläche hin- und herwandern. Sollte sich das bestätigen, hätte es enorme Konsequenzen für die Kalkulationen der natürlichen Kohlenstoffpumpe und damit auch für aktuelle Berechnungen des Kohlenstoffbudgets. Die Ergebnisse der Studie wurden am 02.08.2022 open access in Nature Climate Change veröffentlicht. (Bild: Phytoplankton unter dem Mikroskop – © Annegret Stuhr, GEOMAR) weiterlesen…

CO2-Bepreisung für klimaneutrale Wärme

Maßnahmen gegen die „Trägheit des Wärmemarkts“

Eine Studie des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart hat für das Energiezukunft-Projekt Ariadne ermittelt, wie sich der Preis für CO2 auf einen klimaneutralen Wärmemarkt auswirkt. (Studie: Einfluss der CO2-Bepreisung auf den Wärmemarkt – © Kopernikus-Projekt Ariadne, Potsdam) weiterlesen…

Waldschutz finanziell belohnen

Untersuchung des Öko-Instituts

Ein Anreizsystem, das Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen des Waldes finanziell honoriert, kann auf zwei Säulen ruhen: Es sollte einerseits die ökologische Waldwirtschaft direkt fördern und andererseits über ein marktwirtschaftliches Zertifikatssystem zusätzliche Finanzierung für den Klimaschutz im Wald bereitstellen. Wie ein solches modulares Anreizsystem aussehen kann, beschreibt das Öko-Institut im Team aus Forst- und Naturwissenschaft sowie Juristen in einer am 04.08.2022 publizierten Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. weiterlesen…

Kreislaufschließung auf mehreren Ebenen angestrebt

Carbon2Chem®-Diskurs über Klimaschutz und Veränderungsprozesse

„Wir müssen jetzt handeln. Je eher wir beginnen, CO2-Emissionen zu minimieren, desto größer die Chance, dass wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen.“ Mit diesen eindringlichen Worten richtete sich Prof. Görge Deerberg an die Teilnehmenden des Workshops „Every day for Future – Transformation im Zuge der Energiewende“ am 10.06.2022. An welchen Klimaschutz-Lösungen Forschung und Industrie arbeiten und wie Einzelne motiviert werden können, sich an diesem Veränderungsprozess zu beteiligen, beleuchtete der stellv. Institutsleiter des Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit weiteren Referenten aus der Wissenschaft. weiterlesen…

Energiewende hängt von Lieferketten der Windindustrie ab 

Untersuchung der GWEC mit Forderungen an Regierungen

„Regierungen weltweit sind aufgefordert, Lücken in Lieferketten ausfindig zu machen und eine Sonderkommission zu gründen, die Vorräte und Rohstoffe koordiniert“, schreibt Nicole Weinhold in ERNEUERBARE ENERGIEN vom . Die internationale Industrievereinigung der Windenergie GWEC hat die weltweiten Märkte der Windenergie und ihrer Zulieferer betrachtet und einen Zusammenhang mit den Ausbauzielen der Regierungen festgestellt. So hat sich für GWEC ein deutlicher Handlungsdruck auf Seiten der Regierungen ergeben, um die eigenen Ziele in Sachen Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu erreichen. weiterlesen…

Wasserressourcen mit hydrologischer Datenbank nachhaltiger nutzen

Wie wirken sich Dürren auf die Umwelt aus? Welche Folgen haben Starkregen? Wie verändern sich die Wasserstände in Flüssen?

Hydrologische Datensätze, also solche zu Grundwasserständen, Wasserabflussmengen oder Niederschlägen, können dabei helfen, diese und weitere Fragen rund um den Wasserhaushalt und die Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten. Trotz eines der umfangreichsten hydro-meteorologischen Messnetzwerke weltweit liegt ein solcher einheitlicher Datensatz, „CAMELS“ genannt, für Deutschland bisher nicht vor. Diesen wollen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nun gemeinsam mit Partnern in der „CAMELS-DE”-Initiative erstellen. Die ersten frei verfügbaren Datensätze sollen bereits 2023 vorliegen. weiterlesen…

„Klima-Endspiel-Agenda“

Die Katastrophe durchdenken: Klimaszenarien mit enormen Auswirkungen und geringer Wahrscheinlichkeit „gefährlich wenig erforscht“

Forschende – u.a. vom Potsdam-Institut  für Klimafolgenforschung (PIK) – sprechen sich für eine neue „Klima-Endspiel-Agenda“ aus und argumentieren, dass bisher viel zu wenig getan wurde, um die Mechanismen zu verstehen, durch die steigende Temperaturen ein „katastrophales“ Risiko für die Gesellschaft und die Menschheit darstellen könnten – etwa wenn der Temperaturanstieg drastischer ausfällt als von vielen vorhergesagt, oder wenn bisher unberücksichtigte Kaskaden von Ereignissen auslöst werden – oder sogar beides. Die Welt sollte sich auf Möglichkeit eines „Klima-Endspiels“ einstellen, so die Autoren: Eine Bewertung der Katastrophenrisiken sei notwendig, um eine Chance zu haben, sie zu verhindern. weiterlesen…

Agri-Photovoltaik raus aus der Nische

Projekt „SynAgri-PV“ soll anschieben

Anfang Juli 2022 startete das Projekt „SynAgri-PV: Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland“. Unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) arbeiten neun Partner aus Forschung, Praxis und Industrie gemeinsam an der Entwicklung eines Leitbildes für den Einsatz von Agri-PV in Deutschland. (Foto: Erste Agrophotovoltaik-Anlage in Heggelbacham Bodensee – © BayWa r.e. ) weiterlesen…