So will die EU die Strompreise zähmen

EU-Strommarktreform – Paris will bis Jahresende fertig sein

Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag zur Reform des EU-Strommarktes veröffentlicht. Im Fokus liegt dabei der Verbraucherschutz, die Förderung der Erneuerbaren und nachfrageseitige Maßnahmen, schreibt Kira Taylor auf EURACTIV.com. „Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat das Strommarktdesign den europäischen Unternehmen und Verbrauchern gute Dienste geleistet und ihnen die Vorteile des Binnenmarktes zugutekommen lassen“, sagte EU-Energiekommissarin Kadri Simson bei der Ankündigung des Vorschlags. Das Kabinett der französischen Energieministerin bekräftigte am 24.02.2023 die Absicht, die Reform des europäischen Strommarktes bis zum Ende des Jahres abzuschließen. Damit forderte es Berlin heraus, das lieber bis nach den Europawahlen 2024 warten möchte. weiterlesen…

Wie die Energiewende auf dem Acker vorankommt

Agri-Photovoltaik – Landwirtschaft sieht Potenzial auf trockenen, kargen Böden

Wohin mit all den Solaranlagen, die für die Energiewende nötig sind? Neben Dächern können sich auch landwirtschaftliche Flächen wie Äcker und Wiesen eignen, um Sonnenstrom zu erzeugen. Salat, Spargel, Himbeeren und andere empfindliche Kulturen gedeihen gut im Halbschatten von Solarmodulen. Das Konzept der Agri-Photovoltaik kann für LandwirtInnen vor allem an trockenen Standorten rentabel sein – so eine Medienmitteilung vom 09.03.2023 aus dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) vom 09.03.2023. Doch für Netzanschluss und Genehmigungsverfahren fehlen praxistaugliche Lösungen, wie Forschende vom IÖW und der Hochschule Kehl (HSK) im Projekt Landgewinn mit Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zeigen. Sie empfehlen mehr Kooperationen mit Netzbetreibern und rechtliche Verbesserungen. (Foto: Agriphotovoltaik-Pilotanlage Heggelbach kombiniert Strom- und Nahrungsmittelproduktion – © Fraunhofer-ISE) weiterlesen…

EU setzt weltweit erstes verbindliches Ziel für unterirdische CO2-Speicherkapazität

EU setzt weltweit erstes verbindliches Ziel für unterirdische CO2-Speicherkapazität

Die EU-Kommission hat angekündigt, bis 2030 eine Kapazität für die unterirdische langfristige Lagerung von 50 Millionen Tonnen CO2 zu schaffen. Damit setzt sie die Öl- und Gasindustrie unter Druck, die seit Jahren tatenlos davon sprechen (Frédéric Simon auf EURACTIV.com). Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) wird im am 17.03.2023 vorgestellten Net-Zero Industry Act der Kommission als eine der Schlüsseltechnologien für die nachhaltige Entwicklung aufgeführt. Und zum ersten Mal enthält er ein EU-weites Ziel für die Abscheidung von CO2 mit dem rechtsverbindlichen Ziel, bis 2030 eine jährliche Injektionskapazität von mindestens 50 Millionen Tonnen CO2 zu erreichen. weiterlesen…

Universitätsmedizin Mainz startet Pilotprojekt für Kreislaufwirtschaft zur Abfallvermeidung

BMBF fördert Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Pflege mit rund 1 Million Euro

Die Universitätsmedizin Mainz und der Gutenberg Health Hub (GHH) der Universitätsmedizin Mainz haben gemeinsam mit 14 weiteren Partnern aus Forschung und Industrie das „Kompetenzzentrum Arbeitsforschung: Transformation im Zukunftskorridor Saar-Pfalz gestalten – Werteorientiertes Arbeiten und Lernen in der Kreislaufwirtschaft (KOMATRA)“ gegründet. Ziel des Verbundprojekts ist es, nachhaltige Geschäftsmodelle im Medizinsektor in Rheinland-Pfalz sowie im Automobilsektor im Saarland zu fördern und damit die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern. KOMATRA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Die Universitätsmedizin Mainz erhält eine Förderung in Höhe von rund einer Million Euro. weiterlesen…

1,5 Grad gesellschaftlich nicht drin

6. Synthesebericht des Weltklimarats IPCC

Am 01.02.2023 titelte Björn Lohmann auf web.de: „Klimakrise: Physikalisch wären 1,5 Grad noch drin – gesellschaftlich nicht“. Das Tauziehen um den Synthesebericht zu den jüngsten Erkenntnissen des Weltklimarats (Sixth Assessment Report – AR6-Synthesebericht) hatte sich länger hingezogen als erwartet. Seit 35 Jahren schon warnte der Weltklimarat (IPCC) vor den Folgen der Erderhitzung. Die Appelle der Forschenden werden immer dringlicher, die Forderung nach drastischen Maßnahmen steigt: Denn je länger wir warten, umso gravierender werden auch die auf der ganzen Welt ausgelösten Krisen ausfallen. weiterlesen…

Circular Economy für Kunststoffe in Ostwestfalen-Lippe

InCamS@BI will zusätzlich Transfer der modernisieren

Wie kann Beschaffung, Verarbeitung und Logistik von Kunststoffen in eine zirkuläre Wertschöpfung überführt werden? Und: Kann die Beantwortung dieser Frage dazu beitragen, den Transfer an der Fachhochschule Bielefeld einheitlicher und effizienter zu gestalten? Das sind die Kernfragen von InCamS@BI, dem Innovation Campus for Sustainable Solutions, mit denen sich seit Anfang dieses Jahres annähernd 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen – ein Vorhaben, das mit 8,8 Millionen Euro von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert wird und bei dem die FH unter anderem mit der Universität Bielefeld kooperiert. (Foto: Fachhochschule Bielefeld – © Rüdiger Müller – Own work, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Algen als Klimaretter? Eher nein

Anti-Methan-Mittel in der Rinderzucht

Es mag kein schöner Anblick sein, wenn sie zerzaust und mit Sand bedeckt an den Strand gespült werden, aber in wenige andere Arten wurde so viel Hoffnung zur Lösung der unzähligen Probleme des 21. Jahrhunderts gesetzt wie in Algen, schreibt Umweltredakteur Jack Marley in The Conversation. Wenn man sieht, wie diese Pflanzen mit ballonartigen Gasblasen unter Wasser schweben oder mit ihren kräftigen Stängeln in der Flut schimmern, versteht man, warum sie so viel Aufsehen erregen. „Es stimmt, dass Algen ein enormes Potenzial haben, um einige der schlimmsten Probleme unseres Planeten zu lösen“, sagt Catriona Macleod, Professorin für Fischerei und Aquakultur an der Universität von Tasmanien. weiterlesen…

La Niña beendet extrem ungewöhnlichen Drei-Jahres-Zyklus

So wirkte er sich auf das Wetter in aller Welt aus

Peruanische Sardinenfischer bemerkten und benannten vor Hunderten von Jahren die ersten El-Niño-Ereignisse im tropischen Pazifik. Ihre Fänge schwankten, und die größten Rückgänge wurden um Weihnachten herum beobachtet, wenn der Ozean am wärmsten war – sie nannten es El Niño de Navidad, das Christkind. Mit einem größeren Netz von Beobachtungen und einigen genialen statistischen Analysen wurde deutlich, dass dieser Rückgang der Fischbestände Teil eines pazifikweiten Phänomens war, das Veränderungen im Ozean und in der Atmosphäre einschloss. Es handelte sich um ENSO, die El-Niño-Südliche Oszillation. Eine Untersuchung in The Conversation vom 28.02.2023. weiterlesen…

Forschungserfolg: Wie CO2 unsere Meere beeinflusst

Stoffwechselaustauch zwischen den Kleinstlebewesen

Das Verhalten von Mikroorganismen ist entscheidend zum Verständnis, was der Eintrag von Kohlendioxid in den Ozeanen bewirkt. Forschende der Constructor University (seit November 2022 Jacobs-Universität) in Bremen haben in Zusammenarbeit mit Kolleg:innen aus Australien, den USA und der Schweiz neue Erkenntnisse über den Stoffwechselaustauch zwischen den Kleinstlebewesen gewonnen und am 09.02.2023 in Nature Microbiology veröffentlicht. (Foto: Auswahl von kultivierbaren marinen Bakterienstämmen auf Agarmediumplatten. Der in der Studie verwendete Modellorganismus wurde auf diese Weise isoliert – Foto © Constructor University) weiterlesen…

Neuer Denkansatz für Politik in der Klimakrise

Wie umgehen mit Kippunkten und Unsicherheiten?

Eine MCC-geführte Untersuchung erweitert die klassische Wohlfahrtsökonomie um das Konzept der planetaren Grenzen: Abrupt schmelzende Eisschilde, Kollaps von Korallenriffen oder Regenwäldern – die Natur ist komplex – und die Klimapolitik muss physikalische „Kipppunkte“ ebenso im Blick haben wie Rechenunschärfen und Messprobleme. Wie lässt sich der Kampf gegen den Treibhauseffekt gestalten, auch wenn die Welt nicht so simpel ist wie ein Treibhaus? Eine am 17.03.2023 publizierte Untersuchung liefert einen neuen, interdisziplinären Denkansatz. Sie wurde vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt; sie ist veröffentlicht in den Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik. weiterlesen…