„K 2022“ – vielversprechende Entwicklungen für zirkuläre Kunststoffwirtschaft

Nachhaltige Kunststoffverpackungen, kaskadisches Recycling oder das Abbauverhalten von Folien

Seit 2018 erforscht der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE), wie die Wertschöpfungskette Kunststoff im Kreislauf geführt werden werden kann. Auf der „K“, der Kunststoffmesse Düsseldorf, die internationale Fachmesse für Kunststoff, Kautschuk, Kunststoffverarbeitung und Kunststoffherstellung, präsentiert das Fraunhofer CCPE vom 19. bis zum 26. Oktober vielversprechende Entwicklungen, damit der Wandel von der linearen zur zirkulären Kunststoffwirtschaft gelingen kann. In Halle 7 können Interessierte mehr über das webbasierte Self-Check Tool CRL®, eine nachhaltige Mehrwegtransportbox, kaskadisches Recycling, zirkuläres Produktdesign oder das Abbauverhalten von Folien erfahren. (Foto: Mehrwegtransportverpackung – für den B2C-Lebensmittelversand konzipiert – © Fraunhofer CCEP) weiterlesen…

„Carbon Law for Nature“: Natur als Schlüssel für klimasichere Zukunft

Neue Exponential Roadmap-Initiative für natürliche Klimalösungen

Der Landsektor, einschließlich der Land- und Forstwirtschaft sowie der Schutz und die Wiederherstellung von Naturflächen, muss bis 2030 jährlich Netto-Null-Emission erreichen. Das ist das Ergebnis eines am 20.09.2022 publizierten Berichts von Conservation International, in Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem WWF und der Exponential Roadmap Initiative. Der Bericht zeigt auf, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Landsektor bis 2050 von einer Treibhausgasquelle in eine Kohlenstoffsenke zu verwandeln, und legt eine neue Benchmark fest: das „Carbon Law for Nature“. weiterlesen…

Spanien: Direkt am Stromnetz aufladbarer Elektro-Lkw

Iberdrola entwickelt Elektro-Lastwagen

Neoenergia, die brasilianische Tochtergesellschaft der spanischen Iberdrola, hat ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt entwickelt, das von der Nationalen Agentur für elektrische Energie (Aneel) reguliert wird und als bahnbrechend bezeichnet wird: ein Elektrofahrzeug für den Einsatz in der Stromverteilung, schreibt Pilar Sánchez Molina am 23.09.2022 in der spanischen Ausgabe des pv magazine. weiterlesen…

Anpassung geht vor Klimaschutz

Neuer OECD-Bericht „Climate Finance Provided and Mobilised by Developed Countries“

Im Rahmen der 15. Conference of Parties (COP15) des UNFCCC in Kopenhagen 2009 verpflichteten sich die Industrieländer zu dem gemeinsamen Ziel, bis 2020 jährlich 100 Mrd. US-Dollar für Klimaschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern zu mobilisieren, und zwar im Zusammenhang mit sinnvollen Minderungsmaßnahmen und Transparenz bei der Umsetzung. Dieses Ziel wurde in den 2010 bei der COP16 angenommenen Cancun-Vereinbarungen formalisiert. Auf der COP21 in Paris wurde das jährliche Ziel von 100 Mrd. USD bis 2025 verlängert. (Bild: Climate Finance Provided and Mobilised by Developed Countries in 2016-2020 – © OECD) weiterlesen…

Klima außer Kontrolle

Fluten, Stürme, Hitze – Wie sich Deutschland schützen muss

Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. (Buchtitel: Klima außer Kontrolle – © Piper Verlag) weiterlesen…

Klingt absurd: Mangelware CO2

Folge der Gaskrise

„CO2 hat einen schlechten Ruf“, schreibt der SWR in einer Sendungsankündigung am 22.09.2022. Kein Wunder: immerhin verstärlt das Gas unter anderem die Erderwärmung und sorgt für den Klimawandel. Also herrscht Einigkeit darüber, dass wir CO2-Emissionen weitestgehend vermeiden müssen. Andererseits – kaum zu gleuben – wird der Rohstoff CO2 knapp – in der Industrie als Katalysator für verschiedenste Produktionsprozesse oder in der Lebensmittelherstellung in Form von Kohlensäure in Sprudel, Apfelschorle und Cola. Trotz des CO2-Mangels gibt es aber nach wie vor zu viel davon in der Atmosphäre. weiterlesen…

Menschengemachte Luftverschmutzung bedeutender als Wüstenstaub

Mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden, klimaschädlichen Feinstaubpartikel im Nahen Osten anthropogenen Ursprungs

Zu Beginn dieses Jahres teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass der Nahen Osten zu den Regionen mit der schlechtesten Luftqualität zählt. Eine verbreitete Meinung ist jedoch, dass dort Wüstenstaub die bedeutendste Ursache von Luftverschmutzung sei. Eine am 22.09.2022 open access in Communications Earth & Environment veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Teams unter Leitung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt nun, dass mehr als 90 Prozent der gesundheitsgefährdenden Feinstaubpartikel aus anthropogenen Quellen stammen. weiterlesen…

Bessere Luft beschleunigt globale Erwärmung

Größere Anstrengungen im Kampf gegen Erderwärmung gefordert

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Leipzig hat laut einer Medienmitteilung vommithilfe von Satellitendaten nachgewiesen, dass die Konzentration von Schadstoffpartikeln seit 2000 deutlich zurückgegangen ist. Das ist zwar zunächst eine gute Nachricht, denn diese Aerosole sind für Mensch und Umwelt schädlich. Zugleich hat sich damit aber auch die kühlende Wirkung dieser Partikel auf das Klima vermindert. Die Ergebnisse der Studie wurden am 21.09.2022 open access in Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht. (Foto: Heizkraftwerk nahe Bad Tölz – © Dieter Fichtner, Agentur Zukunft) weiterlesen…

Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit schließen

Wuppertal-Institut: „Deutschland könnte seine Ziele beim Klima- und Ressourcenschutz noch erreichen“

Das Wuppertal-Institut veröffentlichte am 20.09.2022 einen Zukunftsimpuls unter dem Titel: „Transformationslücke schließen – Handeln unter Hochdruck“: Deutschland liegt bei Klimaschutz und der langfristigen Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung weit hinter seinen eigenen Zielen. Nur mit Tempo, Mut und Ehrlichkeit lässt sich der Rückstand jetzt aufholen. Dazu gehören ein beschleunigter Ausbau Erneuerbarer Energien, der sofortige Aufbau eines umfassenden Netzes für grünen Wasserstoff, verbindliche Ziele für eine echte Kreislaufwirtschaft, klare Vorgaben für den Wohnungsbestand, eine ernsthafte Mobilitätswende und wirksame Anreize für eine nachhaltige Produktion. weiterlesen…

EU-Übergewinnsteuer würde Bioenergie-Strom stilllegen

 Steuerpläne in der Kritik

Die Europäische Kommission hat am 14.09.2022 Vorschläge zur Bewältigung der Energiekrise vorgelegt. Demnach sollen unter anderem europäische Stromerzeuger alle Strommarkterlöse von mehr als 180 €/MWh an den Staat abtreten. Auch bei der Bioenergie sollen (mit Ausnahme von Biomethan) Einnahmen jenseits dieser Preisgrenze abgeschöpft werden. Zustimmen müssen nun die Energieminister der Mitgliedsländer. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie, sieht die Vorschläge im Namen der Bioenergieverbände kritisch. weiterlesen…