Warum der Staat Offshore-Wind wieder fördert

Offshore-Windpark „He Dreiht“ nimmt den vollen Betrieb auf und kann 1,1 Mio. Haushalte versorgen. Er wurde ohne Förderung gebaut. Warum Deutschland ausgerechnet jetzt zur Offshore-Subvention zurückkehrt. Rund 90 Kilometer nordwestlich von Borkum drehen sich 64 Windräder mit einer Gesamtleistung von 960 Megawatt. Am 17. September wird Bundesumweltminister Carsten Schneider die Anlage offiziell einweihen. Der Verzicht auf weiterlesen…

Grüner Stahl ist da, doch der größte Bauherr kauft ihn nicht

In Duisburg und Salzgitter laufen milliardenschwere Anlagen an, die Stahl mit Wasserstoff statt Kokskohle erzeugen. Nur fehlt der Markt für ihr Produkt. Grüner Stahl kostet rund 100 bis 200 Euro mehr je Tonne, und den Aufpreis will kaum ein Kunde zahlen. Klimafreundlicher Stahl und Zement sind bereits serienreif. Nur kauft sie kaum jemand. Am 3. weiterlesen…

EU will Emissionshandel lockern

Der EU-Emissionshandel hat die Emissionen der Industrie seit seiner Einführung um mehr als die Hälfte gesenkt. Bei gleichzeitig wachsender Wirtschaftsleistung. Jetzt schlägt die EU-Kommission vor, genau dieses Tempo zu drosseln. Kern der Reform ist der Reduktionsfaktor, der jährlich vorgibt, wie viele Zertifikate aus dem Markt verschwinden. Derzeit sinkt er um 4,3 Prozent pro Jahr. Ab weiterlesen…

Windkraft trotz Rekord-Genehmigungen vor dem Stillstand

Ende 2026 läuft die EU-Genehmigung für Ökostrom-Förderung aus. Ein neues Nachfolgegesetz ist bislang nicht in Sicht. Der Windbranche droht ein Jahr, in dem sie nichts Neues anfangen kann. Jahrelang scheiterte die Windkraft an schleppenden Genehmigungen. Dieses Problem hat die Politik tatsächlich gelöst, die Verfahren laufen heute deutlich schneller. Die Halbjahresbilanz der Branche bestätigt dieses Muster: weiterlesen…

Vernichtungsverbot für Textilien kommt mit Hintertüren

Bisher ist es günstiger, unverkaufte Kleidung zu schreddern, als sie zu lagern. Ab dem 19. Juli verbietet die EU das. Doch das Gesetz kommt mit so vielen Ausnahmen, dass der bvse schon vom „Schweizer Käse“ spricht. Der Textilkonsum zählt laut Europäischer Umweltagentur zu den vier größten Umweltbelastungen in der EU. Die Branche verursacht nach Schätzungen weiterlesen…

Was ein Hitzetag Deutschland kostet

Ein einziger Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro. Das hat das Beratungsinstitut Prognos im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums errechnet. Am Mittwoch kletterte das Thermometer in vielen Teilen Deutschlands auf über 35 Grad. Zum Wochenende sagen die Wetterdienste Temperaturen um 40 Grad voraus. Der deutsche Hitze-Rekord von 41,2 Grad aus dem Juli 2019 könnte weiterlesen…

Wird die Energiewende kleingeredet? Die Studie, die kaum jemand kennt

Eine Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums zeigt: Erneuerbare könnten Kommunen-Einnahmen bis 2033 verdoppeln. Eine Pressemitteilung des Ministeriums dazu gab es nicht. Wenn Deutschlands Kommunen ihre Ausbauziele für Wind- und Solarenergie erreichen, könnte sich der Teil der Wertschöpfung, der tatsächlich in den Regionen bleibt, bis 2033 mehr als verdoppeln – von 5,5 auf 12,4 Milliarden Euro weiterlesen…

NKWS-Aktionsprogramm: Online-Plattform ja, Markt nein

Wenn Wirtschaft und Umweltschützer dasselbe vermissen, fehlt etwas Grundsätzliches. Die Reaktionen auf das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) fallen quer durch alle Lager gleich aus: vom Industrieverband bis zum WWF lautet der Befund „zu unambitioniert“. 500 Milliarden für Verteidigung. Für die Kreislaufwirtschaft: 0,5 Milliarden. Am 3. Juni hat das Bundeskabinett das lange verzögerte Aktionsprogramm beschlossen. weiterlesen…

Europa heizt sich doppelt so schnell auf wie der Rest der Welt

50,5 Grad in der Türkei geknackt. Erstmals überhaupt erreichte eine Messstation in Europa die 50-Grad-Marke. Es war einer von vielen besorgniserregenden Rekorden, die der neue Copernicus-Bericht für 2025 dokumentiert. Der europäische Kontinent erwärmt sich mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Das ist die Aussage des „European State of the Climate 2025“, den weiterlesen…

Demos in vier Städten: Zehntausende für die Energiewende

In Berlin, Hamburg, Köln und München demonstrieren etwa 80.000 Menschen gegen den Kurs von Wirtschaftsministerin Reiche beim Ausbau erneuerbarer Energien. Update Laut Deutschlandfunk seien in „Köln 30.000 Menschen auf die Straße gegangen, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000 und in München 12.000. Die Polizei nannte teilweise niedrigere Zahlen – für Berlin beispielsweise 9.000 Teilnehmer.“ (siehe weiterlesen…