Viable World

Die heutigen knapp 7,8 Milliarden Menschen überziehen die ökologische Leistungsfähigkeit der Erde um etwa die Hälfte. Zugleich wird die Bewohnbarkeit unserer Erde weniger durch das fortwährende Bevölkerungswachstum reduziert, sondern vielmehr wegen der Ideologie des ständigen Wirtschaftswachstums sowie der Krisenerscheinungen und Kämpfe von Nationalstaaten um Ressourcen und Macht, die die soziale und ökologische Selbstzerstörung der Menschheit vorantreiben. Bei einem klügeren Umgang mit der Erde könnte die Menschheit deren Bewohnbarkeit verbessern. Dafür bedarf es einer gemeinsamen Strategie für eine lebensfähige und lebenswerte Welt im gemeinsamen Hause der Erde, im Kontext einer Welt-Innenpolitik. Ein im Augustheft von Blickpunkt Zukunft erschienener Text – dem Hamburger Physiker Gerhard Knies gewidmet. weiterlesen…

Nachhaltigkeitsziele in Zeiten von Corona

Schwerste soziale und ökonomische Krise im globalen Süden

Die Umsetzung nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen ist durch die Corona-Pandemie weltweit stark unter Druck geraten – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Vielerorts fehlt es am Nötigsten. Dennoch gelte es, gerade jetzt an den 2015 vereinbarten Zielen als Kompass für eine nachhaltige Erholung und Entwicklung festzuhalten und die Krise für strukturelle Veränderungen zu nutzen, so der Tenor der Diskussion in einem öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung am Mittwochabend zum Thema “Globaler Kontext der Corona-Pandemie und Sustainable Development Goals”. weiterlesen…

Möglichst nachhaltiges Verwaltungshandeln

BMJV legt Ressortbericht in Sachen Nachhaltigkeit vor

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat am 08.06.2020 seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Der Titel: “BMJV Ressortbericht Nachhaltigkeit – Bericht zum Stand der Integration der Rechts- und Verbraucherpolitik in die Agenda 2030”. Der 36seitige Bericht stellt – einer Medienmitteilung zufolge – “die bis Anfang 2020 im BMJV vorgenommenen Schritte zur Integration der Rechts- und Verbraucherpolitik in das Zielsystem der Agenda 2030 dar und gibt zugleich eine Zielrichtung für das noch weiter erforderliche Handeln in diesem Bereich. Der Bericht soll die Öffentlichkeit informieren und gleichzeitig den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMJV eine Orientierung für die Einordnung ihrer Aufgaben innerhalb der globalen Nachhaltigkeitsziele bieten.” weiterlesen…

Warum wir den Klimawandel verstehen, aber trotzdem nicht nachhaltig leben

Gewohnheiten durchbrechen – so funktioniert es!

Eigentlich sollte die Botschaft bei uns allen angekommen sein: Der Klimawandel bedroht unseren Planeten. Und es bleibt nur noch wenig Zeit, um die Erderwärmung zu stoppen. Um genau zu sein: sehr wenig Zeit. Aber, obwohl das den meisten von uns bewusst ist, fliegen wir noch mal in den Urlaub und trinken Kaffee im Plastikbecher. Warum verhalten wir uns so? Und was muss passieren, damit wir uns nachhaltig verändern? Umweltpsychologe Gerhard Reese erklärt es im SPIEGEL-Podcast. Ein Podcast von Lenne Kaffka vom 06.06.2020. weiterlesen…

Europas Sanierungspläne müssen fünf Nachhaltigkeitstests bestehen

Fünf Think Tanks schlagen unabhängiges, grünes Kontrollgremiums für Erholung der Wirtschaft vor

Angesichts des Ausnahmezustands der COVID-19-Krise ist die Versuchung groß, mit Konjunkturplänen die Wirtschaft von gestern zu stützen, oder wiederzubeleben, anstatt sie “besser wieder aufzubauen”. Stattdessen müssen die Konjunkturprogramme und jeder Wirtschaftsimpuls fünf Tests bestehen, argumentieren fünf europäische Nachhaltigkeits-Thinktanks im Portal Euractiv – alle sind Mitglieder des Netzwerks Think Sustainable Europe: Céline Charveriat, Geschäftsführende Direktorin, Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP); Camilla Bausch, Wissenschaftliche und Geschäftsführende Direktorin, Ecologic Institut; Sébastien Treyer, Geschäftsführender Direktor, Institut für Nachhaltige Entwicklung und Internationale Beziehungen (IDDRI); Måns Nilsson, Geschäftsführender Direktor, Stockholm Environment Institute (SEI); Alexander Müller, Geschäftsführer, TMG – Töpfer Müller Gaßner GmbH. weiterlesen…

“Hinwendung der Politik zur Wirklichkeit”

Der Kohleausstieg geht billiger, besser und klimafreundlicher

Die Corona-Krise macht es möglich, dass der Kohleausstieg früher kommen und viel billiger werden könnte als ursprünglich gedacht. Die neue Realität bietet der Politik eine Riesenschance. “Noch wäre also in der Klimapolitik möglich, was Corona an vielen anderen Stellen bereits ermöglicht hat: politische Flexibilität, ein Neujustieren der Gesetze auf neue Gegebenheiten”. Der Bundestag müsse es nur wollen, schreibt Petra Pinzler in ihrer ZEIT-ONLINE-Kolumne vom weiterlesen…

Buch: “Diese Zivilisation ist gescheitert”

Innere ökologische Widersprüche zerstören kapitalistisches System

Wie sollen wir damit umgehen, dass sich die pessimistischsten Szenarien angesichts des Nichthandelns der (industrialisierten) Menschheit in der Klimakrise als realistisch zu erweisen beginnen? Rupert Read und Samuel Alexander, ein britischer Philosoph und ein australischer Nachhaltigkeitsforscher, sprechen in dem Buch mit dem pessimistischen Titel über technologische Illusionen und zivilen Ungehorsam – und, damit es nicht nur pessimistisch bleibt, die gesellschaftlichen Chancen, welche die Krise trotz allem eröffnet. weiterlesen…

Corona, Nachhaltigkeit und Klimawandel

Krise der Nachhaltigkeit
Politisches Thesenpapier von Thomas Weber und Nana Karlstetter

Im September 2019 veröffentlichten drei Berliner Autoren unter dem Titel “Vollständige Dekarbonisierung, budgetorientiert.” einen radikalen Vorschlag, der auf die rechtzeitige und vollständige Defossilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft abzielte – weil uns nicht mehr viel Zeit bleibt, in relativ wenigen Jahren (siehe auch: solarify.eu/co2-preis-und-kampf-gegen-ungleichheit). Demnach soll CO2 budgetiert, mit einem hohen Preis versehen und das dabei entstehende Kapital direkt an alle Bürger zurück verteilt werden. Nun haben die drei das Papier weiterentwickelt und im Zusammenhang mit der Coronakrise unter das große Thema Nachhaltigkeit gestellt: Die Reaktion auf die Corona-Pandemie und die Agenda 2030 Nachhaltigkeit bieten nämlich die einzige politische Perspektive und Orientierung der Weltgemeinschaft für die Zukunft. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Corona-Pandemie und Klimaschutz

von Peter Hennicke

  1. Corona- und Klimakrise: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die Verbundenheit der Menschheit, die wechselseitige Abhängigkeit aller Länder und die ökonomische Verwundbarkeit der globalisierten Weltwirtschaft hat die Corona-Pandemie wie keine andere Krise nach dem 2. Weltkrieg ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Insbesondere die weltweite rapide Ausbreitung und die unmittelbare Betroffenheit potenziell jedes Menschen auf diesem Planeten hat die „Eine Welt“ schon jetzt grundlegend verändert und wird sie weiter verändern. weiterlesen…

Das Gesundheitssystem braucht einen gesunden Planeten

Covid-19 als klassisches Beispiel, wo Ökosysteme und menschliche Gesundheit einander überschneiden

Der Schmetterlingseffekt ist ein Gedankenexperiment darüber, wie eine kleine Veränderung in einem System – ein Schmetterling, der mit den Flügeln schlägt – sich durch komplexe, miteinander verbundene Systeme ausbreiten und schließlich zu größeren Ereignissen kaskadieren kann, wie ein Tornado in Oklahoma. Obwohl es durch den Film Jurassic Park von 1993 populär gemacht worden sei, sei es nicht so weit hergeholt, wie es sich anhöre, schrieben Dominick A. DellaSala, William J. Ripple und Franz Baumann am 20.04.2020 in The New Republic. Solarify dokumentiert den Artikel mit freundlicher Genehmigung. weiterlesen…