Treibhausgas CO2 wertvoller Rohstoff

MCC-Gastbeitrag: Plan für eine Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft
– von Jan Christoph Minx und Arwen Colell –

Es ist zwar schon vielfach diskutiert worden – trotzdem noch einmal: Was wäre, wenn aus der Atmosphäre entnommenes Kohlendioxid eine Ressource wäre, die wir in großem Stil zur Schaffung neuer, wertvoller Produkte nutzen? Statt es bloß in geologischen Strukturen möglichst für immer einzulagern? Wie so etwas Geschäftsmodelle ermöglichen und Innovation beschleunigen könnte, beleuchtete das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (bereits am 22.01.2020, also vor der Corona-Pandemie) in einem Gastbeitrag für die englischsprachige World Post, eine preisgekrönte globale Medienplattform des Berggruen Institute in Los Angeles. Solarify übersetzt und dokumentiert den Text. weiterlesen…

Welche Welt wollen wir nach Covid-19?

Gastkommentar zur Corona-Pandemie von Frans Timmermanns und Bertrand Piccard

Covid-19 hat viel Unsicherheit und Leid verursacht, aber die Nachwirkungen der Krise bieten die Chance, mit alten Gewohnheiten zu brechen und eine gleichermaßen nachhaltige wie wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen, schreiben Frans Timmermans und Bertrand Piccard (Solar Impulse 2, re.). Ein “Weiter so!” als Rettungspaket kann nicht die Antwort sein. Statt verzweifelt zu versuchen, zum Zustand vor der Coronakrise zurückzukehren, sollte unser Ziel eine andere, bessere Wirtschaft sein. weiterlesen…

Grüne fordern Vermeidung von Elektroschrott

Wiederverwendung von Elektro- und Elektronikgeräten stärken

In einem Antrag (19/16412) fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – die Vermeidung von Elektroschrott und die Wiederverwendung von Elektro- und Elektronikgeräten zu stärken. Die Bundesregierung solle sich bei der EU für die Verankerung des Ressourcenschutzes in den Ökodesign-Richtlinien und für verbindliche Vorgaben für recyclingfreundliches und giftfreies Design, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit einsetzen. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaftsgesetz: “Vertane Chance statt echter Fortschritt”

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Entwurf

Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vergibt Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit dem aktuellen Entwurf zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die Chance, Abfallvermeidung und ein ambitioniertes Recycling wirklich voranzubringen – so eine DUH-Medienmitteilung. Das sei deshalb besonders bedenklich, weil durch die konsequente Vermeidung unnötiger Abfälle, durch die Wiederverwendung von Verpackungen und Produkten sowie den Einsatz von Sekundärrohstoffen Millionen Tonnen des Klimagases CO2 eingespart werden könnten. Klimaentlastungspotenziale dürften nicht ungenutzt bleiben, denn zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung sei jeder Beitrag dringend notwendig. weiterlesen…

Raus aus dem linearen Konsumwahn

acatech: Kreislaufwirtschafts-Initiative gegründet

Wachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln – keinen Abfall mehr verursachen – alles wiederverwenden, ist die (alte) Idee der Kreislaufwirtschaft. Die neu gegründete Circular Economy Initiative Deutschland möchte in diesem Sinne die lineare Logik des Herstellens und Verbrauchens durchbrechen, indem Wissenschaft, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen an einem Zielbild für Deutschland arbeiten. Mitglieder der Initiative stellten am 29.07.2019 in München eine erste Studie über Perspektiven für Deutschland, europäische Vorbilder und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschafts-Roadmap vor. Solarify weist in einem Anhang darauf hin, dass die Idee von der Kreislaufwirtschaft schon eine lange Geschichte hat. weiterlesen…

Metallrecycling spart Treibhausgase

Einsparung von CO2-Emissionen: EU-Studie gibt BDSV Rückenwind für Forderung nach besseren Bedingungen des Metallrecyclings

Laut einer aktuellen, im Auftrag der EU-Kommission erstellten Studie könnte ein umfassendes Metallrecycling wesentlich mehr Treibhausgasemissionen einsparen als die Ökologisierung der Produktionsprozesse oder die Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien. Sofern es jedoch nicht neue und bessere Bedingungen für das Metallrecycling geben werde, könnten wesentliche Verbesserungen bei der Senkung der Treibhausgasemissionen erst nach 2050 erreicht werden. weiterlesen…

BMU: Kreislaufwirtschaft – Abfallvermeidung


Höhere Recyclingquoten für EU

Der Rat der Europäischen Union nahm in seiner Sitzung am 22.05.2018 Änderungen zu sechs abfallrechtlichen Richtlinien an. Diese zielen insbesondere darauf ab, mehr Abfall zu vermeiden und das Recycling zu stärken. Die angenommenen Änderungen betreffen die Abfallrahmenrichtlinie sowie die Richtlinien zu Verpackungen, zu Deponien, zu Altfahrzeugen, zu Batterien und zu Elektro- und Elektronikaltgeräten. Das meldet das BMU in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

EU einigt sich auf Kreislaufwirtschaftspaket


Klimaschädliche Deponierung aber immer noch bis zu 75 Prozent

In der Nacht zum 18.12.2017 haben sich der Europäische Ministerrat, Vertreter des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission einer Medienmitteilung zufolge vorläufig auf zentrale Punkte zum Kreislaufwirtschaftspaket verständigt. Unter anderem vereinbarten sie eine neue Vorgabe für die Recyclingquote des gesamten Siedlungsabfallaufkommens für alle Mitgliedstaaten. Diese soll bis 2030 auf 60 Prozent ansteigen. Ebenfalls einigten sich die Trilogpartner auf ein einheitliches Verfahren für die Methode der Quotenberechnung. weiterlesen…

EU-Energieziele nur mit Kupfer zu erfüllen


Weltweite Nachhaltigkeitsanforderungen: Cu-Werkstoffe haben wichtige Funktion in Kreislaufwirtschaft

Als globales Life-Cycle-Zentrum beschäftigt sich das Deutsche Kupferinstitut in Düsseldorf einer Medienmitteilung folgend unter anderem mit verschiedenen Szenarien, die Einflüsse von Kupferwerkstoffen auf die weltweite Kreislaufwirtschaft haben. Die Analysen seien über die herkömmlichen Ökobilanzen hinausgegangen und hätten auch Fragen der Materialflussströme und des CO2-Fußabdrucks von Kupferprodukten eingeschlossen. weiterlesen…

Andere Rohstoffpolitik nötig


Vor der Alternativen Rohstoffwoche fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis konkrete Fortschritte im Koalitionsvertrag

Die deutsche Rohstoffpolitik muss grundsätzlich reformiert werden, wenn sie global gerecht und ökologisch tragbar werden soll. Dies fordert, wie Germanwatch am 10.10.2017 mitteilt, ein breites Bündnis von Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, die sich im Arbeitskreis (AK) Rohstoffe zusammengeschlossen haben. Anlässlich der dritten Alternativen Rohstoffwoche (16. – 22.10.2017) formulieren die Organisationen – Eckpunkte, die nach ihrer Ansicht in den neuen Koalitionsvertrag gehören. weiterlesen…