Kohlenstoff-Emissionen von Talsperren stark unterschätzt

Forscher bewerten Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf neu: Doppelt so viel CO2 wie angenommen

Talsperren dienen unter anderem als Reservoire für Trinkwasser, landwirtschaftliche Bewässerung oder zum Betrieb von Wasserkraftanlagen. Bisher ging man davon aus, dass Talsperren ungefähr so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg zeigen in Kooperation mit spanischen Wissenschaftlern des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) in Girona sowie des Instituts für Biodiversitätsforschung (IRBio) der Universität Barcelona nun aber, dass Talsperren zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern. weiterlesen…

Nachhaltiges Wirtschaften der Zukunft

NABU-Studie: “Ressourcen sparen, Natur schützen”

Um die Erde nicht über die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen, gilt es die globalen CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren. Lösung hierfür bietet die Bioökonomie, also ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierendes Wirtschaftssystem. Eine am 12.05.2021 veröffentlichte Studie des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) im Auftrag des NABU (“Zukunftsfähige Bioökonomie“, März 2021) zeigt, wo die Potenziale für eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen am größten sind (Grafik: Grüne Bioraffinerie – © bilddatenbank.nabu.de). weiterlesen…

EU-Kommission strebt Null-Schadstoff-Ziel für Luft, Wasser und Boden an

Europäischer Grüner Deal

Mit dem EU-Aktionsplan zur Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Boden, den Frans Timmermans, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, zuständig für den Europäischen Green Deal und Kommissar für Klimapolitik, und Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, am 12.05.2021 vorgestellt haben, wurde ein Eckpfeiler im Rahmen des europäischen Grünen Deals veröffentlicht, Hauptthema der diesjährigen Grünen Woche der EU, um den Umwelt- und Ressourcenschutz anzugehen. In dem Aktionsplan wird eine integrierte Vision einer Welt für 2050 umrissen, in der die Verschmutzung so gering ist, dass sie für die menschliche Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme keine Gefahr mehr darstellt. Ferner werden die Schritte bis zu diesem Ziel dargelegt (Foto: Frans Timmermans und Virginijus Sinkevičius – © audiovisual.ec.europa.eu, P-051131~2F00-02, Claudio Centonze) weiterlesen…

BPA: “Klimaschutzgesetz 2021 – Generationenvertrag für das Klima”

Post-Karlsruher Aktionismus

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung verschickte am 12.05.2021 Medienmitteilungen dreier Ministerien (Umwelt, Ernährung und Wirtschaft) zur Verabschiedung des neuen Klimaschutzgesetzes im Bundeskabinett und eine Erklärung zum Klimapakt: “Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes will die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärfen und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankern. Das hat das Bundeskabinett heute beschlossen.” Umweltministerin Schulze: “„Das Klimaschutzgesetz setzt den Rahmen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte“. Begleitend zum Gesetzentwurf kündigte die Bundesregierung ein Sofortprogramm an, um die ambitionierten Ziele zu unterstützen. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

“Materialforschung auf dem Holzweg”

Biobasierte Materialien sollen Umweltverschmutzung reduzieren und Wandel zu nachhaltiger Wirtschaft vorantreiben

Forschende der TU Graz entwickeln grüne, biobasierte Materialien als Ersatz fossiler Rohstoffe – die sollen die Umweltverschmutzung reduzieren und den Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft vorantreiben – so am 10.05.2021 eine Medienmitteilung der Universität von Christoph Pelzl. Holz als nachwachsende Ressource bietet ein hohes Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel. Zum einen bindet es große Mengen an Kohlenstoff (1 Tonne pro Kubikmeter!). Zum anderen ist es eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Rohstoffen, die Treibhausgas-Emissionen verursachen. Am Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik der TU Graz stellen Forschende aus den Holzbestandteilen Cellulose, Hemicellulose und Lignin biologisch abbaubare Materialien her (Foto: Mikrofibrilläre Cellulose – © tugraz_BPTI ). weiterlesen…

Warum weiter über Kohleausstieg gestritten wird

Nach BVerfG-Urteil trotz Kohlekommission umstrittener “Kompromiss”

Können Expertenkommissionen bei umstrittenen Entscheidungen zu demokratisch legitimierten Lösungen beitragen? Dies hat ein Team des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) am Beispiel der „Kohlekommission“ mit einem neuen Kriteriensystem analysiert. Die Autoren heben positiv hervor, dass die Kommission zwar zu einem Kompromiss geführt habe – andererseits kritisieren sie jedoch, dass die Gemeinwohlorientierung wegen der hohen Kosten bei geringen klimapolitischen Ambitionen umstritten ist und keine Bürgerbeteiligung stattfand. Das Team liefert zudem Hinweise für das Gelingen künftiger Kommissionen. weiterlesen…

NABU und BSW definieren Solarpark-Standards

Gesamtversiegelungsgrad soll 5 % der Fläche nicht überschreiten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben sich einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 05.05.2021 zufolge auf Kriterien für naturverträgliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen verständigt. Dabei wurden “Win-Win-Lösungen” für Natur- und Klimaschutz angestrebt. weiterlesen…

CO2-Preis überspringt erstmals 50-Euro-Marke

Verdreifachung innerhalb eines Jahres

Die Erwartung verschärfter Klimaschutz-Bemühungen treibt die Preise für Verschmutzungsrechte auf ein Rekordhoch. Die von der EU ausgegebenen Emissionszertifikate übersprangen am erstmals die Marke von 50 Euro und stiegen um 1,3 Prozent auf 50,05 Euro je Tonne ausgestoßenem CO2. Dieser Preis hat sich damit innerhalb eines Jahres verdreifacht. Hohe CO2-Preise setzen besonders Betreiber von Kohlekraftwerken unter Druck. In Deutschland wollen denn auch immer mehr EVU ihre Kohlekraftwerke vorzeitig vom Netz nehmen, wenn sie dafür entschädigt werden. „Es gibt einen ganzen Korb preistreibender Faktoren“, sagte Analystin Ingvild Sorhus vom Datenanbieter Refinitiv gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. weiterlesen…

Mehr Rückgabestellen für Elektronikgeräte

Bundesrat zu Elektroschrott

Die Rückgabe alter oder defekter Elektrogeräte wird vereinfacht: Nach dem Bundestag hat am 07.05.2021 auch der Bundesrat ein entsprechendes Gesetz gebilligt. Dessen Ziel ist es, das Netz an Rückgabestellen auszuweiten, um die Sammelquote von Elektroschrott, aber auch wiederverwendbaren Geräten zu erhöhen. Dazu wird unter anderem der Lebensmittelhandel in die Rücknahmepflicht einbezogen: Verbraucherinnen und Verbraucher können künftig Altgeräte in Geschäfte zurückbringen, die mehr als 800 qm Verkaufsfläche aufweisen und mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten. weiterlesen…

Fahrplan für Markthochlauf klimafreundlicher PtL-Flugkraftstoffe

Partner: Bund, Länder und Industrie

Mit einem gemeinsamen Fahrplan verständigten sich Politik und Wirtschaft am 07.05.2021 auf Anforderungen und Maßnahmen, um die Produktion von Power-to-Liquid-Kerosin in den nächsten Jahren auf- und auszubauen – so eine Medienmitteilung des BMVI. Die PtL-Roadmap soll die Grundlage schaffen, um bis 2030 mindestens 200.000 Tonnen nachhaltiges Kerosin jährlich für den deutschen Luftverkehr zu produzieren. Das entspricht einem Drittel des aktuellen Kraftstoffbedarfs des innerdeutschen Luftverkehrs. weiterlesen…