Leibniz Universität Hannover und Leuphana erhalten 1,3 Millionen für Recyclingforschung an Fahrzeugteilen

VolkswagenStiftung fördert Projekt, um Kunststoffe mit unterschiedlichen Methoden wieder dem Wertkreislauf zuzuführen

Haltegriffe, Kofferraumabdeckungen und Mittelkonsolen: Viele Fahrzeugteile sind aus Kunststoff gefertigt. Gegenüber Metall hat dies viele Vorteile – unter anderem ist Kunststoff deutlich leichter, was sich nicht zuletzt auf den Treibstoff- und Energieverbrauch von Autos positiv auswirkt. Die Entsorgung bzw. die Rückführung von Kunststoffen in den Wertstoffkreislauf gestaltet sich jedoch deutlich schwieriger, nicht zuletzt, weil die einzelnen Fahrzeugteile aus unterschiedlich zusammengesetzten Kunststoffkomponenten bestehen. Die VolkswagenStiftung fördert laut einer Medienmitteilung vom das Projekt „REMOTIVE – Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen“ vier Jahre lang mit insgesamt 1,3 Millionen Euro. weiterlesen…

Amazonas-Regenwald auf der Kippe

Waldverlust verstärkt den Klimawandel

Der Amazonas-Regenwald könnte sich einem Kipppunkt nähern, der zu einem großflächigen Zusammenbruch mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das globale Klima führen könnte. Die in Nature open access veröffentlichte Studie „Critical transitions in the Amazon forest system“ eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass bis zu 47 Prozent des Amazonaswaldes betroffen sein können und identifiziert zugleich kritische Grenzwerte für Klima- und Landnutzungsveränderungen, die nicht überschritten werden sollten, um die Widerstandsfähigkeit des Amazonas zu erhalten. weiterlesen…

Kunstfasern und Reifenabrieb beeinflussen Korallen besonders stark

Meeresverschmutzung: Auswirkungen von Mikropartikeln auf riffbildende Korallen und deren Ernährungsverhalten

Korallen ernähren sich von Plankton, das sie aus dem Meerwasser filtern. Durch die zunehmende Verschmutzung der Meere nehmen sie dabei auch winzige Plastikpartikel auf. Dieses Mikroplastik wieder auszuscheiden, gelingt den Korallen nicht immer. Sie lagern es in ihr Kalkskelett ein, was einigen Arten nicht gut bekommt: Sie wachsen schlechter und langsamer, entwickeln Korallenbleiche und Nekrosen. (Foto: Versuchsaufbau an der JLU – die Korallen wurden in Aquarien acht Wochen lang den verschiedenen Mikropartikeln ausgesetzt – © Jessica Reichert, JLU) weiterlesen…

ÖPNV auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft

Beitrag des öffentlichen Verkehrs zur Emissionsreduzierung

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), der federführende Partner im Interreg CE4CE-Projekt, zeichnen sich als proaktive Kraft aus, die sich für innovative und wirkungsvolle Fortschritte im öffentlichen Verkehr einsetzt. Ihr Engagement für den Fortschritt zeigt sich in verschiedenen Bereichen. weiterlesen…

Grüne Wärme aus Rechenzentren hilft bei Defossilisierung

Potenziale und Umsetzungsmöglichkeiten

Grüne Abwärme aus Rechenzentren kann einen entscheidenden Beitrag für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung leisten. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung kann die CO2-neutrale Abwärme aus Rechenzentren dazu beitragen, die Ziele der kommunalen Wärmeplanung zu erreichen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) und das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) gaben nun – laut einer Medienmitteilung vom 15.02.2024 – Anlass, alle wichtigen Stakeholder an einen Tisch zu bringen, um sich gemeinsam über die neuen Anforderungen und Möglichkeiten der Abwärmenutzung auszutauschen. weiterlesen…

Startup holt KI ins Prüflabor

Datenmanagement-Plattform LabV jetzt mit KI-gestütztem digitalem Mitarbeiter

Der digitale Mitarbeiter im Prüflabor wird Wirklichkeit. Das Münchner Startup LabV hat eine erste Datenplattform geschaffen, die Prüflaboren einfachen Zugang zur Künstlichen Intelligenz (KI) ermöglicht. Der digitale Mitarbeiter von LabV unterstützt das Labor in seiner täglichen Arbeit und vereinfacht den Umgang mit komplexen Datensätzen. Labore können so Einblicke aus den Daten gewinnen, die bisher unerreichbar waren; und das ohne Programmierkenntnisse oder manuelles Durchforsten in Tabellenkalkulationen. Die natürliche Sprachverarbeitung ist vergleichbar mit ChatGPT, so dass das Labor mit einfachen Befehlen neue Einblicke in seine Datenwelt gewinnt. weiterlesen…

Zehn Herausforderungen zur Transparenz bei der Öko-Bewertung des Kunststoffrecyclings

Positionspapier: mangelnde Vergleichbarkeit der Ökobilanzierung des Kunststoffrecyclings

Mit Ökobilanzstudien lassen sich nicht nur Produkte und Dienstleistungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg bewerten, sondern es können – zumindest theoretisch – auch verschiedene Recyclingverfahren miteinander und recycelter Kunststoff mit Neuware verglichen werden, schreibt Sarah Storck, EUWID, über ein Anfang Februar veröffentlichtes Positionspapier des Clusters of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE) vom Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik in Oberhausen. Ökobilanzierungen dienten daher oftmals als Entscheidungsgrundlage für die Auswahl von umweltfreundlichen Verfahren, Einsatzstoffen oder Dienstleistungen beim Kunststoffrecycling. weiterlesen…

Mit Elektronenstrahlen gegen Ewigkeitschemikalien

US-Forschern gelingt es, gefährliche Substanzen im Wasser für immer zu beseitigen

Die Verwendung von antihaftbeschichtetem Kochgeschirr zum Braten von Speck und Eiern kann das Leben in diesem Moment einfacher machen, aber Wissenschaftler glauben, dass es langfristig Folgen haben könnte, weil die Chemikalien, die zur Herstellung der Antihaftbeschichtung verwendet werden, so schwer zu zerstören sind. Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen – allgemein bekannt als PFAS und oft als Chemikalien für die Ewigkeit bezeichnet – sind allgegenwärtig. PFAS, eine Reihe von Tausenden von Chemikalien, die es mindestens seit den 1950er Jahren gibt, werden für eine Vielzahl von Dingen verwendet, vom Fleckenschutz auf Ihrer Kleidung und Bettwäsche bis hin zu den Lebensmittelverpackungen auf Ihren Burgern. Forscher des Fermi National Accelerator Laboratory vom US-Energieministeriums haben in Zusammenarbeit mit 3M erfolgreich nachgewiesen, dass ein Elektronenstrahl die beiden häufigsten Arten von PFAS in Wasser – PFOA und PFOS – zerstören kann. (Foto: Fermilab – © Reidar Hahn – from en.wikipedia.org, uplod from Riffsyphon1024, gemeinfrei) weiterlesen…

Pohl-Scandia und Aldi Süd preisgekrönt

WorldStar Awards für Verpackungslösungen

Die vom Verpackungsspezialisten Karl Knauer für das Schwesterunternehmen Pohl-Scandia entwickelte innovative Versandverpackung wurde mit dem WorldStar Award laut Jury ausgezeichnet – unter anderem für ihre perfekte Passform für drei unterschiedliche Artikelgrößen, das optimierte Handling, das eine deutlich schnellere Kommissionierung der Ware ermöglicht und das nachhaltige, gut zu recycelnde Material. Ebenso Aldi Süd für seine „TANDIL 3-in-1-Box“: Eine zu 92 Prozent aus Rezyklat bestehende Waschmittel-Verpackung. (Foto: Tandil 3-in-1-Boxen – © Aldi Süd) weiterlesen…

CCS umstritten – warum?

Für Brüssel die Lösung

Vor etlichen Jahren, wahrscheinlich irgendwann im Sommer 2009, debattierte der Bundestag über Carbon Capture and Storage (CCS): Der damalige SPD-Energieexperte Hermann Scheer ergriff schließlich das Wort und nannte vier Wahlkreise als wahrscheinliche Örtlichleiten für die CO2-Speicherung – alle in Wahlkreisen von Parlamentariern der Union. Damit war die Auseinandersetzung beendet: Gegen die Stimmen von CDU/CSU ging nichts, CCS war gestrorben, noch ehe es in eigendeine Pilotphase gehen konnte. Heute noch sind sich Deutschlands Umweltverbände ungewohnt uneins. weiterlesen…