Brandschutzplatte aus Sägemehl: Ein Mineral statt Zement

Sägemehl landet meist im Ofen. Forschende in Zürich pressen daraus eine Platte, die Feuer abhält und sich am Ende wieder in ihre Bestandteile zerlegen lässt. Bei jedem Schnitt im Sägewerk fällt Sägemehl an. Weltweit sind es jedes Jahr Millionen Tonnen. Das meiste davon wird verbrannt, wodurch das im Holz gebundene Kohlendioxid wieder entweicht. Forschende der weiterlesen…

OP-Werkzeug: Einweg soll zurück in die Produktion

Einweg-Werkzeug aus dem OP besteht aus Edelstahl und hochwertigen Kunststoffen. Nach einer einzigen Operation landet es trotzdem im Ofen. Jetzt sammeln 16 Kliniken es für den Kreislauf. Seit Oktober sammeln 16 Kliniken in Deutschland ihre benutzten Einweginstrumente. Skalpelle, Pinzetten und Klemmen werden nicht mehr zusammen mit dem übrigen Klinikabfall verbrannt, sondern kommen in eigene Behälter. weiterlesen…

Rekordversuch: Aussortierte Solarmodule für den Balkon

Sie liefern noch Strom, trotzdem wurden sie abgeschraubt. In Freiburg sollen heute aus 600 ausgemusterten Solarmodulen 300 Balkonkraftwerke werden. Der Schulhof der Weiherhof-Realschule in Freiburg-Herdern wird zur Werkstatt. Die Stadt und der Verein Balkon.Solar wollen dort gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern 300 Steckersolargeräte bauen, jedes aus zwei gebrauchten Modulen. Vorkenntnisse sind nicht nötig und das weiterlesen…

Roboter reparieren Hausgeräte: Repartly gegen E-Schrott

Wenn in der Waschmaschine die Elektronik streikt, wandert oft das ganze Gerät in den Schrott. Dabei ist meist nur eine Platine defekt. Ein Unternehmen aus Rietberg repariert sie nun mithilfe von Robotern. Repartly repariert die Leiterplatte, auch wenn nur ein kleines Bauteil defekt ist. Anstatt die gesamte Platine auszutauschen, werden gezielt die defekten Stellen ersetzt, weiterlesen…

Grüner Stahl ist da, doch der größte Bauherr kauft ihn nicht

In Duisburg und Salzgitter laufen milliardenschwere Anlagen an, die Stahl mit Wasserstoff statt Kokskohle erzeugen. Nur fehlt der Markt für ihr Produkt. Grüner Stahl kostet rund 100 bis 200 Euro mehr je Tonne, und den Aufpreis will kaum ein Kunde zahlen. Klimafreundlicher Stahl und Zement sind bereits serienreif. Nur kauft sie kaum jemand. Am 3. weiterlesen…

Godzilla-El-Niño: was man davon in Deutschland spürt

Der Super-El-Niño ist so gut wie sicher. Fast 70 Prozent sprechen für einen neuen Rekord. In Deutschland ist das Wetter davon nicht betroffen. Seine Folgen aber wandern um die halbe Welt, durch Ernten, Gesundheit und Stromnetze, und erreichen am Ende auch uns. Dass El Niño unser Wetter kaum beeinflusst, liegt an der Nordatlantischen Oszillation, die weiterlesen…

Lateinamerika macht Rezyklat zur Pflicht

Während in Europa der Markt für recyceltes Plastik wegbricht, weil Neuware billiger ist, schreiben Chile, Kolumbien und Brasilien Rezyklat per Gesetz vor. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, wer den Absatz garantiert. In Brasilien müssen neue Kunststoffverpackungen seit Januar aus mindestens 22 Prozent Altplastik bestehen. In Kolumbien müssen PET-Trinkwasserflaschen zur Hälfte aus weiterlesen…

Agri-PV: Doppelernte als Hilfe gegen Hitze

Die Dürre 2026 kostet die deutsche Landwirtschaft mehr als 600 Millionen Euro. Rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps sind seit Mitte Juni verdorrt. Auf genau diesen Feldern könnte eine Technik zweierlei zugleich leisten: Strom erzeugen und die Pflanzen vor der Hitze schützen. Das Fraunhofer ISE hat den Effekt bereits gemessen. Bei der Agri-Photovoltaik werden weiterlesen…

Plastikabgabe 2027: Vom Steuerzahler zum Hersteller

1,4 Milliarden Euro überweist Deutschland jedes Jahr nach Brüssel, weil zu viel Plastik im Müll landet. Bisher tragen das die Steuerzahler. Ab 2027 soll die Rechnung bei den Herstellern landen. 80 Cent kostet jedes Kilogramm Plastikverpackungen, das nicht recycelt wird. Bislang zahlt Deutschland diese Rechnung aus dem Bundeshaushalt: rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Künftig weiterlesen…

Versorgunssicherheit: Wie verwundbar die Grundlast ist

Erst legt die Dürre das Kernkraftwerk fast still, dann trifft ein Drohnenangriff eine Pipeline. Der Sommer zeigt, woran unsere Energieversorgung wirklich hängt. Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn liefert normalerweise fast die Hälfte des im Land erzeugten Stroms. Ende Juli lief es jedoch nur noch mit rund einem Zehntel seiner Leistung: Die Donau führte zu wenig weiterlesen…