Landnutzungsänderungen größer als gedacht

Weltweit 32 Prozent der Gesamtfläche

Der Mensch hinterlässt weltweit seine „Fußabdrücke“ auf der Landoberfläche. Diese Landnutzungsänderungen spielen eine wichtige Rolle für Ernährung, Klima und Biodiversität. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) weisen mithilfe eines neuen Kartensatzes aus hoch aufgelösten Satellitendaten und Statistiken der vergangenen 60 Jahre nach, dass Landnutzungsänderungen viermal so groß sind wie bisher angenommen und weltweit rund 32 Prozent der Landoberfläche umfassen. Damit sind sie etwa viermal so groß wie bisher angenommen. Über ihre Ergebnisse berichteten die Forschenden in Nature Communications (Foto: Globale Landnutzungsänderungen größer als gedacht – Karte © Karina Winkler, KIT.edu). weiterlesen…

Zweifel an Prüf-Programmen

KIT: Qualität wissenschaftlicher Software nicht immer gut

In der Wissenschaft sind digitale Werkzeuge unerlässlich. Besonders wo große Mengen Forschungsdaten anfallen und schnell verarbeitet werden müssen, ist zuverlässige, sorgfältig entwickelte Software entscheidend, um sie zu analysieren und richtig zu interpretieren – etwa in Biologie, Physik oder ganz aktuell Epidemiologie. Zeitdruck und Geldmangel beim Entwickeln können indes zu Qualitätsmängeln führen. Um die Softwarequalität automatisiert zu bewerten, haben Informatiker des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) das Tool SoftWipe entworfen. Ihre Ergebnisse haben sie im Nature Scientific Reports Journal unter dem Titel “The SoftWipe tool and benchmark for assessing coding standards adherence of scientific software” veröffentlicht. weiterlesen…

Nachhaltiges Wirtschaften der Zukunft

NABU-Studie: “Ressourcen sparen, Natur schützen”

Um die Erde nicht über die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen, gilt es die globalen CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren. Lösung hierfür bietet die Bioökonomie, also ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierendes Wirtschaftssystem. Eine am 12.05.2021 veröffentlichte Studie des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) im Auftrag des NABU (“Zukunftsfähige Bioökonomie“, März 2021) zeigt, wo die Potenziale für eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen am größten sind (Grafik: Grüne Bioraffinerie – © bilddatenbank.nabu.de). weiterlesen…

THG-Ausstoß bis 2030 halbieren

Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beschloss 45 Maßnahmen

Bei der gestrigen Sitzung des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung unter der Leitung von Dr. Hendrik Hoppenstedt, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, einigte sich die Bundesregierung auf ein breites Maßnahmenbündel, um den nachhaltigen Konsum zu stärken. Die 45 Maßnahmen und Ziele priorisieren und fokussieren einer Medienmitteilung des Bundespresseamtes zufolge das bestehende Programm der Bundesregierung für nachhaltigen Konsum von 2016. Die überarbeiteten Maßnahmen betreffen die Bereiche Mobilität, Wohnen und Haushalt, Ernährung, Arbeit und Büro, Bekleidung sowie Freizeit und Tourismus. weiterlesen…

Lese-/Hörhinweis: “Von der Zukunft des homo sapiens”

“Anmerkungen zur Automatisierung” – von Mathias Greffrath

“Homo sapiens hat die Hand durch das Werkzeug verstärkt, das Werkzeug zur Maschine entwickelt, seine Sinne durch Sensoren erweitert; zunehmend überlässt er nun die geistige Arbeit den Computeralgorithmen, die bereits die organisierenden, kreativen, musischen Tätigkeiten übernehmen. Durch diese sozio-technische Evolution stieg in Jahrtausenden die Macht der Gattung über die Bedingungen des Überlebens in einer feindlichen Umgebung. Das Leben wurde sicherer und komfortabler – aber die Verfügung des einzelnen Exemplars Mensch über die Bedingungen seines Lebens schrumpft”, so der Einleitungstext auf der Internetseite des Deutschlandfunks zu einem am 02.05.2021 im Dlf wiederholten Essay (Erstsendung: 22.11.2020) von Mathias Greffrath unter dem Titel “Anmerkungen zur Automatisierung – Von der Zukunft des homo sapiens”. weiterlesen…

Nachhaltige Gesellschaft “offener, resilienter und gerechter”

Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Bundesregierung hat am 27.04.2021 den Bericht des BMBF zur “Bildung für nachhaltige Entwicklung” (BNE) für die 19. Legislaturperiode vorgelegt. Er befasse sich mit dem Stand und der Entwicklung von BNE in Deutschland von 2017 bis 2021 und bilde die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen ab. Aufgeführt würden – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – außerdem die BNE-Aktivitäten weiterer gesellschaftlicher Akteure aus dem Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Auch werde dargestellt, welchen Beitrag BNE zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (VN) geleistet habe. weiterlesen…

EU-Taxonomie: Schritte in Richtung Green Deal

Nachhaltiges Finanzwesen Kommission will Geld in nachhaltige Tätigkeiten lenken

Die EU-Kommission hat am 21.04.2021 ein Maßnahmenpaket für nachhaltige Finanzierung vorgelegt, das durch einen delegierten Rechtsakt im Rahmen der EU-Taxonomie dazu beitragen soll, in der Europäischen Union mehr Geld in nachhaltige Tätigkeiten zu lenken: Anleger sollen in die Lage versetzt werden, ihre Investitionen verlässlich und ohne „Greenwashing“ auf nachhaltigere Technologien und Unternehmen umzustellen. Auf globaler Ebene will die EU bei der Festlegung von Standards für ein nachhaltiges Finanzwesen eine Führungsrolle übernehmen. Die umstrittene Frage, wie in diesem Rahmen Investitionen in Erdgasprojekte eingestuft werden, wurde kurzfristig auf einen separaten Gesetzgebungsvorschlag Ende des Jahres verschoben. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing warnt denn auch vor einer Gefährdung der Versorgungssicherheit durch eine “jahrelange Hängepartie in einem europäischen Gesetzgebungsverfahren”. weiterlesen…

Sicherer und gerechter Lebensraum für Mensch und Planet

Eine Untersuchung der Earth Commission

“Die Grenzen des Planetensystems nicht überschreiten, im Einklang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen stehen”: In einer neuen, in der Zeitschrift Earth’s Future veröffentlichten Studie, hat einer Medienmitteilung des PIK-Potsdam-Instituts zufolge ein internationales Team von Forschenden der Earth Commission seinen Ansatz zur Definition eines “sicheren und gerechten Lebensraums für Menschen und Planeten” dargelegt. (Grafik: Sicherer und gerechter Lebensraum für Mensch und Planet – Earth Commission-Studie – © PIK-Potsdam, open access, CC-BY 4.0) weiterlesen…

“Every day we hear the worn-out phrases…”

Irene Schöne: Klimakrise und ökonomische Theorie – 2. Vortrag vor “Scientists for Future” am 22.02.2021

In ihrem zweiten Vortrag (nach: solarify.eu/klimakrise-und-oekonomische-theorie1) begründet Irene Schöne, “dass wir nachhaltig nicht werden wirtschaften können, ohne dass wir die bisherige Wirtschaftstheorie, mit der wir unser Handeln bisher begründen und legitimieren, modernisieren”. Denn die aktuellen Probleme der Menschheit gehen mit dem Verlust an Biodiversität und Umweltzerstörung weit über die Klimakrise hinaus. (Foto: Irene Schöne – © boell.de ) weiterlesen…

Klimakrise und ökonomische Theorie

(1.) Vortrag von Irene Schöne vor “Fridays for Future” und “Scientists for Future” im Mai 2020

Irene Schöne, “ökologische” Ökonomin, geht davon aus, dass die Klima- und Umweltkrise menschengemacht und keine natürlichen Erscheinungen sind, sondern Folgen unserer heutigen Wirtschaftsweise. In der Folge sieht sie die 17 SDGs für Wirtschaft und Politik im Rahmen der bisherigen ökonomischen Denkweise bleiben, wodurch unsere Probleme erst verursacht würden: “Ich schlage Ihnen damit vor, andere Wege zu gehen, auch wenn diese heute noch so neuartig erscheinen mögen. Und die sind durchaus machbar.” (Foto: Irene Schöne – © boell.de ) weiterlesen…