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Archiv: Verbraucher


Eurosolar unterstützt Rechtsweg gegen die Besondere Ausgleichsregelung

Der Verein Sonneninitiative e.V. geht zusammen mit dem Energierechtler Peter Becker juristisch gegen die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) vor, mit der stromintensive Industrieunternehmen Rabatte bei der EEG-Umlage in Anspruch nehmen können. Die BesAR hat zur Folge, dass der Strompreis für Haushalte und Gewerbebetriebe steigt, wie Ralph Diermann am 15.10.2018 im pvmagazine erklärte.


78 Unternehmen, DUH und LEE schlagen Alarm

NRW will durch die Wiedereinführung der Länderöffnungsklausel den Ausbau von Windenergieanlagen einschränken und Brandenburg das Windkraft-Privileg gleich ganz abschaffen. Dadurch würde der Ausbau der Windenergie massiv eingeschränkt, wenn nicht – wie in Bayern – abgewürgt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert laut einer Medienmitteilung den Bundesrat auf, sich zur klimafreundlichen Windenergie zu bekennen. Der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) Reiner Priggen warnt in einer Presseaussendung: „20.000 Zukunftsjobs werden so leichtfertig aufs Spiel gesetzt.“ Knapp 80 Unternehmen stemmen sich gegen Plan der NRW-Landesregierung.


Daimler forciert Brennstoffzellen-Hybrid – VW mit Groß-Offensive

Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität als Antwort auf die Emissionsvorgaben ist eine flächendeckende Infrastruktur. Sowohl der Ausbau von Stromladestationen als auch von Wasserstofftankstellen wird weltweit forciert. Das gilt auch für den Durchbruch der Brennstoffzellen-Technologie. Dementsprechend hat Daimler mit seinem GLC F-Cell ein erstes Brennstoffzellenfahrzeug auf den Markt gebracht – ab 2022 soll ein sogenanntes modulares System den Wasserstoffantrieb für alle Fahrzeugtypen tauglich machen – so die Stuttgarter auf ihrer Webseite. VW will laut eigener Medienmitteilung gar 27 neue E-Modelle auf den Markt werfen.


Grund: Steigende Netzentgelte und neue Offshore-Umlage

Deutschlands Haushalte zahlen immer mehr Geld für das Stromnetz. Während die EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde sinkt (Solarify berichtete), steigen 2019 die Haushaltskosten für das Stromnetz auf durchschnittlich 8 ct/kWh. Grund dafür sind steigende Netzentgelte sowie die neue Offshore-Umlage, mit der Stromleitungen für Meeres-Windparks finanziert werden. Jährlich zahlen Stromkunden mindestens 25 Milliarden Euro allein für Bau und Betrieb der Stromleitungen. Dies geht laut einer Medienmitteilung aus Berechnungen des Ökostromanbieters LichtBlick hervor.


IEA meldet neuen fossilen Rekord

Die Welt hat mit 100 Millionen Barrel Öl pro Tag “neue Doppelspitzen für Nachfrage und Angebot” des fossilen Rohstoffs erreicht. Das gab die Internationale Energieagentur (IEA) am 12.10.2018 in ihrem monatlichen Ölmarktbericht (Medienmitteilung) bekannt. Weder Nachfrage noch Angebot zeigen Anzeichen für ein baldiges Nachlassen, so die Pariser Organisation.


Wie stillen wir künftig unseren Energiehunger?

7,6 Milliarden Menschen leben auf der Welt und stündlich werden es tausend mehr. Globalisierung, Digitalisierung und das rasante Wachstum der Weltbevölkerung stellen uns vor ungeahnte Herausforderungen: 2018 wird laut Prognosen das Jahr mit dem bisher höchsten Energieverbrauch aller Zeiten werden – und der Stromverbrauch wird Schätzungen zufolge weiter drastisch steigen. Unser Hunger nach Energie sprengt alle Grenzen und wird sich voraussichtlich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. 3SAT sendet am Mittwoch, dem 17.10.2018 | Teil 1: 20:15 Uhr und Teil 2: 21:05 Uhr der Dokumentation von Natalie Derbort und Andrea Hauner.


Erste Ausgabe von acatech HORIZONTE

Blockchain hat das Potenzial, Finanzsysteme, Energiemärkte und die öffentlichen Verwaltungen grundlegend zu verändern. Die Technologie ist Thema auf zahllosen IT-Kongressen. Auch die Bundesregierung erarbeitet gegenwärtig ein deutsche Blockchain-Strategie. Die gesellschaftliche und politische Debatte um die Blockchain-Technologie steht jedoch erst am Anfang. Deshalb hat acatech die erste Ausgabe seiner neuen Reihe acatech HORIZONTE dem Thema Blockchain gewidmet.


Regierungsgutachten schlägt höhere Grundpreise für Verbraucher vor

Am 15.10.2018 wurde die EEG-Umlage für das Jahr 2019 bekanntgegeben. Auch wenn sie aller Voraussicht nach leicht sinkt – bei gleichzeitig steigenden Börsenpreisen –, bleiben Stromkosten ein Ärgerthema für Privathaushalte: Die Offshore-Netzumlage, die zum Jahr 2019 eingeführt wird, geht vor allem zu ihren Lasten, während die Industrie entlastet wird. Zudem kommt ein Gutachten im Auftrag der Bundesregierung zu dem Ergebnis, dass private Verbraucher zusätzlich zum Netzentgelt ein anschlussbezogenes Entgelt bezahlen sollen. Das würde die unfaire Finanzierung der Stromkosten weiter verschärfen, kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).


Spanien beschließt Abschaffung der Sonnensteuer

Mit einem umfangreichen energiepolitischen Maßnahmenpaket will die spanische Regierung die Energiewende ankurbeln und weiteren Engpässen bei der Stromversorgung vorbeugen. Dafür soll zukünftig unter anderem der Eigenverbrauch von Solarstrom gefördert statt ausgebremst werden, indem die viel kritisierte Sonnensteuer abgeschafft wird. Damit räumt die Regierung eine erst vor wenigen Jahren beschlossene Absurdität der spanischen Energiepolitik aus dem Weg. Seit 2015 mussten Haushalte auf ihren selbstproduzierten Sonnenstrom Steuern zahlen. Versäumten sie jedoch die Anmeldung ihrer Photovoltaikanlage, drohten äußerst strenge Strafen. Joschua Katz beleuchtete am 15.10.2018 für energiezukunft die energiepolitische Wende der spanischen Regierung.


So soll den Braunkohle-Revieren geholfen werden

Die derzeitigen Braunkohle-Reviere sollen in Zukunft in vielen Bereichen bevorzugt behandelt werden. Das geht aus einem ersten Entwurf des Berichts hervor, den die Kohlekommission an die Bundesregierung abgeben soll. Er liegt der Süddeutschen Zeitung vor. Demnach solle es künftig beim Ausbau von Verkehrs- und Datennetzen einen “Revierbonus” unter dem Motto “Vorfahrt für Strukturentwicklungsgebiete” geben. Dies würde es etwa dem Bund erleichtern, Verkehrsprojekte bei der Planung vorzuziehen, wie der Berliner SZ-Korrespondent Michael Bauchmüller am 12.10.2018 schrieb.

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