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Archiv: Verbraucher


MCC-Studie belegt Notwendigkeit

Als Reaktion auf den Dieselskandal sollten die Steuervorteile des Diesels innerhalb der Europäischen Union (EU) komplett gestrichen werden, zumal eine aktuelle Studie der Dach-NGO Transport & Environment den CO2-Vorteil des Diesel als Märchen entlarvt hat (siehe unten: solarify.eu/diesel-stossen-mehr-co2-aus-als-benziner). Denn eine neue MCC-Studie zeigt: Dieselfahrer sind deutlich preissensibler als gedacht. Ohne die Steuervorteile würden sie etwa 14 Prozent weniger Kraftstoff tanken – in der Folge würden CO2– und Stickoxid-Emissionen um zehn Prozent sinken.


Neue Studie von Transport & Environment

Die nichtstaatliche Organisation Transport & Environment (T&E) widerspricht den Behauptungen der Autoindustrie und einiger Politiker, Diesel-Autos seien unverzichtbar für die Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze. Offenbar stimmt das Gegenteil: Zwei Jahre nachdem der Dieselgate-Skandal die schmutzige Natur der Diesel enthüllt hat, zeigt eine neue Studie der Dachorganisation europäischer NGOs aus dem nachhaltigen Verkehrsbereich, dass Dieselfahrzeuge nicht nur die Luft verschmutzen, sondern sogar mehr Klimawandel-Emissionen (CO2) als Benzinmotoren ausstoßen.


Trendforce: PV-Weltmarkt 2017 erstmals über 100 Gigawatt

Angesichts der starken Photovoltaik-Nachfrage im ersten Halbjahr und Gerüchten über eine Kürzung der Solarförderung für kleinere Anlagen zum Jahresende in China, gehen die Analysten davon aus, dass in diesem Jahr etwa 48 Gigawatt zugebaut werden. Das wäre fast die Hälfte der weltweit neu installierten Photovoltaik-Leistung 2017, wie Sandra Enkhardt am 14.09.2017 im pv magazine schreibt.


Kohledioxid-Komponente plus Rückverteilung schafft Fairness auf dem Wärmemarkt

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat am 18.09.2017 einen Vorschlag für eine CO2-Bepreisung im Wärmemarkt vorgestellt. „Bislang gibt es im Wärmemarkt nicht die richtigen Anreize, moderne Technologien und Erneuerbare Energie einzusetzen, da die Kosten für eine Entsorgung der Emissionen in der Atmosphäre nach wie vor nicht beim Anlagenbetrieb anfallen, sondern stillschweigend vergesellschaftet werden. Derzeit werden sogar wieder mehr Ölheizungen installiert. Dabei werden die gesetzten Emissionsminderungsziele der Bundesregierung nicht erreicht und das Potenzial des Wärmesektors weit unterschätzt“, kritisiert BEE-Geschäftsführer Peter Röttgen.


BMUB fördert modellhafte Heizungsumstellung für große Teile eines Wohnquartiers

Wie das BMUB am 16.09.2017 mitteilte, soll mit einem Modellprojekt nachgewiesen werden, dass sich auch Niedertemperaturwärme aus Tiefengeothermie (60° C) technisch machbar und wirtschaftlich für eine weitgehend CO2-neutrale Beheizung und Warmwasserbereitung in Wohnquartieren nutzen lässt.


Kommentar von Thomas Seltmann

mit freundlicher Genehmigung
Wir stellen uns folgendes Szenario vor: Der Automobilkonzern Audi meldet Insolvenz an und 80.000 Mitarbeiter stehen auf der Straße. Die Bundesregierung reagiert darauf mit Häme: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt vor den versammelten Automobilverband und verkündet eine „Atempause“ für die zu schnell wachsende deutsche Automobilindustrie. Ein Ex-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sekundierte damals mit der Aussage, „die Autoindustrie brauche keinen Welpenschutz mehr“.


Neue Klima-Berichte zeigen Lösungswege auf

Die Verringerung der CO2-Emissionen ist ein entscheidender Schritt für den Klimaschutz. Doch um eine gefährliche Erwärmung der globalen Temperaturen und ihre potenziell katastrophalen Folgen zu verhindern, sind weitere Ansätze und Maßnahmen dringend erforderlich. Das ist – wie das IASS-Potsdam am 15.09.2017 mitteilte – das Fazit zweier verknüpfter Berichte, die zur Klimawoche der Vereinten Nationen unter dem Titel „Weit unter 2 Grad Celsius“ erschienen sind.


Greenpeace Energy zur Bundestagswahl 2017: Zehn energiepolitische Forderungen an die kommende Bundesregierung

Die Energiewende in Deutschland befindet sich an einem wichtigen und kritischen Punkt. Greenpeace Energy stellte deshalb am 15.09.2017 – wenige Tage vor der Bundestagswahl – zehn energiepolitische Forderungen an die kommende Bundesregierung auf, die aus Sicht des Ökostromanbieters entscheidend sind für den weiteren Umbau der Energiewirtschaft in Deutschland.


Aral-Studie „Trends beim Autokauf 2017“

Seit 2003 untersucht Aral im Zweijahres-Rhythmus die Vorlieben potenzieller Autokäufer. Die diesjährige Untersuchung zeige unter anderem, dass das Kaufinteresse der Deutschen so groß wie nie zuvor in der Geschichte der Studie „Trends beim Autokauf“ ist. 41% der Befragten wollen sich in den kommenden 18 Monaten ein anderes Auto zulegen. Aktuell stellt sich zusätzlich die wichtigste Frage: „Trägt der Verbraucher den politisch gewollten Kurs eigentlich mit?“


Diesel mit neuester Abgasnorm bei IAA nicht zu finden

Die von den Autoherstellern vielbeschworenen Diesel der neuesten Abgasnorm Euro 6d sind auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main nicht präsent. Darauf macht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 14.09.2017 infolge einer eigenen Recherche an den Messeständen der deutschen Hersteller aufmerksam. Demnach seien Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 6d, die unter den neuen, realistischeren Bedingungen getestet und typzugelassen wurden, unter den ausgestellten Diesel-Pkw nicht zu finden, so der BUND.

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