Vergangene sieben Jahre waren die heißesten

EU-Dienst Copernicus bestätigt Trend der globalen Erwärmung

Die vergangenen sieben Jahre waren nach Angaben des Copernicus-Dienstes zur Überwachung des Klimawandels (C3S) die sieben wärmsten der Erde seit Beginn der Aufzeichnungen 1979. 2021 war demnach das fünftwärmste bisher, den Rekord hält weiter 2016. Der vergangene Sommer war überdies der wärmste jemals gemessene seit Ende der 1970er-Jahre – knapp vor den Sommern von 2010 und 2018. weiterlesen…

Kleiner und viel stärker: Neue Stadtwerke-Windräder

Drei neue Anlagen entstehen bei Großbeeren südlich Berlins

Auf einem Feld bei Großbeeren, etwa 25 Kilometer südlich des Berliner Alexanderplatzes, errichten die Berliner Stadtwerke einer Medienmitteilung vom 13.01.22 zufolge einen aus drei Hochleistungsanlagen bestehenden Windpark mit einer Gesamtleistung von 17,1 Megawatt. Die auf Grundstücken u. a. der Berliner Stadtgüter bis Februar 2022 wachsenden drei Türme des deutschen Herstellers Nordex haben es in sich: Sie messen bis zur Flügelspitze 180 Meter, wobei die an der Turmspitze in 105 Metern angebrachten Rotorblätter einen Durchmesser von 149 Metern bestreichen. Das bedeutet hier bei etwa 20 Meter weniger Höhe gegenüber vielen bisher gebauten Anlagen einen rund 30 Meter größeren Rotordurchmesser. weiterlesen…

2021 verbrauchte Deutschland 3.387 TWh

AG Energiebilanzen mit Jahresbilanz

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2021 eine Höhe von 12.193 Petajoule (3.387 TWh) beziehungsweise 416,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Das entspricht einem Anstieg um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch liegt jedoch noch spürbar unter dem Niveau der Vor-CoronaZeit, was darauf hinweist, dass die energie- und gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weiterhin in hohem Maße durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen geprägt wird, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zur Vorlage ihres Jahresberichts in Berlin. (Grafik: Primärenergieverbrauch Januar bis Dezember 2021 – Veränderungen in % – © AG Energiebilanzen) weiterlesen…

CO2-Emissionen sanken um 41 Prozent gegenüber 1990

Finale Klimabilanz 2020:

Umweltbundesamt befürchtet für 2021 allerdings wieder Anstieg 2020 wurden in Deutschland insgesamt 728,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind rund 71 Mio. t bzw. 8,9 Prozent weniger als 2019 und 41,3 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der finalen Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. weiterlesen…

Elektrolyseure sollen Massenware werden

Bisher noch weitgehend von Hand produziert

Wer Wasserstoff als Energiequelle nutzen will, braucht Elektrolyseure. Doch die sind rar und teuer, weil sie bisher noch weitgehend von Hand gefertigt werden. Damit sie künftig im industriellen Maßstab produziert werden können, entwickelt ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA einer Medienmitteilung vom 19.01.2022 zufolge derzeit eine durchgängig automatisierte Elektrolyseurfabrik. (Foto: H-TEC-Elektrolyseur in Haurup – m. frdl. Genehmigung © H-TEC SYSTEMS GmbH, Fraunhofer IPA) weiterlesen…

Verkehr emittiert viele kleinste Partikel

Neue Hereon-Studie: Hamburger Luft weist teils hohe Konzentrationen Ultrafeinstaub auf

Forscher des Geesthachter Helmholtz-Zentrums Hereon haben im vergangenen Jahr Luftmessungen an verschiedenen verkehrsrelevanten Orten in Hamburg vorgenommen und dazu Modellierungen für die ganze Stadt erstellt. Das Ergebnis laut einer Medienmitteilung vom : Die Belastung durch ultrafeine Partikel (UFP), die generell als gesundheitsgefährdend eingestuft werden, ist lokal sehr hoch und weist in der Nähe von Fähren ähnlich hohe Werte wie an viel befahrenen Straßen auf. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachjournal Toxics erschienen und lassen sich auf andere Hafenstädte übertragen. weiterlesen…

Energetische Sanierungen zentral für Klimaschutz und bezahlbares Wohnen

Untersuchung von IÖW und Öko-Institut

Wer mit Heizöl oder Erdgas heizt, muss in diesem Winter für seine warme Wohnung so viel bezahlen wie noch nie. Besonders betroffen sind Haushalte in schlecht sanierten Altbauten mit einem hohen Energiebedarf. Bislang wurde vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gefordert, den Gebäudebestand zügig energetisch zu sanieren. Aber Sanierungen schützen auch längerfristig vor einem Anstieg der Heizkosten, wie Untersuchungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Öko-Instituts im Forschungsverbund Ecornet Berlin vom 18.01.2022belegen. weiterlesen…

Bakterien produzieren Diesel-ähnlichen Kraftstoff

Mikrobielle Produktion von Biokraftstoffen der vierten Generation

Forscher der Universität Exeter haben in Zusammenarbeit mit dem Energie- und Petrochemiekonzern Royal Dutch Shell modifizierte Bakterien entwickelt, die bei Bedarf Kraftstoff produzieren. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Professor John Love haben einen Weg gefunden, die Organismen dazu zu bringen, Kraftstoff zu produzieren, der fast identisch mit Diesel ist. weiterlesen…

Prognos-Studie: Energiewende lahmt immer noch

10. Monitoring der Energiewende

Es gibt in Deutschland noch Nachholbedarf beim Ausbau der Stromnetze und bei der Reduzierung des Verbrauchs. Zu diesem Schluss kommt das Schweizer Prognos-Institut. Das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept der Bundesregierung definiert quantitative Zielgrößen, um langfristig eine sichere, wirtschaftliche sowie umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung in Deutschland zu erreichen.PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas Konzept baut vor allem auf eine erhöhte Energieproduktivität sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die ursprünglichen Ziele wurden seitdem mehrfach geändert bzw. verschärft. Seit 2012 bewertet Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) jährlich, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht wurden. Die nun vorliegende 10. Fassung dieses Monitorings bewertet die Situation im Jahr 2020. weiterlesen…

Schlüsselstrategien für Dekarbonisierung der Industrie

Neue Untersuchung des Fraunhofer ISI

Ohne die Umstellung der Industrie auf eine CO2-neutrale Produktion sind die klimapolitischen Ziele nicht zu erreichen. Während weitestgehend Einigkeit besteht, dass das erreichbar und schnelles Handeln erforderlich ist, so herrscht noch große Unklarheit dabei, welchen Beitrag einzelne Lösungen spielen sollten und können. Das Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat Szenarien berechnet (und am publiziert), um mögliche Transformationspfade für eine klimaneutrale Industrie aufzuzeigen. Die neue Studie berechnet drei Szenarien mit Schwerpunkten bei Elektrifizierung sowie der Nutzung von Wasserstoff oder synthetischen Kohlenwasserstoffen. Die Ergebnisse zeigen, welche Schlüsselstrategien über sehr unterschiedliche Transformationspfade hinweg robust und umsetzbar sind. weiterlesen…