Schluss mit Plaste – aber erst 2022 und dünner als 50 μm

Änderung des Verpackungsgesetzes

Das Plastiktütenverbot kommt, wen auch nicht so schnell wie von vielen erhofft: Am 26.11. 2020 beschloss der Bundestag die entsprechende Änderung des Verpackungsgesetzes. “Der Verbrauch leichter Kunststofftragetaschen und damit der Erfolg der 2016 geschlossenen Vereinbarung zwischen dem SPD-geführten Bundesumweltministerium und dem Handel soll konsequent fortgesetzt werden”, so eine Medienmitteilung der SPD-Fraktion. weiterlesen…

Bundesrat fordert Rechtsrahmen für Wasserstoffwirtschaft von Regierung

Entschließung

Der Bundesrat fordert in einer am 27.11.2020 gefassten Entschließung einen ambitionierten Rechtsrahmen für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft. Die Länderkammer fordert die Bundesregierung unter anderem auf, “erste maßgebliche Schritte zur Anpassung des Rechtsrahmens kurzfristig und noch in dieser Legislaturperiode anzustoßen.”In diesem Zusammenhang will der Bundesrat eine “grundlegende Reform des Umlagen-, Steuer- und Abgabensystems im Energiesektor” – und zwar “systematisch, sektorenkopplungsfreundlich, dekarbonisierungsorientiert und technologieoffen”. weiterlesen…

Luftverschmutzung Ko-Faktor bei COVID-19 Sterbefällen

15% der weltweiten COVID-19-Todesfälle könnten darauf zurückzuführen sein

Ist das Risiko, an COVID-19 zu sterben, erhöht, wenn man langfristig verschmutzte Luft einatmet? Ein solcher Zusammenhang liegt nahe, ist jedoch nicht direkt messbar. Nun wurde in einer am 27.10.2020 im wissenschaftlichen Fachmagazin Cardiovascular Research (“Regional and global contributions of air pollution to risk of death from COVID-19″) publizierten Studie erstmals der Anteil der COVID-19-Todesfälle, der auf Luftverschmutzung durch Feinstaub zurückzuführen sein könnte, länderspezifisch ermittelt. Die Autoren der Untersuchung schätzen, dass etwa 15% der weltweiten Todesfälle durch COVID-19 auf eine langfristige Exposition gegenüber Luftverschmutzung zurückzuführen sein könnten. weiterlesen…

EU-Kommission versagt bei Prüfung von Gasvorhaben

EU-Ombudsfrau Emily O’Reilly bestätigt Klimaversagen: Subventionierte fossile Gasprojekte ohne wirkliche Klimafolgenanalyse

In einer am 19.11.2020 von Food&Water Action Europe in Brüssel veröffentlichten “endgültigen Entscheidung” bestätigte Emily O’Reilly, Bürgerbeauftragte der EU, dass die EU-Kommission seit 2013 keine angemessenen Klima- und Nachhaltigkeitsbewertungen für die fossilen Gasvorhaben auf der Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) durchgeführt hat. weiterlesen…

Noch eine Tesla-Ansiedlung

rbb: Elon Musk kündigt weltgrößte Batteriefabrik für Grünheide an

Wie der Sender rbb am 24.11.2020 meldete, kündigte Tesla-Chef Elon Musk in einem per Video eingespielten Auftritt bei der Europäischen Konferenz zur Batteriezellfertigung im BMWi überraschend eine Ausweitung der Produktion am Standort Grünheide an: Er will das eben entstehende Tesla-Werk bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen. Doch dem zuständigen Landesumweltamt liegt nach eigenen Angaben für die Batteriefabrik noch gar kein Genehmigungsantrag vor. weiterlesen…

“Europa schreitet bei Batteriezellfertigung voran”

Europäische Vernetzungskonferenz eröffnet

Am 24.11.2020 startete im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die Europäische Konferenz zur Batteriezellfertigung. Akteure aus Industrie, Forschung und Politik treffen sich drei Tage lang online, um sich über Entwicklungen im Bereich der Batterien auszutauschen und länderübergreifende Kooperationen voranzubringen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die beiden Important Projects of Common European Interest“ (IPCEIs) im Bereich Batterien. In den beiden Projekten arbeiten über 60 Unternehmen aus ganz Europa zusammen, um Innovationen voranzutreiben und neue Wertschöpfung aufzubauen. weiterlesen…

Wissenschaftsleugnung weder neu noch überraschend

Um sie zu verstehen, schauen Sie auf die Geschichte

Die gleiche Taktik, mit der einst die Gefahren des (Passiv-)Rauchens und des Klimawandels in Zweifel gezogen worden seien, werde nun angewandt, um COVID-19 herunterzuspielen, schrieb die amerikanische Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes in der . Oreskes diagnostiziert – nicht nur beim sich sträubend abtretenden Trump – “ein historisches Maß an Missachtung der wissenschaftlichen Ratschläge in Bezug auf das COVID-19-Virus”, welche die Pandemie in den USA schlimmer gemacht habe als in den meisten anderen Ländern. Doch dieses gesellschaftliche Muster der Ablehnung wissenschaftlicher Beweise – für die es nie wissenschaftliche Gründe gegeben habe – sei keineswegs überraschend aufgetaucht, habe historische Vorläufer. weiterlesen…

Bis 2030 braucht Deutschland mindestens 440.000 Ladesäulen

Aufbau einer Ladeinfrastruktur gemeinsame Herausforderung

Die Verkehrswende wird in den kommenden Jahren stärker Fahrt aufnehmen als bisher angenommen. Bis 2030 könnten in Deutschland 14,8 Millionen Elektroautos zugelassen sein. Das zeigt eine Studie der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Und irgendwo müssen die E-Autos aufgeladen werden. Deshalb wird bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts der Bedarf an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur auf 440.000 bis 843.000 Ladepunkte beziffert, wie Joschua Katz am 23.11.2020 für energiezukunft berichtete. weiterlesen…

Plug-In-Hybride torpedieren Klimaschutz durch hohe Realemissionen

T&E-Studie bestätigt CO2-Messungen der Deutschen Umwelthilfe

Anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Studie über alarmierend hohe Realemissionen von Plug-In Hybridfahrzeugen (PHEV) am 23.11.2020 fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, die beim sogenannten Autogipfel beschlossene Fortsetzung der staatlichen Förderung dieser Fahrzeuge im parlamentarischen Verfahren zu stoppen. Die DUH sieht sich durch diese Studie in ihren eigenen Abgasmessungen staatlich geförderter Plug-In-SUV bestätigt, die sie Anfang September veröffentlicht hatte. weiterlesen…

Je mehr Dachfläche Solarenergie erzeugt, desto besser

Katasterlösung bei Einführung einer Photovoltaik-Pflicht

Eine bundesweite Verpflichtung, auf Dächern von Neubauten und nach Dachsanierungen Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zu installieren und zu betreiben, soll als Nutzungs- oder Katasterpflicht ausgestaltet werden. So sollten sich Eigentümer entscheiden können: Entweder sie installieren und betreiben eine PV-Anlage selbst oder sie tragen ihre Dachfläche in ein Kataster ein, die dann von Dritten für den Betrieb einer PV-Anlage gepachtet werden kann. Die Empfehlungen basieren auf einem gemeinsamen Gutachten von Wissenschaftlern des Öko-Instituts und der Stiftung Umweltenergierecht für das Umweltbundesamt. weiterlesen…