Infrastrukturbedarf einer klimaneutralen Industrie in Europa

Policy Brief: Dekarbonisierung der Grundstoffindustrie braucht integrierte und koordinierte Strategie für erneuerbare Energien

Am 10.06.2020 veröffentlichte das Wuppertal Institut das Policy Brief zur Studie “Infrastructure needs for deep decarbonisation of heavy industries in Europe”, das den Infrastrukturbedarf für eine vollständige Dekarbonisierung der Chemie-, Stahl- und Zementindustrie in Europa bis 2050 analysiert. weiterlesen…

Was bedeutet Dekarbonisierung für europäische Energieregionen?

Start des Forschungsprojekts CINTRAN unter Leitung des Wuppertal Instituts

Führt ambitionierte Klimaschutzpolitik in europäischen Energieregionen zu hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Erosion? Verschafft der Kohleausstieg dort populistischen Bewegungen Auftrieb und schürt antidemokratische Ressentiments? Entwickeln diese Regionen geeignete Strategien im Umgang mit dem anstehenden Wandel ihrer kohlenstoffintensiven Wirtschaft? Diese und weitere übergreifende Fragen wird das Wuppertal Institut mit 13 Projektpartnern innerhalb des neuen Forschungsprojekts CINTRAN bearbeiten. Die Forschenden wollen ein besseres Verständnis der Muster und Dynamiken von Transformationsprozessen schaffen, die mit der Dekarbonisierung (Korrektere sagen “Defossilisierung”)Europas einhergehen, um anschließend konkrete Handlungsempfehlungen geben zu können. weiterlesen…

Dekarbonisierung von Volkswirtschaften ist wie Entnuklearisierung von Waffesystemen – überlebenswichtig

Von Danny Dorling – in Lancet

Das Ende der Menschheit schien schon einmal bevorzustehen: Die Zahl der Atomwaffen stieg rapide an, von den ersten beiden am 6. und 9. August 1945 eingesetzten Waffen bis zu 10.000 im Jahr 1960, fast 40.000 1970 und einem Höchststand von mehr als 60.000 Mitte der 1980er Jahre. Damals fühlte es sich nicht wie ein Höhepunkt an; es fühlte sich an, als würden wir alle sterben. weiterlesen…

Klimafreundliche Investitionen verdoppeln!

CDP-Kritik europäischer Investoren

Obwohl sie drei Viertel des CO2 der EU ausstoßen, investierten die 882 börsennotierten europäischen Großunternehmen 2019 “lediglich” rund 124 Milliarden Euro in klimaschützende Technologien, wie etwa Erforschung und Entwicklung von Elektromobilität oder Erneuerbare Energien. Und das, obwohl die Zeit dränge, die im “Green Deal” festgelegten EU-Klimaziele zu erreichen, so der diesjährige Bericht des Londoner Carbon Disclosure Projects (CDP) in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Fazit des CDP: Wolle Europa bis 2050 klimaneutral werden, müssten die Ausgaben mehr als verdoppelt werden. weiterlesen…

Kosten der EU-Verkehrs-Dekarbonisierung

NECPs der EU-Mitgliedstaaten ineffektiv? Kein EU-Land hat Dekarbonisierungskosten des Verkehrs berechnet

Eine Studie von Farm Europe hat kürzlich ergeben, dass der Entwurf der zehnjährigen Nationalen Energie- und Klimapläne (NECPs) der EU-Mitgliedstaaten Gefahr läuft, ineffektiv zu werden, da es ihnen an einer Berechnungsmethode zur Kosteneffizienz der Vorschläge mangelt. Die Frist für die Einreichung der Pläne ist Ende des Jahres, und die Verfasser des Berichts warnen davor, dass keiner der ausgearbeiteten NECP-Pläne konkrete Zahlen darüber enthält, wie viel die vorgeschlagenen Maßnahmen kosten werden, was sich direkt auf die Gesellschaft und die europäischen Klimaziele im Verkehrsbereich auswirken wird. weiterlesen…

CO2-Entnahme: Die Zukunft wird konkret

MCC-Studie verdichtet Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Klima-Szenarien

Der jüngste UN-Klimaaktionsgipfel in New York, in dem es um das Ziel der Treibhausgas-Neutralität ging, rückte das Thema der CO2-Entnahme zusehends in den Blick: Die zur Diskussion stehenden Zeitpfade seien nur realistisch, wenn die Menschheit zu viel produzierte Gase aus der Atmosphäre zurückhole. Inzwischen gibt es für das wichtigste Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) zahlreiche Szenarien, wie das laufen könnte. Eine neue Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) hat diesen Teil der Forschungsliteratur erstmals systematisch ausgewertet und 138 wissenschaftliche Arbeiten zu 36 Kernaussagen verdichtet. weiterlesen…

Handbuch für Nationen zur Dekarbonisierung

SDSN-Fahrplan bis 2050

Die Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) und das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) haben im April 2019 mehr als sechzig technische Experten aus der ganzen Welt nach Mailand eingeladen, um den Stand der Dekarbonisierung (Defossilisierung) zu diskutieren, die den notwendigen globalen Übergang zur Entfossilisierung beschleunigen können. Heraus kam dabei die Roadmap bis 2050: Ein Handbuch für Länder, die sich bis Mitte des Jahrhunderts dekarbonisieren wollen, ist das Ergebnis dieses Workshops. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuesten Dekarbonisierungstechnologien, die den nationalen Regierungen zur Verfügung stehen, um emissionsarme Entwicklungsstrategien gemäß Artikel 4.19 des Pariser Abkommens einzuführen. weiterlesen…

DLR gründet sieben neue Institute

Dekarbonisierung von Industrieprozessen

Der Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am 27.06.2019 die Gründung von sieben neuen DLR-Instituten in Hannover, Ulm, Oberpfaffenhofen, Neustrelitz, Cottbus und Zittau, Rhein-Sieg-Kreis und Cochstedt beschlossen. Deren Finanzierung stellt die Bundesregierung einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge mit dem Haushalts-Entwurf 2020 sicher und wendet jährlich 63,4 Millionen Euro auf. Ziel der Neugründungen ist Spitzen-Forschung für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen: Quantentechnologie, Weltraumwetter, Speichertechnologie für nachhaltige Energieversorgung, Sicherheit an Land, zu Wasser und in der Luft sowie unbemannte Luftfahrtsysteme. weiterlesen…

Dekarbonisierung als “Insellösung”

Intelligente Energiespeicher- und -netze für sieben europäische Inseln

Nachdem das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) als Partner im EU-Projekt NETfficient in den letzten drei Jahren die Stadtwerke Borkum auf dem Weg zur Energieautarkie begleitet hat, lebt die gewonnene Erfahrung nun im Projekt INSULAE in Kooperation mit den Stadtwerken Norderney weiter. weiterlesen…

Roadmaps zur Dekarbonisierung des Verkehrs

MENA-Fuels: Nachhaltige synthetischer Kraftstoffe

Im Rahmen der BMWi-Forschungsinitiative “Energiewende im Verkehr” fragt das vom Wuppertal-Institut gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der IZES gGmbH initiierte Projekt MENA-Fuels nach der möglichen Rolle und den Implikationen der Nutzung synthetischer Kraftstoffe in Deutschland. weiterlesen…