Schwerindustrie: Nur Bruchteile auf richtigem Weg

86 Prozent der Unternehmen überschreiten 2°C-Grenze

Eine im Internet veröffentlichte Studie der Klimainitiative Transition Pathway Initiative (TPI), einer der Datenlieferanten für Climate Action 100+, kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich 14 Prozent der Stahl-, Zement-, Aluminium- und Papierproduzenten sowie Bergbauunternehmen die Klimagrenze des Pariser Abkommens einhalten werden. Nur einige europäische Firmen stehen besser da. Von den untersuchten Unternehmen sind insgesamt nur 16 auf gutem Weg in Richtung Klimaneutralität. Die industrielle Dekarbonisierung, eines der wichtigsten Vorhaben des europäischen Green Deal, stellt vor allem die Schwerindustrie vor große Herausforderungen. weiterlesen…

Rekordhoch für weltweite Investitionen in Energiewende

BNEF-Analyse: 2020 floß mehr Geld in Dekarbonisierung als je zuvor

Auf die Höhe der weltweiten Energiewende-Investitionen hatte die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: Regierungen, Unternehmen und Haushalte haben so viel Geld in die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft gesteckt wie nie zuvor. Mit Investitionen von 501,3 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien, Elektromobilität, Energiespeicher und erneuerbare Wärme floss sogar neun Prozent mehr Geld als im Jahr 2019. Das zeigt eine aktuelle BloombergNEF (BNEF)-Analyse, die sich Joschua Katz für energiezukunft näher angesehen hat. weiterlesen…

BMU-Förderrichtlinie „Dekarbonisierung in der Industrie“ in Kraft

Bundesumweltministerium unterstützt energieintensive Industrie auf Weg zur Treibhausgasneutralität

Zum 01.01.2021 ist laut einer Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums die neue Förderrichtlinie „Dekarbonisierung in der Industrie“ in Kraft getreten. Die Richtlinie wird heute im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Förderprogramm soll energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Kalk, Chemie und Nichteisenmetalle dabei helfen, schwer vermeidbare, prozessbedingte Treibhausgasemissionen durch den Einsatz innovativer Klimaschutztechnologien weitgehend und dauerhaft zu reduzieren. Bis 2024 stehen für das Programm insgesamt rund 2 Milliarden Euro zur Verfügung. weiterlesen…

BMU-Förderrichtlinie “Dekarbonisierung in der Industrie” in Kraft getreten

BMU unterstützt energieintensive Industrie auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität

Zum 1. Januar 2021 ist die neue Förderrichtlinie “Dekarbonisierung in der Industrie” des Bundesumweltministeriums in Kraft getreten. Die Richtlinie wird heute im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Förderprogramm soll energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Kalk, Chemie und Nichteisenmetalle dabei helfen, schwer vermeidbare, prozessbedingte Treibhausgasemissionen durch den Einsatz innovativer Klimaschutztechnologien weitgehend und dauerhaft zu reduzieren. Bis 2024 stehen für das Programm insgesamt rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. weiterlesen…

“Dekarbonisierung in der Industrie”

BMU unterstützt Salzgitter AG bei klimafreundlicher Stahlproduktion

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabayBundesumweltministerin Svenja Schulze hat am 04.12.2020 dem Vorstandsvorsitzenden der Salzgitter AG, Prof. Heinz Jörg Fuhrmann, einen Förderbescheid in Höhe von über 5 Millionen Euro für ein Projekt zur Herstellung klimafreundlichen Stahls übergeben. Im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Stephan Weil, fiel damit auch der offizielle Startschuss des BMU-Förderprogramms “Dekarbonisierung in der Industrie”, wie die Presseabteilung des BMU am selben Tag mitteilte. (Foto: Geschmolzener Stahl – © Erdenebayar auf pixabay) weiterlesen…

“Dekarbonisierung gestalten”

Umweltstaatssekretär Flasbarth lädt zum Branchendialog mit energieintensiver Industrie

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabay Verbände und Unternehmen der Branchen Stahl, Zement, Kalk, Chemie und Nichteisen-Metalle diskutierten am 03.11.2020 auf Einladung von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth über die Weiterentwicklung der Dekarbonisierungspolitik. Der diesjährige MU-Branchendialog mit der energieintensiven Industrie stand unter dem Motto “Dekarbonisierung gestalten”. Im Rahmen der digitalen Veranstaltung stellte der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband das Projekt “Innovationscluster Hydrogen Steel (HySteel) emissionsarme Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff” vor. (Foto: Geschmolzener Stahl – © Erdenebayar auf pixabay) weiterlesen…

IASS: Gesellschaftliche Belange in Energiemodellen berücksichtigen

Energiesystem umfasst weit mehr als nur technische Infrastruktur

Kohleausstiegs-Demo 'schwarze Hände' in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEnergiemodelle sind zwar in der Lage, die Wege zu einem dekarbonisierten Energiesystem zu untersuchen, aber sie vernachlässigen meist die sozialen und politischen Dimensionen der Energiewende. Das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung stellte sich im Zusammenhang mit dem Beschluss des Europäischen Parlaments, dass bis 2030 die Treibhausgasemissionen in der EU um 60% gegenüber 1990 reduziert werden sollen, die Frage: Wie können wir die erforderliche Akzeptanz für eine vollständige Dekarbonisierung unserer Energiesystem erreichen? Um eine Entscheidungshilfe zu bieten, ist es an der Zeit, dass die Energiemodellierer soziale Belange in ihre Modelle integrieren (schreibt das IASS-Potsdam am 19.10.2020 auf seiner Internetseite). weiterlesen…

Geschäftsinteressen vor Gemeinwohl und Klimaschutz

Der große Streit ums Erdgas

Zeitungen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Kommission habe mehrfach den Bedarf an Gas überschätzt, rügte der Europäische Rechnungshof. Der Ausbau der Erdgas-Infrastruktur gefährde die europäischen Klimaziele und verschwende Milliarden Euro an Steuergeldern, so eine ausführliche Recherche von Investigate Europe (publiziert in zahlreichen Zeitungen, darunter der Berliner Tagesspiegel vom 04.10.2020, geschrieben von Nico Schmidt und Harald Schumann). Ursache sei die enge Verflechtung von Politik und Industrie. weiterlesen…

Nordbayern erhält Elektrolyseur für Sektorkopplung

Siemens baut große CO2-freie Wasserstofferzeugungsanlage in Bayern

Siemens Smart Infrastructure und die WUN H2 GmbH haben am 24.09.2020 den Vertrag zum Bau einer der größten Wasserstofferzeugungsanlagen Deutschlands in Wunsiedel unterzeichnet. Sie wird. Die Elektrolyse-Anlage von Siemens Energy mit einer Anschlussleistung von sechs Megawatt in der ersten Ausbauphase soll ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden und arbeitet somit CO2-frei. Die Anlage kann in der ersten Ausbauphase mehr als 900 Tonnen Wasserstoff pro Jahr bereitstellen. Im Vollausbau sind dann bis zu 2.000 Tonnen möglich. Der erste Spatenstich ist für Ende dieses Jahres, die Inbetriebnahme Ende 2021 geplant. weiterlesen…

Infrastrukturbedarf einer klimaneutralen Industrie in Europa

Policy Brief: Dekarbonisierung der Grundstoffindustrie braucht integrierte und koordinierte Strategie für erneuerbare Energien

Zeche Zollverein, altes Stahlwerk - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAm 10.06.2020 veröffentlichte das Wuppertal Institut das Policy Brief zur Studie “Infrastructure needs for deep decarbonisation of heavy industries in Europe”, das den Infrastrukturbedarf für eine vollständige Dekarbonisierung der Chemie-, Stahl- und Zementindustrie in Europa bis 2050 analysiert. weiterlesen…