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Archiv: Kohleausstieg


Appell für eine Französisch-Deutsche Energiewende-Allianz

Deutschland und Frankreich haben beim Klimaschutz gemeinsame Ziele, stehen vor ähnlichen Herausforderungen und sollten deshalb eine Energiewende-Allianz schmieden. Das empfehlen drei Think Tanks kurz vor dem deutsch-französischen Gipfeltreffen in Paris (13.07.2017). In dem am 12.07.2017 veröffentlichten gemeinsamen Appell des Institut de developpement durable et des relations internationales (IDDRI/Paris) sowie von Agora Energiewende und Agora Verkehrswende (beide Berlin) heißt es darüber hinaus, eine französisch-deutsche Allianz für die Energiewende könne „im Zentrum einer gemeinsamen Initiative für die Belebung des europäischen Integrationsprozesses stehen“.


Szenarien für den Strukturwandel

Lange wurden die wahren sozialen und ökologischen Kosten des Kohleabbaus verdrängt. Doch spätestens seit dem Pariser Klimagipfel 2015 ist das Ende der Kohle auch in Deutschland besiegelt. Politik, Energieversorger, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren daher über Ausstiegsszenarien. Im Oekom-Verlag ist jetzt das „Kursbuch Kohleausstieg“ erschienen.


Kohleausstieg: EU-Kommission will betroffene Regionen unterstützen

Von: Adéla Denková | EURACTIV.cz | translated by Tim SteinsDie Europäische Kommission erarbeitet eine Initiative, um Regionen zu unterstützen, die unter dem Kohleausstieg leiden werden. Ein Bericht von EURACTIV Czech Republic.Die Kohle-Ära in Europa nähert sich ihrem Ende, doch es wird in einigen Regionen noch Jahrzehnte dauern, bis wirklich die letzten Kraftwerke vom Netz gehen, waren sich die Teilnehmer einer von EURACTIV.cz organisierten Diskussionsrunde einig.


Keine Koalition ohne Kohleausstieg

Bündnis 90/Die Grünen haben zahlreichen Medienberichten folgend bei ihrem Programm-Parteitag in Berlin beschlossen, im Fall einer Regierungsbeteiligung die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke „unverzüglich“ vom Netz zu nehmen, alle restlichen bis 2030 – und zwar als Bedingung für mögliche Koalitionsverhandlungen: Die Grünen wollen keinen Koalitionsvertrag ohne einen klipp und klar geregelten Kohleausstieg unterschreiben.


CO2-Schleuder HKW Klingenberg geht vom Netz

„Im Juli 2016 haben wir mit der ersten Coal and Boat für die Abschaltung des Braunkohlekraftwerks Klingenberg in der Rummelsburger Bucht demonstriert. Ein knappes Jahr später haben wir unser Ziel erreicht: Am 24.05.2017 geht der Braunkohleblock im Heizkraftwerk Klingenberg vom Netz.“ Stolz klingt die Mitteilung von „kohleausstieg-berlin.de„. Der Erfolg wurde aber erst möglich mit der neuen rot-rot-grünen Koalition im Roten Rathaus. Und: Klimaschützer fordern, zehn Jahre früher (als wie geplant 2030) auszusteigen und kritisieren Umstellung auf Gas – der Ausbau Erneuerbarer Energien sollte entschiedener vorangetrieben werden.


Novelle des Berliner Energiewendegesetzes

Der Berliner Senat hat am 09.05.2017 beschlossen, den von der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, vorgelegten Entwurf für eine Novelle des Berliner Energiewendegesetzes (EWG Bln) beim Abgeordnetenhaus einzubringen – so eine Medienmitteilung aus dem Roten Rathaus. Mit der Novellierung wird ein ambitionierterer Beitrag Berlins zum Klimaschutz vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens sichergestellt.


Zahl des Monats: Deutsche Kohlekraftwerke erzeugen 40 Prozent des Stroms und stoßen 80 Prozent der Treibhausgase aus – NABU fordert Kohleausstieg bis spätestens 2035

Im Auftrag des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) hat das Wuppertal Institut zentrale wissenschaftliche Studien und politische Positionspapiere zum Thema Kohleausstieg analysiert und den aktuellen Diskussionsstand zu wichtigen Eckpfeilern eines beschleunigten Kohleausstiegs in Deutschland zusammengefasst. Denn die deutschen Kohlekraftwerke produzieren laut einer nabu-Medienmitteilung „40 Prozent des Stroms – sind aber für 80 Prozent der Treibhausgasemissionen in diesem Sektor verantwortlich“. Folgerichtig verlangt der NABU, bis spätestens 2035 aus der Kohleverstromung auszusteigen.


Minister Remmel: „Zehn schmutzige Kohlekraftwerke in NRW müssen vom Netz“

In der „Düsseldorfer Erklärung“ haben am 29.04.2017 vier grüne Länderminister aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW die Forderung nach einem Kohleausstiegsgesetz untermauert, das die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für einen verlässlichen Ausstieg aus der Kohleverstromung schafft, wie einer Pressemitteilung des NRW-Umweltministeriums am Tag der Unterzeichnung zu entnehmen war.


Frank Mastiaux über freigesetzte Energie nach dem Atomausstieg, den Ausbau der Erneuerbaren und die Suche nach neuen Geschäftsideen.

greenpeace-magazin logoDer ENBW-Vorstandsvorsitzende aus Baden-Württemberg denkt, „dass die Kohlekraftwerke auf das klimapolitisch gewollte Ende zusteuern.“ Im Interview mit Bastian Henrichs vom „Greenpeace Magazin“ sagte der 52-Jährige: „Den schrittweisen Kohleausstieg haben wir in unserer Strategie bereits einkalkuliert.“


Kohleausstieg: Vorhandene ostdeutsche Lager reichen bis zum Ausstieg aus – Handlungsbedarf bei langfristiger Finanzierung und Strukturwandel in der Region

DIW-Simulationen zeigen: Werden die deutschen Klimaschutzziele eingehalten, braucht es keine Braunkohle-Tagebau-Erweiterungen. Doch die Höhe und Insolvenzsicherheit der Rückstellungen für die Rekultivierung sind unsicher. Daher sollte der Braunkohleausstieg frühzeitig und sozialverträglich geplant werden.

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