Kohleausstieg in Gefahr

Marktforscher warnen vor Stromerzeugungslücke bereits 2022 – Folge: Laufzeitverlängerung fossiler Kraftwerke

Marktforscher sehen die Gefahr, dass sich der Ausstieg aus der Kohleverstromung um viele Jahre verzögert. Das ergebe sich zwingend, wenn Erneuerbare Energien, d.h. Photovoltaik und Windenergie sowie ergänzende Speicherkapazitäten, nicht zeitnah deutlich schneller ausgebaut würden. Bereits in zwei Jahren sei mit einer erheblichen Unterdeckung des Strombedarfs in Deutschland zu rechnen, ergaben Analysen von EUPD Research, die am 02.12.2020 pünktlich zur Sitzung des Klimakabinetts im Kanzleramt veröffentlicht wurden, was einer Pressemeldung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) vom 02.12.2020 zu entnehmnen ist. weiterlesen…

Zehn Milliarden Menschen sollen in Wohlstand leben können

Interview mit Franz Josef Radermacher über seine Vision

„Wir wollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass es eine Welt mit zehn Milliarden Menschen gibt, die in Wohlstand leben können, und das in Frieden mit der Natur und mit viel Freiheit, wie wir es heute in Europa gewohnt sind.“ Das ist die Vision von Prof. Franz Josef Radermacher, Gründer des Global Energy Solutions e. V.. Radermachers Vision in Kurzform: Energie soll „bezahlbar sein, und nicht die Umwelt und das Klimasystem zerstören“. weiterlesen…

Kohle rentiert sich nicht mehr – auch nicht in Polen

Polen beschließt (späten) Kohleausstieg

Anfang August gab es Meldungen, dass Polens Regierung unter der nationalpopulistischen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) einen Geheimplan entwickelt habe, bis 2036 aus der Kohle auszusteigen. Die taz berichtete. Doch die in Polen mächtigen Kohlegewerkschaften liefen Sturm gegen die Pläne. Nun einigten sie sich auf eine Beendigung des Kohleabbaus im Jahr 2049. Bis dahin gibt es weiter kräftige Subventionen für die Kohlewirtschaft und ihre Beschäftigten. Wie lange die Kohlekraftwerke selbst noch laufen ist weiterhin unklar. Näheres dazu beschreibt Manuel Först am 29.09.2020 auf energiezukunft.
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RWE: Einigung über Tarifvertrag „Kohleausstieg“ erzielt

Bis 2038 Kohleverstromung möglich – sozialverträglicher Ausstieg aus Kohleverstromung

Einer Medienmitteilung vom 28.08.2020 zufolge hat RWE sich “nach intensiven Verhandlungen und unter hohem Zeitdruck mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) auf den Tarifvertrag ‘Kohleausstieg’ geeinigt. Damit seien die Voraussetzungen geschaffen, dass RWE die Kohleverstromung bis spätestens 2038 sozialverträglich beenden könne, so wie es das Gesetz zur Beendigung der Kohleverstromung vorsieht. weiterlesen…

Kohleausstiegsprojekte beschlossen

Bund-Länder-Koordinierungsgremium unterzeichnet Vereinbarung

Bei der konstituierenden Sitzung des sogenannten Bund-Länder-Koordinierungsgremiums im Bundeswirtschaftsministerium wurde am 27.08.2020 in Berlin einer BMWi-Medienmitteilung zufolge erste konkrete Projekte zur Gestaltung des Strukturwandels in den Kohleregionen auf den Weg gebracht. Das BMU wird sieben Projekte fördern. weiterlesen…

“Viel Zeit verloren”

Altmaier räumt Fehler beim Klimaschutz ein

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Versäumnisse in der Klimaschutzpolitik eingeräumt. Es gebe “enormen Nachholbedarf”, sagte Altmaier am 05.08.2020 SPIEGEL Wirtschaft gegenüber. Der Weg zur CO2-Neutralität müsse innerhalb der nächsten Monate “unumkehrbar” gemacht werden, wenn die EU klimaneutral werden wolle. weiterlesen…

Homann: “Kohleverstromung in Deutschland geht Ende entgegen”

BNetzAgentur startet erste Ausschreibung: 4.000 MW zum Höchstpreis von 165.000 Euro

Die Bundesnetzagentur teilte am 04.08.2020 mit, sie habe zum Gebotstermin 01.09.2020 insgesamt 4.000 Megawatt an stillzulegender elektrischer Leistung ausgeschrieben, zu einem Höchstpreis von 165.000 Euro pro Megawatt. Grundlage ist das noch nicht in Kraft getretene Kohleverstromungsbeendigungsgesetz Ziel ist die “Reduzierung der Kohleverstromung in Steinkohleanlagen und Braunkohle-Kleinanlagen”. weiterlesen…

Kohleausstieg weltweit: Gerechtigkeit breit denken

Fachleute aus vier Kontinenten werben dafür, den Begriff von „Just Transition“ auf Industrie und Verbraucher auszuweiten

„Just Transition“, dieser Schlüsselbegriff inspirierte viele Transparente bei Klima-Demos – und steht in der Präambel des Weltklimaabkommens: Ein „gerechter Strukturwandel für die arbeitende Bevölkerung“, heißt es dort, sei „zwingende Notwendigkeit“ im Kampf gegen die Erderwärmung. Doch angesichts der bislang mäßigen Bilanz warnen jetzt Fachleute aus vier Kontinenten: Dieser Ansatz reiche nicht. Es sei an der Zeit, den Begriff “Just Transition” auf Industrie und Verbraucher auszuweiten, argumentieren sie in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Federführend bei dem Beitrag war das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…

Kohleausstiegsvertrag mit Kraftwerksbetreibern im Bundestag

4,35 Milliarden Euro Entschädigungen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Bundestag um die zum Inkrafttreten nötige Zustimmung zum öffentlich-rechtlichen Vertrag mit den Kohlekraftwerksbetreibern gebeten, mit dem der Kohleausstieg geregelt werden soll – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Aus dem Antrag (19/21120) “Öffentlich-rechtlicher Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland – Einholung eines zustimmenden Beschlusses des Deutschen Bundestages gemäß §49 des Kohleausstiegsgesetzes” geht hervor, dass die Konzerne RWE und LEAG Entschädigungen in Höhe von 4,35 Milliarden Euro erhalten werden. (hib/PEZ) Solarify dokumentiert die Präambel. weiterlesen…

Neue Gaspipelines und Flüssiggas-Terminals in Europa überflüssig

Erdgas nicht klimafreundlicher als Kohle

“Der Anfang Juli 2020 vom Bundestag beschlossene Kohleausstieg könnte eine größere Rolle für Erdgas im deutschen Energiesystem bedeuten”, schrieben Claudia Kemfert und Franziska Holz, ihre Vertreterin in der Leitung der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin am 15.07.2020. “Doch tatsächlich ist Erdgas nicht klimafreundlicher als Kohle”. Vor allem aber drohe Europa zum Spielfeld des Konflikts zwischen Russland und den USA zu werden. weiterlesen…