Allianz: Energiewende könnte bis 2032 mehr als 400.000 Jobs schaffen

Ukrainekrieg stätkt Rückhalt

Eine am 05.05.2022 veröffentlichte Untersuchung des Versicherungskonzerns Allianz Trade (früher Euler Hermes) prophezeit, die Energiewende könnte bis 2032 als Folge des Osterpakets signifikantes Wirtschaftswachstum und mehr als 400.000 Arbeitsplätze schaffen. Allerdings falle der Startschuss für die nächste Phase der grünen Transformation in eine „schwierige Zeit mit Inflation, Ukraine-Invasion sowie Knappheit bei Rohstoffen und Arbeitskräften“. Entscheidend für den Erfolg sei die Investitionsbereitschaft des Privatsektors. Der Ukrainekrieg stärke jedoch den „Rückhalt für Energiewende bei Regierung und Bevölkerung“. weiterlesen…

IÖW untersucht Energy Sharing

90 Prozent der Haushalte könnten Teil der Energiewende werden

Wenn das Konzept Energy Sharing aus dem EU-Recht in nationales Recht umgesetzt würde, könnten 90 Prozent der Haushalte in Deutschland von günstigeren Strompreisen profitieren. Dafür ist ein Marktrahmen gefragt, der den Zusammenschluss von Bürgern in Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften ermöglicht, damit diese Wind- und Photovoltaikanlagen errichten und den erzeugten Strom gemeinschaftlich über das Verteilnetz nutzen können. Wie ein solches Energy Sharing ausgestaltet werden kann, beschreibt das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) am 03.05.2022 in einem Konzeptpapier. Auf dieser Grundlage hat das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Bündnisses am 03.05.2022 eine Potenzialstudie für Energy Sharing vorgelegt. weiterlesen…

Energy Sharing: So können Bürger die Energiewende beschleunigen

IÖW-Analyse zeigt: 42 Prozent des Zubaus erneuerbarer Energien bis 2030 können Bürgerübernehmen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat in seiner Eröffnungsbilanz deutlich gemacht, dass es neue Instrumente braucht, um erneuerbare Energien schneller auszubauen und Deutschlands Klimaziele zu erreichen. Das Bündnis Bürgerenergie hat mit dem Energy-Sharing-Konzept einen Vorschlag geliefert. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat nun das Potenzial untersucht, das darin steckt, wenn Bürger über Energy Sharing an der Energiewende beteiligt werden. In ganz Deutschland gibt es der Untersuchung des IÖW zufolge geeignete Standorte, so dass sich mehr als 90 Prozent der Menschen in „Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften“ zusammenschließen könnten. weiterlesen…

32-Seiten-Studie „Energiesicherheit und Klimaschutz vereinen“

Mit Effizienz und Erneuerbaren aus der fossilen Energiekrise

Eine ambitionierte Wärmewende und der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen es Deutschland, bis 2027 seinen Gasbedarf insgesamt um rund ein Fünftel zu reduzieren. Bei einem akuten Versorgungsausfall russischer Gasimporte können die nötigen Einsparungen mit erheblichen Anstrengungen, etwa beim Brennstoffwechsel und der Energieeffizienz, nahezu erreicht werde. Das zeigen am 17.03.2022 unter dem Titel „Energiesicherheit und Klimaschutz vereinen – Maßnahmen für den Weg aus der fossilen Energiekrise“ veröffentlichte aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende in Zusammenarbeit mit Prognos und dem Wuppertal Institut. weiterlesen…

Regierung will 200 Milliarden in Klimaschutz investieren

Einigung zwischen Habeck und Lindner

Damit wollen Wirtschafts- und Finanzminister Deutschland von Öl- und Gasimporten unabhängiger machen, vor allem angesichts des Krieges in der Ukraine. Am 06.03.2022 wurde die Übereinkunft öffentlich. Das Doppelte wie der Bundeswehr (100 Milliarden) steht im kommenden Haushalt für den Klimaschutz bereit, allerdings bis 2026 – auf vier Jahre verteilt. Linder nannte den Betrag im Bericht aus Berlin: „Ich gehe davon aus, dass wir bis 2026 etwa 200 Milliarden Euro für Klimaschutz, Ladeinfrastruktur, Wasserstofftechnologie, die Modernisierung der Industrie, auch die Abschaffung der EEG-Umlage, um die Menschen zu entlasten, vorsehen werden“. Knapp die Hälfte davon, etwa 90 Milliarden Euro, sollen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) fließen, so Regierungskreise. „Offenkundig der Reiz der großen Zahl“, stellte die FAZ lakonisch fest. weiterlesen…

Energiewende erfordert Innovation der Stromnetzplanung

Zunehmender Anteil variabler erneuerbarer Energien wird mehr Flexibilität von den Stromsysteme erfordern

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Länder zugenommen, die sich verpflichtet haben, in den kommenden Jahrzehnten Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Auch viele Länder, die keine Netto-Null-Emissionen anstreben, verfolgen zunehmend ehrgeizige Dekarbonisierungspläne. Die Verwirklichung dieser Ziele wird den Energiesektor in den kommenden Jahrzehnten umgestalten. Die Internationale Energieagentur (IEA) und die Europäische Union sind im Rahmen des Programms Clean Energy Transitions in Emerging Economies am 24.01.2022 der Frage nachgegangen, wie sich das Verhältnis zwischen Stromangebot und Nachfrageänderungen in kohlenstoffarmen Systemen auswirkt. weiterlesen…

IEA: Indiens saubere Energiewende ist in vollem Gange…

… und kommt der ganzen Welt zugute – Kommentar von Fatih Birol und Amitabh Kant

Die Ankündigung Indiens, bis 2070 Netto-Null-Emissionen zu erreichen und bis 2030 fünfzig Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken, ist für den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel von enormer Bedeutung. Indien leistet Pionierarbeit mit einem neuen Modell der wirtschaftlichen Entwicklung, das die kohlenstoffintensiven Ansätze, die viele Länder in der Vergangenheit verfolgt haben, vermeiden könnte – und als Blaupause für andere Entwicklungsländer dient. Das sagten Fatih Birol (IEA) und Amitabh Kant (NITI Aayog – Indische Eergiewendebehörde) am 09.01.2022 in der Times of India. (Foto: Thoothukudi Thermal power, Energiegewinnung in Indien – © Hassan Afridhiunsplash) weiterlesen…

DIW: Teure Metalle könnten Energiewende ausbremsen

Hohe Preise für Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt als Hindernis

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn ausreichend Rohstoffe etwa zum Bau von Windrädern, Solaranlagen und E-Auto-Batterien verfügbar sind. Dementsprechend geht eine Untersuchung am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) einer Medienmitteilung vom 26.01.2022 folgend der Frage nach, wie sich die Energiewende auf die Preise bestimmter Metalle auswirken könnte, denn diese dürften auf historische Niveaus klettern. Demzufolge würde sich die Energietransition verteuern und verzögern. Eine global koordinierte Klimapolitik könnte gegensteuern und Planungssicherheit für Metallproduzenten schaffen. weiterlesen…

Prognos-Studie: Energiewende lahmt immer noch

10. Monitoring der Energiewende

Es gibt in Deutschland noch Nachholbedarf beim Ausbau der Stromnetze und bei der Reduzierung des Verbrauchs. Zu diesem Schluss kommt das Schweizer Prognos-Institut. Das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept der Bundesregierung definiert quantitative Zielgrößen, um langfristig eine sichere, wirtschaftliche sowie umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung in Deutschland zu erreichen.PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas Konzept baut vor allem auf eine erhöhte Energieproduktivität sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die ursprünglichen Ziele wurden seitdem mehrfach geändert bzw. verschärft. Seit 2012 bewertet Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) jährlich, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht wurden. Die nun vorliegende 10. Fassung dieses Monitorings bewertet die Situation im Jahr 2020. weiterlesen…

Deutschland entfernt sich 2021 vom Klimaziel

Ampel muss schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen verabschieden

Obwohl Deutschlands Wirtschaft sich noch nicht vollständig von den Corona-Einschränkungen des Jahres 2020 erholt hat, steigen die Treibhausgasemissionen wieder. Gleichzeitig gehen die Erneuerbaren Energien im Strommix zurück – beides steht in Kontrast zu den jüngst angehobenen Klimazielen für 2030. Für eine Kehrtwende muss die Bundesregierung schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg bringen – so der Think Tank Agora Energiewende in einer aktuellen Analyse. (Titel: „Die Energiewende in Deutschland – Stand der Dinge 2021“ – Agora – Untersuchung 1-2022 – © agora-energiewende.de) weiterlesen…