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Archiv: Energiewende


Max-Planck-Forschungsinitiative zur sozio-technischen Gestaltung der Energiewende

Jürgen Renn, Robert Schlögl, Christoph Rosol und Benjamin Steininger stellten am 30.11.2017 eine Forschungsinitiative der Max-Planck-Gesellschaft zu sozio-technischen Aspekten der Energiewende vor.


Hamburg verfügt über das dichteste Ladenetz

Der Verkehr ist bislang eines der großen Problemfelder bei Energiewende und Klimaschutz. Der Einsatz Erneuerbarer Energien auf Straße und Schiene kommt kaum voran, die aus unseren Mobilitätsbedürfnissen resultierenden Treibhausgasemissionen stagnieren nicht nur, sondern haben sich sogar erhöht. Für eine Verbesserung dieser Bilanzen setzen viele auf Elektromobilität, da batteriebetriebene Autos nicht nur lokal emissionsfrei sind, sondern beim Betrieb mit Ökostrom auch insgesamt kaum Klimagase verursachen, wie die Agentur für Erneuerbare Energien mitteilt.


Viele Städte und Kommunen in Deutschland stehen noch am Anfang / Unternehmen und Institutionen als Partner für Hauptstudie gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beginnt eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen.


Wissenschaftler der Universität Kassel untersuchen Akzeptanz der Energiewende

Die Deutschen sind mit den Zielen und Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende mehrheitlich zufrieden, sehen jedoch Probleme bei der Verteilung der Kosten. Das ist das Ergebnis zweier Studien des Fachgebiets für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel, die am 29.01.2018 veröffentlicht wurden. Dabei fördern die Autoren auch neue Erkenntnisse über die Haltung der Kritiker der Energiewende zutage.


Energieexperten fordern effiziente Energiewende

Am Wochenende 27./28.01.2018 verhandeln SPD, CDU und CSU in ihren Koalitionsverhandlungen auch über mögliche Weichenstellungen in der Klima- und Energiepolitik. Zahlreiche Energieexperten appellieren deshalb jetzt an die Verhandler. In der nächsten Legislaturperiode müsse die Trendwende bei den Treibhausgasemissionen in Deutschland gelingen, wie die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) am 25.01.2018 mitteilte. Zentral fordern sie dazu auf, die Steigerung der Energieeffizienz deutlich konsequenter voranzutreiben. In den Sondierungsergebnissen tauche das Wort Energieeffizienz nicht auf.


BDEW stellt Drei-Säulen-Modell für Erneuerbaren-Ausbau vor – Weiterentwicklung der Direktvermarktung stärkt Kosteneffizienz

Der BDEW hat ein Modell für die Weiterentwicklung des Investitionsrahmens für den Erneuerbare-Energien-Ausbau vorgestellt. Das BDEW-Modell steht auf drei Säulen: Im Fokus steht die Stärkung der Marktkräfte: Es sollen Anreize gesetzt werden, damit der Erneuerbaren-Ausbau zunehmend ohne Förderung – also außerhalb des EEG – erfolgt (Säule 1). Sowohl Chancen als auch Risiken der langfristigen Strompreisentwicklung sollen dabei auf die Unternehmen übergehen. Der steigende Wettbewerb würde Innovationen anreizen, so die Einschätzung des BDEW laut Pressemitteilung vom 22.01.2018.


EUROSOLAR fordert konkrete Schritte von der GroKo

Bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD müsse deutlich mehr energiepolitischer Ehrgeiz entwickelt werden, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Eine pauschale Prozentangabe von 65% Erneuerbaren Energien bis 2030 sei nicht ausreichend und lediglich die Fortschreibung der aktuellen Trends. EUROSOLAR forderte die Verhandlungspartner auf, sich auf konkrete, verlässliche und langfristig angelegte Instrumente für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu verständigen, anstatt abstrakte Zielmarken für das Jahr 2030 zu diskutieren. Bei den Ausschreibungen für Windkraftanlagen an Land müsse die De-Minimis-Regelung eingeführt werden und die Photovoltaik müsse von Ausbaudeckeln und der Sonnensteuer auf den Eigenverbrauch befreit werden, heißt es in der Pressemitteilung Nr. 2239 vom 23.01.2018.


Kommentar von Claudia Kleinert – zuerst erschienen im DIW Wochenbericht 3/2018

Für das Klima in Deutschland war es eine turbulente Woche. Zuerst sickerte bei den Sondierungsgesprächen durch, man werde sich vom Klimaziel 2020 verabschieden. Nun haben sich die Parteien für eine etwas vage Formulierung entschieden. Die Lücke zum Klimaziel für 2020 solle soweit wie möglich geschlossen werden. Damit räumen sie indirekt ein, dass eine Reduzierung der Emissionen um 40 Prozent bis dahin nicht mehr zu erreichen ist. Was für ein Desaster und vor allem ein Armutszeugnis für die neue alte große Koalition, die viele Jahre Gelegenheit hatte, alles in die Wege zu leiten, um langfristig die Emissionen zu senken!


Agora Energiewende schlägt konkrete Gesetzesänderungen zur Steigerung der Akzeptanz der Windenergie vor

Kommunen sollen nach einem Vorschlag von Agora Energiewende künftig stärker an den Erträgen von Windkraftanlagen beteiligt werden. Außerdem sollen die Vorstellungen der von neuen Windparks betroffenen Menschen in Zukunft besser berücksichtigt werden also heute. Das schlägt Agora Energiewende in einer am 15.01.2018 veröffentlichten Studie „Wie weiter mit dem Ausbau der Windendergie?“ vor.


Strom aus Biogas statt Kohle soll Wind- und Sonnenstrom unterstützen

Mit zunehmendem Fortschritt der Energiewende erhalte Biogas neue wichtige Aufgaben in einer sicheren nachhaltigen Stromversorgung für Deutschland, teilte der Fachverband Biogas e.V. am 12.01.2018 mit. Strom aus Wind und Sonne hingen ab von Tageszeit, Wetter und Jahreszeit. Flexible und richtig gesteuerte Biogasanlagen ergänzten die Stromversorgung durch die fluktuierende Wind- und Sonnenenergie. Aber Biogasanlagen könnten ihre Fähigkeiten bislang nur völlig unzureichend nutzen, weil zu viele Kohlekraftwerke den Markt mit Klima-schädlichem Strom überschwemmten, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

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