Grüner Stahl ist da, doch der größte Bauherr kauft ihn nicht

In Duisburg und Salzgitter laufen milliardenschwere Anlagen an, die Stahl mit Wasserstoff statt Kokskohle erzeugen. Nur fehlt der Markt für ihr Produkt. Grüner Stahl kostet rund 100 bis 200 Euro mehr je Tonne, und den Aufpreis will kaum ein Kunde zahlen. Klimafreundlicher Stahl und Zement sind bereits serienreif. Nur kauft sie kaum jemand. Am 3. weiterlesen…

Batterien erben den Atom-Anschluss

Das Wertvollste am alten Atomkraftwerk Brunsbüttel ist sein Netzanschluss. Vattenfall nutzt diesen nun für einen riesigen Batteriespeicher, anstatt andernorts jahrelang auf eine Anbindung zu warten. Am 10. September 2026 hat Vattenfall die finale Investitionsentscheidung getroffen. Auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks entsteht ein Speicher mit 254 Megawatt Leistung und einer Kapazität von rund einer Gigawattstunde. weiterlesen…

Plastikabgabe 2027: Vom Steuerzahler zum Hersteller

1,4 Milliarden Euro überweist Deutschland jedes Jahr nach Brüssel, weil zu viel Plastik im Müll landet. Bisher tragen das die Steuerzahler. Ab 2027 soll die Rechnung bei den Herstellern landen. 80 Cent kostet jedes Kilogramm Plastikverpackungen, das nicht recycelt wird. Bislang zahlt Deutschland diese Rechnung aus dem Bundeshaushalt: rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Künftig weiterlesen…

Grüner Wasserstoff fließt erstmals durch deutsches Pipeline-Netz

Zum ersten Mal fließt grüner Wasserstoff durch eine der deutschen Wasserstoffpipelines. Deutschlands Wasserstoffwirtschaft hat ihren ersten durchgehenden Betriebstag. Noch ist es ein Anlauf, kein Regelbetrieb. Seit dem 4. August fließt zum ersten Mal grüner Wasserstoff durch eine Leitung des deutschen Wasserstoffnetzes. Er stammt aus Lingen im Emsland, wo RWE zwei Elektrolyseure betreibt, und legt eine weiterlesen…

Versorgunssicherheit: Wie verwundbar die Grundlast ist

Erst legt die Dürre das Kernkraftwerk fast still, dann trifft ein Drohnenangriff eine Pipeline. Der Sommer zeigt, woran unsere Energieversorgung wirklich hängt. Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn liefert normalerweise fast die Hälfte des im Land erzeugten Stroms. Ende Juli lief es jedoch nur noch mit rund einem Zehntel seiner Leistung: Die Donau führte zu wenig weiterlesen…

Kohleausstieg 2030: Rückwärtsgang mitten in der Klimakrise?

Ernteausfälle, Waldbrände und Niedrigwasser. Während wir neue Negativrekorde erleben, scheint es dass der Bund ausgerechnet jetzt den beschleunigten Kohleausstieg zurücknehmen wird. Zum 15. August 2026 läuft eine Frist ab, die 2020 im Kohleausstiegsgesetz festgelegt wurde. Bis dahin muss die Bundesregierung über die Zukunft von drei Braunkohleblöcken im Rheinischen Revier entscheiden. Ursprünglich war ihre endgültige Abschaltung weiterlesen…

EEG 2027: Feste Vergütung fällt und Einspeisung wird gedeckelt

Wer ab 2027 eine Solaranlage aufs Dach setzt, bekommt keine feste Vergütung mehr. Das Kabinett hat die größte EEG-Reform seit Jahren beschlossen. Sie verschiebt vor allem eines: das Risiko. Das Bundeskabinett hat am 29. Juli den Entwurf für ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz beschlossen, dazu ein Netzpaket zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bezeichnet es als weiterlesen…

EU will Emissionshandel lockern

Der EU-Emissionshandel hat die Emissionen der Industrie seit seiner Einführung um mehr als die Hälfte gesenkt. Bei gleichzeitig wachsender Wirtschaftsleistung. Jetzt schlägt die EU-Kommission vor, genau dieses Tempo zu drosseln. Kern der Reform ist der Reduktionsfaktor, der jährlich vorgibt, wie viele Zertifikate aus dem Markt verschwinden. Derzeit sinkt er um 4,3 Prozent pro Jahr. Ab weiterlesen…

Heizungsgesetz 2026 beschlossen: Neue Pflichten, alte Kostenfallen

Während das ganze Land auf die Fußball-WM schaut, wird plötzlich vor der Sommerpause das neue Heizungsgesetz beschlossen. Die SPD selbst nennt es eine Verschlechterung und die erste Klage kam schon vor dem Beschluss. Der Bundestag hat am Freitag das Gebäudemodernisierungsgesetz mit 323 zu 271 Stimmen beschlossen. Der Bundesrat stimmte noch am selben Tag zu, am weiterlesen…

Halbjahresbilanz 2026: Strompreis löst sich vom Gas

Der Iran-Krieg ließ den Gaspreis von 36 auf 53 Euro je Megawattstunde springen. Anders der Strompreis. Er blieb beinahe stehen. Das spart Milliarden. Doch laut Fraunhofer ISE zahlen wir noch zu viel: Was fehlt, sind Speicher. Erneuerbare Energien deckten im ersten Halbjahr 2026 rund 62 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland. Das ist etwas mehr weiterlesen…