Reverion: Kraftwerk und Wasserstofffabrik im Container

Reverion ist für den Deutschen Zukunftspreis nominiert, weil sein Kraftwerk „die letzten Lücken der Energiewende“ schließen soll. Die Investoren setzen ihre 150 Millionen Euro auf etwas anderes: Strom rund um die Uhr. Reverion aus Eresing bei München baut kleine Kraftwerke im Container, die mit Brennstoffzellen aus Gas Strom erzeugen. Für den Ausbau der Fertigung hat weiterlesen…

Greenwashing-Verbot: Aus für „klimaneutrales“ Erdgas

Fossiles Erdgas, klimaneutral verkauft: Das war jahrelang Normalität. Seit Sonntag ist diese Werbung jedoch verboten. Das neue Gesetz schafft Klarheit, lässt aber eine Frage offen. Seit dem 27. September dürfen Gasversorger fossiles Erdgas nicht mehr als klimaneutral bewerben, nur weil sie irgendwo auf der Welt CO2-Zertifikate kaufen. Möglich macht dies eine Novelle des Gesetzes gegen weiterlesen…

Rechtsgutachten: Gas-Pläne der Bundesregierung verstoßen gegen EU-Recht

Die Bundesregierung plant milliardenschwere Subventionen für neue fossile Gaskraftwerke und verstößt damit laut Gutachten gegen EU-Recht. Öffentliche Gelder würden in klimaschädliche Technik fließen, statt in zukunftsfähige Lösungen. Die Pläne der Bundesregierung wirken aus der Zeit gefallen: Die Bundesregierung plant aktuell die Förderung von bis zu 35 neuen fossilen Gaskraftwerken mit staatlichen Mitteln. Insgesamt 20 bis weiterlesen…

Die Ökogas-Lüge

Leere, gar schädliche Versprechungen

Gasversorger werben gerne mit „klimaneutralem Erdgas“ – doch sie lösen ihre Versprechen nicht ein, wie Stella Hesch, Gesa Steeger, Max Donheiser und Simon Wörpel am 16.04.2024 bei CORRECTIV offenlegten. Deutsche Erdgasversorger wie der hessische Gasversorger Entega oder kommunale Unternehmen wie die Stadtwerke Duisburg und Rostock verkaufen Lösungen für die Klimakrise, die keine sind. Insgesamt konnte CORRECTIV 116 deutschen Gasversorgern nachweisen, dass sie in den vergangenen 13 Jahren Gastarife und -produkte angeboten haben, die weit weniger grün waren als versprochen. weiterlesen…

Gasimport im Gegensatz zum Stromimport unbekannt

Antwort der Bundesregierung

Der Bundesregierung liegen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – keine über öffentlich zugänglichen Quellen hinausgehenden Informationen darüber vor, wie viel Gas insgesamt aus Frankreich nach Deutschland geliefert wurde. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (20/9758) auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion (20/9439) zur deutsch-französischen Energiezusammenarbeit für Europa hervor (die Solarify dokumentiert). Die Union gibt darin ihrer Sorge Ausdruck, dass es bei der deutsch-französischen Zusammenarbeit Probleme gebe, was Folgen für die Chancen europäischer Energiesouveränität haben könnte. weiterlesen…

Katalysatoren aus dem Labor gegen Treibhausgase

Internationales Team mit Mülheimer Beteiligung publiziert Erkentnisse in Science

Erdgas, das viele von uns zum Heizen, Kochen oder Betanken des eigenen PKW nutzen, besteht aus leichten Kohlenwasserstoffen wie Methan und Ethan, starke, schwierig zu lagernde Treibhausgase. WissenschaftlerInnen der beiden Mülheimer Max-Planck-Institute (MPI für Kohlenforschung und MPI für Chemische Energiekonversion) ist es nun gelungen, die Gase mit einem neuen Katalysator in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse hat das Forscherteam am 07.11.2023 in Science veröffentlicht. weiterlesen…

Klimabilanz von Erdgas oft noch schlechter als angenommen

Berechnungsmodell vergleicht Klimafreundlichkeit von Gas und Elektrizität

Das Heizen und Kochen mit Erdgas ist oft klimaschädlicher als bisher gedacht. Dies ergibt ein neues Berechnungsmodell, das Forschende der Technischen Universität München (TUM) entwickelt haben. Das Besondere: Es bezieht auch die gewaltigen Gasmengen mit ein, die ungenutzt in die Atmosphäre entweichen. Dr. Florian Dietrich, Wissenschaftler im Bereich für Umweltsensorik und Modellierung an der TUM.:„Wir wollten wissen, ob es – auch unter Berücksichtigung der Gasleckagen – klimafreundlicher ist, Gas für das Heizen und Kochen zu nutzen oder Elektrizität“. weiterlesen…

Falsche Narrative

„Pipelines in die Politik – Die Macht der Gaslobby in Deutschland“

Eine Untersuchung von Lobby Control zeigt, wie mächtige Lobby-Allianzen aus Gaskonzernen und Industrie Druck für den Erhalt ihrer fossilen Geschäfte machen. Die letzten Bundesregierungen hätten der Gasindustrie „Lobbypipelines gelegt, die auch aktuell noch fortwirken. Denn die Bundesregierung hat diesen Einfluss nicht nur jahrelang zugelassen, sondern aktiv befördert – zum Schaden der Gesellschaft“. Nach der Zäsur durch den russischen Angriffskrieg lägen nun zumindest deutsch-russische Lobby-Netzwerke still. Doch an anderen Stellen wirkten Netzwerke fort und die Gaslobby erhalte weiterhin privilegierte Zugänge zur Politik. Die Studie zeige deutlich, dass es endlich mehr Abstand zwischen Politik und fossilen Lobbyinteressen brauche. (Titel: Pipelines in die Politik – © Lobby Control) weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…

BAM entwickelt hochpräzise Kalibriergase für Dekarbonisierung des Gasnetzes

Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff: Mischungen müssen mindestens 3 Jahre stabil bleiben

Damit Wasserstoff möglichst bald fossiles Erdgas im europäischen Gasnetz ersetzen kann, entwickelt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) derzeit hochpräzise Kalibriergase für ein EU-weites Projekt. Damit sollen als Grundlage später Verbrauchsmengen und Kosten exakt berechnet und die Umstellung beschleunigt werden können. Eine Information auf der BAM-Webseite vom 17.08.2022. weiterlesen…