Drosselung der russischen Gaslieferung

Jetzt die 3 „E“ entfesseln: Einsparen – Effizienz – Erneuerbare

Der russische Energiekonzern Gazprom hat die Erdgas-Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, warnen vor Preissteigerungen und rufen zum Energiesparen auf. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüße diese Initiativen und forderte zudem einen „Booster für Erneuerbare Wärmetechnologien“, heißt es in einer Medienmitteilung vom 16.06.2022. weiterlesen…

Tempo halten, trotz Ukraine-Krieg

Bis 2030 idealer Kohleausstieg in Deutschland möglich

Deutschland kann trotz einer Abkehr von russischen Energierohstoffen bis zum Jahr 2030 komplett aus der Kohleverstromung aussteigen – bei voller Versorgungssicherheit. Zudem lässt sich der CO2-Ausstoß dabei sogar noch deutlich absenken. Voraussetzung dafür ist, dass die Erneuerbaren Energien zugleich unter Hochdruck ausgebaut werden. Das sind die Kernergebnisse einer neuen Untersuchung des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy. weiterlesen…

Verbesserte Selektivität von Aromaten bei Methanumwandlung

Neue Strategie

Methan, Hauptbestandteil von Schiefergas und brennbarem Eis, wird Erdöl ersetzen, um Chemikalien mit hohem Mehrwert wie etwa Aromaten zu produzieren. Methan ist relativ reaktionsträge, was auf die hohe C-H-Bindungsstärke und die supersymmetrische Struktur zurückzuführen ist und seine Anwendungen behindert. Jetzt entwickelte ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. LIU Zhongmin und Prof. ZHU Wenliang vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) eine Strategie für die Umwandlung von Methan in Aromaten durch Kopplung von CH3Cl mit CO über H-Zeolithe. weiterlesen…

Kerstin Andreae: „Beschleunigung jetzt!“

BDEW-Analyse: Wie viel Erdgas aus Russland kann kurzfristig ersetzt werden?

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat eine Analyse zur Frage vorgelegt, wie viel Erdgas kurzfristig, also bei einem unmittelbaren Ausfall aller Erdgaslieferungen aus Russland, in den Bereichen Wärme, Stromerzeugung, Industrie und Verkehr in Deutschland durch den Einsatz anderer Energieträger oder durch Einsparungen ersetzt werden könnte. weiterlesen…

Krieg als Impuls für schnellere Energiewende nutzen

Leopoldina-Vize Schlögl zu Ad-hoc-Stellungnahme „Wie sich russisches Erdgas in der deutschen und europäischen Energieversorgung ersetzen lässt“

In der Diskussion um den Verzicht von Gaslieferungen aus Russland hat der Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Robert Schlögl, vor einer Rückkehr zu Kohle- und Atomenergie gewarnt. „Nukleare Energie ist in Deutschland einfach grundsätzlich keine Option. Deswegen hat das keine Zukunft“, sagte Schlögl am 10.03.2022 im phoenix tagesgespräch und in mdr Radio Kultur unter Bzugnahme auf eine Ad-hoc-Stellungnahme von 13 Wissenschaftlern der Leopoldina. Der Abschaltprozess sei bereits so weit vorangeschritten, dass man daran weder ökonomisch noch technisch kurzfristig etwas ändern könne. Eine Reaktivierung der Kernkraftwerke sei daher nicht sinnvoll. Der Leitautor der ad-hoc-Stellungnahme sprach sich zudem gegen eine Laufzeitverlängerung der Kohlekraftwerke aus. weiterlesen…

„Energiewende wird Realitätscheck unterzogen“

Krieg in der Ukraine und Energie-Abhängigkeit von Russland

Die „gesamte Energiewende wird schlagartig einem Realitätscheck unterzogen“ schreibt die Tageszeitung „Die Welt“ am 25.02.2022. Sicher sei die kriegerische Aggression Putins gegen die Ukraine „nicht ideal, um den Ausstieg aus der Braunkohle vorzuziehen“. Aber immerhin: „Die Debatte, wie Deutschland unabhängiger werden kann von russischem Gas, ist voll entbrannt“. Die Wirtschaftswoche titelt am gleichen Tag: „Putin lässt den Traum der Energiewende platzen“. Und ARD-Klima-Experte Werner Eckert fragt im SWR: „Warum sagt der Westen nicht: kein Gas mehr aus Russland? Offensichtlich sind wir immer noch abhängig vom russischen Gas. Was können und müssten wir also tun, um die Energiewende bei uns voranzutreiben?“ weiterlesen…

CO2-arme Umwandlung von Biomasse in Erdgas

Katalysator ermöglicht Produktion aus land- und forstwirtschaftlichen Produkten

Erdgas kann als Brennstoff für die Stromerzeugung, zum Heizen und für den Transport verwendet werden, auch als Rohstoff für die Herstellung von Wasserstoff und Ammoniak. Gegenwärtig sind biogene und thermogene Verfahren weithin akzeptierte Methoden zur Erdgasgewinnung. Dabei ist jedoch ein hoher CO2-Gehalt in den Gaserzeugnissen unvermeidlich, der die Anforderungen an die Zusammensetzung von Pipeline-Erdgas nicht erfüllen kann. Eine Forschergruppe unter Leitung von Prof. LU Fang vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) schlug einen effizienten katalytischen Ansatz vor, um mit geringem CO2-Ausstoß feste Biomasse direkt in Erdgas zu verwandeln. weiterlesen…

EU untersagt Fusion südkoreanischer Gastankerwerften

Zusammenschluss würde zwei Drittel des LNG-Tanker-Marktes beherrschen

Wegen der Befürchtung von Wettbewerbseinschränkungen beim Bau großer Flüssigerdgas-Tanker hat die EU-Kommission ihr Veto gegen die geplante Fusion zweier Schiffbau-Schwergewichte in Südkorea eingelegt. Die EU kann im Rahmen der Fusionskontrollverordnung auch gegen den Zusammenschluss außereuropäischer Unternehmen ihr Veto einlegen, wenn diese einen entscheidenden Einfluss auf den rund 450 Millionen Menschen umfassenden gemeinsamen EU-Markt hätte, schreibt euractiv am 14.01.2022. (Foto: Erdgas-Tankschiff – Foto © TheoRivierenlaan auf pixabay) weiterlesen…

EPID: Entwurf der EU-Gasmarktrichtlinie stellt Wasserstoff ins Zentrum

Keine Zielvorgaben für erneuerbare und kohlenstoffarme Gase

Der am 24.11.21 geleakte Entwurfs der EU-Kommission zur Überarbeitung der EU-Gasmarktrichtlinie stellt Wasserstoff ins Zentrum. Der Vorschlag soll den Markt in Richtung kohlenstoffarmer und erneuerbarer Alternativen zu fossilem Gas zu lenken, das bis 2050 auslaufen muss, um das Klimaneutralitätsziel der EU zu erreichen – schreibt der Energiepolitische Informationsdienst in seinem wöchentlichen Newsletter EPIDweekly. weiterlesen…

Mehr Strom, weniger Kohlendioxid

Erfolg bei der Carbon Removal Student Competition

Biogas ist ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung der Energiewende. Doch der Wirkungsgrad der Anlagen lässt sich steigern. Junge Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben ein Anlagenkonzept entwickelt, das mehr Strom produzieren und klimafreundlicher arbeiten soll. Damit überzeugte das Team auch bei der XPRIZE Carbon Removal Student Competition, dem „größten Förderpreis der Geschichte“, der durch die Stiftung des Unternehmers Elon Musk gefördert wird, und Studenten für Erkenntnisse auszeichnet, den Klimawandel zu bekämpfen, indem sie neue technische Lösungen für die Abscheidung und Umwandlung von Kohlenstoff in der Atmosphäre entwickeln. Die Doktoranden und jungen Forscher gewannen im weltweiten Wettbewerb 250.000 US-Dollar Anschubförderung für die Umsetzung ihres Konzepts. (Foto: Anlagenkonzept BioCORE – © Fabian Vogl/TUM) weiterlesen…