Gasimport im Gegensatz zum Stromimport unbekannt

Antwort der Bundesregierung

Der Bundesregierung liegen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – keine über öffentlich zugänglichen Quellen hinausgehenden Informationen darüber vor, wie viel Gas insgesamt aus Frankreich nach Deutschland geliefert wurde. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (20/9758) auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion (20/9439) zur deutsch-französischen Energiezusammenarbeit für Europa hervor (die Solarify dokumentiert). Die Union gibt darin ihrer Sorge Ausdruck, dass es bei der deutsch-französischen Zusammenarbeit Probleme gebe, was Folgen für die Chancen europäischer Energiesouveränität haben könnte. weiterlesen…

Katalysatoren aus dem Labor gegen Treibhausgase

Internationales Team mit Mülheimer Beteiligung publiziert Erkentnisse in Science

Erdgas, das viele von uns zum Heizen, Kochen oder Betanken des eigenen PKW nutzen, besteht aus leichten Kohlenwasserstoffen wie Methan und Ethan, starke, schwierig zu lagernde Treibhausgase. WissenschaftlerInnen der beiden Mülheimer Max-Planck-Institute (MPI für Kohlenforschung und MPI für Chemische Energiekonversion) ist es nun gelungen, die Gase mit einem neuen Katalysator in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse hat das Forscherteam am 07.11.2023 in Science veröffentlicht. weiterlesen…

Klimabilanz von Erdgas oft noch schlechter als angenommen

Berechnungsmodell vergleicht Klimafreundlichkeit von Gas und Elektrizität

Das Heizen und Kochen mit Erdgas ist oft klimaschädlicher als bisher gedacht. Dies ergibt ein neues Berechnungsmodell, das Forschende der Technischen Universität München (TUM) entwickelt haben. Das Besondere: Es bezieht auch die gewaltigen Gasmengen mit ein, die ungenutzt in die Atmosphäre entweichen. Dr. Florian Dietrich, Wissenschaftler im Bereich für Umweltsensorik und Modellierung an der TUM.:„Wir wollten wissen, ob es – auch unter Berücksichtigung der Gasleckagen – klimafreundlicher ist, Gas für das Heizen und Kochen zu nutzen oder Elektrizität“. weiterlesen…

Falsche Narrative

„Pipelines in die Politik – Die Macht der Gaslobby in Deutschland“

Eine Untersuchung von Lobby Control zeigt, wie mächtige Lobby-Allianzen aus Gaskonzernen und Industrie Druck für den Erhalt ihrer fossilen Geschäfte machen. Die letzten Bundesregierungen hätten der Gasindustrie „Lobbypipelines gelegt, die auch aktuell noch fortwirken. Denn die Bundesregierung hat diesen Einfluss nicht nur jahrelang zugelassen, sondern aktiv befördert – zum Schaden der Gesellschaft“. Nach der Zäsur durch den russischen Angriffskrieg lägen nun zumindest deutsch-russische Lobby-Netzwerke still. Doch an anderen Stellen wirkten Netzwerke fort und die Gaslobby erhalte weiterhin privilegierte Zugänge zur Politik. Die Studie zeige deutlich, dass es endlich mehr Abstand zwischen Politik und fossilen Lobbyinteressen brauche. (Titel: Pipelines in die Politik – © Lobby Control) weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…

BAM entwickelt hochpräzise Kalibriergase für Dekarbonisierung des Gasnetzes

Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff: Mischungen müssen mindestens 3 Jahre stabil bleiben

Damit Wasserstoff möglichst bald fossiles Erdgas im europäischen Gasnetz ersetzen kann, entwickelt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) derzeit hochpräzise Kalibriergase für ein EU-weites Projekt. Damit sollen als Grundlage später Verbrauchsmengen und Kosten exakt berechnet und die Umstellung beschleunigt werden können. Eine Information auf der BAM-Webseite vom 17.08.2022. weiterlesen…

Klimakiller US-Flüssiggas?

LNG-Importe aus den USA in die EU fast verdreifacht

Laut EU-Kommission sind die weltweiten LNG-Exporte nach Europa seit März im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent gestiegen, nachdem die EU Sanktionen gegen Moskau verhängt hat. Der größte Teil davon kommt aus den USA. Im März erklärte sich Washington bereit, in diesem Jahr 15 Milliarden Kubikmeter zusätzliches LNG auf die EU-Märkte zu liefern – ein Ziel, das es nun wahrscheinlich noch übertreffen wird. Während die US-Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) nach Europa im Zuge des russischen Einmarsches in der Ukraine stark ansteigen, wachsen auch die Sorgen um die Auswirkungen auf das Klima, schreibt Nikolaus J. Kurmayer am 22.08.2022 auf EURACTIV.com. weiterlesen…

Gas ist weder Lösung noch Brücke

Nature-Studie zeigt: Ausbau der Erdgasinfrastruktur gefährdet die Energiewende

Der Ausbau der Erdgasinfrastruktur stellt ein Risiko für die Energiewende dar, da Erdgas keine Brückentechnologie hin zu einem 100% erneuerbaren Energiesystem im Sinne des Pariser Klimaabkommen ist. Das ist das am 04.07.2022 in Nature Energy erschienene Ergebnis einer Studie eines interdisziplinären deutschen Forschungsteams. Die Forschenden beleuchten die Erdgasfrage aus fünf Perspektiven und stellen dem Gas eine mit Kohle oder Öl vergleichbar schlechte Klimabilanz aus. Sie empfehlen Politik und Wissenschaft, die aktuellen Annahmen über Erdgas zu korrigieren. weiterlesen…

Drosselung der russischen Gaslieferung

Jetzt die 3 „E“ entfesseln: Einsparen – Effizienz – Erneuerbare

Der russische Energiekonzern Gazprom hat die Erdgas-Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, warnen vor Preissteigerungen und rufen zum Energiesparen auf. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüße diese Initiativen und forderte zudem einen „Booster für Erneuerbare Wärmetechnologien“, heißt es in einer Medienmitteilung vom 16.06.2022. weiterlesen…

Tempo halten, trotz Ukraine-Krieg

Bis 2030 idealer Kohleausstieg in Deutschland möglich

Deutschland kann trotz einer Abkehr von russischen Energierohstoffen bis zum Jahr 2030 komplett aus der Kohleverstromung aussteigen – bei voller Versorgungssicherheit. Zudem lässt sich der CO2-Ausstoß dabei sogar noch deutlich absenken. Voraussetzung dafür ist, dass die Erneuerbaren Energien zugleich unter Hochdruck ausgebaut werden. Das sind die Kernergebnisse einer neuen Untersuchung des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy. weiterlesen…