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Archiv: Wärmewende


Wie kann die Energiewende in Gebäuden mehr Fahrt aufnehmen? Ein Kommentar von dena-Chef und geea-Sprecher Andreas Kuhlmann

Die Energiewende wird nur funktionieren, wenn in Gebäuden zukünftig deutlich weniger Energie verbraucht wird – diese Erkenntnis hat sich, zumindest in Fachkreisen, inzwischen durchgesetzt. Sowohl im Neubau, vor allem aber im Bestand, gibt es große Potenziale für mehr Energieeffizienz, die es zu heben gilt, wenn die energie- und klimapolitischen Ziele erreicht werden sollen. Der beste Pfad dahin ist ein technologieoffenes Zusammenspiel verschiedener Effizienzoptionen, die bereits heute am Markt verfügbar sind: von Brennwertkesseln und Wärmepumpen über Solarthermie bis hin zu Wärmeschutzfenstern und hochwertiger Dämmung.


Deutsche Wärmekonferenz

Im Rahmen der Deutschen Wärmekonferenz am 30.01.2018 in Berlin hat Andreas Kuhlmann, Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), dringend notwendige Maßnahmen für die Energiewende im Gebäudebereich skizziert: Um die Wärmewende endlich in Schwung zu bringen, brauche es so schnell wie möglich neue Anreize für die energetische Sanierung, vor allem mittels einer gut ausgestatteten steuerlichen Förderkomponente.


TU Wien-Studie: Jedes zweite neue Gebäude ab 2050 mit strombetriebener Wärmepumpe

Die zum Großteil fossil bereitgestellte Energie für Raumwärme in Österreich ist laut TU Wien für mehr als 20 Prozent der österreichischen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Sektorkopplung – das heißt unter anderem auch Wärmeerzeugung aus Strom – könne hier einen hohen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Der müsse aber intelligent geplant werden, wie eine von Martin Jaksch-Fliegenschnee vom österreichischen Verband IG Windkraft am 24.01.2018 vorgestellte brandaktuelle Studie der TU Wien über die nachhaltigen Wärmeversorgung Österreichs zeigt.


Energiewende Survey zeigt: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz als Säulen international bekannt

Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter den internationalen Teilnehmern des diesjährigen Berlin Energy Transition Dialogue zeigt: Die deutsche Energiewende wird im Ausland nach wie vor als Erfolg wahrgenommen. Drei Viertel der Befragten sehen sie positiv, nur vier Prozent negativ. Insgesamt haben Entwicklungs- und Schwellenländer (84 Prozent) ein besseres Bild der deutschen Energiewende als Industrieländer (65 Prozent). Die Befragten rechnen der Energiewende insbesondere einen positiven Einfluss auf Innovationskraft, Forschung und Entwicklung (96 Prozent), sowie auf die Schaffung von Arbeitsplätzen (73 Prozent) und auf das Erreichen der Klimaziele (87 Prozent) zu.

Acht Vorschläge

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hat acht Vorschläge zur Bundestagswahl aufgestellt – in einer Medienmitteilung darüber heißt es: „Die Energiewende ist eines der größten Modernisierungsprojekte unserer Gesellschaft. Wenn wir die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad Celsius beschränken und unseren Nachkommen so eine lebenswerte Welt mit einer wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft hinterlassen wollen, müssen wir bis 2050 vollständig CO2-neutral wirtschaften.


Berliner Energietage – 2

Zweite Runde der Berliner Energietage am 04.05.2017: Die ASUE informierte über innovative Energiekonzepten und Quartierslösungen; BMWi und EU gaben Hinweise zur Antragstellung im Rahmen von Horizont 2020; der EnergieVerein bot ein Fachgespräch über „Möglichkeiten zur Optimierung der Stromnetze“ an; der Vision einer CO2-neutralen, ressourcenschonenden Stadt widmete sich die Veranstaltung Urbane Wärmewende – Beispiele, Erfolgsfaktoren, und Rahmenbedingungen; eine Veranstaltung bot Informationen über den Ideenwettbewerb zu Gebäuden und Quartieren der Zukunft – und am Abend diskutierten Energieblogger in einem Open Table (Foto li.) Populismus und Stimmungsmache in den Bereichen Klimaschutz, Energiewende, Erneuerbare und Effizienz.


Berliner Energietage 2017 mit Mammutprogramm

Mit mehr als 50 Veranstaltungen von 60 Institutionen und rund 300 Referenten bieten die Energietage 2017, nach eigener Aussage „Leitveranstaltung der Energiewende in Deutschland“ vom 03. bis 05.05.2017 ein Forum über Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz. Dazu gehören etwa die Perspektiven der Sektorkopplung, durch die aus der Stromwende durch Kopplung mit Verkehr und Wärme eine sektorenübergreifende Energiewende werden soll. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem „Faktor Mensch“ – einem Thema, „das in der Diskussion bislang sträflich vernachlässigt wurde“ – so Medienmitteilungen der Energietage.


Mehr Impulse für Wärmewende notwendig / Fördergelder stehen bereit / Zwei neue AEE-Hintergrundpapiere erschienen

Wird in das Bioenergie-Heizsystem eine Solaranlage integriert, wärmt die Sonne doppelt. Das schont Klima und Holzvorräte. Welche Kombi-Möglichkeiten beide Technologien bieten, zeigt eines von zwei neuen AEE-Hintergrundpapieren in der Reihe Renews Kompakt der Agentur für Erneuerbare Energien.


Expertenmeinung: Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht Metaanalyse zu Instrumenten und Maßnahmen für die Energiewende im Wärmesektor

Instrumente-für-die-Wärmewende - Titel © AEEaee logoFür das Gelingen der Wärmewende ist ein gut abgestimmter Mix aus ökonomischen Anreizen und ordnungsrechtlichen Vorgaben, flankiert durch planerische und weiche Instrumente erforderlich. Das geht aus der am 07.10.2016 von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlichten Metaanalyse „Instrumente und Maßnahmen für die Wärmewende“ hervor.


Umfrage Trendmonitor: 62 Prozent der Deutschen sehen Bundesregierung als Ausbremser der Energiewende

Knapp zwei Drittel der Deutschen bemängeln, dass die Energiewende im privaten Heinzungskeller von der Politik „ausgebremst“ werde. Denn diese fördere den Verzicht auf die klimaschädlichen Energien Erdöl, Erdgas oder Kohle nicht so, dass sie die Verbraucher motiviere, auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Dabei sei die große Mehrheit der Deutschen mit den Klimazielen einverstanden: 80 Prozent sei Klimaschutz durch CO2-Einsparungen wichtig – so das Ergebnis des Stiebel Eltron Logo Stiebel Eltron Energie-Trendmonitors 2016, für den 1.000 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden.

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