WHO empfiehlt drastisch schärfere Luftschadstoff-Grenzwerte

Neue globale Luftqualitätsrichtlinien sollen Millionen von Menschenleben retten

Luftverschmutzung ist neben dem Klimawandel eine der größten Umweltbedrohungen für die menschliche Gesundheit (siehe: solarify.eu/luftverschmutzung-groesstes-umweltbedingtes-gesundheitsrisiko) und verursacht jedes Jahr schätzungsweise 7 Millionen vorzeitige Todesfälle. Die neuen globalen Luftqualitätsleitlinien (Global Air Quality Guidelines – AQGs) der WHO liefern eindeutige Beweise für die gesundheitlichen Schäden, welche die Luftverschmutzung bei noch niedrigeren Konzentrationen als bisher angenommen verursacht. In den Leitlinien werden neue Luftqualitätswerte empfohlen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, indem die Werte der wichtigsten Luftschadstoffe, von denen einige auch zum Klimawandel beitragen, gesenkt werden. weiterlesen…

Luftverschmutzung größtes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko

Ärztezeitung: Bereits wenige Luftschadstoffe steigern Infarktrisiko

Wissenschaftler wissen es längst: Feinstaub, Stickoxide, Ruß und Ozon begünstigen schon in kleinen Mengen Schlaganfälle und koronare Herzkrankheiten, so die Ärztezeitung am 19.09.2021 – kurz bevor die WHO neue Grenzwerte für die Luftverschmutzung verkünden will. Klimawandel und Luftverschmutzung haben gemeinsame Ursachen und schaden damit mehrfach der Gesundheit, so die Deutsche Allianz Klimwandel und Gesundheit (KLUG), die eine HZM-Studie zitiert. weiterlesen…

Karliczek stellt innovatives Methanolauto vor

Schlögl: “Dringlichkeit des Klimaschutzes erfordert raschen und umfassenden Einstieg in regenerative Energien”

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat gemeinsam mit dem Carbon2Chem-Koordinator Prof. Robert Schlögl, MPI für Chemische Energiekonversion in Mülheim/Ruhr, am 22.09.2021 in Berlin den Prototypen eines Autos vorgestellt, das mit dem synthetischen Kraftstoff Methanol angetrieben werden kann – so eine Medienmitteilung aus dem BMBF. (Foto: BMin Anja Karliczek und Prof. Robert Schlögl stellen Methanol-Auto vor – © BMBF, Hans-Joachim Rickel) weiterlesen…

Positive Zwischenbilanz der Nationalen Wasserstoffstrategie

BMWi: “Zukunft made in Germany”

Rund ein Jahr nach der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie zog das Bundeskabinett am 22.09.2021 laut einer gemeinsamen Medienmitteilung von BMWi, BMBF, BMVI und BMZ eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Umsetzung. Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland, aber auch für die Erreichung der nationalen und globalen Energie- und Klimaziele. Der weitere Markthochlauf von Wasserstofftechnologien und die Verfügbarkeit ausreichender Importmengen sind die zwei entscheidenden Hebel, an den weiter mit ganzer Kraft gearbeitet werden muss. weiterlesen…

Bundesrat winkt Treibhausgasminderungsquote für Verkehr durch

REDII – Treibstoffhändler müssen CO2-Emissionen stufenweise absenken

Am 17.09.2021 hat der Bundesrat einen Bundestagsbeschluss zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote für den Verkehrssektor gebilligt. Das Gesetz kann nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden. Die seit 2015 geltende Minderungsquote verpflichtet Kraftstoffhändler, die CO2-Emissionen ihrer Kraftstoffe um einen bestimmten Prozentsatz zu senken. Erreichen sollen sie dies unter anderem dadurch, dass sie erneuerbare Energieerzeugnisse anbieten. weiterlesen…

Bei Energiewende nur Mittelmaß

Britische Untersuchung: Deutschland muss zulegen

Deutschland muss einer Studie der Association for Renewable Energy and Clean Technology (REA) und des Energiemanagement-Unternehmens Eaton zufolge bei der Energiewende deutlich zulegen – wenn es die Klimagrenzen einhalten will. Die vergleichende Untersuchung von zwölf europäischen Ländern durch den größten britischen Fachverband für erneuerbare Energien unter dem Titel “Energy Transition Readiness Index 2021” hält vor allem die Flexibilität des Strommarkts und die Beteiligung der Bürger für stark ausbaufähig. Während Finnland, Norwegen und Schweden Spitzenwerte erzielten, schaffte Deutschland nur drei von fünf möglichen Punkten. (Länderranking – © REA-Energy Transition Readiness Index report 2021) weiterlesen…

Elektrosynthese: Korrosion an der Kathode vermeiden

JGU-Forscher publizieren in umfangreiche Literaturstudie und starten Projekt zur Gewinnung von Kunststoff-Vorprodukten aus landwirtschaftlichen Reststoffen

Nachhaltigkeit ist heutzutage ein Topthema für die Wirtschaft. Viele Unternehmen möchten ihre Produkte möglichst klimaneutral und ohne Entstehung von Umweltgiften und deshalb ohne Verwendung fossiler Rohstoffe herstellen. Großes Potenzial bietet hierfür die Elektrosynthese, die Umwandlung von chemischen Stoffen durch elektrischen Strom in einer Elektrolysezelle, so eine Medienmitteilung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vom 10.09.2021. Forscher um Prof. Siegfried Waldvogel, Sprecher des Spitzenforschungsbereichs “SusInnoScience” der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), haben bereits gezeigt, wie sich mithilfe dieser Technologie zum Beispiel der Aromastoff Vanillin aus Holzabfällen gewinnen lässt. Interessant ist die Elektrosynthese unter anderem auch für die Herstellung von Kunststoff-Vorprodukten. weiterlesen…

Schwellenländer entscheidend für erfolgreiche Klimapolitik

Untersuchung des DIE: Gemeinsam Paris-Ziele und nachhaltige Entwicklung erreichen

Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend, um das Weltklima bei 1.5 °C stabilisieren zu können. Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und des NewClimate Institute vom 20.09.2021 ­zeigt, wie internationale Zusammenarbeit dazu beitragen kann, die Ziele des Pariser Klimaabkommens weltweit umzusetzen. Die von zehn Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen verfasste Studie verdeutlicht insbesondere, welche bedeutende Rolle dabei die Entwicklungs- und Schwellenländer spielen. weiterlesen…

Zusammenhang zwischen Klimakrise und Überschwemmungen belegt

Aber keine statistisch belastbaren Rückschlüsse auf zu befürchtende Häufigkeit extrem starker Regenfälle

Der Zusammenhang zwischen anthropgenem Klimawandel und zunehmenden Extremwetterereignissen ist nach Ansicht der Bundesregierung wissenschaftlich überzeugend dargelegt. Der am 09.08.2021 veröffentlichte erste Teil des IPCC-Sachstandsberichts bestärke die Bundesregierung darin, weiter ambitionierten Klimaschutz zu betreiben, heißt es in der Antwort (19/32386) auf eine Kleine Anfrage (19/32030) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter dem Titel “Sturzregen und Hochwasser – Auswirkungen der Klimakrise in Deutschland”. (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau – Foto © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Breite Einbindung der Bürger beschleunigt Windausbau

IASS Policy Brief mit Empfehlungen, wie die Windflaute wieder an Fahrt gewinnen kann

Um den steigenden Strombedarf zu decken und die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, muss die Windenergie beschleunigt ausgebaut werden. In der deutschen Bevölkerung findet der geplante Aus- und Neubau von Windkraftanlagen an Land zwar hohe generelle Zustimmung. Geht es jedoch um die Errichtung von Anlagen im eigenen Wohnumfeld, nimmt die Ablehnung unter den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu. Damit der Ausbau der Windenergie gelingt, bedarf es einem neuen Policy Brief des IASS zufolge der breiten Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Die Politik sollte deshalb die Identifikation mit den Zielen der Energiewende stärken, Kommunen bei der Öffentlichkeitsbeteiligung unterstützen und Teilhabemöglichkeiten sozial gerechter gestalten. weiterlesen…