Mindestens 45 GW PV jährlich für Deutschland

HTW: Solarstromausbau muss bis 2035 auf 590 GW verzehnfacht werden

Wenn Deutschland das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten will, muss der Photovoltaikausbau bis 2035 auf 590 Gigawatt verzehnfacht werden. Das sagt eine Untersuchung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), die weiter feststellt, die Ampelregierung habe mit ihrem Koalitionsvertrag versäumt, den zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze notwendigen Ausbau von Windkraft und Solarenergie festzulegen. Das Ziel, die installierte Photovoltaikleistung bis 2030 auf 200 Gigawatt zu erhöhen, sei ein guter Anfang, reiche aber nicht aus. weiterlesen…

Mikroplastik in Antarktis auf der Spur

Weltweit verteilt

Mikroplastik findet sich überall, selbst in Gebieten, in denen sich kaum Menschen aufhalten. Woher kommen die winzigen Kunststoffpartikel? Forschende der Universität Basel und des Alfred-Wegener Institutes zeigen, dass nur präzise Analysen diese Frage beantworten können. Mikroplastik ist ein Problem für die Umwelt, weil die kleinen Partikel von Organismen aufgenommen werden und sie schädigen können. Nicht nur das eigene Spülbecken, auch entlegene Regionen sind davon betroffen, beispielsweise die Antarktis. weiterlesen…

Wettlauf an die Grenzen des Planeten

148 Länder auf dem Prüfstand

Kein Land der Erde erreichte in den vergangenen drei Jahrzehnten soziale Mindestanforderungen, ohne dabei ökologische Grenzen zu übertreten. Das fand ein britisches Forschungsteam unter Beteiligung der an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien in Zusammenarbeit mit einem von der Humboldt Universität zu Berlin koordinierten Forschungsprojekt heraus. (Ähnlich: Die Agenda 2030, 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) – Grafik © UN) weiterlesen…

Klimaschutz und Armutsbekämpfung gut vereinbar

“Weiterentwickelte Forschung zu optimaler Politik”

Wenn der Staat mit CO2-Bepreisung Tempo macht, muss das nicht zu Lasten Einkommensärmerer gehen – sie können sogar profitieren, meldet das Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) am 29.11.2021 in einer Medienmitteilung. Der Kampf gegen die Erderhitzung und das Zurückdrängen der Armut auf der Welt sind demnach auch kurzfristig vereinbar: Für beides kann es sich lohnen, Treibhausgas-Emissionen und damit fossile Brennstoffe schnell und drastisch zu verteuern. Zwar zeigen häufig verwendete Rechenmodelle hier einen Zielkonflikt – doch der löst sich auf, wenn man die Rückverteilung der Einnahmen miteinbezieht. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt ein MCC-Forschungsteam und 16 wissenschaftliche Einrichtungen in Europa, Amerika und Asien, darunter Princeton, Harvard und Berkeley. Die Studie wurde ebenfalls am 29.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Jülicher Forschungsteam produziert Wasserstoff aus Gräsern

Der Kraft-Stoff aus dem Bioreaktor

Noch lebt unser Wirtschaftssystem von der Nutzung und Verbrennung von Kohlenstoffprodukten – Öl, Erdgas, Kohle. Dabei entsteht das für den Treibhauseffekt und damit für die globale Erwärmung verantwortliche CO2. Es sei Aufgabe der gesamten Menschheit, die Dekarbonisierung – also die Abkehr von Kohlenstoffprodukten – so schnell wie möglich umzusetzen, um die Folgen des Klimawandels abzumildern, so eine Medienmitteilung der FH Aachen vom . Am Campus Jülich der FH wird jetzt eine Methode erforscht, die zum flächendeckenden Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff für unsere Wirtschaft beitragen kann. weiterlesen…

Selbst die Besten machen zu wenig Klimaschutz

Nur 24 von 197 Staaten erreichen Marke, aber nicht mehr

Weltweit könnte man nur 24 Länder als Vorreiter bezeichnen – das mindestens Nötige, ein jährlicher Rückgang der Emissionen um 4 Prozent, wurde bislang fast nirgendwo erreicht. Von den 197 Staaten, die sich im Klimaabkommen von Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung verständigt haben, bekamen bisher nur 24 Länder eine „dauerhafte“ Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hin, darunter 22 in Europa – so eine Medienmitteilung aus dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) vom 29.11.2021. weiterlesen…

Lebensqualität steigt, wenn wir energieeffizient wohnen, essen und reisen

Aufwendiges Forschungsprojekt: Weltumspannendes Expertenteam ergründet Zusammenhang von „nachfrageseitigen Klima-Lösungen“ und „menschlichem Wohlergehen“

Das Angebot an erneuerbarer Energie und energieeffizienter Produktion ist nur die eine Seite beim Klimaschutz. Um die Erderhitzung wie im Paris-Abkommen vereinbart zu begrenzen, braucht es laut den wissenschaftlichen Szenarien auch „nachfrageseitige Klima-Lösungen“, die vor allem den Verbrauch von Energie in den privaten Haushalten drosseln. Ihr Potenzial ist groß: Sie können in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Ernährung und Konsumprodukte 40 bis 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen. Und sie bedeuten nicht qualvollen Verzicht, sondern ganz überwiegend sogar ein Mehr an Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam aus 17 Ländern, angeführt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde am 25.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Parakristalliner Diamant

Kohlenstoffmaterial mit einzigartiger Struktur

Forscher der Universität Bayreuth haben einer Medienmitteilung vom 25.11.2021 und einer Publikation in Nature zufolge gemeinsam mit Partnern in China und den USA erstmals ein Kohlenstoffmaterial hergestellt, das nicht die streng geordnete Struktur eines Kristalls aufweist, aber auch nicht amorph ist. Es handelt sich um parakristallinen Diamant mit einzigartigen optischen, mechanischen und the chtkristalliner Materialien sowie für die gezielte Synthese weiterer neuer Kohlenstoffmaterialien. In Nature stellt das internationale Team seine Entdeckung vor. (Bild: Diamant © Dimitris Christou auf Pixabay) weiterlesen…

WinGD legt Entwicklungszeitplan für Methanol- und Ammoniakmotoren fest

Schweizer Motorenentwickler will 2024/25 fossile Antriebe ersetzt haben

Die Multi-Fuel-Lösungen von WinGD (Winterthur Gas & Diesel Ltd.) werden auf den bewährten dieselgetriebenen X-Motoren und den Dual-Fuel-Motoren X-DF basieren – so eine Medienmitteilung am 23.11.2021. Die Möglichkeit, kohlenstofffreie oder kohlenstoffneutrale Kraftstoffe wie Ammoniak und Methanol in den beiden Hauptmotortypen zu verwenden, wird Schiffsbetreibern eine noch nie dagewesene Flexibilität bei der Reduzierung von Emissionen bieten. weiterlesen…

Aurora Research: Ampel-Pläne senken Strompreise bis 2030

Gleichzeitig Kannibalisierungseffekte bei Marktwerten für Photovoltaik und Windkraft

Aurora Energy Research (AER) hat die Pläne der neuen Ampel-Koalition auf die Strompreise bis 2030 untersucht. Definiertes Ziel von SPD, Grünen und FDP ist es, den Anteil der Erneuerbaren bis zum Ende des Jahrzehnts auf 80 Prozent zu erhöhen. Dies ist ein deutlich ambitioniertes Ziel als der bisherigen Regierung und erfordert einen schnelleren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft. Die Analyse zeigt, dass die Strompreise 2030 um 13 Prozent niedriger liegen werden als in einem Weiter-so-Szenario. Allerdings sind steigende CO2-Preise notwendig, um die Marktwerte für Erneuerbaren-Anlagen zu stabilisieren – schreibt Sandra Enkhardt am 26.11.2021 auf pv magazine. weiterlesen…