Buch: 3 Grad mehr

Ein Blick in die drohende Heißzeit und wie uns die Natur helfen kann, sie zu verhindern

Eine durchschnittliche Erderwärmung von 3 Grad wird über den Landflächen zu einer Temperaturerhöhung von 6 Grad und mehr führen. In Deutschland sind wir inzwischen schon bei rund 2,3 Grad Erwärmung angelangt. Dies wird eine heute kaum vorstellbare Radikalisierung des Wettergeschehens hervorrufen – mit verheerenden Folgen für die gesamte Menschheit und materiellen Schäden, die jährlich 10 Prozent des Weltsozialprodukts übersteigen werden. Dieses am 07.07.2022 im Oekom-Verlag erscheinende Buch von Klaus Wiegandt (Hrsg.), mit Texten von Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber und Jutta Allmendinger (Auswahl) zeigt auf, warum wir ein solches Szenario niemals zulassen dürfen und welche Lösungen es gibt. (Bild: 3 Grad mehr, Buchtitel – © oekom.de) weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft

„Kreislaufwirtschaft und Circular Economy sind nicht identisch“, schreibt das BMUV auf seiner Webseite. Denn die Kreislaufwirtschaft betrachte die Wirtschaft „vom Abfall her“: Die Stoffkreisläufe sollen möglichst geschlossen werden, indem Abfälle der Wirtschaft wieder als Sekundärrohstoffe zur Verfügung gestellt werden. Abfälle sind wertvolle Rohstoffe, die effektiv genutzt werden können, um natürliche Ressourcen zu schonen. Kreislaufwirtschaft ist weiterlesen…

Wasserspeicher – neu gedacht

Erosions-, Verdunstungs- und Flutschutz

Für die Energiewende werden bis 2040 etwa 500 Gigawatt an neuer PV-Leistung benötigt. Dafür fehlen jedoch derzeit die Flächen in Deutschland. Während klassische Wasserspeicher in der Landwirtschaft lediglich Wasser aufbewahren und in der trockenen Jahreszeit die Knappheit ein klein wenig abmildern (Bild re.), kann durch eine geschickte Formgebung und Standortauswahl mit einem Wasserspeicher auch wesentlich mehr bewirkt werden. Statt wie auf dem Foto eines klassischen Depots von 3.000 m3 mit Abmessungen von 30 x 20 x 5m lohnt es sich, über das Feld verteilt drei Speicher mit 6.075 m3 mit Abmessungen von 150 x 4,5 x 3 m zu bauen. (Foto: Klassischer Wasserspeicher – © Volker Korrmann) weiterlesen…

„Open Source als Innovationstreiber für Industrie 4.0“

Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 veröffentlicht neue Expertise

In einer am 19.05.2022 veröffentlichten neuen Expertise des Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0 unter dem Titel „Open Source als Innovationstreiber für Industrie 4.0“ zeigen das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und der Lehrstuhl für Industrielles Informationsmanagement der TU Dortmund die Chancen und Potenziale von Open Source Software (OSS) für die Produktion auf. Basierend auf Expertenbefragungen in Unternehmen werden Handlungsoptionen für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft entwickelt. Die dazugehörige Leitlinie für unternehmerisches Open-Source-Handeln richtet sich konkret an Führungskräfte der Industrie. (Titelbild: Open Source als Innovationstreiber – © IML-Fraunhofer.de) weiterlesen…

Krisen-Charta

Das Buch ist schon 12 Jahre alt, aber aktueller denn je: „Merchants of Doubt“, geschrieben von den US-Wissenschaftshistorikern Naomi Oreskes und Erik M. Conway nach ausführlicher Recherche, was die 879 Fußnoten belegen. Die beiden stellen dar, wie bestimmte Wirtschaftszweige – allen voran die Tabakindustrie und die Fossil-Energiehändler – mit unanständigen Kampagnen und gekauften „Wissenschaftlern“ die weiterlesen…

The Conversation: Fünf wichtige Informationen über Klimawandel-Abmilderung

Diese Energieinnovationen könnten Abmilderung verändern und dabei Geld sparen

Für die meisten Menschen ist ein Solarpark oder eine geothermische Anlage eine wichtige Quelle für saubere Energie. Wissenschaftler und Ingenieure sehen noch viel mehr Potenzial, schreibt Stacy Morford in The Conversation. Sie stellen sich Offshore-Windturbinen vor, die Kohlenstoff unter dem Meer einfangen und speichern, und geothermische Anlagen, die wichtige Metalle für den Antrieb von Elektrofahrzeugen produzieren. Auch die Batterien von Elektroautos können für die Stromversorgung von Häusern umgewandelt werden, was ihren Besitzern Geld spart und die Emissionen im Verkehr reduziert. weiterlesen…

Wie Verbraucher sofort Öl und Gas sparen können

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht nach 15 Forderungen an Regierung 10-Punkte-Liste für Verbraucher

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will mithelfen, ab sofort massiv Öl und Gas einzusparen. Dazu hat der Umwelt- und Verbraucherschutzverband am 11.3.2022 fünfzehn Maßnahmen von der Regierung gefordert. Nun gibt die DUH mit einer 10-Punkte-Liste Verbrauchern Tipps, wie sie Öl und Gas reduzieren können. Das hat gleich drei Effekte: Ersparnis, Klimaschutz und Beitrag zur Reduktion der Abhängigkeit von Öl- und Gas-Importen aus Russland. Einsparpotenziale ergeben sich für die Bürger vor allem in zwei Bereichen: in den eigenen vier Wänden und im Straßenverkehr. weiterlesen…

LOHC

Als flüssige organische Wasserstoffträger (engl.: liquid organic hydrogen carriers, LOHC) werden organische Verbindungen bezeichnet, die Wasserstoff durch chemische Reaktion speichern und wieder abgeben können. LOHCs können daher als Speichermedien für Wasserstoff verwendet werden. Prinzipiell kann jede ungesättigte Verbindung (organische Moleküle mit C-C Doppel- oder Dreifachbindungen) bei Hydrierung Wasserstoff aufnehmen (nach: de.wikipedia.org).

Despoten und Klima……………………………

Im Februar 1991, kurz vor dem Ende des Zweiten Golfkriegs, ließ Saddam Hussein mehr als 700 der 900 Ölfelder Kuwaits in Brand setzen, um den alliierten Vormarsch zu behindern. Wochenlang trieben die schwarzen Rauchwolken aus Ruß, Schwefel- und Kohlendioxid, aber auch krebserregende Stoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen über der Region. Neun Monate brauchten Experten aus aller Welt, um das Inferno zu löschen. Eine gigantische Umwelt- und Klimakatastrophe. Einen Monat später kam die zusammenfassende Synthese des Ersten IPCC-Sachstandsbericht heraus, Basis für die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Schon damals war von „Erderwärmung“ die Rede: „Kohlendioxid war in der Vergangenheit für mehr als die Hälfte des verstärkten Treibhauseffekts verantwortlich und wird dies wahrscheinlich auch in Zukunft bleiben.“ Vor 32 Jahren. War damals das Öl eine Waffe, so sind es heute Öl, Gas und Kohle. Mit den Energieimporten aus Russland finanzieren wir (noch) Putins Ukraine-Überfall. Ob Heizung, Stromerzeugung oder Industrieproduktion bei uns wirklich in Gefahr sind, wenn Putin die Ventile zudreht, bleibt dahingestellt. Was jetzt aber viel schneller geschehen, was die Energiewende radikal beschleunigen muss, liegt auf der Hand: Die Förderung der Erneuerbaren Energien wird extrem gesteigert werden müssen, weit über das im Ampel-Koalitionsvertrag Vereinbarte hinaus. Und die Steigerung der Energieeffizienz – Beispiel: Jede eingesparte Kilowattstunde Energie spart mehr als zwei Kilowattstunden Gas. Der am 28.02.2022 veröffentlichte (sechste) IPCC-Bericht ist ein Weckruf: 3,6 Milliarden Menschen sind schon heute gefährdet, und jede weitere Verzögerung des Klimaschutzes werde „das Fenster der Gelegenheit schließen, eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle zu sichern”. Wenn wir 100 Milliarden für die Bundeswehr einplanen können – sollten wir jetzt auf jeden Fall viel mehr als die aktuellen 60 für den Klimafonds im Kampf gegen den Klimawandel vorsehen. Zusatz (06.03.2022): „Bundesregierung will 200 Milliarden Euro in Klimaschutz investieren“ – so die Schlagzeilen: „Auf die Summe einigten sich Christian Lindner und Robert Habeck. Damit will sie von Öl- und Gasimporten unabhängiger werden, auch angesichts des Krieges in der Ukraine“.-gh- weiterlesen…

CO2-Grenzausgleichsmechanismus

Am 14.07.2021 nahm die EU-Kommission einen Vorschlag für einen neuen Mechanismus zur Anpassung der Kohlenstoffgrenzwerte an, der die Einfuhr bestimmter Produkte mit einem Kohlenstoffpreis belegt, damit ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen in Europa nicht zu einer „Verlagerung von Kohlenstoff“ führen. Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) soll sicherstellen, dass die europäischen Emissionssenkungen zu einem globalen Emissionsrückgang beitragen, anstatt die kohlenstoffintensive Produktion nach außerhalb Europas zu verlagern. weiterlesen…