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Archiv: Klimawandel


Wer reich ist, kann kalt machen

Einem wenig beachteten Energiethema hat die internationale Energieagentur jetzt unter dem Titel „The Future of Cooling“ einen kompletten Bericht gewidmet: die Raumkühlung. Denn der weltweite Stromverbrauch für Klimaanlagen und Ventilatoren ist bereits heute enorm. Ohne Gegenmaßnahmen könnte er bis 2050 auf das Dreifache steigen. Darauf weist das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in seinen am 16.07.2018 erschienen Energie-Perspektiven 2/2018 hin.


Forschungsprojekt der Balearen-Universität entwickelt sich EU-weit zu gefragtem Ansprechpartner

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Mallorca sind schon jetzt deutlich – daran besteht für Xim Valdivielso kein Zweifel. Der Philosophie-Professor und Aktivist der Umweltschutzorganisation Terraferida konstatiert: „Die Höchsttemperaturen auf der Insel sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, und die Hitze­periode hält viel länger an als zu der Zeit, als ich ein Kind war.” So beginnt Johannes Krayer am 08.07.2018 einen Artikel in der Mallorca-Zeitung.


Appell an alle Regierungen: Klimabeschlüsse umsetzen

Der Papst hat alle Regierungen aufgefordert, die eingegangenen Verpflichtungen der Pariser UN-Klimakonferenz COP21 mit Leben zu erfüllen; am 06.07.2018 mahnte er laut Kölner Domradio (KNA) die Politiker vor den Teilnehmern einer internationalen Umweltkonferenz im Vatikan, “keine Zeit zu verschwenden”, um “die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu vermeiden”. Die Verantwortlichen sollten die 24. UN-Klimakonferenz im Dezember in Kattowitz dafür ebenso nutzen wie den “Global Climate Action Summit” im September in San Francisco.


TV-Archibilder von 36 Jahren Radrennen zeigen, wie sich das Klima in Belgien verändert

Großmütter auf der ganzen Welt mit einem Blick für die Natur haben einen beunruhigenden Trend bemerkt: Der Frühling scheint jedes Jahr früher zu kommen. Aber ohne harte Daten ist es schwierig, diese Behauptungen zu untermauern. Jetzt haben Wissenschaftler eine neue Quelle von Daten gefunden – altes Fernsehmaterial von Sportveranstaltungen im Freien, das zeigt, wie frühe Bäume und andere Pflanzen jedes Jahr “ausblättern”, wie Katie Langin im Juni-Heft von Science beschreibt.


Rhode Island befürchet Kllimawandel-Schäden

Der US-Bundesstaat Rhode Island will 14 Ölfirmen, darunter Exxon Mobil, Chevron, BP und Shell, für ihre Mitverantwortung am Klimawandel zur Rechenschaft ziehen, berichtet bizz energy. Diese hätten sich bereits eine Strategie zurechtgelegt. Generalstaatsanwalt Peter Kilmartin vergleiche die Klage mit jenen gegen Tabakfirmen in den Neunziger und 2000er Jahren.


Paris würde dank reduzierter Wärmebelastung durch 1,5-Grad-Grenze extreme hitzebedingte Mortalität senken

Forscher aus Großbritannien, Norwegen, den USA, Kanada und der Schweiz um den Engländer Daniel Mitchell haben herausgefunden, dass in wichtigen europäischen Städten eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 °C die extreme hitzebedingte Mortalität um 15-22 % gegenüber 2 °C senken würde. Eine andere Analyse des Australiers Andrew D. King et al. zeigt, dass die Europäer in einer 2° C-Welt häufigere und intensivere Hitzeextreme erleben würden als in einer 1,5° C-Welt. Schlussfolgerung: “Die Vorteile einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf das niedrigere Ziel von 1,5 °C sind im Hinblick auf die Wärmebelastung der Bevölkerung beträchtlich und sollten die Länder dazu veranlassen, sich um größere Emissionsreduktionen zu bemühen”.


UW-Studie: Temperaturanstieg wird weltweiten Maisertrag reduzieren

Mais ist die am weitesten verbreitete Kulturpflanze der Welt, die auf vielfältige Weise verwendet und auf internationalen Märkten gehandelt wird. Forscher der University of Washington haben jetzt untersucht, was der Klimawandel für die weltweiten Erträge dieser Pflanze bedeutet. Die Ergebnisse zeigen, dass wärmere Temperaturen bis zum Ende dieses Jahrhunderts die Erträge auf der ganzen Welt reduzieren werden, was die bisherigen Forschungen bestätigt. Die Studie zeigt aber auch einen dramatischen Anstieg der Variabilität der Maiserträge von einem Jahr zum anderen und die Wahrscheinlichkeit gleichzeitig niedriger Erträge in mehreren Hochproduktionsregionen, was zu Preiserhöhungen und globaler Verknappung führen könnte, wie Hannah Hickey am 11.06.2018 in den UW News schrieb.


Ähnliche räumliche Muster der globalen Klimareaktion auf Aerosole aus verschiedenen Regionen

Anthropogene Aerosole sind ein wesentlicher Treiber des Klimasystems und wegen ihrer kurzen Lebensdauer besonders interessant für die Untersuchung als Klimakräfte. Das bedeutet, dass ihr Strahlungsantrieb sehr inhomogen ist, was das Klima je nach Quellregion unterschiedlich beeinflussen kann. Es bedeutet auch, dass politische Entscheidungen das Potenzial haben, den Aerosolzwang sehr schnell zu ändern – so ein Autorenteam vom Imperial College London in der Zeitschrift npj Climate and Atmospheric Science.


Nachwuchs ausgezeichnet

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter hat am 28.06.2018 in Berlin 61 Preisträgerinnen und Preisträger des Sonderpreises Klimaschutz im Rahmen des Wettbewerbs “Jugend forscht” der Jahre 2016 bis 2018 geehrt. Mit dem Sonderpreis sollen besondere Leistungen der jungen Forscher auf dem Gebiet des Klimaschutzes anerkannt und das Interesse für weitere Ideen und Projekte zur Bewältigung des Klimawandels geweckt werden.


Gemeinsame Untersuchung von MCC und PIK

Eine am 20.06.2018 veröffentlichte MCC-Studie unter Leitung des PIK-Potsdam zeigt: Klimaschutz, Ernährungs- und Energiesicherheit sind zugleich möglich. Der Wettbewerb um Land ist dabei ein zentrales Thema. Eine breite Kombination von Maßnahmen könnte am besten geeignet sein, sowohl die Klimaziele als auch die meisten nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.

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