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Archiv: Klimawandel


ESYS-Energie-Symposium – “die nächste Phase der Energiewende”

Es ist Sand im Getriebe des Energiewende-Motors: Die Treibhausgasemissionen stagnieren oder steigen, Deutschland nutzt immer noch sehr viel Kohle und Erdöl und verfehlt seine Klimaziele. Wie Hemmnisse entfernt werden können, damit die Energiewende richtig Fahrt aufnehmen kann, untersucht das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) und unterbreitete in den vergangenen fünf Jahren Lösungsvorschläge – unter anderem, einen wirksamen, sektorübergreifenden CO2-Preis für alle Emissionen, mehr Erneuerbare Energien zur Wärmebereitstellung und im Verkehr einzusetzen und die deutsche Energiepolitik internationaler auszurichten. Der Sprung in die nächste Phase der Energiewende, anstehender Forschungsbedarf, neue Spielräume und Steuerungsmechanismen – waren Fragestellungen beim ESYS-Energiesymposium am 12.09.2018 in Berlin. Solarify dokumentiert die Beiträge in Ausschnitten.


Aber Klimaziele mit drastischen CO2-Reduktionen noch erreichbar

Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, soll das Pariser Klimaabkommen die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad und möglichst auf 1,5° begrenzen. Das ist nur möglich, wenn die Staaten ihre Emissionen erheblich stärker reduzieren, als sie es bisher im Rahmen des Abkommens zugesagt haben. Wäre Klima-Geoengineering ein Plan B, falls dies nicht gelingt? Davon seien die vorgeschlagenen Technologien weit entfernt, schreibt ein Autorenteam um IASS-Direktor Mark Lawrence in Nature Communications.

Klimawandel-Appell der 700


Französische Wissenschaftler fordern rasches Eingreifen

Angesichts der Notlage, die in diesem Sommer durch eine Reihe von Umweltkatastrophen noch verstärkt wurde, drängen 700 französische Wissenschaftler in “Libération” die Staats- und Regierungschefs, von Beschwörungsformeln zum Handeln überzugehen um schließlich eine CO2-freie Gesellschaft zu erreichen. Zumal die Lösungen verfügbar sind. In der thailändischen Hauptstadt Bangkok findet noch bis morgen die letzte große internationale Verhandlungsrunde vor der nächsten UNO-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Kattowitz statt.


Wetterextreme werden häufiger, wir müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen. Das geht auch im eigenen Haus und Garten

Wetter ist nicht gleich Klima. Doch mit fortschreitendem Klimawandel werden extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hitze oder Dürre häufiger. Der Sommer 2018 zeigt einmal mehr, dass wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen. Strategien dazu erarbeitet das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) des Umwelt Bundesamtes (UBA). Aber auch jeder einzelne kann etwas tun, um zukünftig besser gewappnet zu sein und Haus, Garten und Gesundheit zu schützen.


Neue Studie über Klimawandelfolgen

Das atmosphärische CO2 wird in den nächsten 30-80 Jahren 550 ppm überschreiten. Durch den CO2-Anstieg in der Atmosphäre verändern sich Nährstoffgehalt und Qualität von Lebensmitteln. Viele Nahrungsmittelpflanzen, die bei 550 ppm angebaut werden, haben einen um 3-17% geringeren Eiweiß-, Eisen- und Zinkgehalt im Vergleich zu den derzeitigen Bedingungen. Mangelernährung in vielen Entwicklungsländern könnte die Folge sein, schreibt Elke Klingenschmitt auf SWR2. Davor warnen Forscher jetzt in einer aktuellen Studie zum Klimawandel. Die in Nature Climate Change publizierten Ergebnisse bestätigen Befürchtungen, dass vor allem den Ärmsten der Erde Mangelernährung durch den Klimawandel droht.


Mit Susanne Götze 15 Reisen zum Klimawandel

Seit vielen Jahren berichten die Medien über den Klimawandel, und auch Bücher zum Thema sind bereits etliche geschrieben worden. Ein Problem bei der Wahrnehmung des Klimawandels aber ist dabei kaum kleiner geworden: Das Thema erscheint vielen Menschen nach wie vor weit weg, sowohl zeitlich als auch räumlich. Die Erderhitzung betreffe bloß Leute in der Zukunft oder in weit entfernten Ländern, so eine verbreitete Ansicht – oder vielleicht gar auch nur irgendwelche Eisbären in der fernen Arktis. Diese Woche erscheint im Oekom-Verlag ein Buch der klimafakten.de-Autorin Susanne Götze. Es macht klar, dass der Klimawandel bereits heute stattfindet – und auch uns in Deutschland bereits hautnah betrifft.


Letzte Etappe vor Klimagipfel: Germanwatch fordert deutliche Fortschritte bei UN-Verhandlungen in Bangkok

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erwartet von den am 04.09.2018 in Bangkok beginnenden Klimaverhandlungen (bis 09.09.2018) deutliche Fortschritte zur Vorbereitung der Entscheidungen beim Klimagipfel im Dezember. Die knapp einwöchige Zwischenverhandlung ist das letzte Treffen der Verhandler vor dem UN-Klimagipfel COP24 in Katowice (Polen).


Neues Klimaschutzabkommen – aber ohne deutsche Beteiligung

19 Bürgermeister von Megastädten der ganzen Welt wollen in einer gemeinsamen Erklärung den Klimaschutz stärken und ab 2030 nur noch CO2-freie Gebäude errichten. Vorschriften und Planungspolitik werden auch auf bestehende Gebäude abzielen, um sie bis 2050 auf Null zu bringen und sicherzustellen, dass die Städte die ehrgeizigen Ziele der Pariser Vereinbarung erfüllen. Unterzeichnet wurde die Erklärung allerdings nicht von deutschen Städten, obwohl Berlin und Heidelberg C40-Mitglieder sind (letzteres jedoch “zeitweilig inaktiv”).


9,3 Grad bundesweite Durchschnittstemperatur

Wetterexperten haben das Wetter von Juni bis August 2018 mit dem Sommerwetter anderer Jahren verglichen. Ergebnis: Dieser Sommer war mit 19,3 Grad bundesweiter Durchschnittstemperatur der zweitheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 – wie zahlreiche Medien (hier afp) berichten. Nur 2003 war noch wärmer (19,7°). Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am 30.08.2018 in Offenbach mit.


Beitrag des tauenden Permafrosts zur Klimaerwärmung könnte sich bis 2050 verdoppeln

Die Freisetzung von Methan aus Seen in den arktischen Permafrostgebieten könnte sich künftig aufgrund des Klimawandels abrupt verstärken. Die Ursache: Durch den tauenden Permafrost wachsen die Seen und an ihrem Grund frisst sich das Wasser immer tiefer in den bisher gefrorenen Boden. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Experten des Alfred-Wegener-Instituts festgestellt hat, dürfte sich der bakterielle Abbau von Pflanzenresten in Seesedimenten dadurch schon in wenigen Jahrzehnten enorm verstärken – und damit auch der Ausstoß des Klimagases Methan.

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