Endlich: Kabinett beschließt steuerliche Förderung der Gebäudesanierung

Altmaier: „Gut für Klimaschutz wie auch Handwerk und Arbeitsplätze vor Ort“

Das Kabinett hat am 16.10.2019 den vom Bundesfinanzministerium vorgelegten Gesetzesentwurf zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen gebilligt. Die Bundesregierung macht damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der Eckpunkte des Klimaschutzprogramms 2030. Die steuerliche Förderung soll die bestehenden, investiven Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums ergänzen. Für die Einführung dieser zweiten Säule der Gebäudeförderung hat sich das BMWi nach eigenen Angaben seit Jahren eingesetzt. weiterlesen…

Windflaute vernichtet Jobs und schadet dem Klima

Windenergie: Fehlender Ausbau bedroht Arbeitsplätze und Klimaschutz

Bis 2030 will die Bundesregierung einen Anteil Erneuerbarer Energien von 65 Prozent am Stromverbrauch erreichen. Damit das funktioniert, ist ein zügiger Ausbau von Wind- und Solarenergie notwendig. Doch für die Windenergiebranche droht sich die Talfahrt fortzusetzen. Mit aktuell 545 MW Zubau in diesem Jahr rückten die Pariser Klimaziele in weite Ferne, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW vom 16.10.2019. Zudem drohe der Windbranche zum wiederholten Male eine Entlassungswelle, sollte nicht zügig die Ausbaublockade beendet werden. weiterlesen…

CO2-Preis: Inflation vergessen?

Politik-Versagen oder Schlamperei?

Einen “massiven Fehler” prangern 15 Professoren der Verkehrsplanung beim Thema CO2-Bepreisung an. Sie wollen entdeckt haben, dass die Regierung bei ihrer Rechnung die Inflation vergessen hat. Eigentlich soll der – schon von vielen Seiten als zu niedrig kritisierte CO2-Preis laut Klimaprogramm 2030 finanzielle Anreize für ein verändertes Verkehrsverhalten setzen. Doch in einer gemeinsamen Erklärung diagnostizieren die Verkehrsexperten – u.a. aus Dortmund, Wuppertal, Duisburg-Essen und Aachen – gravierende Rechenfehler, so Prof. Christian Holz-Rau von der TU Dortmund, Hauptautor des Papiers. weiterlesen…

Kabinett verabschiedet Innovationsausschreibungsverordnung

Branchenverband sieht manch Gutes daran

Das Bundeskabinett hat am 16.10.2019 die vom BMWi vorgelegte Innovationsausschreibungsverordnung (PDF, 191 KB) beschlossen. Aus Sicht des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ist vor allem die Förderung von Anlagenkombinationen aus fluktuierenden und steuerbaren Erneuerbare-Energien-Quellen oder auch Speichern ein echter Pluspunkt. weiterlesen…

acatech-Festveranstaltung zu Mobilität und Klimaschutz

Beitrag von Technologie und Innovation zu Umwelt- und Klimaschutz

Die diesjährige acatech-Festveranstaltung am 15.10.2019 im Berliner Konzerthaus befasste sich mit Mobilität und Klimaschutz. acatech-Präsident Karl-Heinz Streibich leitete den Abend mit der Botschaft ein: “Wir brauchen eine neue Phase gesellschaftlichen und technologischen Fortschritts, damit die Menschheit wachsen und besser leben kann, ohne ihre Lebensgrundlagen zu zerstören.” Als Festredner betonte Kanzleramtsminister Helge Braun: “Aktuelle Technologiesprünge bergen enorme Chancen – für neue Wertschöpfung in unseren Unternehmen, für mehr Mobilität und für eine nachhaltigere Zukunft. Den Wandel müssen wir gemeinsam gestalten: Mit Erfindergeist und Zukunftsfreude und im intensiven Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Hierbei spielt acatech eine wesentliche Rolle.”
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EEG-Umlage steigt 2020 um 5,5 Prozent

Eine Kilowattstunde wird um 0,351 Cent teurer

Die “EEG-Umlage” genannte Sonderabgabe zur Förderung des Ökostroms wird im kommenden Jahr wieder steigen, meldet der strom-report. Die Abgabe klettert 2020 von aktuell 6,405 Cent auf den neuen Wert von 6,756 Cent je Kilowattstunde [kWh]. Das ist ein Anstieg von 5,5 Prozent und entspricht 0,351 Cent pro Kilowattstunde. Der neue EEG-Umlagesatz gilt ab 01.01.2020. weiterlesen…

CAI prangert größte Klimasünder an

Nur 20 Firmen emittieren ein Drittel des weltweiten CO2

Einer Studie des amerikanischen Climate Accountability Institute (CAI) zufolge sind weltweit nur 20 Firmen für mehr als ein Drittel aller menschengemachten CO2-Emissionen verantwortlich, 12 davon Staatskonzerne. Das CAI veröffentlichte einen neuen Datensatz, der quantifiziert, wie viel jedes der größten Öl-, Gas- und Kohleunternehmen seit 1965 zur Klimakrise beigetragen hat. Der Guardian: “Die Analyse von Richard Heede vom Climate Accountability Institute in den USA, der weltweit führenden Autorität für die Rolle von Big Oil bei der eskalierenden Klimakrise, bewertet, was die Weltkonzerne aus dem Boden herausgeholt haben und für welche Emissionen diese fossilen Brennstoffe seit 1965 verantwortlich sind.” weiterlesen…

„Erneuerbaren-Ausbau – ein Sparprogramm für nachfolgende Generationen“

Neue Analyse zu Kosten der deutschen Energieproduktion

Im Jahr 2020 erspart jede zusätzliche Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien der Gesellschaft rund 9,7 Cent an Kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Kurzanalyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace Energy. Die FÖS-Wissenschaftler hatten die Vollkosten von erneuerbarem und von konventionell erzeugtem Strom berechnet und miteinander verglichen. Demnach kostet eine Kilowattstunde aus neuen Wind- und Solarparks rund 7,5 Ct/kWh, während bestehende Kohle- und Gaskraftwerke im Mittel bei 17,2 Ct/kWh liegen. Je mehr erneuerbarer Strom produziert werde, desto höher sind die langfristigen Spareffekte. Die Ausgaben für die EEG-Umlage seien in dem Kostenvergleich bereits berücksichtigt, berichtete Greenpeace Energy am 15.10.2019. weiterlesen…

Mehrkosten eines CO2-Preises

Berliner Ölheizung am teuersten

Die TU Dortmund und der Energiedienstleister ista haben berechnet, wie hoch die Kosten für Haushalte infolge eines CO2-Preises auf Heizöl und Erdgas wären, wenn dieser komplett an die Haushalte weitergegeben würde. Für die Stichprobe wurden Daten von rund 65.000 Mehrfamilienhäusern in ganz Deutschland ausgewertet. Besonders hoch wären die Zusatzkosten für eine Wohnung in Berlin, die mit Öl geheizt wird. weiterlesen…

“Bestenfalls Andeutung einer Richtungsänderung”

PIK und MCC legen ausführliche Bewertung des Klimapakets vor

Das Klimaschutzprogramm, das die Bundesregierung in der vergangenen Woche verabschiedet hat und welches die Treibhausgas-Emissionen vor allem in den großen Problembereichen Verkehr und Wärme begrenzen soll, ist für das Erreichen der Klimaziele 2030 aller Voraussicht nach nicht ausreichend. Die Politik muss vor allem an vier Punkten nachsteuern: Sie muss erstens das Ambitionsniveau beim CO2-Preis erhöhen, zweitens den sozialen Ausgleich verbessern, drittens die Überführung auf EU-Ebene weiter ausgestalten und viertens einen effektiven Monitoringprozess einführen. Das ist die Kernbotschaft einer ausführlichen Bewertung des Klimapakets, vorgelegt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).
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