Homann: “Kohleverstromung in Deutschland geht ihrem Ende entgegen”

BNetzAgentur startet erste Ausschreibung: 4.000 MW zum Höchstpreis von 165.000 Euro

Die Bundesnetzagentur teilte am 04.08.2020 mit, sie habe zum Gebotstermin 01.09.2020 insgesamt 4.000 Megawatt an stillzulegender elektrischer Leistung ausgeschrieben, zu einem Höchstpreis von 165.000 Euro pro Megawatt. Grundlage ist das noch nicht in Kraft getretene Kohleverstromungsbeendigungsgesetz Ziel ist die “Reduzierung der Kohleverstromung in Steinkohleanlagen und Braunkohle-Kleinanlagen”. weiterlesen…

Konzept für EU-Wasserstoffnetz

Europäisches H2-Netz: “So kann es gehen!”

Im Sommer 2020 haben sowohl die Bundesregierung als auch die EU vielfach geforderte erste Schritte auf dem langen Weg in eine wasserstoffbasierte Energiezukunft getan. Mit den jeweiligen Wasserstoffstrategien wurden die Rahmenbedingungen, wie der Markthochlauf für die Wasserstofftechnik erfolgen soll, festgelegt. Denn zum einen möchten alle Energiesektoren von den klimaneutralen Eigenschaften des grünen Wasserstoffs profitieren, zum anderen sind Stand heute weder ausreichend Erzeugungskapazitäten vorhanden, noch können die nötigen, großen Mengen allesamt leitungsgebunden transportiert werden.Die ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V., legte am 30.07.2020 ein Konzept für ein funktionierendes europäisches Wasserstoffnetz vor. weiterlesen…

AGEB: Pandemie schrumpft Energieverbrauch

Daten für das erste Halbjahr 2020 und erste Schätzung für das Gesamtjahr

Der Energieverbrauch in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich um 7 und unter ungünstigen Bedingungen bis zu 12 Prozent zurückgehen, prognostiziert die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der aktuellen Berechnungen für das erste Halbjahr. Bei einer schnellen und störungsfreien Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie rechnet die AG Energiebilanzen für das Gesamtjahr mit einem Verbrauchsrückgang im einstelligen Prozentbereich, bei einem erneuten Lockdown wäre dagegen eine zweistellige Verbrauchsminderung gegenüber dem Vorjahr möglich. weiterlesen…

BMWi: Reallabor der Energiewende bringt Wasserstoff voran

„WESTKÜSTE100“

Mit „WESTKÜSTE“100 geht ein neues Reallabor der Energiewende an den Start, das erste mit Fokus auf Wasserstofftechnologien. Mit den Reallaboren der Energiewende beschleunigt das BMWi einer Medienmitteilung vom 03.08.2020 zufolge die Anwendung von Innovationen aus der Forschung in der Praxis. Bundesminister Peter Altmaier hatte im Juli 2019 die 20 Gewinner des Ideenwettbewerbs (siehe: solarify.eu/altmaier-wir-wollen-bei-wasserstofftechnologien-die-nummer-1-in-der-welt-werden) verkündet. weiterlesen…

Seit August 2018 überfällig

Gemeinsame Verbändestellungnahme zur Novelle der 13. BImSchV

Das Bundesumweltministerium hat am 29.06.2020 einen Referentenentwurf zur Verordnung zur Neufassung der Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen und zur Änderung der Verordnung über die Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen (Dreizehnte Verordnung zur Durchführung des BundesImmissionsschutzgesetzes – 13./17. BImSchV) veröffentlicht. Der AGFW – Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V., der B.KWK – Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. und die ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. bezogen am 23.07.2020 zu Abschnitt 1 und Abschnitt 2 des Referentenentwurfs, speziell den Vorschlägen bezüglich der 13. BImSchV, im Interesse ihrer Mitglieder gemeinsam Stellung. weiterlesen…

Weltweit erste Wissenschaftsinitiative widmet sich dem Überleben der Amazonasregion

“Den größten und artenreichsten Regenwald der Welt retten”

Beraten von politischen Entscheidungsträgern, CEOs, kulturellen Repräsentanten und gewählten indigenen Führungspersönlichkeiten und angespornt durch die wachsende Dringlichkeit der katastrophalen Umweltbedrohungen für das Amazonasgebiet wird ein von 150 renommierten Wissenschaftlern aus acht Amazonasländern, Französisch-Guayana und globalen Partnern gebildetes Forschungsgremium die erste wissenschaftliche Bewertung des Zustands des Amazonasbeckens liefern, kündigte das Sustainable Development Solutions Network am 24.07.2020 an. weiterlesen…

Studie bestätigt umfangreiche Gasleckagen in der Nordsee

Strengere Richtlinien für den Umgang mit alten Bohrlöchern empfohlen

Rund um Bohrlöcher, aus denen in der Nordsee Erdöl oder Erdgas gefördert wurde, treten erhebliche Mengen des Treibhausgases Methan unkontrolliert ins Wasser aus. Diese Leckagen machen einen signifikanten Teil des gesamten Methanbudgets der Nordsee aus. Das zeigt eine Studie, die Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt in der Fachzeitschrift International Journal of Greenhouse Gas Control veröffentlicht haben. Sie bestätigt auf größerer Datenbasis frühere Untersuchungen, die bereits auf dieses Problem hingewiesen haben. weiterlesen…

VDI: Solarstrom könnte unter 1 ct/kWh fallen

Immer größere Anteile fluktuierenden Strombereitstellung aus PV-Systemen im Gesamtversorgungssystem

Aus heutiger Sicht sei “nicht davon auszugehen, dass die Energieversorgung Deutschlands oder Europas ausschließlich mithilfe der Photovoltaik realisierbar ist oder sein könnte”. Wenn aber die Defossilierung unseres Energiesystems angestrebt werde, könnte die photovoltaische Stromerzeugung eine der wesentlichen Schlüsseltechnologien darstellen, die eine derart weitgehende Reduzierung der Klimagasemissionen maßgeblich unterstützen würde – idealerweise im systemischen Zusammenspiel mit der Windenergie. Laut dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sind Kosten für den Solarstrom von unter 1 Cent je kWh mittelfristig denkbar. Das schreibt er in seiner neuen Publikation „Photovoltaik im Energiesystem – Der Joker der Energiewende?“. Die Ausarbeitung beleuchtet den Trend, wie die Photovoltaik eine der zentralen Schlüsseltechnologien bei der Defossilierung des Energiesystems werden könne. weiterlesen…

CO2-Grenzsteuer mehrfach abgelehnt

vbw lehnt CO2-Grenzausgleichsmechanismen ab

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht in ihrem aktuellen Positionspapier vom 31.07.2020 die Einführung eines CO2-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) in der Europäischen Union äußerst kritisch. Nicht nur er. „Die Idee eines CO2-Grenzausgleichmechanismus ist nachvollziehbar, weil damit in der Theorie Wettbewerbsverzerrungen ausgeglichen werden. In der Praxis sind damit aber massive Umsetzungshürden und erhebliche handelspolitische Risiken verbunden. Gerade vor dem Hintergrund der Blockade des WTO-Berufungsgremiums und des Corona-bedingten Einbruchs des Welthandels können wir uns keine Handelskonflikte leisten“, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. weiterlesen…

UBA-Präsident soll Klimapolitik erklären

Gastbeitrag von Manfred Vohrer

Unter dem Eindruck der existenziellen Gefährdung durch die Corona-Pandemie begann die Politik, sehr genau auf den Rat der Wissenschaft zu hören. Vor diesem Hintergrund wird jedoch die widersprüchliche Haltung zum Klimawandel und zum Ressourcenverbrauch offensichtlich. Eine mittlerweile überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler weist uns darauf hin, dass die Erde bei Fortsetzung unserer derzeitigen Verhaltensweise schon für unsere Enkel vielerorts nicht mehr bewohnbar bleibt. Dies hält die Politik indes keineswegs davon ab, zuzulassen, dass weiter an dem Ast gesägt wird, auf dem wir sitzen. weiterlesen…