Klimaklagen als neue rechtliche Wege zum Klimaschutz

Trotz Niederlagen sind immer mehr Aktive optimistisch, dass Gerichte Abhilfe gegen den Klimawandel schaffen können

“Einfallsreich klagen, Klima schützen” überschrieb Spektrum der Wissenschaft am 02.03.2020 einen übersetzten und angepassten Beitrag aus Nature von Giuliana Viglione (“Climate lawsuits are breaking new legal ground to protect the planet”) vom 28.02.2020. Solarify dokumentiert und aktualisiert den Text. weiterlesen…

Auf dem Weg zu einem geschlossenen Kohlenstoffkreislauf

Wie überkritisches Kohlendioxid die elektrochemische Reduktion von CO2 beeinflusst

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie spielt die elektrochemische Reduktion von Kohlendioxid eine wichtige Rolle: Mit ihrer Hilfe lässt sich unter Einsatz erneuerbarer Energien CO2 in Brennstoffe oder Grundchemikalien umwandeln. Der Haken an der Sache: Bislang funktioniert diese Katalyse lediglich im Labor. Bei der Übertragung auf den industriellen Maßstab treten immer noch Schwierigkeiten auf – von der begrenzten Haltbarkeit der Katalysatorsysteme bis zur unerwünschten Entwicklung von Wasserstoff. Forschende der Ruhr-Universität Bochum, des Fritz-Haber-Instituts und des Fraunhofer UMSICHT haben sich auf die Suche nach Lösungen gemacht und dabei den Einfluss von überkritischem Kohlendioxid auf die elektrochemische Reduktion von CO2 untersucht. weiterlesen…

EZB muss dringend Klimakrise bei Neuausrichtung berücksichtigen

Greenpeace-Studie: Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank torpedieren Klimaschutz

Weit mehr als die Hälfte der von der Europäischen Zentralbank (EZB) erworbenen Unternehmensanleihen (63 Prozent) stammt aus wenigen Sektoren, die mit ihrem CO2-Ausstoß massiv zur Klimakrise beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich. Ausgangspunkt für die Analyse sind die von der EZB im Rahmen ihres Ankaufprogramms CSPP erworbenen Bestände an Unternehmensanleihen mit einem Umfang von 242 Milliarden Euro Ende Juli. weiterlesen…

Ohne Masterplan für künftiges Stromsystem

Von grün bis liberal: Parteien im Ziel einig, aber…

Welche Parteien haben die ambitionierteste Klima- und Energiepolitik? Eine im IASS-Potsdam erstellte und eben auf Taylor and Francis Online – Energy Sources publizierte Untersuchung gibt eine überraschende Antwort: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sind die Ziele über das politische Spektrum von grün bis wirtschaftsliberal hinweg von ähnlichem Ehrgeiz geprägt. Allerdings fanden die Forscher auch ein gewichtiges Manko, das die Energiewende bremst: Keine der untersuchten Parteien hat ein überzeugendes Konzept für einen Technologiemix, der bei wetterbedingten Schwankungen von Wind- und Solarenergie die Netzstabilität gewährleistet. Eine Medienmitteilung aus dem Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung. weiterlesen…

Warum die Energiewende in vielen Ländern ausbleibt

Vom MCC geleitete Studie schärft das Verständnis für „politische Ökonomie der Kohle“. Indien, Indonesien und Vietnam als Beispiele

Die besonders klimaschädliche Kohle-Energie ist im globalen Maßstab immer noch auf dem Vormarsch. Über die Gründe dafür gibt es schon etliche Fallstudien zu einzelnen Ländern – doch bislang fehlte ein generelles Analysekonzept, das aus nationalen Befunden typische Muster erkennen lässt und so die Grundlage für Gegenstrategien schafft. Eine Studie unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) schließt jetzt diese Lücke. Sie wurde in der Fachzeitschrift Energy Research & Social Science veröffentlicht.
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Wasserstoff – sauber, einfach, dezentral

An der Frankfurt UAS wird ein kellertaugliches „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“ entwickelt

“Sauber, einfach, dezentral – so kann die Wasserstoffspeicherung der Zukunft aussehen” (heißt es in einer Medienmitteilung der Frankfurt University of Applied Sciences), wenn es nach Enno Wagner geht, Professor für Mechatronische Konstruktion und Technische Mechanik an der Frankfurt UAS. Zusammen mit seinen Studierenden entwickelt er ein „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“. Die Idee besteht darin, Herstellung und Lagerung von Wasserstoff so zu vereinfachen, damit ein Einsatz auch in Privathäusern gelingt. weiterlesen…

Besseres Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien

2,3 Mio. Euro für Projekt von UDE und Evonik

Spätestens im Jahr 2023 soll es marktreif sein: Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien, das zu leistungsfähigeren Energiespeichern führt. Das Material ist in den Laboren des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg Essen (UDE) bereits erprobt worden. Seit dem 01.09.2020 fördert das Bundeswirtschaftsministerium die UDE mit fast 1,7 Mio. Euro, um den Herstellungsprozess in einem gemeinsamen Projekt mit Evonik weiterzuentwickeln und auf den Industriemaßstab zu übertragen. weiterlesen…

Ladesäulencheck 2020: Strom tanken bleibt Abenteuer

LichtBlick: Systemwechsel hin zu verbraucherfreundlichem Laden einfach möglich

Unterwegs Strom laden bleibt auch 2020 für die Mehrzahl der E-Auto-Fahrer eine Zumutung: Die Tarife sind undurchsichtig. Es gibt eine Vielzahl an Abrechnungsverfahren. Und der Zugang zu den rund 30.000 öffentlichen Strom-Zapfsäulen in Deutschland ist kompliziert. Das geht aus dem vierten Ladesäulencheck des Klimaschutz-Unternehmens LichtBlick hervor. weiterlesen…

EU muss Anteil erneuerbarer Kraftstoffe erhöhen

“Starker Anstoß durch Politik nötig”

Weil Elektrifizierung im Verkehr “nicht immer möglich oder sinnvoll” sei, würden “erneuerbare und kohlenstoffarme Energien eine wichtige Rolle spielen”, sagte EU-EnergieKommissarin Kadri Simson in einem Interview mit der in mehreren deutschen Tageszeitungen (SZ, FAZ, Tagesspiegel) erschienenen Anzeige-Sonderveröffentlichung “Klimaschutz braucht Vielfalt” von IWO Institut für Wärme und Mobilität e. V. und Mineralölwirtschaftsverband. weiterlesen…

“Klima-Krisenzeit”

“Es geht um Geld und Macht”

In den 50 Jahren seit dem ersten Earth Day ist die Umweltbewegung gereift und hat hoch entwickelte Methoden entwickelt, um Veränderungen voranzutreiben. Aber angesichts des beispiellosen Ausmaßes der Klimakrise stellt sich nicht die Frage, ob Aktivismus wirksam ist, sondern ob wir noch Zeit haben, uns selbst zu retten. Elmira Bayrasli fragte am 08.07.2020 für Project Syndicate Bill McKibben über Klimaaktivismus während der COVID-19-Pandemie (publiziert am 29.09.2020. weiterlesen…