Klimauhr um 50 Millionen Jahre zurückdrehen

Unsere Zukunft auf der Erde kann auch unsere Vergangenheit sein.

In einer am 10.12.2018 in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Studie zeigen Forscher, dass der Mensch einen langfristigen, mindestens 50 Millionen Jahre zurückreichenden Abkühlungstrend umkehrt. Und das hat nur zwei Jahrhunderte gedauert. Bis 2030 wird erwartet, dass das Klima der Erde dem des Mittel-Pliozäns ähnelt und mehr als 3 Millionen Jahre in der Erdzeit zurückreicht. Ohne Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen könnten unsere Klimata bis 2150 mit dem warmen und weitgehend eisfreien Eozän verglichen werden, einer Erdepoche vor 50 Millionen Jahren. weiterlesen…

Das ändert sich 2019 für die Photovoltaik

Energiesammelgesetz endgültig verabschiedet

Der Bundesrat hat die Novelle erwartungsgemäß auch durchgewunken. Damit können das Energiesammelgesetz zum 01.01.2019 planmäßig in Kraft treten. Für die Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt seien damit die Sonderkürzungen zwischen Februar und April beschlossen, zugleich seien aber auch die Sonderausschreibungen auf den Weg gebracht, wie Sandra Enkhardt am 14.12.2018 im pv magazine schrieb. weiterlesen…

Solides Regelwerk – aber nicht ausreichend zur Abwendung der Klimakrise

Germanwatch, BUND und BEE zum COP24-Ergebnis

Das bei der Weltklimakonferenz in Katowice COP24 vereinbarte Regelbuch ist nach Einschätzung der Umweltorganisationen zwar eine solide Grundlage für die weltweite Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, bedeutet aber nur einen kleinen ersten Schritt. Germanwatch:Dieses Regelwerk ist eine solide technische Basis. Aber zur Abwendung der Klimakrise kommt es nun darauf an, dass alle Staaten deutlich mehr politischen Willen zur zügigen Umsetzung des Pariser Abkommens zeigen”, so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. BUND-Chef Weiger: “Enttäuschend”. Simone Peter (BEE): “Es liegt bei den Nationalstaaten, was sie aus den Beschlüssen von Kattowitz machen
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Durchbruch(?) in Katowice

NYT-Breaking News Alert

Am Samstag, dem 15. September 2018 um 16:09 New Yorker Zeit (22.09 MEZ) versandte die New York Times einen News Alert: “Diplomaten einigten sich, das Pariser Klimaabkommen am Leben zu erhalten, indem sie von jedem Land verlangen, sich an eine Reihe von Normen zur Messung seiner Emissionen zu halten. Die nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde getroffene Vereinbarung fordert die Länder
auf, ihre Pläne zur Emissionssenkung vor einer weiteren Gesprächsrunde im Jahr 2020 zu verschärfen.” Aber in Katowice keine Begeisterung wie in Paris vor drei Jahren: Allseits nüchternes Echo. weiterlesen…

Ausbau von Windenergie an Land stockt

Auswertung der Quartalszahlen

Bereits im Sommer hatten Bundesverband WindEnergie und VDMA Power Systems auf den Rückgang beim Zubau der Windenergie an Land und die äußerst schwierige Genehmigungssituation hingewiesen. Ein Blick auf die ersten drei Quartale bestätigt diese Einschätzung und zeigt, dass der Markteinbruch noch deutlicher ausfallen könnte. Schon heute sichere die Windenergie einen stetig steigenden Beitrag der Energieversorgung ab, so der Verband. weiterlesen…

Debatte über die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Deutschland

Bundestag zu Anträgen

Deutschland muss mehr Spitzenforscher ausbilden, fördern, rekrutieren und diese auch im Land halten. Darüber waren sich nahezu alle Redner in der einstündigen Debatte zur Zukunft des Wissenschaftsstandortes Deutschland am 14.12.2018 einig. Dazu lagen drei Anträge der Opposition vor, die erstmals beraten und anschließend wurde mit der Mehrheit von 413 Stimmen bei einer Enthaltung zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung überwiesen wurden. weiterlesen…

“Heißzeit” – Wort des Jahres 2018

Geprägt vom PIK-Potsdam

“Heißzeit” ist von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gekürt worden. Dieser Begriff kam am 06.08.2018 zum ersten Mal in einer Medienmitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenabschätzung vor: “Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen”, hieß es da (siehe solarify.eu/auf-dem-weg-in-die-heisszeit). Selbst bei Umsetzung der COP21-Ziele bleibe ein Risiko, dass der Planet in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Eine solche Heißzeit wäre langfristig durch etwa 4° C bis 5° C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10 bis 60 m, so die PIK-Veröffentlichung. weiterlesen…

Autoherstellern drohen Millionenstrafen

Wegen Nichterreichung der CO2-Ziele

Schon wieder eine Horrormeldung für die europäischen Autohersteller: “Wer Ende 2020 das CO2-Flottenziel der EU-Kommission reißt, muss mit hohen Strafzahlungen rechnen. Branchenweit werden nach einer aktuellen Prognose, die der Automobilwoche exklusiv vorliegt, fast vier Milliarden Euro Strafen fällig. Aktuelle Nummer eins im Negativ-Ranking: Der Volkswagen-Konzern”, schrieb Rebecca Eisert am 07.12.2018 in der Automobilwoche. Es folgen Daimler und BMW. weiterlesen…

Meilenstein für bERLinPro: Photokathode mit hoher Quanteneffizienz

Team am HZB hat Herstellungsprozess optimiert

Am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) entwickeln Teams aus der Beschleunigerphysik und SRF (Superconducting Radio-Frequency Systems-Institut) im Rahmen des Projekts bERLinPro einen supraleitenden Linearbeschleuniger mit Energierückgewinnung (Energy Recovery Linac). Darin wird ein intensiver Elektronenstrahl beschleunigt, der dann für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden kann – wie die Erzeugung brillanter Synchrotronstrahlung. Nach dieser Nutzung werden die Elektronenpakete zum Linearbeschleuniger zurückgeleitet, wo sie nahezu ihre gesamte restliche Energie abgeben. Diese Energie steht damit wieder für die Beschleunigung neuer Elektronenpakete zur Verfügung – so eine HZB-Medienmitteilung vom 07.12.2018. weiterlesen…

Die verborgene Struktur des globalen Wandels

Neue Wissenschaft: Geo-Anthropologie denkt Bereiche wie Erdsystem, Digitalisierung und Energiewende zusammen

Der Klimawandel ist vielleicht das gravierendste Beispiel: Durch die Industrialisierung prägen die Menschen die Evolution des Erdsystems heute mindestens in gleicher Weise wie natürliche Prozesse. Wissenschaftler sprechen daher vom beginnenden Erdzeitalter des Anthropozäns. Ein bislang unbeachtet gebliebener Motor in dieser Entwicklung sei die Digitalisierung, wie die Max-Planck-Wissenschaftler Christoph Rosol, Benjamin Steininger, Jürgen Renn und Robert Schlögl einer Medienmitteilung der Max-Planck-Gesellschaft zufolge in einem White Paper ausführen, das in einer Sonderveröffentlichung des Nature-Verlages zur digitalen Revolution erschienen ist.
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