Einblicke in die Struktur eines rätselhaften Katalysators

Der Katalysator für die Methanol-Produktion von hat sich bisher allen Versuchen, seine Struktur aufzuklären, entzogen. Jetzt wissen Forscher mehr über sein aktives Zentrum.

Methanol ist eine der wichtigsten Basischemikalien, etwa um Kunststoffe oder Baumaterialien herzustellen. Um den Produktionsprozess noch effizienter gestalten zu können, wäre es hilfreich, mehr über den Kupfer/Zinkoxid/Aluminiumoxid-Katalysator zu wissen, der bei der Methanolherstellung im Einsatz ist. Bislang war es jedoch nicht möglich, seine Oberfläche unter Reaktionsbedingungen mit strukturaufklärenden Methoden zu untersuchen. Einem Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) ist es dennoch gelungen, Einblicke in den Aufbau seines aktiven Zentrums zu gewinnen. Diese beschreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Communications vom 04.08.2020.
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Stromtransport ohne Masten und Kabel

Nikola Teslas Erbe

Dem neuseeländischen Start-Up Emrod ist es gelungen, drahtlose Stromübertragung so effizient zu machen, dass sich kabellose Netze lohnen – zumindest in einigen Regionen. Inseln, Bauernhöfe, abgelegene Gemeinden sowie Offshore-Windparks sind oft kostspielige einzelne Leitungen in schwierigem Gelände angewiesen. Emrods Telenergy bedarf zwar noch der Weiterentwicklung, senkt aber die Kosten für Installation und Wartung und macht die Nutzung abgelegener nachhaltiger Energiequellen, die Verbindung von Gemeinden und die Verbesserung der Resilienz des Netzes wirtschaftlich rentabel. weiterlesen…

Industrie zahlt CO2-Abgabe erst mal doppelt

Zwei Milliarden Euro Mehrbelastung in den ersten 18 Monaten

Die im Klimapaket der Bundesregierung beschlossene CO2-Abgabe auf Energieträger wie Erdgas und Benzin trifft auch Betriebe, die im EU-Emissionshandel schon für CO2 zahlen. Die versprochene Kompensation gibt es erst mit 18 Monaten Verspätung – schreibt am 11.08.2020 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Vom 01.01.2021 an müssen Importeure, Großhändler und Raffinieren für die von ihnen in Verkehr gebrachte Menge an fossilen Treib- und Brennstoffen Emissionszertifikate kaufen. weiterlesen…

Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg IW3

Startschuss für nächstes Reallabor der Energiewende

Mit dem Reallabor „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg IW3 “ zeigt Hamburg-Wilhelmsburg neue Lösungen für eine sichere und günstige Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien im urbanen Raum. Die Kopplung der Bereiche Wärme, Strom und Mobilität ermöglicht eine energieeffiziente und CO2-neutrale Versorgung des stark wachsenden Stadtteils. Mit der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids durch den zuständigen Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Andreas Feicht, ist nun der offizielle Startschuss für das Reallabor der Energiewende gefallen. weiterlesen…

Höhere Wirkungsgrade im Tandem – neuer Solarzellenrekord

Tandem-Technologie auch für breite Photovoltaik zugänglich machen

Die Photovoltaikforschung arbeitet mit Nachdruck daran, die Wirkungsgrade von Solarzellen immer weiter zu erhöhen. Zunehmend rückt die Tandem-Photovoltaik dabei in den Fokus, bei der in unterschiedlichen Kombinationen leistungsstarke Solarzellenmaterialien zusammengeführt werden, um so das Sonnenspektrum bei der Umwandlung von Licht in elektrische Energie noch effizienter zu nutzen. Das Fraunhofer ISE verzeichnet jetzt mit 25,9 Prozent Wirkungsgrad einen neuen Rekordwert für eine direkt auf Silicium gewachsene III-V/Si Tandemsolarzelle. Diese wurde erstmals auf einem kostengünstigen Siliciumsubstrat hergestellt – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu wirtschaftlichen Lösungen für die Tandem-Photovoltaik. weiterlesen…

1912: „Kohleverbrennung beeinflusst Klima“

Vor 108 Jahren sagte eine neuseeländische Zeitung den Klimawandel durch CO2 vorher

Wir wussten es schon mehr als 124 Jahre – oder hätten es wissen können: Wissenschaftliche Analysen, die auf eine menschliche Rolle bei der Erwärmung des Klimas durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe hinwiesen, gehen auf das Jahr 1896 zurück, mit Svante Arrhenius’ bemerkenswertem Aufsatz “Über den Einfluss der Kohlensäure [Kohlendioxid] in der Luft auf die Temperatur des Bodens”. Bald darauf – so die New York Times – erschienen populärwissenschaftliche Texte zum Thema menschengemachter Klimawandel, so hieß er aber erst später. weiterlesen…

Stotternder Wärmemotor

Der Standard: Golfstrom-Zubringer schwächer denn je

Das Wasservolumen des Floridastroms, Ausgangspunkt des Golfstroms, hat um 1,7 Millionen Kubikmeter pro Sekunde abgenommen, berichtete der Wiener Standard am

Offener Brief “zur Unzeit”

vbw und DGB Bayern schreiben an Staatsregierung wg. Energiewende

“Zur Unzeit”, so die Süddeutsche Zeitung am 06.08.2020, kam ein gemeinsamer Offener Brief der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) und des DGB Bayern an Staatsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler): In dem Schreiben fordert die ungleiche Allianz unter anderem die geplanten HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink schnell zu realisieren sowie international wettbewerbsfähige Strompreise. Sonst drohe eine “schleichende Deindustrialisierung Bayerns”. weiterlesen…

“Nasser als nass”

Forscher der Tokyo Metropolitan University belegen, dass die Erderwärmung mehr Regen für asiatische Monsunregionen bedeutet

Forscher der Tokyo Metropolitan University untersuchten mit Hilfe einer hochauflösenden Klimasimulation (NICAN), wie sich das Wetter mit der globalen Erwärmung in asiatischen Monsunregionen verändern wird. Die Region ist bevölkerungsreich, und der Monsun ist eine wichtige Triebkraft des globalen Wasserkreislaufs. Das Team unter der Leitung von Assistenzprofessor Hiroshi Takahashi simulierte explizit die Bildung und Auflösung von Wolken und stellten deutlich erhöhte Niederschläge über dem Monsun-“Trog” fest, wobei tropische Störungen wie Taifune und konzentrierter Wasserdampf eine Schlüsselrolle spielen. weiterlesen…

BSW: Boom bei Solarheizungen

Dreimal mehr Förderanträge

Die zu Jahresbeginn deutlich verbesserten Förderkonditionen für Solarwärme-Anlagen im Rahmen des neu aufgelegten Marktanreizprogramms (MAP) greifen einer Medienmitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft vom zufolge: Im ersten Halbjahr 2020 sind über 200 Prozent mehr (also mehr als das Dreifache) Solarthermie-Förderanträge gestellt worden als im Vorjahr. Dies geht aus jetzt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlichten Zahlen hervor. So wurden im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 26.991 Anträge gestellt, gegenüber 8.700 Anträgen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. weiterlesen…