“Wir brauchen Zukunfts- statt Brückentechnologien”

Immer wird erst Angst geschürt – Nord Stream 2 unnötig, teuer und klima-inkompatibe
von Prof. Claudia Kemfert, DIW

Im Brückentechnologietheater steht mit fossilem Erdgas in der Hauptrolle die nächste Inszenierung an. Notwendig sind wirkungsvolle und vor allem nachhaltige Investitionen. Was war nicht alles schon Brückentechnologie! Kernkraft, Braunkohle und Steinkohle waren als Brücken angeblich unverzichtbar, und auch Erdgas muss bis zum anderen Ufer reichen. Jetzt ist es der graue oder blaue Wasserstoff, der die vermeintlich unsicheren Zeiten in eine sichere Zukunft überbrücken soll. Die „graue“ Variante wird unter Hitzeeinwirkung aus Erdgas hergestellt. Bei der „blauen“ wird das dabei entstehende CO2 abgeschieden und eingelagert. weiterlesen…

Afrikanische Energiewende weiter schwierig

Fossile bleiben 2030 wohl bei zwei Dritteln

Die Energiewende in Afrika verläuft laut einer in nature energy publizierten Untersuchung der Universität Oxford schleppend, obwohl sich der Strombedarf dort in den nächsten zehn Jahre verdoppeln wird. Die Hoffnung, der Kontinent könne den Ausbau der fossilen Energiegewinnung zugunsten Erneuerbarer Energien gleich überspringen, erfüllt sich nicht. Also bleibt die fossile Energiegewinnung im Mittelpunkt und gefährdet die Klimaschutzziele. Daher appelliert die UNO an die Solidarität der Staatengemeinschaft. weiterlesen…

Batterie für E-Mobilität – Brennstoffzelle für Schwerlastverkehr

VDE stellt Studie “Logistik, Mobilität und Energie 2030” vor

Laut einer Medienmitteilung des VDE vom 14.01.2021 werden die aktuell dominierenden Kraftstoffe Benzin und Diesel in den Hintergrund treten und Platz für alternative Antriebe machen. Die zwei dominanten Konzepte sind dabei die Batterie sowie die Brennstoffzelle mit verschiedenen Anwendungsszenarien im Antriebsportfolio der Zukunft. weiterlesen…

BMU-Förderrichtlinie „Dekarbonisierung in der Industrie“ in Kraft

Bundesumweltministerium unterstützt energieintensive Industrie auf Weg zur Treibhausgasneutralität

Zum 01.01.2021 ist laut einer Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums die neue Förderrichtlinie „Dekarbonisierung in der Industrie“ in Kraft getreten. Die Richtlinie wird heute im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Förderprogramm soll energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Kalk, Chemie und Nichteisenmetalle dabei helfen, schwer vermeidbare, prozessbedingte Treibhausgasemissionen durch den Einsatz innovativer Klimaschutztechnologien weitgehend und dauerhaft zu reduzieren. Bis 2024 stehen für das Programm insgesamt rund 2 Milliarden Euro zur Verfügung. weiterlesen…

EEG-Konto schließt mit Rekordminus

6,4 Milliarden Euro

Das EEG-Konto hat 2020 über die Förderung von Ökostrom in Form der EEG-Umlage laut Bilanz der Netzbetreiber mit einem Rekordminus von fast 6,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Betreiber von Photovoltaik-, Windkraft- oder Biomasseanlagen erhielten knapp 30,2 Milliarden Euro für den erzeugten Strom, berichtete unter vielen anderen die Süddeutsche Zeitung. Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 30,9 Milliarden – an Einnahmen wurden aber nur 24,5 Milliarden Euro verbucht. Der Löwenanteil des Geldes stammte mit 23,2 Milliarden Euro aus der EEG-Umlage, die von fast allen Stromverbrauchern bezahlt werden muss. Über sie die Differenz zwischen den garantierten Vergütungen für die Erzeuger und den an der Strombörse erzielten Erlösen für den Strom ausgeglichen. weiterlesen…

Erderwärmung – aus Senken werden CO2-Quellen

Vielleicht schon bald, wenn wir so weitermachen…

Die Fähigkeit der Festlandsvegetation, fast ein Drittel der anthropogenen CO2-Emissionen zu absorbieren, könnte sich angesichts der derzeitigen Erwärmungsrate innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte halbieren, so die Untersuchung “How close are we to the temperature tipping point of the terrestrial biosphere?” in Science Advances von Forschern des Center for Ecosystem Science and Society der Northern Arizona University (NAU) und der University of Waikato, Neuseeland. Der kritische Temperaturkipppunkt rückt näher, jenseits dessen die Fähigkeit der Pflanzen, atmosphärischen Kohlenstoff aufzunehmen und zu speichern abnimmt. weiterlesen…

Erneuerbare Energien in Bürgerhand

Studie zeigt: Bürgerenergie bleibt zentrale Säule der Energiewende

Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland spielen die Bürger eine Schlüsselrolle. Die Erneuerbaren Energien befinden sich immer noch zum größten Teil in der Hand von Privatpersonen, wie aus einer Studie des Instituts trend:research hervorgeht. Fast ein Drittel der installierten Leistung von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind-, Solar- und Bioenergie sowie aus Wasserkraft und Erdwärme befinden sich in deren Eigentum. Nimmt man die Landwirte hinzu, sind es sogar mehr als 40 Prozent. Doch der Anteil der Bürgerenergie sinke gegenüber den Vorjahren, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien vom 15.11.2021. weiterlesen…

Haushalte schätzen Heizkosten falsch ein

Techem-Untersuchung zeigt Auswirkungen auf Heizverhalten

Die zweite Corona-Welle fällt mitten in die Heizperiode. Hat wegen der Corona-Pandemie schon im vergangenen Jahr ein Großteil der Bevölkerung so viel Zeit wie nie zuvor in den eigenen vier Wänden verbracht, arbeiten seit November wegen des Lockdowns noch mehr Menschen aus dem Homeoffice. Wie die Techem GmbH mitteilt, kann also das Mehr an Zeit zu Hause auch mehr Heizkosten verursachen, zumal die seit dem 01.01.2021 gültige CO2-Bepreisung das Heizen weiter verteuern wird. weiterlesen…

Projekt Sonnenwende

Grüne Industrie durch flüssiges Metall

Damit einer Industrienation wie Deutschland der Schritt zur regenerativen Energieversorgung gelingt, sind verlässliche und kostengünstige Speichersysteme für große Energiemengen nötig. Diese bis zur Anwendungsreife zu bringen, hat sich ein internationales Team um Tom Weier und Norbert Weber vom Institut für Fluiddynamik des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) vorgenommen. Im Projekt SOLSTICE – zu Deutsch Sonnenwende – wollen sie ab Januar 2021 Stromspeicher auf der Basis von flüssigem Natrium und flüssigem Zink entwickeln. weiterlesen…

Verständnis von Bindungen in Frage gestellt

“Diese Untersuchung rührt an die Grundlagen der Chemie”

Chemiker haben eine “kurze starke Wasserstoffbindung” (short strong H-bond, SHB) entdeckt – eine Art Zwitter zwischen zwei schon lange bekannten Formen der atomaren Kopplung. Sie ist einerseits keine lose Wasserstoffbrückenbindung mehr, aber auch noch keine kovalente Molekülbindung. Möglicherweise müssen die üblichen Definitionen chemischer Bindungen überarbeitet werden, schreiben die Forscher um Bogdan Dereka und Andrei Tokmakoff von der University of Chikago am 08.01.2021 in Science. weiterlesen…