20 Reallabore der Energiewende ausgewählt

Altmaier: „Wir wollen bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt werden“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 18.07.2019 die Gewinner des Ideenwettbewerbs ‚Reallabore der Energiewende‘ bekannt gegeben: In bundesweit 20 Reallaboren sollen – so eine BMWi-Medienmitteilung – Unternehmen künftig zukunftsfähige Energietechnologien, vor allem neue Wasserstofftechnologien im industriellen Maßstab und in realer Umgebung erproben. Zentrales Thema im Ideenwettbewerb ist CO2-armer Wasserstoff. Weitere wichtige Themen der ersten Ausschreibungsrunde des Ideenwettbewerbs sind Energiespeicher und energieoptimierte Quartiere. weiterlesen…

IEA mit “Methan-Tracker”

Neues Instrument zur Erfassung weltweiter öl- und gasbezogenern Methanemissionen – Reduzierung um fast die Hälfte möglich

Die Internationale Energieagentur hat am 16.07.2019 ein neues Online-Tool gestartet, das die öl- und gasbezogenen Methanquellen, “ein wichtiges und oft übersehenes Treibhausgas”, verfolgt. Der neue “Methan-Tracker” bietet das umfassendste globale Bild der Methanemissionen und deckt acht Industriebereiche in mehr als siebzig Ländern ab. weiterlesen…

Mit CO2 Strom erzeugen

Einspeisung in unterirdische Methanhydrat-Vorkommen könnte Luft reinigen und Einnahmen schaffen

Eine in den vergangenen zehn Jahren erforschte Methode, der Luft CO2 zu entziehen, könnte durch eine in in Water Resources Research publizierte Computersimulationsstudie einen Schritt in Richtung Praxis bedeuten – so Mark Fischetti am 17.07.2019 in Scientific American. In dem Verfahren soll CO2 der Außenluft oder Industrieabgasen entnommen und in tiefen Methanhydratvorkommen dauerhaft gespeichert werden. Das einströmende CO2 würde das Methan ausstoßen, das an der Oberfläche eingesammelt und zur Stromerzeugung, zum Antrieb der Sequestrierung oder zur Finanzierung verwendet werden könnte. weiterlesen…

“fuel switch” macht Strom aus Braunkohle unwirtschaftlich

33% weniger CO2-Emissionen durch Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas

Im Juni 2019 emittierten die deutschen fossilen Kraftwerke 33% weniger Kohlendioxid als im Juni 2018. Gründe für diesen beachtlichen Rückgang seien hauptsächlich die gestiegenen Kosten für CO2-Zertifikate, die niedrigen Börsenstrompreise und ein geringerer Stromverbrauch, teilte Fraunhofer ISE – Energy Charts am 16.07.2019 mit. Dabei habe die Kombination aus erhöhten Kosten für CO2-Zertifikatspreise, niedrigeren Börsenstrompreisen u.a. aufgrund hoher Anteile erneuerbaren Stroms sowie niedrigen Gaspreisen zu einem “fuel switch” geführt, einem Brennstoffwechsel von Braunkohle zu Gas, da sich in dieser Konstellation die Stromerzeugung aus Braunkohle sehr schnell als unwirtschaftlich darstelle. weiterlesen…

Retten Bäume das Weltklima?

Der Traum vom Klimaschutz, der keinem weh tut

Können neue Wälder den Klimawandel bremsen? Eine Studie der ETH Zürich weckt diese Hoffnung. Doch sie greift zu kurz. Bäume allein reichen nicht, kommentiert PIK-Klimaforscher Stefan Rahmstorf am 16.07.2019 in der online-Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft. Bereits am 10.07. 2019 hatte Marlene Weiß in der Süddeutschen Zeitung Zweifel angemeldet: “Diese Rechnung geht nicht auf” (siehe: solarify.eu/lesehinweis-zu-schoen-um-wahr-zu-sein). weiterlesen…

Klimawandel und Ungleichheiten gemeinsam in den Blick nehmen

Agenda 2030: Ministerkonferenz in New York überprüft Fortschritt bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele

Beim Ministersegment des UN-Nachhaltigkeitsforums am 16.07.2019 in New York hat Deutschland gefordert, gesellschaftliche Ungleichheiten und Klimawandel stärker in den Blick zu nehmen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, Maria Flachsbarth, und die Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, Rita Schwarzelühr-Sutter, vertreten die Bundesregierung gemeinsam auf dem Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF), das jedes Jahr die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und ihrer 17 globalen Nachhaltigkeitsziele überprüft. Das Forum findet vom 9. bis 18. Juli in New York statt. weiterlesen…

Drei Denkmodelle, die Klimaschutz und Profitabilität vereinen können

Eine klug ausgestaltete CO2-Steuer fördert Innovationen – wenn sie dem wirtschaftlichen Kreislauf kein Geld entzieht, sondern es in Klimaschutz lenkt.

Die Zeiten für eine engagierte Klimapolitik waren selten besser als heute. Der zivilgesellschaftliche Druck auf die Politik steigt kontinuierlich. Auch aus der Wirtschaft werden die Stimmen lauter, die verlässliche Rahmenbedingungen fordern, um ihre Unternehmen zu einer emissionsarmen Wirtschaft zu transformieren. Ein Gastkommentar im Handelsblatt vom 16.07.2019 von
weiterlesen…

Täglich 15 Fußballfelder Wald abgeholzt

70% der Unternehmen schweigen über Auswirkungen auf Wälder

Ein am 16.07.2019 veröffentlichter neuer Bericht der Umweltorganisation CDP (früher Carbon Disclosure Project) stellt fest, dass 70% von 1.500 Unternehmen mit hohen Waldbelastungen 2028 keine Daten über ihre Auswirkungen auf die globale Entwaldung lieferten – darunter wichtige Marken wie Dominos, Mondelez, Next und Sports Direct sowie der globale Lebensmittelkonzern Mondelez und sein Palmöl-Lieferant Rimbunan Hijau Group, das größte Palmölunternehmen in der Regenwaldregion Sarawak, Malaysia. Von den 306, die Daten gemeldet haben, unternehmen 24% keine oder nur unzureichende Schritte zur Bekämpfung oder Verringerung der Entwaldung. weiterlesen…

Katzenvideos im Internet und Netflix

Durch Online-Videos verursachte Treibhausgasemissionen haben „alarmierendes Niveau“ erreicht

Sich durch YouTube klicken, Katzenvideos im Internet sehen oder das klassische Binge-Watching von Serien wie Game of Thrones: Dass dies wachsende Bedrohungen für die Klimaziele sind, zeigt eine am 11.07.2019 von The Shift Project, einem französischen Think-Tank, veröffentlichte Studie. Doris Pundy war für EURACTIV.com bei der Vorstellung der Studie dabei. weiterlesen…

Altmaier soll einheitlichen CO2-Preis einführen

Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des BMWi “Energiepreise und effiziente Klimapolitik“

“Einen Bruch” nannte der Tagesspiegel-Background das Gutachten des bisher nahezu unbekannten Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Thema „Energiepreise und effiziente Klimapolitik“, das “einen radikalen Neustart der deutschen Klimapolitik” fordere. Background-Redakteur Christian Schaudwet wörtlich: “Weg mit dem Ansatz, dass der Staat es meist besser weiß als Wirtschaft, Verbraucher und Märkte. Stattdessen: Die Preise müssen die (Klima-)Wahrheit sprechen, den Rest erledigt dann der Markt.” weiterlesen…