“Hinwendung der Politik zur Wirklichkeit”

Der Kohleausstieg geht billiger, besser und klimafreundlicher

Die Corona-Krise macht es möglich, dass der Kohleausstieg früher kommen und viel billiger werden könnte als ursprünglich gedacht. Die neue Realität bietet der Politik eine Riesenschance. “Noch wäre also in der Klimapolitik möglich, was Corona an vielen anderen Stellen bereits ermöglicht hat: politische Flexibilität, ein Neujustieren der Gesetze auf neue Gegebenheiten”. Der Bundestag müsse es nur wollen, schreibt Petra Pinzler in ihrer ZEIT-ONLINE-Kolumne vom weiterlesen…

EWI für H2-Technologieneutralität

Ausblick auf nationale Wasserstoffstrategie

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln schlägt vor, nicht nur auf grünen, sondern auch auf blauen und türkisen Wasserstoff zu setzen. Denn der stockende Ausbau der Erneuerbaren Energien hemme den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft. Die Bundesregierung plant einerseits, Wasserstoff großskalig in der deutschen Energieversorgung einzusetzen, anderseits möchte sie Wasserstofftechnologien als neues Standbein der deutschen Exportwirtschaft etablieren. Welche Erzeugung (grün, blau oder türkis – s.u.) gefördert werden soll, wird kontrovers diskutiert. Eine Gegenüberstellung der drei Arten macht deutlich, dass alle Verfahren zur Herstellung von CO2-neutralem Wasserstoff in der Strategie berücksichtigt werden sollten. Das ist die wichtigste Erkenntnis aus dem neuen EWI Policy Brief von David Schlund und Simon Schulte zur Nationalen Wasserstoffstrategie, die in Kürze vom Kabinett verabschiedet werden soll. weiterlesen…

Neue Erkenntnisse über Mechanismus kollektiver Zwischengitteranordnung in Fe-C-Legierungen

Was im Stahl für Ordnung sorgt

Kohlenstoffatome spielen für die Festigkeit von Stahl eine wichtige Rolle. Doch auch in Stählen, die schon seit Jahrzehnten im Einsatz sind, war das kollektive Verhalten dieser Atome bisher nicht vollständig verstanden. Eine gemeinsame Arbeit an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf hat Licht ins Dunkel gebracht: Das Wechselspiel zwischen den Kohlenstoffatomen, den durch sie verursachten Verzerrungen des Kristallgitters und den Gitterbaufehlern im Stahl ist für die energetischen Vorlieben der einzelnen Kohlenstoffatome entscheidend. Mit diesem Verständnis lässt sich die Herstellung von hochfesten Werkstoffen genauer steuern. Darüber berichtetr Nature Materials am 04.05.2020. weiterlesen…

“Profitgier bremsen”

DIW Studie: Erweiterung des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler energiewirtschaftlich unnötig

Die Zerstörung weiterer Dörfer am Braunkohle-Tagebau Garzweiler II ist energiewirtschaftlich nicht notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und seiner Expertengruppe Coalexit im Auftrag von Greenpeace. weiterlesen…

Wasserstoff und Brennstoffzelle “zusammen Kraftpaket”

“Sechs Gründe für Wasserstoff”

“Ausgestattet mit diesen sechs Erkenntnissen kann die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie den Antrieb für ein neues, sauberes Energiezeitalter liefern”, endet eine Folge von sechs Pro-Wasserstoff-Grafiken der kanadischen Wasserstoff- und Brennstoffzellenvereinigung (Canadian Hydrogen and Fuel Cell Association, CHFCA), die der Dienst Visual Capitalist zitiert. Denn Wasserstoff und Brennstoffzellen würden weithin als Lösungen für ein nachhaltiges 21. Jahrhundert angesehen, da sie eine effiziente, saubere und zuverlässige Strom- und Wärmequelle für eine Reihe von Anwendungen bieten könnten, bei denen eine Reihe von Energiequellen genutzt würden. weiterlesen…

GB und D vernachlässigen Wärmesektor

Vergleichende Studie über Strategie der Emissionsreduzierung beim Beheizen von Gebäuden in Deutschland und Großbritannien

Am Endenergieverbrauch hat die Wärmeenergie einen Anteil von über 50 Prozent. Die Emissionen beim Beheizen von Gebäuden zu reduzieren, hätte folglich eine große Hebelwirkung fürs Klima. Welche Strategien verfolgen Deutschland und Großbritannien, um diese großen Potentiale zu heben? Eine Studie von Wissenschaftlern des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) belegt einer Medienmitteilung vom 18.05.2020 zufolge, dass beide Länder weitaus mehr für eine wirksame Eindämmung des Klimawandels im Heizungssektor tun müssten. weiterlesen…

Neuartiges Schnellladesystem für Elektromobilität

Reduzierte Materialkosten

Die TH Köln und die AixControl GmbH haben in einem gemeinsamen Forschungsprojekt ein zweistufiges Schnellladesystem für die Elektromobilität entwickelt. Dank des neuartigen Aufbaus kann in der Ladeelektronik auf eine Leistungsstufe verzichtet werden, was die Materialkosten reduziert. Zeitgleich ist das Schnellladesystem in der Lage, einen breiten Spannungsbereich von 200 bis 900 Volt zu bedienen und ermöglicht auch bidirektionales Laden, also das Abziehen von Energie aus der Batterie. weiterlesen…

Windbranche Innovationsmotor

Patentanmeldungen: Sinkender Trend scheint gestoppt

Dank der Windenergiebranche ist der seit Jahren sinkende Trend bei neuen Patentanmeldungen im Bereich Erneuerbare Energien gestoppt. Die Zahl der veröffentlichten Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland ist hier 2019 nach sechs Jahren erstmals wieder gestiegen. Während bei Solartechnik, Erdwärme und Biogas ein minimaler Anstieg verzeichnet wurde, hat sich die Anzahl der eingereichten Patente aus dem Bereich Windenergie um ganze 16,6 Prozent erhöht. Damit sorgt die Branche für einen Gesamtanstieg von knapp 10 Prozent bei den angemeldeten Patenten für Erneuerbare Energien, wie der Bundesverband WindEnergie mitteilte. weiterlesen…

Ab Januar kostet Tonne CO2 25 Euro

Kabinettsbeschluss

Ab Januar 2021 wird in Deutschland die Tonne CO2 in allen Sektoren 25 Euro kosten. Darauf und auf weitere Änderungen am vergangenen September auf den Weg gebrachten Klimapaket einigte sich das Bundeskabinett am 20.05.2020. Ursprünglich hatte die Bundesregierung zehn Euro pro Tonne vorgeschlagen – der sollte bis 2025 auf 35 Euro steigen – was auf lautstarken Protest von NGOs und Klimapolitikern stieß. 2025 soll die Tonne CO2 nun 55 Euro kosten, danach werden Emissionszertifikate mit einem Preiskorridor von 55-65 Euro pro Stück versteigert – so Florence Schulz auf Euractiv– und zahlreiche andere Medien. weiterlesen…

Fusion: Bemühungen um “Sonnenkraft”-Nutzung gewinnen Boden

Bald “kleine” Fusionsreaktoren?

Wissenschaftler, Privatunternehmen, Investoren und Regierungen seien zunehmend zuversichtlicher, dass kleinere Fusionsenergiesysteme kürzer vor der Verwirklichung ständen als je zuvor, schreibt Nathanial Gronewold in E&E Climatewire. Die Fusionsenergie, von Beobachtern lange Zeit als theoretische Technologie abgetan, die für immer 50 Jahre entfernt war, gewinne an Fahrt. Der Bau eines riesigen Versuchsreaktors für mehreren Milliarden Euro in Südfrankreich schreite zwar voran, aber kleine Fusionsfirmen Investoren versprächen, dass sie weit billigere Anwendungen bauen könnten, die schon in den 2030er Jahren für die kommerzielle Nutzung bereit sein könnten. weiterlesen…