SOLARIFY

Energie für die Zukunft

SOLARIFY – das unabhängige Infoportal von Agentur Zukunft und Max-Planck-Gesellschaft für Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende.




Studie von Agora Energiewende: 3 bis 4,5 Cent pro Kilowattstunde sind erreichbar

An Land produzierter Windstrom wird in den nächsten Jahren voraussichtlich noch günstiger werden. Eine Analyse von Agora Energiewende kommt zu dem Ergebnis, dass die Vollkosten an hervorragenden Standorten in Deutschland auf 3 bis 4,5 Cent pro Kilowattstunde sinken könnten – das wäre, laut Pressemitteiltung des Thinktanks nochmals ein deutlicher Rückgang gegenüber den 5,25 bis 5,78 Cent pro Kilowattstunde, die jetzt bei der ersten deutschen Auktion für Windstrom an Land erreicht wurden.


Reaktionen deutscher Modulhersteller auf Solarworld-Insolvenz

schildert Sandra Enkhardt im pv magazine am 23.05.2017 – mit freundlicher Genehmigung
Der Geschäftsführer von Heckert Solar spricht von einer „absoluten Schande für Deutschland und Europa“. Der Chef von Aleo Solar merkt an, dass der deutsche Sandra is Senior Editor of pv magazine Deutschland. She has been reporting on solar since 2008Photovoltaik-Markt nun aufgerüttelt ist und es klargestellt werden sollte, dass weiterhin Qualitätsmodule in Deutschland gefertigt werden. Bei CS Wismar sieht man die „Kampfpreise“ von Solarworld seit Jahresbeginn als ein Grund für die Insolvenz.

AGEB: EE legen kräftig zu


AG Energiebilanzen: Kohle und Erdgas sorgen für sicheren Strom – Verbrauch im 1. Quartal leicht im Minus – Atomenergie -33%

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes und erreichte eine Höhe von 3.673 Petajoule (PJ) beziehungsweise 125,4 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres war dies ein Rückgang um 1,4 Prozent, meldete die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am 22.05.2017.


Studie belegt Ungefährlichkeit

Eine Untersuchung des Photovoltaik-Instituts (PI) Berlin gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin und dem Unternehmen indielux zeigt, dass Stecker-Solar-Geräte bis 2,6 Ampere (ca. 630 W PV-Leistung) gefahrlos von Laien angeschlossen werden können.

Flexiblere Turbinen entwickeln


BINE: Schwankende Stromerzeugung der Erneuerbaren ausgleichen

Die Stromversorgung in Deutschland wird mehr und mehr von den Erneuerbaren Energien übernommen. Konventionellen Kraftwerken fällt künftig die Aufgabe zu, den restlichen Bedarf zu decken und die schwankende Erzeugung von Solar- und Windstrom auszugleichen. Dafür müssen Gas- und Dampfturbinen flexibler werden. Das BINE-Projektinfo „Flexible Turbomaschinen stabilisieren das Stromnetz“ (07/2017) stellt das Forschungsprogramm ECOFLEX-turbo vor.


377,5 EE-TWh wurden 2015 verbraucht – BMBF-Zukunftkongress „Energieoffensive 2030“

Das Bundesforschungsministerium ging auf großer Bühne in die „Energieoffensive 2030“: Im Rahmen des „Zukunftskongresses Energieoffensive 2030“ am 22. und 23.05. in der Berliner Telekom-Repräsentanz berichteten den 400 Besuchern unter anderem die vier großen Kopernikus-Projekte über ihre Forschungs- und Entwicklungspläne und diskutierten untereinander und mit dem Publikum über weitere Möglichkeiten der Sektorkopplung und Systemintegration. Die Kopernikus-Projekte sind Teil der größten Forschungsinitiative zur Energiewende.


Auszeichnung des Energiewende-Engagements der besten deutschen Energieversorger am 01.06.2017 auf der Intersolar Europe

Im Rahmen des Projektes „Energieversorger in der Energiewende“ analysierte EuPD Research in einer Vollerhebung alle knapp 1.300 deutschen Energieversorger. Wie das Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen am 23.05.2017 mitteilte, sollen nun die besten Energieversorger für ihr Angebot an Produkten, Dienstleistungen und Informationen im Kontext der Energiewende prämiert werden.

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Das süße Gift des (Klima-)Zweifels

Die New York Times hält sich seit Neuestem einen Klimaleugner als Kolumnisten. Karl Poppers Lehre, dass Wissenschaft nicht zu verifizieren, also zu beweisen, sondern Hypothesen zu falsifizieren habe, missbraucht mancher als Mäntelchen scheinbar progressiven Zweifels: Pulitzer-Preisträger Bret Stephens fordert in seiner allerersten Kolumne in der „Gray Lady“ genannten NYT, weil die Wissenschaft den Klimawandel zu 100 Prozent für sicher halte, seien Zweifel angebracht: „Normale Bürger“ hätten ein „Recht, skeptisch gegenüber einer übertriebenen Wissenschaftsgläubigkeit zu sein“. Sie wüssten – „was alle Umweltschützer wissen sollten“ – dass die Geschichte zugemüllt sei von „wissenschaftlichen Fehlern, die mit politischer Macht verheiratet“ gewesen seien. Wäre Hillary Clinton weniger „gewiss“ gewesen, wäre sie heute Präsidentin, so Stephens, der seine Kolumne mit einem Zitat des Polen Czeslaw Milosz überschreibt: „Wer sagt, er habe 100 Prozent Recht, ist ein Fanatiker, ein Verbrecher und die schlimmste Art von Lump.“ Aber: Kein seriöser Klimawissenschaftler hat jemals behauptet, es gebe 100prozentige Gewissheit über den Klimawandel; von Wahrscheinlichkeiten ist stets die Rede. Klimaskeptiker (präferierte Selbstbezeichnung) erkennt man daran, dass sie Beweise für den anthropogenen Klimawandel fordern – die es nicht gibt. Und siehe da: Nicht nur laut Wikipedia ist Stephens als „Trump-Gegner von rechts“ und „Klimaleugner“ bekannt. Seine Kolumne: schlicht unseriös, demagogisch – kein Ruhmesblatt für die 165jährige Prestigezeitung mit der größten Redaktion der USA und dem Wahlspruch „All the news that’s fit to print“. Immerhin ist das Verhältnis von Klimawandel-Wahrscheinlichkeit zu -Unwahrscheinlichkeit etwa 96:4. Das hindert aber viele Medien, allen voran die Talkshow-Sintflut bei uns, nicht daran, immer wieder die Gleichen aus dem versprengten Häuflein der Skeptiker einzuladen – aus drei Gründen: Leben in der Sendung, ein Trump-Befürworter soll her, und vorgebliche Ausgewogenheit (siehe: solarify.eu/missverstandene-ausgewogenheit). Wir sind Zeugen eines epochalen Wandels: Bisher unseriöse bis lächerliche Argumente und Praktiken bis hin zur radikalen Wissenschaftsfeindlichkeit werden hoffähig – ein weltweiter Ruck nach rechts. Beim March for Science am 22.04.2017 zeigte sich, dass weder die Medien noch die Wissenschaft – ganz gleich in welchem Land – vor schleichender Anpassung sicher sein können. Wir alle müssen aufpassen – und uns einmischen (s. auch: solarify.eu/trumpozaen).
-Gerhard Hofmann-