Uniper: Wilhelmshaven soll Knotenpunkt für klimafreundlichen Wasserstoff werden

Terminal soll Ammoniak-Cracker erhalten und an künftiges Wasserstoff-Netz angeschlossen werden – 10 Prozent des gesamtem deutschen Bedarfs

Der Energiekonzern Uniper will unter dem Namen „Green Wilhelmshaven“ den Standort seine Ende 2022 vom Netz gehenden Steinkohlekraftwerks (Foto © Martina Nolte, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org) zu einem nationalen Knotenpunkt für Wasserstoff machen und arbeitet eigenen Angaben zufolge an einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Zum einen soll dort ein Importterminal für grünes Ammoniak entstehen. Das Terminal soll einen Ammoniak-Cracker zur Herstellung von Wasserstoff erhalten und an das zukünftige Wasserstoff-Netz angeschlossen werden. Darüber hinaus ist eine Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 410 Megawatt geplant. weiterlesen…

EEG 2021 erfüllt Erwartungen nicht

Nur 55 Prozent statt 65

2030 sollen Erneuerbare Energien insgesamt 65 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs decken. So steht es im neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021). Dieses Ziel wird Deutschland voraussichtlich nicht erreichen, es könnten nur 55 Prozent werden, zeigt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) der Universität zu Köln. Die mögliche Differenz resultiert aus einer Abschätzung des Strombedarfs von 685 TWh pro Jahr sowie der laut EEG 2021 geplanten Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien von 377 TWh pro Jahr. weiterlesen…

Elf Solarparks mit 500 MWp in Ostdeutschland geplant

Blue Elephant Energy und UKA vereinbaren Entwicklungskooperation

Der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Blue Elephant Energy AG (BEE) hat nach eigenen Angaben am 15.04.2021 mit dem Projektierer und Betreiber von regenerativen Energieanlagen Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG aus Meißen (UKA), eine Projektentwicklungskooperation über ein Solarparkportfolio mit mehr als 500 MWp unterschrieben. Das Portfolio enthalte elf Solarparks in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium mit Leistungen zwischen 20 und 130 Megawatt. weiterlesen…

Frage nach Methanspaltung: Bald förderfähige Projektskizzen

Herstellung von Wasserstoff mittels Pyrolyse

H2 grün - SymbolDerzeit gibt es laut der Antwort (19/28010) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/27352) der FDP-Bundestagsfraktion keine Technologie zur Herstellung von Wasserstoff mittels Pyrolyse im großtechnischen Maßstab. Der Reifegrad entsprechender Technologien bewege sich im Rahmen von Versuchsaufbauten in Laborumgebungen, erklärt die Bundesregierung. Nach ihrer Kenntnis gebe es keine konkreten Pläne für den Aus- oder Aufbau von großtechnischen Anlagen dazu in Deutschland, heißt es weiter. (hib/PEZ) Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Breites Bündnis fordert sozial- und klimaverträgliche Mobilitätswende

Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden und der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt Handlungsempfehlungen vor

Ein zivilgesellschaftliches Bündnis hat am 15.04.2021 seine Handlungsempfehlungen für eine sozial gerechte und ökologische Mobilitätswende vorgestellt. DGB, IG Metall, Verdi, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und Nabu vertreten zusammen viele Millionen Menschen und signalisieren damit, dass weite Teile der Bevölkerung dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Mobilitätspolitik sehen. Entsprechend fordert das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln auf: Es sei nämlich möglich, gleichzeitig das Klima zu schützen und die Lebensqualität von Millionen Bürgerinnen und Bürgern spürbar zu verbessern. (Broschüren-Titel: Bündnis “Sozialverträgliche Mobilitätswende” – © bund.net) weiterlesen…

Digitalisierung tut not – für große Solaranlagen

DNV veröffentlicht Studie

Die Digitalisierung kann Planung, Errichtung und Betrieb großer Solaranlagen optimieren. Dass dies notwendig ist, zeigt der erste Teil einer Studienreihe zu diesem Thema mit dem Titel „More than the sun: A solar report series“ des niederländischen Beratungsinstituts DNV. Sven Ullrich hat ihn in Erneuerbare Energien beschrieben. weiterlesen…

„Grünes Kabel“ unter Strom

Untersee-HGÜ NordLink verbindet erstmals Deutschland und Norwegen

Nach erfolgreichem Abschluss einer mehrmonatigen Probebetriebsphase nehmen die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Statnett den Untersee-Hochspannungs-Gleichstrom-Interconnector zum Austausch von deutscher Windenergie und norwegischer Wasserkraft in Betrieb. Die offizielle Einweihung findet einer Medienmitteilung beider Unternehmen zufolge aber erst am 27.05.2021 statt (Foto: Konverter für HGÜ-Leitung am Beginn der HGÜ-Strecke – © tennet.eu). weiterlesen…

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf Wind-Erträge?

Fraunhofer IWES und GERICS mit neuem Forschungsprojekt zu Untersuchung klimatischer Windveränderungen und Einfluss auf Windenergie-Standortbewertung

Windgeneratoren vor Wohnhäusern in Berge - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyBei der Planung eines Windparks sind Ertragsgutachten wichtig, um die Windbedingungen am Standort abzuschätzen und unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte die voraussichtlichen Energieerträge zu berechnen. Grundlage hierfür sind meist historische Winddaten sowie Messdaten, die im Planungsprozess in die Zukunft extrapoliert werden. Doch durch den fortschreitenden Klimawandel könnten historische Daten weniger aussagekräftig für die Zukunft sein. Im Projekt „KliWiSt“ untersucht das Fraunhofer IWES gemeinsam mit dem Climate Service Center Germany (GERICS), den Einfluss des Klimawandels auf die Windenergie-Standortbewertung. Zudem sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ermittlung von Ertragsgutachten für Windparks daraus abgeleitet werden. weiterlesen…

Dünner als ein Nanometer, aber stärker als Stahl

Wissenschaftler stabilisieren atomar dünnes Bor für praktischen Einsatz

US-Wissenschaftler haben Borophen entwickelt, stabile Nanoblätter aus Bor- und Wasserstoffatomen mit potenziellen Anwendungen in der Nanoelektronik und Quanteninformationstechnologie. Zweidimensionale Materialien – exotische Werkstoffe der Wissenschaft mit Länge und Breite, aber nur einem oder zwei Atomen in der Dicke – bieten die Möglichkeit, die Leistung von elektronischen Geräten, Solarzellen, Batterien und medizinischen Geräten in nie dagewesener Weise zu steigern (Grafik: Wahrscheinliche Kristallstrukturen von Borophenen – © Materials Research Letters (2017) CC BY 4.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

Die Elektrolyse und das Tal des Todes

Von der Grundlagenforschung zur industriellen Anwendung

Trotz einer Fülle von Katalysatorenkandidaten für die Wasserstoff- und Sauerstoffentwicklungs- sowie die CO2-Reduktionsreaktion hat bisher fast keiner von ihnen das Stadium der Anwendung erreicht – also das vielzitierte “Tal des Todes” erfolgreich durchquert. “Von der Grundlagenforschung zur industriellen Anwendung von Elektrolysetechnologien – oder warum markttaugliche Konzepte von Katalysatoren, Elektroden und Zellen noch Mangelware sind” ist eine Medienmitteilung des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT vom 14.04.2021 überschrieben. weiterlesen…