Brandschutzplatte aus Sägemehl: Ein Mineral statt Zement

Sägemehl landet meist im Ofen. Forschende in Zürich pressen daraus eine Platte, die Feuer abhält und sich am Ende wieder in ihre Bestandteile zerlegen lässt. Bei jedem Schnitt im Sägewerk fällt Sägemehl an. Weltweit sind es jedes Jahr Millionen Tonnen. Das meiste davon wird verbrannt, wodurch das im Holz gebundene Kohlendioxid wieder entweicht. Forschende der weiterlesen…

Plastiksteuer: Gewogen wird das Plastik, nicht der Kreislauf

Ab Juli 2027 soll jedes Kilo Kunststoff in Verpackungen 55 Cent Steuer kosten. Ob sich die Verpackung recyceln lässt, spielt für den Betrag keine Rolle. Ab dem 1. Juli 2027 sollen Hersteller und Importeure für jede Tonne Kunststoff in Verpackungen 550 Euro Steuer zahlen. So sieht es der neue Gesetzentwurf vor. Die Koalitionsfraktionen von Union weiterlesen…

OP-Werkzeug: Einweg soll zurück in die Produktion

Einweg-Werkzeug aus dem OP besteht aus Edelstahl und hochwertigen Kunststoffen. Nach einer einzigen Operation landet es trotzdem im Ofen. Jetzt sammeln 16 Kliniken es für den Kreislauf. Seit Oktober sammeln 16 Kliniken in Deutschland ihre benutzten Einweginstrumente. Skalpelle, Pinzetten und Klemmen werden nicht mehr zusammen mit dem übrigen Klinikabfall verbrannt, sondern kommen in eigene Behälter. weiterlesen…

Kritische Rohstoffe aus Abwasser retten: Biotech schließt den Kreis

Fabriken reinigen ihr Abwasser, um es loszuwerden. Dass darin wertvolle Rohstoffe mitfließen, wird meist übersehen: Gallium etwa, teurer als Silber und für fast jeden Chip gebraucht, landet oft im Abfluss. Ein Dresdner Start-up gewinnt es jetzt zurück. Fabriken reinigen ihr Abwasser, um es loszuwerden. Dass dabei wertvolle Rohstoffe mitfließen, wird meistens übersehen. In vielen Halbleiterfabriken weiterlesen…

Plastikabgabe 2027: Vom Steuerzahler zum Hersteller

1,4 Milliarden Euro überweist Deutschland jedes Jahr nach Brüssel, weil zu viel Plastik im Müll landet. Bisher tragen das die Steuerzahler. Ab 2027 soll die Rechnung bei den Herstellern landen. 80 Cent kostet jedes Kilogramm Plastikverpackungen, das nicht recycelt wird. Bislang zahlt Deutschland diese Rechnung aus dem Bundeshaushalt: rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Künftig weiterlesen…

Mineralwolle: Österreich recycelt, Deutschland deponiert

In Deutschland landen jedes Jahr tausende Tonnen Mineralwolle auf der Deponie, recycelt wird sie fast nie. Nicht, weil es nicht ginge, sondern weil niemand muss. Österreich zeigt, dass es auch anders geht. Ab dem 1. Januar 2027 darf Mineralwolle in Österreich nicht mehr deponiert werden. Der Dämmstoffhersteller Knauf Insulation baut deshalb in Ferndorf in Kärnten weiterlesen…

Alte Solarmodule: Wenn kein Kreislauf entsteht

Das Lebensende der Solarmodule wird zum Testfall für die Kreislaufwirtschaft. Die erste große Rücklaufwelle rollt an, und die Verwertungsquote ist hoch. Doch genau das ist ein Problem. Bereits 2021 betrug die insgesamt installierte Menge an PV-Modulen in Deutschland ungefähr fünf Millionen Tonnen, mit einem Siliziumanteil von 150.000 Tonnen. Diese erreichen nun ihr Lebensende. Durch das weiterlesen…

Alte Rotorblätter: Rohstoff statt Brennstoff

Ein Rotorblatt hält zwanzig Jahre Sturm stand. Danach wird es geschreddert und verbrannt. Eine Kooperation soll das nun ändern. Zwei Projekte wurden nun vorgestellt, die den Flügel als Rohstoff behandeln: Bauteil statt Brennstoff. Am Ende seiner Laufzeit wird ein Rotorblatt zersägt und geschreddert. Obwohl es ein extrem robustes Material ist, landet es immer noch in weiterlesen…

Kältemittel im Kreislauf: Kühlen aus dem Altgerät

Erst war das Kältemittel Abfall, jetzt ist es ein begehrter Rohstoff. Weil neues Gas knapp wird, schließt die Kühlbranche den Kreislauf. Wer in diesen Tagen die Klimaanlage hochdreht, macht sich selten Gedanken über das Gas, das im Inneren zirkuliert. Dabei ist dieses Gas selbst ein Klimaproblem: Die meisten Kältemittel sind Treibhausgase, die tausendfach stärker wirken weiterlesen…

NKWS-Aktionsprogramm: Online-Plattform ja, Markt nein

Wenn Wirtschaft und Umweltschützer dasselbe vermissen, fehlt etwas Grundsätzliches. Die Reaktionen auf das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) fallen quer durch alle Lager gleich aus: vom Industrieverband bis zum WWF lautet der Befund „zu unambitioniert“. 500 Milliarden für Verteidigung. Für die Kreislaufwirtschaft: 0,5 Milliarden. Am 3. Juni hat das Bundeskabinett das lange verzögerte Aktionsprogramm beschlossen. weiterlesen…