Mineralwolle: Österreich recycelt, Deutschland deponiert

In Deutschland landen jedes Jahr tausende Tonnen Mineralwolle auf der Deponie, recycelt wird sie fast nie. Nicht, weil es nicht ginge, sondern weil niemand muss. Österreich zeigt, dass es auch anders geht. Ab dem 1. Januar 2027 darf Mineralwolle in Österreich nicht mehr deponiert werden. Der Dämmstoffhersteller Knauf Insulation baut deshalb in Ferndorf in Kärnten weiterlesen…

Alte Solarmodule: Wenn kein Kreislauf entsteht

Das Lebensende der Solarmodule wird zum Testfall für die Kreislaufwirtschaft. Die erste große Rücklaufwelle rollt an, und die Verwertungsquote ist hoch. Doch genau das ist ein Problem. Bereits 2021 betrug die insgesamt installierte Menge an PV-Modulen in Deutschland ungefähr fünf Millionen Tonnen, mit einem Siliziumanteil von 150.000 Tonnen. Diese erreichen nun ihr Lebensende. Durch das weiterlesen…

Alte Rotorblätter: Rohstoff statt Brennstoff

Ein Rotorblatt hält zwanzig Jahre Sturm stand. Danach wird es geschreddert und verbrannt. Eine Kooperation soll das nun ändern. Zwei Projekte wurden nun vorgestellt, die den Flügel als Rohstoff behandeln: Bauteil statt Brennstoff. Am Ende seiner Laufzeit wird ein Rotorblatt zersägt und geschreddert. Obwohl es ein extrem robustes Material ist, landet es immer noch in weiterlesen…

Kältemittel im Kreislauf: Kühlen aus dem Altgerät

Erst war das Kältemittel Abfall, jetzt ist es ein begehrter Rohstoff. Weil neues Gas knapp wird, schließt die Kühlbranche den Kreislauf. Wer in diesen Tagen die Klimaanlage hochdreht, macht sich selten Gedanken über das Gas, das im Inneren zirkuliert. Dabei ist dieses Gas selbst ein Klimaproblem: Die meisten Kältemittel sind Treibhausgase, die tausendfach stärker wirken weiterlesen…

NKWS-Aktionsprogramm: Online-Plattform ja, Markt nein

Wenn Wirtschaft und Umweltschützer dasselbe vermissen, fehlt etwas Grundsätzliches. Die Reaktionen auf das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) fallen quer durch alle Lager gleich aus: vom Industrieverband bis zum WWF lautet der Befund „zu unambitioniert“. 500 Milliarden für Verteidigung. Für die Kreislaufwirtschaft: 0,5 Milliarden. Am 3. Juni hat das Bundeskabinett das lange verzögerte Aktionsprogramm beschlossen. weiterlesen…

Solarmodul-Recycling gegen den Schredder

Kreislaufwirtschaft für Solarmodule? Das ist im Aufbau: Die erste industrielle Recyclinglinie des Landes schafft 14.000 Tonnen im Jahr. Bis 2030 werden in Deutschland jährlich rund 400.000 Tonnen Altmodule erwartet. Wenn ein Solarmodul nach Jahrzehnten vom Dach genommen wird, landet es  oft im Schredder. Dabei gehen die wertvollen Bestandteile wie Silber, Silizium und ein Großteil des weiterlesen…

Statusbericht Kreislaufwirtschaft 2026

Vier Statusberichte, dieselbe Diagnose: Die Kreislaufwirtschaft scheitert nicht an der Technik. Sie scheitert an langen Genehmigungsdauern, einer schwachen Inlandsnachfrage und einer öffentlichen Beschaffung, die Recyclingmaterial systematisch übergeht. Zu diesem Fazit kommt der „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026“. Er wurde von Prognos im Auftrag von 15 Branchenverbänden erstellt und auf der Umweltmesse IFAT in München präsentiert. weiterlesen…

IFAT 2026: Wie Europas Recyclinglücke geschlossen werden kann

Zehn strategische Rohstoffe werden in der EU bislang fast gar nicht recycelt. Brüssel hat als Reaktion die Ausfuhr von Aluminiumschrott eingeschränkt, um eigene Recyclingkapazitäten zu stützen. Wie die Branche die Lücke schließen kann, zeigt die IFAT Munich. Die weltgrößte Messe für Wasser, Abfall und Rohstoffe rechnet mit einer Rekordbeteiligung. Mit über 3200 Ausstellern aus  60 weiterlesen…

Circularity Gap Report 2026: 25,4 Billionen Euro verloren

25,4 Billionen Euro Wertverlust pro Jahr. Die Linearwirtschaft kostet uns 31 Prozent des Welt-BIP. Laut Deloitte Netherlands und Circular Economy ist das kein Betriebsunfall, sondern ihr Funktionsprinzip. Der Report unterteilt den Verlust in fünf Kategorien. Den mit Abstand größten Anteil hat der Abfall am Ende der Nutzungsphase: Jährlich verschwinden 10 Billionen Euro, weil Produkte weggeworfen weiterlesen…

Klärschlamm als Phosphorquelle: Forschungsprojekt macht Abwasser zum Rohstofflager

Phosphor ist als Düngemittel unverzichtbar und seit dem Zusammenbruch des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus akut knapp. Düngerpreise sind um 40 Prozent gestiegen, das UN-Welternährungsprogramm warnt vor einer Hungerkrise. Jetzt kommt ein Stuttgarter Forschungsergebnis zum richtigen Zeitpunkt: Phosphor lässt sich aus Klärschlamm zurückgewinnen. Phosphor ist für Düngemittel unverzichtbar – doch Europa hat selbst kaum weiterlesen…