EWI fürchtet Stromversorgungslücken

„Bis 2030 möglich“

Mehr Stromnachfrage, weniger fossile Kraftwerke, aber (noch) zu wenig Erneuerbare Energien: Die Energiewende verändert die Struktur der Stromversorgung in Deutschland. Mögliche Folgen für die Versorgungssicherheit zeigt eine Untersuchung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) vom 29.09.2022. Mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien steigt die Wetterabhängigkeit der Stromerzeugung in Deutschland. Die EWI-Analyse zeigt, dass die Versorgungssicherheit mit Strom in diesem Jahrzehnt derzeit nicht in allen extremen Wettersituationen garantiert ist. weiterlesen…

Weltbank sieht enormes Potenzial für solare Mini-Netze

Halbe Milliarde Menschen könnten bis 2030 für 127 Milliarden Dollar mit Mini-Solarnetzen versorgt werden

Laut einem am 30.09.2022 veröffentlichten Bericht der Weltbank reicht die derzeitige Verbreitung von Mini-Solarnetzen nicht aus, um das Ziel der allgemeinen Elektrifizierung gemäß SDG 7 zu erreichen – so die Taiyangnews. In dem Bericht werden solare Mininetze dennoch als „Schlüssellösung“ für die Schließung der Lücke beim Energiezugang bezeichnet. Der Weltbank zufolge haben diese das Potenzial, bis 2030 für 127 Milliarden USD 490 Millionen Menschen mit Strom zu versorgen. weiterlesen…

Carbon Contracts for Difference als Instrument zur Stärkung der Klimakooperation zwischen Industrie- und Schwellenländern

DIW: Nord-Süd-Klima-Kooperation hat Lücken

„Industrie- und Schwellenländer müssen zusammenarbeiten, um den emissionsintensiven Industriesektor zu dekarbonisieren und die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Deutschland und die anderen G7-Staaten haben sich zwar verpflichtet, die Schwellenländer bei der Bekämpfung des Klimawandels über die internationale Klimafinanzierung zu unterstützen, es bleibt jedoch abzuwarten, wie diese Unterstützung erfolgreich umgesetzt werden kann“, schreiben Heiner von Lüpke, Catherine Marchewitz, Karsten Neuhoff, Charlotte Aebischer und Mats Kröger im DIW-Wochenbericht 38. weiterlesen…

Drei Dinge, die Regierungen zur Finanzierung der Netto-Null-Wende tun können

Empfehlungen des Weltwirtschaftsforums

Für mehr als 90 % der weltweiten Wirtschaftstätigkeit gibt es ein Emissionsreduktionsziel, aber um die Ziele in die Tat umzusetzen, sind Billionen Dollar erforderlich. Die Regierungen können diese Bemühungen unterstützen, indem sie innovative Finanzierungssysteme und politische Maßnahmen einführen, die den Übergang erleichtern und die Risiken verringern. Innovative Regulierungsmaßnahmen, wie der US Inflation Reduction Act, und steuerliche Anreize können den Übergang zu einer Netto-Null-Emission beschleunigen und gleichzeitig wettbewerbsfähige Volkswirtschaften schaffen – so das Weltwirtschaftsforum in einer seiner jüngsten Veröffentlichungen. weiterlesen…

Roadmap für Kreislaufwirtschaft

Machbarkeitsstudie im Auftrag des WWF Deutschland

Die vom Öko-Institut im September 2022 vorgelegte Studie Modell Deutschland Circular Economy will die methodischen und fachlichen Grundlagen für die ökologische und ökonomische Folgeabschätzung von Circular Economy-Maßnahmen in relevanten Schlüsselsektoren zu prüfen. Darauf aufbauend sollen Empfehlungen für die Umsetzung eines Circular Economy-Bewertungsmodells für Deutschland abgeleitet werden. Das Bewertungsmodell soll zur Entwicklung einer Politik-Roadmap für eine Circular Economy in Deutschland beitragen und somit Einfluss auf die vorgesehene nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie nehmen. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

Sozial gerechter Preis für CO2 möglich

PIK und MCC: Gezielte Rückverteilung

Ein Preis auf CO2 kann stark wirksam und zugleich sozial gerecht sein – wenn er richtig gemacht ist, so eine am 30.09.2022 erschienene Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Kern der Idee: Eine gezielte Rückgabe der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung vor allem an ärmere Menschen, die relativ viel Energie brauchen und daran wenig ändern können. Einer Ausweitung der CO2-Preise stehen allem politische Befürchtungen entgegen: Soziale Härten und damit möglicher Aufruhr. weiterlesen…

Gaspreisbremse kommt

Abwehrschirm kostet mehr als 200 Milliarden Euro

Damit die Preise für Strom und Gas nicht durch die Decke gehen, spannte die Bundesregierung am 29.09.2022 einen „Abwehrschirm“ in Höhe von 200 Milliarden Euro auf. Er soll unter anderem zur Finanzierung der viel besprochenen Gaspreisbremse dienen. Das Geld kommt aus einem Nebenhaushalt, damit die Schuldenbremse nicht angetastet werden muss. Dennoch ist sie damit hinfällig. Finanzminister sagt trotzdem tapfer, das sei natürlich kein Abrücken von der Schuldenbremse. Die geplante Gasumlage, die alle Erdgas-Kunden hätten bezahlen und die eigentlich am 01.10.2022 hätte fällig werden sollen, werde nun nicht mehr gebraucht, sagte Scholz, berichten zahlreiche Medien. weiterlesen…

Klimaschutzbericht 2022 vom Kabinett beschlossen

Maßnahmen gewinnen an Tempo, aber bis 2030 noch Lücke zu schließen

Der am 28.09.2022 vom Bundeskabinett beschlossene Klimaschutzbericht 2022 zeigt zum einen, dass die Klimaschutzmaßnahmen an Tempo zulegen. Zum anderen sind aber laut einer Medienmitteilung vom gleichen Tag weitere Anstrengungen notwendig, um die Lücke bis 2030 zu schließen. Der jährliche Bericht basiert auf § 10 Absatz 1 des Klimaschutzgesetzes und stellt gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland sowie den Stand der Umsetzung der Klimaschutzprogramme und ihrer Minderungswirkungen. weiterlesen…

Was wir heute übers Klima wissen

Aktualisierte Fassung des Faktenpapiers zum Klimawandel

Hitze und Dürre in Europa, Flutkatastrophe in Pakistan und Temperaturrekorde in Indien zeigen: Der Klimawandel verstärkt sich weiter, oft schneller als bisher angenommen. Das zeigt auch der neue Sachstandsbericht des Weltklimarates. Die aktuellen Daten und Erkenntnisse aus dieser und weiteren Studien der letzten Monate wurden nun in das Faktenpapier „Was wir heute übers Klima wissen“, eingearbeitet. Ein eigenes Kapitel widmet sich den neuesten Entwicklungen in Deutschland, wie das Deutsche Klima-Konsortium am 29.09.2022 den Medien mitteilte. weiterlesen…

Kabinett reagiert auf Energiekrise

Marktrückkehr von Braunkohlekraftwerken startet wie geplant – Anpassungen der Energieeinspar-Verordnung

Das Bundeskabinett hat am 28.09.2022 wichtige Verordnungen zur weiteren Stärkung der Vorsorge für den kommenden Winter gebilligt: Zum einen wurde vom Kabinett die Verordnung zur sogenannten Versorgungsreserve verabschiedet (1). Damit können die Braunkohlekraftwerke aus der bisherigen Sicherheitsbereitschaft wie geplant und wie im Ersatzkraftwerke-Bereithaltungsgesetz vorgesehen zum 01.10.2022 an den Markt zurückkehren. Außerdem hat das Kabinett die Verordnung zur Rückkehr der Kraftwerke aus der Netzreserve angepasst und den Geltungszeitraum des Netzreserve-Abrufs verlängert (2). Schließlich billigte die Ministerrunde Anpassungen der Energiesicherungsverordnung für kurzfristige Energiesparmaßnahmen (EnSikuMaÄV) (3). weiterlesen…