Verpackungssteuer: Eine Abgabe, die schrumpfen soll

Potsdam hat eine Steuer eingeführt, die umso besser wirkt, je weniger sie einbringt. Ihr Ziel sind Einwegbecher. Im Streit zwischen Rathaus und Gastronomie fliegen die Zahlen hin und her. Seit dem 1. Oktober kostet jeder Einwegbecher und jede Essensschale in Potsdam 50 Cent Steuer, Einwegbesteck 20 Cent. Zahlen müssen Bäckereien, Imbisse und Cafés, die Speisen weiterlesen…

Greenwashing-Verbot: Aus für „klimaneutrales“ Erdgas

Fossiles Erdgas, klimaneutral verkauft: Das war jahrelang Normalität. Seit Sonntag ist diese Werbung jedoch verboten. Das neue Gesetz schafft Klarheit, lässt aber eine Frage offen. Seit dem 27. September dürfen Gasversorger fossiles Erdgas nicht mehr als klimaneutral bewerben, nur weil sie irgendwo auf der Welt CO2-Zertifikate kaufen. Möglich macht dies eine Novelle des Gesetzes gegen weiterlesen…

Altholz: der Rohstoff, der im Ofen landet

In Deutschland landen jährlich vier von fünf Tonnen Altholz in der Verbrennung, obwohl ein großer Teil davon zu neuem Material verarbeitet werden könnte. Ein Berliner Projekt nutzt jetzt Sensoren, um das Material auszusortieren, das zu schade fürs Feuer ist. Von den rund acht Millionen Tonnen Altholz, die in Deutschland jährlich anfallen, werden etwa 80 Prozent weiterlesen…

Warum der Staat Offshore-Wind wieder fördert

Offshore-Windpark „He Dreiht“ nimmt den vollen Betrieb auf und kann 1,1 Mio. Haushalte versorgen. Er wurde ohne Förderung gebaut. Warum Deutschland ausgerechnet jetzt zur Offshore-Subvention zurückkehrt. Rund 90 Kilometer nordwestlich von Borkum drehen sich 64 Windräder mit einer Gesamtleistung von 960 Megawatt. Am 17. September wird Bundesumweltminister Carsten Schneider die Anlage offiziell einweihen. Der Verzicht auf weiterlesen…

Grüner Stahl ist da, doch der größte Bauherr kauft ihn nicht

In Duisburg und Salzgitter laufen milliardenschwere Anlagen an, die Stahl mit Wasserstoff statt Kokskohle erzeugen. Nur fehlt der Markt für ihr Produkt. Grüner Stahl kostet rund 100 bis 200 Euro mehr je Tonne, und den Aufpreis will kaum ein Kunde zahlen. Klimafreundlicher Stahl und Zement sind bereits serienreif. Nur kauft sie kaum jemand. Am 3. weiterlesen…

Textilgesetz: Hersteller sollen für die Altkleiderkrise zahlen

Mitte September will Umweltminister Carsten Schneider den Entwurf für ein Textilgesetz vorlegen. Dieses soll die Hersteller für die wachsenden Berge an Altkleidern zahlen lassen. Der Zeitpunkt ist heikel, denn die Branche, die diese Berge sortiert, steckt selbst in der Krise. Wie tief die Krise reicht, zeigt eine aktuelle Studie des Recyclingverbands bvse. Demnach stieg die weiterlesen…

Lateinamerika macht Rezyklat zur Pflicht

Während in Europa der Markt für recyceltes Plastik wegbricht, weil Neuware billiger ist, schreiben Chile, Kolumbien und Brasilien Rezyklat per Gesetz vor. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, wer den Absatz garantiert. In Brasilien müssen neue Kunststoffverpackungen seit Januar aus mindestens 22 Prozent Altplastik bestehen. In Kolumbien müssen PET-Trinkwasserflaschen zur Hälfte aus weiterlesen…

Kreislaufwirtschaftsstrategie NRW: freiwillig statt Pflicht

Nordrhein-Westfalen hat am 25. August seine Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen, wie die Rheinische Post berichtet. Bindende Vorgaben mache das Land dabei jedoch nicht. Die Strategie bündelt die Aufgaben in drei Hauptzielen: weniger Abfall, längere Nutzung von Produkten und mehr Materialrückführung in den Kreislauf statt Deponierung. Im Fokus stehen Altmetalle, Kunststoffe und Baustoffe. Für das industriestärkste Bundesland ist weiterlesen…

Agri-PV: Doppelernte als Hilfe gegen Hitze

Die Dürre 2026 kostet die deutsche Landwirtschaft mehr als 600 Millionen Euro. Rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps sind seit Mitte Juni verdorrt. Auf genau diesen Feldern könnte eine Technik zweierlei zugleich leisten: Strom erzeugen und die Pflanzen vor der Hitze schützen. Das Fraunhofer ISE hat den Effekt bereits gemessen. Bei der Agri-Photovoltaik werden weiterlesen…

Plastikabgabe 2027: Vom Steuerzahler zum Hersteller

1,4 Milliarden Euro überweist Deutschland jedes Jahr nach Brüssel, weil zu viel Plastik im Müll landet. Bisher tragen das die Steuerzahler. Ab 2027 soll die Rechnung bei den Herstellern landen. 80 Cent kostet jedes Kilogramm Plastikverpackungen, das nicht recycelt wird. Bislang zahlt Deutschland diese Rechnung aus dem Bundeshaushalt: rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Künftig weiterlesen…