Fachkräftemangel neuer Flaschenhals der Energiewende?

IG Metall präsentiert Studie bei Husum Wind und fordert langfristig angelegte Arbeitsmarktstrategie

Noch muss die Windbranche den Arbeitsplatzverlust der vergangenen Jahre verdauen – rund 60.000 Jobs gingen nach Angaben der IG Metall Küste verloren – da bahnt sich das nächste Problem an: Fachkräftemangel – so das Fachmagazin Erneuerbare Energien . „Unsere Betriebsräte berichten seit Jahren über teils erhebliche Probleme bei der Besetzung von freien Stellen“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich im Rahmen der Husum Wind. „Die Betriebe konkurrieren mit Unternehmen aus anderen Branchen, die häufig bessere Arbeitsbedingungen bieten.“ weiterlesen…

100-Tage-Solar-Beschleunigungsgesetz-Entwurf

BSW-Solar präsentiert Eckpunkte

Die neue Bundesregierung müsse in den ersten 100 Tagen unter anderem die PV-Ausbauziele an die Klimaziele anpassen und den solaren Eigenverbrauch stärken. Eine Solarpflicht auf Bundesebene hat für den Verband keine Priorität – so eine Medienmitteilung über einen vom Bundesverband Solarwirtschaft vorgelegten Entwurf eines 100-Tage-Solar-Beschleunigungsgesetzes. weiterlesen…

Bundesrat stimmt geänderter Ladesäulenverordnung zu

VKU: “Bremse statt Turbo”

In der Plenarsitzung am 17.09.2021 hat der Bundesrat dem Regierungsvorschlag zur geänderten Ladesäulenverordnung zugestimmt, die vor allem für Erleichterungen beim spontanen Laden von Elektrofahrzeugen sorgen soll. Neu errichtete Ladepunkte müssen demnach künftig über eine Schnittstelle verfügen, mithilfe derer Standortinformationen und dynamische Daten wie der Belegungsstatus übermittelt werden können. Damit werde es für Ladewillige leichter, freie Ladesäulen zu finden. VKU-Chef Liebing kritisierte, damit werde statt eines Turbo auf die “Bremse” getreten. weiterlesen…

Welt “auf katastrophalem Weg”

UN-Generalsekretär Guterres zum neuen Weltklimabericht

Die Welt droht ihr Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung deutlich zu verfehlen. Laut UN-Generalsekretär António Guterres zeigt der am 17.09.2021 veröffentlichte aktuelle UN-Klimabericht, “dass sich die Welt auf einem katastrophalen Weg in Richtung einer Erwärmung von 2,7 Grad Celsius befindet”. Infolgedessen drohe ein “massiver Verlust von Menschenleben und Lebensgrundlagen”. Der Bericht bewertet die nationalen Klimaschutz-Verpflichtungen (NDCs) von 191 Ländern im Rahmen des Pariser Abkommens, das die Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen soll. Solarify dokumentiert die Erklärung von Guterres. (Foto: Hochwasser in Altenahr, Altenburg am 15.07.2021 – Foto @ Martin Seifert. Ursprünglich hochladender Benutzer: CnndrBrbr (Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons)CC0) weiterlesen…

BKK-Nordwest: Klimakrise macht krank

Gehäufte Wetterextreme führen zunehmend zu Gesundheitsschäden

Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Temperaturanstieg und insbesondere die steigende Häufigkeit von Tagen mit extrem hohen Temperaturen oder Hitzetagen führen zu teilweise drastischen Steigerungsraten klimasensibler Erkrankungen. Der BKK-Landesverband NORDWEST hat die Zusammenhänge und die Entwicklung klimasensibler Erkrankungen von mehr als 10 Mio. BKK-Versicherten (entsprach 2019 einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 13,4%) im Zeitraum von 2010 bis 2019 untersucht (2020 ist aufgrund Verwerfungen der infolge der Corona-Pandemie teilweisen deutlich zurückgegangener Arzt-Kontakte und Krankenhauseinweisungen nicht berücksichtigt). (Foto: Sonne über den Osterseen – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Der „Strompreishorror“ und der „Markt“

Wie geht es nach der Wahl weiter? von Karl-Heinz Remmers

Wer einen an die Strom-Börsenpreise gekoppelten Stromtarif hat, erlebt es seit einigen Monaten live: Die Strompreise an der Börse erklimmen immer neue Rekordhöhen. Der „Strompreishorror“ geht um – getrieben vom „Markt“. Offenbar wegen des Wahlkampfs aber ist es um das Thema noch immer erstaunlich ruhig. Dabei gibt es sehr wohl die Chance, das Preisniveau mit einem kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien samt Speichern und Infrastruktur mittel- und langfristig klimaschonend wieder zu senken. weiterlesen…

Wirkungsgrad von Flüssigmetallbatterien verbessert

Internationales Team optimiert neuartige Lithium-Blei-Flüssigmetallbatterie
Klimaschutz bedeutet, zunehmend auf erneuerbare Energien umzusteuern. Doch um Sonnen-, Wind- und andere regenerative Energien speichern zu können, braucht es ausgeklügelte Systeme. Noch sind die heutigen Speicher zu teuer und schlecht oder gar nicht recycelbar. Wissenschaftler des HZDR-Instituts für Fluiddynamik forschen seit mehreren Jahren an Flüssigmetallbatterien und gelten inzwischen als europaweit führend. Norbert Weber vom HZDR gelang es, gemeinsam mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine neuartige Lithium-Blei-Flüssigmetallbatterie entscheidend zu optimieren. weiterlesen…

Mit Bergbauabfällen Wasserstoff produzieren

(Wieder-)Entdeckung des Feldspats

Forscher der Queensland University of Technology haben herausgefunden, wie Bergbauabfälle als Teil eines potenziell billigeren Katalysators für die Wasserstoff-Herstellung verwendet werden könnten. Normalerweise werden Wasserspaltungsreaktionen zur Wasserstoffproduktion mit Platin ausgelöst, das etwa 42 €/g (Iridium 41 €/g oder Ruthenium 11 €/g) kostet. Es werden auch billigere, aber weniger aktive Metalle wie Kobalt, dessen Preis bei etwa 60.000 €/Tonne liegt, Nickel für 22.000 €/t und Eisen für 543 €/t verwendet. (Bild: Einkristall eines monoklinen Feldspats – © Rob Lavinsky, iRocks.comCC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

“Scheinheilige” Banken finanzieren Cambo-Ölfeldprojekt

ClientEarth fordert Kreditgeber zur Rechtfertigung auf


Die Londoner Klimaschutz-NGO ClientEarth hat 17 internationale Kreditgeber am 13.09.2021 aufgefordert, ihre Finanz- oder Beratungsdienstleistungen für Royal Dutch Shell Plc und Siccar Point Energy, die beiden Unternehmen hinter dem Cambo-Ölfeldprojekt in der Nordsee 120 Kilometer westlich der Shetland-Inseln, zu rechtfertigen, heißt es in einer Erklärung. Die Geschäfte mit den Fossil-Unternehmen zögen Klimaverpflichtungen der Banken, wie die Unterzeichnung der Net-Zero Banking Alliance und des Collective Commitment to Climate Action, “ins Lächerliche”. Barclays und die Deutsche Bank, zwei der Kritisierten, reagierten nicht auf Bitten um Stellungnahme zu den Schreiben. (Foto: Nordsee-Bohrinseln – © wasi1370 auf Pixabay) weiterlesen…

Soziale Sicherung elementar für Katastrophenvorsorge

Welt-Risiko-Bericht und -Index 2021 erschienen: Vanuatu, Salomonen und Tonga Länder mit höchstem Katastrophenrisiko

Mit dem Fokus “Soziale Sicherung” erschien am 15.09.2021 der diesjährige WeltRisikoBericht – vorgestellt vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden auch die Ergebnisse des diesjährigen WeltRisikoIndexes präsentiert, der das Katastrophenrisiko für 181 Länder erfasst. Die Corona-Pandemie, Waldbrände und Überflutungen haben zuletzt deutlich gemacht, wie elementar eine soziale Absicherung gegen existenzielle Risiken ist. (Bild: Weltrisikobericht 2021 – Titel © entwicklung-hilft.de) weiterlesen…