Energiewende beschleunigen

Forschungsgruppe entwickelt smarte Steuerung des dezentralen Systems

Das deutsche Energiesystem verändert sich fundamental: Es wird dezentraler und selbstorganisiert, viele Erneuerbare-Energien-Anlagen treten an die Stelle weniger Großkraftwerke – viel mehr Akteure, die technisch und organisatorisch in ein nachhaltiges Energiesystem eingebunden werden müssen. Wie kann das funktionieren? Die Nachwuchsforschungsgruppe SteuerBoard Energie von Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), der Leuphana Universität Lüneburg und dem Ecolog-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung untersucht einer IÖW-Medienmitteilung vom zufolge mit Förderung des Bundesforschungsministeriums, wie das erneuerbare dezentrale Energiesystem auf verschiedenen Ebenen gesteuert werden kann. weiterlesen…

Aromatizität in der Katalyse zur Erschließung neuer Möglichkeiten

Chemisches Konzept inspiriert neue Entwicklungen

Aromatizität, ein Konzept, das normalerweise verwendet wird, um die auffällige Stabilität und ungewöhnliche Reaktivität bestimmter kohlenstoffbasierter Moleküle zu erklären, könnte das Design neuer Katalysatoren mit neuartigen Anwendungen inspirieren, haben Forscher der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Thuwal (Saudi-Arabien) gezeigt und am 02.05.2021 publiziert (Bild: Reagenzgläser – Foto © Public Domain Pictures auf pixabay.com). weiterlesen…

IEA warnt vor Mangel an kritischen Mineralien

Gefahr für die weltweite Energiewende

Die Internationale Energie-Agentur IEA hat ihren Bericht „The Role of Critical Minerals in Clean EnergyTransitions“ veröffentlicht. Darin warnt sie vor einem Mangel an kritischen Mineralien aufgrund der voranschreitenden Energiewende. Die Versorgung mit kritischen Mineralen, die für wichtige saubere Energietechnologien wie Elektrofahrzeuge und Windkraftanlagen unerlässlich sind, müsse in den kommenden Jahrzehnten stark zunehmen, um die Klimaziele der Welt zu erreichen, so die IEA. Dies schaffe potenzielle Energiesicherheitsrisiken, denen sich die Regierungen jetzt stellen müssten (Bild: Kritische Mineralien – Titel © iea.org). weiterlesen…

Wasserstoffproduktion im eigenen Garten

Kleinwindgeneratoren und private Produktion

Privathaushalte benötigen laut Angaben des Bundesumweltamts für Strom und Wärme rund ein Viertel der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie, die wird. Dabei wird gut die Hälfte der Energie aus Erdgas und Erdöl gewonnen. Im Hinblick auf den sich verschärfenden Klimawandel ist diese Bilanz ernüchternd. Daher soll künftig jedermann mit kleinen Windrädern Wasserstoff für den Eigenbedarf produzieren können. Leichtbauexperten des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP, der BTU Cottbus und ein Industriepartner entwickeln einer Medienmitteilung vom 03.05.2021 zufolge dafür jetzt die dazu nötigen Bestandteile: kleine effiziente Rotoren und sichere Tanks (Foto: Kleinwindrad zur Wasserstoffproduktion – © fraunhofer-iap). weiterlesen…

CO2-Preis überspringt erstmals 50-Euro-Marke

Verdreifachung innerhalb eines Jahres

Die Erwartung verschärfter Klimaschutz-Bemühungen treibt die Preise für Verschmutzungsrechte auf ein Rekordhoch. Die von der EU ausgegebenen Emissionszertifikate übersprangen am erstmals die Marke von 50 Euro und stiegen um 1,3 Prozent auf 50,05 Euro je Tonne ausgestoßenem CO2. Dieser Preis hat sich damit innerhalb eines Jahres verdreifacht. Hohe CO2-Preise setzen besonders Betreiber von Kohlekraftwerken unter Druck. In Deutschland wollen denn auch immer mehr EVU ihre Kohlekraftwerke vorzeitig vom Netz nehmen, wenn sie dafür entschädigt werden. „Es gibt einen ganzen Korb preistreibender Faktoren“, sagte Analystin Ingvild Sorhus vom Datenanbieter Refinitiv gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. weiterlesen…

Merkel fordert weltweiten CO2-Preis

Petersberger Klimadialog: Weltklimakonferenz in Glasgow zum Erfolg führen – NGOs enttäuscht über fehlende Zusagen

Der 12. Petersberger Klimadialog endete am 07.05.2021 mit einem Aufruf, die diesjährige Weltklimakonferenz in Glasgow zu einem Erfolg zu führen und alle offenen Punkte des Regelwerks unter dem Pariser Abkommen abschließend zu lösen, wie das Bundesumweltministerium mitteilte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zum Auftakt des Klimadialogs für eine stärkere internationale Verankerung der CO2-Bepreisung als weltweites Lenkungsinstrument und für weitere Klimahilfen für ärmere Staaten ab 2025 geworben. Klimaschützer reagierten enttäuscht, weil die Kanzlerin keine neuen Zusagen für ärmere Staaten machte (Foto: Brennendes CO2-Symbol – © Jan Zappner, Greenpeace). weiterlesen…

Fahrplan für Markthochlauf klimafreundlicher PtL-Flugkraftstoffe

Partner: Bund, Länder und Industrie

Mit einem gemeinsamen Fahrplan verständigten sich Politik und Wirtschaft am 07.05.2021 auf Anforderungen und Maßnahmen, um die Produktion von Power-to-Liquid-Kerosin in den nächsten Jahren auf- und auszubauen – so eine Medienmitteilung des BMVI. Die PtL-Roadmap soll die Grundlage schaffen, um bis 2030 mindestens 200.000 Tonnen nachhaltiges Kerosin jährlich für den deutschen Luftverkehr zu produzieren. Das entspricht einem Drittel des aktuellen Kraftstoffbedarfs des innerdeutschen Luftverkehrs. weiterlesen…

Stahlindustrie will Milliarden für klimafreundliche Produktion

Politik sagt Subventionen zu

Die Stahlindustrie fährt nach einem schwierigen Corona-Jahr wieder Gewinne ein. Nachdem der Preis für die Tonne Stahl im vergangenen Jahr stark gesunken war, geht der Marktwert nun wieder steil nach oben. Um aber die Klimagrenzen einzuhalten – so Nicole Allé auf energiezukunft.de am 06.05.2021, scheint der Umstieg von Kohle auf Wasserstoff in der Stahlproduktion unumgänglich. Dafür fordert die Industrie finanzstarke Unterstützung. Die Politik verspricht nun auch Subventionen in Milliardenhöhe (Foto: Stahlproduktion in einem thyssen-Stahlwerk – Arbeiter am Hochofen (1988 – © Bundesarchiv, B 145 Bild-F079044-0020 / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE). weiterlesen…

Weiterer Schritt im Klimaschutz

Bundestag verbietet weitgehend illegalen Handel mit fluorierten Treibhausgasen

Deutschland schiebt illegalen Importen klimaschädlicher teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (F-Gase) einen Riegel vor. Künftig ist es einer Medienmitteilung aus dem BMU zufolge in Deutschland verboten, in die EU eingeführte F-Gase zu erwerben oder weiterzuverkaufen, die nicht den Vorgaben der europäischen F-Gasverordnung entsprechen. Um Kontrollen zu erleichtern, müssen Informationen über Hersteller und Importeure von F-Gasen sowie Angaben über die Legalität der eingeführten Ware in der Lieferkette weitergegeben werden. So sieht es die aktuelle Novelle des Chemikaliengesetzes vor, die heute vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Sie soll noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten. weiterlesen…

Wasserstoff statt Elektrifizierung? Chancen und Risiken für Klimaziele

Neue Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

Wasserstoff ist zwar wunderbar vielseitig, vor allem bei Umwandlung in Kohlenwasserstoff-Brennstoffe, aber als universelle Klimalösung könnten diese ein falsches Versprechen sein – so eine PIK-Medienmitteilung vom 06.05.2021 über eine neue Studie. Denn direkte Elektrifizierung ist billiger und effizienter, wenn sie zum Beispiel in Autos oder zum Heizen von Gebäuden verwendet wird. Wasserstoffbasierte Brennstoffe haben mehr Sinn für die Luftfahrt und bestimmte Industrien, und sie benötigen eine erhebliche CO2-Bepreisung. Wasserstoff vor Elektrifizierung zu setzen könnte uns paradoxerweise in eine weitere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen führen – und Treibhausgasemissionen erhöhen (Bild: Zapfhähne-OME-H2-Solarstrom – © MPI CEC). weiterlesen…