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Archiv: Methan


Permafrost-Monitoring mit neuester Radartechnologie in deutsch-kanadischer Zusammenarbeit

Wissenschaftler des Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickeln spezielle Radartechnologien und Analyseverfahren, die eine hochgenaue Beobachtung von Permafrost ermöglichen. Im Rahmen des DLR-Projekts PermASAR (Permafrost Airborne SAR Experiment) führen sie dazu umfassende Messflüge über der Permafrostregion von Kanada durch. Die erste Messkampagne mit einer Befliegung von zehn Testgebieten entlang eines 2000 Kilometer langen Nord-Süd-Gradienten, von borealen Wäldern im Norden Saskatchewans bis an die kanadische Arktisküste, wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Kooperationspartner des DLR ist das Nationale Kanadische Zentrum für Erdbeobachtung (Canada Centre for Mapping and Earth Observation, CCMEO).


20 bis 100mal stärker als CO2

mit freundlicher Genehmigung von Klaus Oberzig
Eigentlich weiß es jeder oder hat schon einmal davon gehört: Erdgas ist nicht der harmlose Übergangs-Energieträger, als den es sowohl Politik als auch fossile EVU unentwegt verkaufen (jedenfalls gehen die Meinungen darüber stark auseinander). Es wirkt – wenn unverbrannt in die Atmosphäre entlassen – 20 bis 100fach stärker auf dieselbe ein als “normales” CO2 – darauf weist Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. wieder einmal hin.


Beitrag des tauenden Permafrosts zur Klimaerwärmung könnte sich bis 2050 verdoppeln

Die Freisetzung von Methan aus Seen in den arktischen Permafrostgebieten könnte sich künftig aufgrund des Klimawandels abrupt verstärken. Die Ursache: Durch den tauenden Permafrost wachsen die Seen und an ihrem Grund frisst sich das Wasser immer tiefer in den bisher gefrorenen Boden. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Experten des Alfred-Wegener-Instituts festgestellt hat, dürfte sich der bakterielle Abbau von Pflanzenresten in Seesedimenten dadurch schon in wenigen Jahrzehnten enorm verstärken – und damit auch der Ausstoß des Klimagases Methan.


Mikrobielle Elektromethanogenese

Wissenschaftler des amerikanischen Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) haben in Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Energieversorger Southern California Gas (SoCalGas) und der Stanford University haben mit Hilfe von Grünstrom und Mikroben Kohlendioxid direkt in Erneuerbares Erdgas umgewandelt.Ein bayerisches Unternehmen macht etwas Ähnliches.

13 Mio. t Methan im Jahr


US-Erdgasindustrie hat Leckageproblem

“Die amerikanische Öl- und Gasindustrie verliert mehr Methan, als die Regierung denkt – viel mehr, heißt es in einer neuen Studie” – schreiben John Schwartz und Brad Plumer am 21.06.2018 in der New York Times. Das Treibhausgas Methan (CH4) erwärmt die Erdatmosphäre – abhängig vom untersuchten Zeitraum – 28 bis 84mal so stark wie Kohlendioxid.


Tankstelle der Zukunft – ZSW startet Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Mobilität

Immer mehr Autos haben künftig einen Elektromotor oder nutzen andere alternative Antriebe. Die dazu passende Tankstelle entwickeln jetzt Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Mitte Februar 2018 begannen die Forschungsarbeiten. Die Zapfsäule der Zukunft soll den Fahrern Strom, Wasserstoff sowie das Erdgassubstitut Methan aus regenerativen Quellen bereitstellen – und das möglichst effizient, kostengünstig und bedarfsgerecht. Das vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 1,3 Millionen Euro geförderte Vorhaben dauert fünf Jahre und erfolgt im Rahmen des Projekts „QUARREE 100“, in dem die vollständige erneuerbare Energieversorgung eines Stadtteils getestet wird.


Verband leugnet Problem

Wie das ARD-Magazin plusmminus am 06.12.2017 mitteilte (Bericht: Alexa Höber), haben Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel durch mehrere Expeditionen nachgewiesen, dass Öl- und Gaskonzerne bei Bohrungen in der Nordsee flache Gastaschen durchstoßen hätten, aus denen Methan aufsteige. Methan ist 25mal klimaschädlicher als CO2. Weil der Bohrvorgang Risse im Untergrund verursache, steige das klimaschädliche Gas im Bohrloch auf – teilweise noch Jahrzehnte nach Stilllegung der Bohrstelle. Die Ergebnisse wurden vom GEOMAR bereits im August, und auch in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht.


Vom Öl-Abfallprodukt zu Methanol

Erdgas, Nebenprodukt der Ölförderung, von dem bisher pro Jahr 150 Mrd. Kubikmeter sinnlos abgefackelt werden, lässt sich künftig nutzen. Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben dazu ein Verfahren entwickelt, mit dem sich das Gas gewinnbringend als Brennstoff oder als chemisches Rohmaterial verwerten lässt. Damit ließen sich 400 Mio. Tonnen CO2 einsparen. Das Gas unverbrannt entweichen zu lassen, hätte jedoch noch größere Klimaauswirkungen, da Methan ein noch stärkeres Treibhausgas ist als Kohlendioxid.


Kohlendioxid stagniert – Gesamt-Treibhausgasemissionen 2016 ca. 53,4 Gt CO2eq

Einem Bericht der Netherlands Environmental Assessment Agency (NEAA, niederl: PBL, Planbureau voor de Leefomgeving) folgend sind die weltweiten CO2-Emissionen 2016 weitestgehend stabil geblieben, schreibt inhabitat.com (“heres-some-climate-hope-global-co2-emissions-stayed-static-last-year). Bei der angegebenen Quelle liest sich das geringfügig differenzierter: “Treibhausgasemissionen stiegen 2016 weiter an”, überschreiben die Autoren die Medienmitteilung des Berichts – wobei man allerdings unterscheiden muss zwischen CO2 und sämtlichen Treibhausgasen.


DGZ-Studie im Mackenzie-Delta in Kanada zeigt überproportional hohen Anteil von geologischem Methan

Der auftauende Dauerfrostboden in arktischen Regionen könnte in doppelter Hinsicht zur Verstärkung des Treibhauseffektes führen: Zum einen erhöht sich mit wärmerer Umwelt die oberflächennahe Produktion des Treibhausgases Methan durch Mikroben. Zum anderen öffnet der tauende Untergrund zunehmend Austrittspfade für uraltes Methan. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und US-amerikanischen Partnern im kanadischen Mackenzie-Delta. Sie berichten davon im Fachjournal Scientific Reports.

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