Energiewirtschaft mit großen Minderungen

Finale Treibhausgasbilanz 2019: Emissionen sinken um 35 Prozent gegenüber 1990

2019 wurden in Deutschland insgesamt 809,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind rund 46 Millionen Tonnen bzw. 5,4 Prozent weniger als 2018 und 35,1 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. weiterlesen…

DUH verklagt Bundesregierung…

…auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehrsbereich

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt die Bundesregierung auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehr. Die Klageschrift wurde am 11.09.2020 beim zuständigen Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Im Klimaschutzgesetz habe die Bundesregierung Ende 2019 jährliche Höchstmengen für Treibhausgase festgelegt. Die bislang vorgesehenen Maßnahmen reichten jedoch „bei Weitem nicht aus, um diese Höchstmengen im Verkehrssektor einzuhalten“. Dies belegten „unabhängige Studien des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums“ – so die DUH in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

US-Bundesstaaten bekämpfen Trump vor Gericht – und gewinnen

Aggressive Deregulierungs-Agenda des Präsidenten scheitert immer häufiger

Die aggressive Deregulierungsagenda der Trump-Regierung ist mit Vollgas in eine Blockade gelaufen, schreiben Pamela King und Jeremy P. Jacobs in E&E News – Generalstaatsanwälte der Demokraten haben sie aufgebaut. Unter Führung von New York und Kalifornien haben amerikanische Bundesstaaten praktisch jeden Versuch der EPA und anderer Behörden herausgefordert, die Regeln der Obama-Ära wie den Clean Power Plan und die Clean Water Rule zurückzunehmen. Und sie gewinnen. weiterlesen…

Gebäude können zu einer globalen CO2-Senke werden

…mit dem Baustoff Holz statt Zement und Stahl

Eine Materialrevolution, die im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt, kann doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern u.a. des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Erstens könne sie Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden. Zweitens könne sie Gebäude in eine Kohlenstoffsenke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert werde. Obwohl die erforderliche Menge an Holz theoretisch verfügbar sei, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, wie die Autoren der Studie betonen. weiterlesen…

Deutschland fünft-größter CO2-Sünder im Verkehrssektor

CO2-Emissionen: Kein G20-Staat auf 1,5-Grad-Kurs

Die G20-Staaten stoßen 80 Prozent des Treibhausgases aus. Der eben – unter entscheidender Mitwirkung von Germanwatch – publizierte Brown-to-Green-Report (B2G) 2019 zeigt: Alle 19 Länder (plus EU) sind weit davon entfernt, die Erderwärmung entscheidend zu begrenzen – geschweige denn auf 1,5 Grad. Der Treibhausgas-Ausstoß der 19 Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union steigt dagegen weiter, so der B2G-Report, den das Netzwerk „Climate Transparency“ kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid veröffentlichte. Im vergangenen Jahr nahmen die Emissionen demnach um 1,8 Prozent zu. weiterlesen…

Treibhausgasneutral und ressourceneffizient bis 2050

RESCUE-Studie untersucht sechs Szenarien für eine gleichzeitige Klima- und Rohstoffwende in Deutschland

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in seiner neuen RESCUE-Studie untersucht, wie Deutschland bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht und gleichzeitig 70 Prozent weniger Rohstoffe und Ressourcen nutzen kann. Die RESCUE-Studie zeichnet dazu in sechs Szenarien mögliche, im Detail aber noch auszugestaltende Pfade auf. Die Szenarien sollen der Bundesregierung helfen, das vereinbarte Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 mit Leben zu füllen. weiterlesen…

BMWi mit peinlicher Treibhausgas-Bilanz

„Drei Wirtschaftszweige sorgen für Rückgang“ – und die anderen? „Unterdurchschnittlich“

Die deutschen Treibhausgas-Emissionen seien ersten Schätzungen zufolge „auch 2018“ gesunken, berichtet das BMWi in einer Medienmitteilung. „Somit“ seien sie 2018 knapp 31 Prozent geringer als noch 1990 gewesen. Die Belastungen durch den Verkehr um 1 % zurück. Welchen Anteil haben die Sektoren am Rückgang und welche Ziele verfolgen Deutschland und die EU für die weitere Reduktion? weiterlesen…

US-CO2-Ausstoß 2018 stark gestiegen

Obwohl viele Kohlekraftwerke vom Netz gingen

2018 stiegen Amerikas Kohlendioxid-Emissionen stärker als in den zuvor vergangenen acht Jahren – um 3,4 Prozent, so die von der New York Times am 08.01.2018 veröffentlichte vorläufige Schätzung des Forschungsunternehmens Rhodium Group. Dies bedeutet den zweitgrößten Jahreszuwachs seit mehr als zwei Jahrzehnten – und wurde lediglich 2010 übertroffen, als sich die Wirtschaft nach der Großen Rezession wieder erholte. Die USA waren bereits auf dem besten Weg, ihre Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Der Abstand ist allerdings noch größer mit Blick auf 2019. weiterlesen…

Noch nie so viel CO2 wie heute

Treibhausgaswerte in der Atmosphäre auf neuem Rekordwert

Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) haben die Werte für wärmespeichernde Treibhausgase in der Atmosphäre ein weiteres Rekordhoch erreicht. Die WMO sieht keine Anzeichen für eine mögliche Umkehrung dieses Trends, der den langfristigen Klimawandel, den Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung der Ozeane und extremere Wetterbedingungen fördert. weiterlesen…

Vorschlag nicht mehrheitsfähig

EU-Kommissar gibt ehrgeiziges Klimaziel auf

EU-Kommissar Cañete wollte ein Signal an die Welt setzen, mehr gegen die Erderwärmung zu tun. Doch sein Vorschlag, die Treibhausgas-Emissionen stärker zu senken als geplant, stieß in der EU auf Ablehnung. Nach Widerstand in Deutschland und anderen Ländern hat EU-Kommissar Miguel Arias Cañete den Plan aufgegeben, das Klimaziel der Europäischen Union für 2030 offiziell anzuheben. Wie die ARD-Tagesschau am 28.09.2018 berichtete, liegen der dpa Informationen vor, dass Cañete – anders als angekündigt – den EU-Staaten den Vorschlag nicht zum Beschluss vorgelegt habe. weiterlesen…