BMWi mit peinlicher Treibhausgas-Bilanz

“Drei Wirtschaftszweige sorgen für Rückgang” – und die anderen? “Unterdurchschnittlich”

Die deutschen Treibhausgas-Emissionen seien ersten Schätzungen zufolge “auch 2018” gesunken, berichtet das BMWi in einer Medienmitteilung. “Somit” seien sie 2018 knapp 31 Prozent geringer als noch 1990 gewesen. Die Belastungen durch den Verkehr um 1 % zurück. Welchen Anteil haben die Sektoren am Rückgang und welche Ziele verfolgen Deutschland und die EU für die weitere Reduktion? weiterlesen…

US-CO2-Ausstoß 2018 stark gestiegen

Obwohl viele Kohlekraftwerke vom Netz gingen

2018 stiegen Amerikas Kohlendioxid-Emissionen stärker als in den zuvor vergangenen acht Jahren – um 3,4 Prozent, so die von der New York Times am 08.01.2018 veröffentlichte vorläufige Schätzung des Forschungsunternehmens Rhodium Group. Dies bedeutet den zweitgrößten Jahreszuwachs seit mehr als zwei Jahrzehnten – und wurde lediglich 2010 übertroffen, als sich die Wirtschaft nach der Großen Rezession wieder erholte. Die USA waren bereits auf dem besten Weg, ihre Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Der Abstand ist allerdings noch größer mit Blick auf 2019. weiterlesen…

Noch nie so viel CO2 wie heute


Treibhausgaswerte in der Atmosphäre auf neuem Rekordwert

Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) haben die Werte für wärmespeichernde Treibhausgase in der Atmosphäre ein weiteres Rekordhoch erreicht. Die WMO sieht keine Anzeichen für eine mögliche Umkehrung dieses Trends, der den langfristigen Klimawandel, den Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung der Ozeane und extremere Wetterbedingungen fördert. weiterlesen…

Vorschlag nicht mehrheitsfähig


EU-Kommissar gibt ehrgeiziges Klimaziel auf

EU-Kommissar Cañete wollte ein Signal an die Welt setzen, mehr gegen die Erderwärmung zu tun. Doch sein Vorschlag, die Treibhausgas-Emissionen stärker zu senken als geplant, stieß in der EU auf Ablehnung. Nach Widerstand in Deutschland und anderen Ländern hat EU-Kommissar Miguel Arias Cañete den Plan aufgegeben, das Klimaziel der Europäischen Union für 2030 offiziell anzuheben. Wie die ARD-Tagesschau am 28.09.2018 berichtete, liegen der dpa Informationen vor, dass Cañete – anders als angekündigt – den EU-Staaten den Vorschlag nicht zum Beschluss vorgelegt habe.
weiterlesen…

Präindustrielle Treibhausgasquelle?


Aufstieg von Tiefenwasser im Südpolarmeer erklärt CO2-Anstieg im Holozän

Was nun immer mehr zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt wird, hat die menschliche Zivilisation in der Vergangenheit wahrscheinlich erst möglich gemacht, so eine Medienmitteilung aus dem Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie vom 30.07.2018. Denn schon 11.000 Jahre vor dem massiven anthropogenen Anstieg des atmosphärischen CO2 erhöhte sich die CO2-Konzentration leicht, möglicherweise eine entscheidend für die Stabilisierung des Klimas im Holozän und damit auch für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Ein internationales Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Princeton fand heraus, dass das CO2 in die Atmosphäre gelangt sein, weil im Südpolarmeer mehr Tiefenwasser aufstieg. weiterlesen…

DUH kritisiert Bundesregierung für Plan- und Ambitionslosigkeit beim Ausbau der EE


Deutsche Umwelthilfe kritisiert Bundesregierung für Plan- und Ambitionslosigkeit beim Ausbau der Erneuerbaren

Die Bundesregierung will keine langfristigen Ziele mehr beim Ausbau der Erneuerbaren Energien verfolgen und kehrt damit einer wichtigen Säule des Klimaschutzes den Rücken. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien als entscheidende Voraussetzung für den Ausstieg aus den fossilen Energien soll künftig jedes Jahr an den Fortschritt beim Netzausbau angepasst werden, statt sich wie bislang am Minderungsziel für Treibhausgase (CO2) zu orientieren. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist dies ein völlig falscher Ansatzpunkt, um die Energiewende voranzubringen. Ausgangspunkt für den Ausbau der Erneuerbaren sollte die Einhaltung der Klimaschutzziele sein, nicht die Netzkapazitäten. weiterlesen…

38.000 verlorene Lebensjahre könnten vermieden werden


Horizont-2020-Projekt COMBI präsentiert Ergebnisse

Energie einsparen wirkt sich positiv auf Luftreinheit, Gesundheit, Ökosystem, Ressourcenverbrauch, auf Wirtschaft und Energiesicherheit aus – und trägt so zum Klimaschutz bei. Ein europäisches Forscherteam unter Leitung des Wuppertal Instituts fand nun heraus: Solche zusätzlichen Effekte summieren sich auf mindestens ein Drittel der Energiekosteneinsparungen. Während der Abschlusskonferenz in Brüssel präsentierten sie am 17.05.2018 die Analyse-Ergebnisse von mehr als 20 Effizienztechnologien in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten des Horizont-2020-Projekts „Calculating and Operationalizing the Multiple Benefits of Energy Efficiency in Europe” (COMBI) und ein neues Online-Tool weiterlesen…

Klimavorgänge in der Atmosphäre verstehen


2. DLR Conference on Climate Change in Köln

Wie kommen Schwankungen des Erdklimas zustande? Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die globale Erwärmung durch den menschengemachten Anstieg von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan verursacht wird. Unklar ist jedoch, wie sich diese Veränderung auf die vielfältigen Prozesse im Klimasystem der Erde auswirkt. Vom 17. bis 19.04.2018 diskutieren Klimaforscher aus aller Welt und Vertreter internationaler Organisationen, welche Beiträge die Luft- und Raumfahrtforschung zu einem besseren Verständnis der Vorgänge in der Atmosphäre leisten kann und wie die negativen Auswirkungen des Klimawandels bekämpft werden können. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veranstaltet die Konferenz zum zweiten Mal gemeinsam mit dem UN Office for Outer Space (UNOOSA). weiterlesen…

Globale Erwärmung stärker als je zuvor in der Geschichte der menschlichen Zivilisation


Klimaforscher finden stärkere Belege für Abschwächung des Golfstromsystems

Die als Golfstromsystem bekannte Umwälzströmung im Atlantik – eines der wichtigsten Wärmetransportsysteme der Erde, das warmes Wasser nach Norden und kaltes Wasser nach Süden pumpt – ist heute schwächer als je zuvor in den vergangenen 1.000 Jahren. Temperaturdaten der Meeresoberfläche, die jetzt von einem internationalen Wissenschaftlerteam in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurden, liefern neue Belege dafür, dass sich diese große Ozeanzirkulation seit Mitte des 20. Jahrhunderts um etwa 15 Prozent verlangsamt hat. Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist der Hauptverdächtige für diese beunruhigenden Beobachtungen, so das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 11.04.2018 in einer Pressemitteilung. weiterlesen…

Mindestpreis auf CO2 für mehr Klimaschutz


Kann Deutschland die Klimaschutzziele noch erreichen?

Im Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung bekräftigt, dass sie die Lücke zum Klimaziel 2020 so schnell wie möglich schließen will. Führt Deutschland einen Mindestpreis auf CO2 ein, können die Klimaziele bis zum Jahr 2020 noch erreicht werden. Das Öko-Institut e. V.hat im Auftrag des WWF Deutschland analysiert, wie stark bei welchem CO2-Preis vor allem die Emissionen aus der Stromerzeugung aus Kohle zurückgehen können. Neben CO2-Mindestpreisen wurden auch Kraftwerksstillegungen untersucht. Die Wissenschaftler haben die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen umfassend analysiert und die Effekte auf das Stromerzeugungssystem dokumentiert. weiterlesen…