Deutschland kann bis 2035 CO2-neutral werden

FFF und Wuppertal Institut stellen Eckpunkte für 1,5-Grad-Grenze vor

Die von der internationalen Staatengemeinschaft 2015 in Paris beschlossene Vereinbarung gibt das Ziel vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst aber auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Doch es geschieht zu wenig. FridaysForFuture (FFF) dazu: “Seit fast zwei Jahren ist das Klima eines der größten Themen in Gesellschaft und Politik. Und gleichzeitig gibt es immer noch keine einzige Partei in Deutschland, die einen Plan zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens hat. Oder wenigstens einen Plan, was die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze für Deutschland eigentlich bedeutet. Zwischen den Zielen aller politischen Parteien und der 1,5-°C-Grenze klafft eine gigantische Lücke.” Beauftragt von Fridays for Future legte das Wuppertal Institut jetzt eine Untersuchung mit möglichen Eckpunkten vor, die helfen können, die 1,5-Grad-Grenze bis 2035 nicht zu überschreiten. weiterlesen…

1,5-Grad-Grenze wird noch früher überschritten als befürchtet

Neue Berechnungen der Weltwetterorganisation (WMO)

Dem Copernicus Climate Change Service zufolge lag die Temperatur im vergangenen Jahr fast 0,7 Grad über dem Durchschnitt. Als sei der bei der COP21 in Paris beschlossene Temperaturwert von 1,5 Grad selbst das Ziel und nicht die Vermeidung, ihn zu erreichen, “bewegt sich die Erde schneller als gedacht auf die Marke von 1,5 Grad plus zu,” schreibt der Wiener Standard am 10.07.2020. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent würden die globalen Durchschnittstemperaturen diesen Wert schon zwischen 2020 und 2024 erreichen. Dass sie während dieser Zeit in mindestens einem Monat auf mehr als 1,5 Grad über vorindustrielles Niveau (1850-1900) klettern, soll sogar eine 90-prozentige Chance haben – so die Weltwetterorganisation (WMO) am 09.07.2020. weiterlesen…

“Wir sind auf dem Weg zu 3, 4 oder 5 Grad Erwärmung”

Zwei-Grad-Grenze-Erfinder kein Verfechter von Temperaturzielen

Der amerikanische Ökonom William Nordhaus hat 1977 zum ersten Mal von einer Zwei-Grad-Grenze gesprochen (siehe solarify.eu/zwei-grad-grenze). 2018 bekam er unter anderem dafür den Wirtschaftsnobelpreis. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS: „Klimaschutz ist nicht sehr teuer“) plädierte der 67jährige am 03.03.2019 für eine weniger verbissene Sicht der Klimaziele: “Ich bin kein Verfechter davon, die Ziele so festzuzurren. Sie helfen natürlich, Politik zu machen. Aber das sind mehr Hoffnungen als tatsächliche Politik.” Die 1,5-Grad-Grenze sei jetzt wahrscheinlich schon gar nicht mehr einzuhalten: “Selbst wenn wir es schaffen würden, die Erderwärmung auf drei Grad zu begrenzen, wäre das besser als der Pfad, auf dem wir jetzt sind.”
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