Energie. Wende. Jetzt.

Eckpunkte für eine zukünftige Energieversorgung
von Robert Schlögl

Dass der menschengemachte Klimawandel schon länger stattfindet, ist erst jüngst – durch das Ausmaß der Temperatur-Anomalie in Mitteleuropa im vergangenen Sommer – für viele sichtbar geworden. Für Deutschland ist derzeit die „2-Grad-Grenze“ bereits überschritten, die Welt hat einen Wert von 1,1 Grad erreicht. Damit wird eine drastische Anstrengung für die wirksame Defossilisierung des Energie­systems jetzt notwendig, stellt der Chemiker Robert Schlögl, Direktor am Berliner Fritz-Haber-Institut und am MPI CEC Mühlheim, Ruhr, fest. Weil aber eine Verständigung über die Eckwerte eines neuen Energiesystems fehle, verlangsame sich der Zubau von Wandlern für Erneuer­bare Energie in Europa. Für Deutschland sei klar, dass der Kohleausstieg in der Tat vordringlich ist. Solarify publiziert die Arbeit exklusiv. weiterlesen…

Agrophotovoltaik: hohe Ernteerträge im Hitzesommer

ISE: Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent

Das Verbundprojekt “Agrophotovoltaik – Ressourceneffiziente Landnutzung” (APV-RESOLA) erprobt seit mehr als zwei Jahren die Kombination von Solarstromproduktion und Landwirtschaft auf der gleichen Fläche. Über einer 0,3 Hektar großen Ackerfläche am Bodensee wurden in 5 m Höhe Solarmodule mit einer Leistung von 194 Kilowatt installiert. Im ersten Projektjahr 2017 konnte das Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesystem ISE in Freiburg bereits eine Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent nachweisen. Im Hitzesommer 2018 wurde dieses Ergebnis noch deutlich übertroffen. weiterlesen…

Vorteile einer CO2-Dividende

“Es muss schnell gehandelt werden”

Obwohl der menschengemachte Klimawandel für die allermeisten ein Faktum ist, versuchen immer noch viele, das Problem zu verdrängen oder zu leugnen. Da es jedoch akut ist, muss schnell gehandelt werden. Aber wie? Helmut Dietl, Professor für Services & Operations Management am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich, schrieb dazu am 07.04.2019 im Finanzportal cash, warum er eine CO2-Steuer – und die daraus resultierende CO2-Dividende – richtig findet. weiterlesen…

E-Roller dürfen bald fahren

Elektrokleinstfahrzeuge: EU hat zugestimmt – Verordnung wird Bundesrat zugeleitet

Sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge (vulgo: E-Roller oder E-Scooter) sollen in Deutschland noch vor der Sommerpause auf den Weg gebracht werden: Die Notifizierung auf europäischer Ebene ist abgeschlossen, am 03.03.2019 hat auch das Bundeskabinett die Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr beschlossen. Damit kann der Entwurf jetzt dem Bundesrat zugeleitet werden. Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung soll noch im Frühjahr 2019 in Kraft treten, sobald der Bundesrat zugestimmt hat. weiterlesen…

Umweltplus von E-Autos wächst mit

Deutlich bessere Klimabilanz als Diesel und Benziner

Bis zu 28 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als ein Oberklasse-Diesel, bis zu 42 Prozent weniger als ein Kleinwagen-Benziner: Wer heute ein batteriebetriebenes Elektroauto kauft und in Deutschland nutzt, stößt bei einer Nutzungsdauer von durchschnittlich 13 Jahren deutlich weniger CO2 und andere klimarelevante Gase aus als mit einem konventionellen Verbrenner. Das ist das Ergebnis einer Studie des des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI unter dem Titel “Die aktuelle Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen in Deutschland” zur Klimabilanz von Elektroautos. weiterlesen…

Bitcoin durch Erneuerbare nicht nachhaltiger

Laut Analyse zusätzliches Problem: wachsender Berg an Elektroschrott für Kryptowährung

Erneuerbare Energien können das Nachhaltigkeitsproblem der Kryptowährung Bitcoin nicht lösen. Das schreibt Alex de Vries, Blockchain-Spezialist bei PwC in den Zeitschriften Joule und Science. Laut der Studie wurden 2018 40 bis 62,3 TWh von Bitcoin verbraucht. Der geschätzte Energieverbrauch von Bitcoin umfasst nur die Mining-Aktivitäten, während andere wie Bitcoin-Börsen, Geldautomaten, Depots und Zahlungsdienste nicht berücksichtigt wurden. Denn Bitcoin Mining verbraucht inzwischen mehr als 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Rechenzentren weltweit.
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Private Haushalte verschwenden Strom für 9 Mrd. Euro pro Jahr

Stromspiegel 2019: Verbrauch stagniert

Ein Haushalt könne im Schnitt rund 230 Euro Stromkosten pro Jahr sparen. Das zeigt der neue Stromspiegel für Deutschland. Laut Auswertung von rund 226.000 Daten von Privathaushalten stagniere der Stromverbrauch im Vergleich zu den Vorjahren. Hochgerechnet auf ganz Deutschland verschwendeten private Haushalte jährlich 9 Mrd. Euro und seien für unnötige Emissionen von fast 18 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Damit seien die Ziele für Energiewende und Klimaschutz in Gefahr. Das berichtet co2online in einer Pressemitteilung. weiterlesen…

Solarthermie wächst im Schneckentempo

Verbände fordern mehr Investitionsanreize

Zu wenig neue Solarwärmeanlagen wurden 2018 installiert, konstatieren die Bundesverbände der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Solarwirtschaft (BSW-Solar). In Deutschland erzeugen derzeit insgesamt rund 2,4 Millionen Anlagen Solarwärme, nur 71.000 seien 2018 dazugekommen. Gemessen an der Kollektorfläche beträgt der Marktrückgang zirka 8 Prozent.
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Power Purchase Agreement

PPA – Revolution oder Evolution für die Finanzierung von Photovoltaik-Projekten

Wenn es um die Finanzierung von Photovoltaikanlagen außerhalb der EEG-Vergütungen geht, hört man immer wieder den Begriff PPA. Was diese Stromabnahmeverträge zum Inhalt haben sollten und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind, erklärten Rechtsanwältin Margarete von Oppen () und Energiemarktexperte Nicolai Herrmann () am 22.02.2019 auf pv magazine. weiterlesen…

PPA – Power Purchase Agreement

Der Kern eines PPA ist die langfristige Festlegung des Preises für den vertragsgegenständlichen grünen Strom, also eine stark wirtschaftliche Komponente. Die dahinterstehenden Chancen und Risiken sind Marktakteuren unter dem EEG bisher so nicht begegnet. PPA müssen daher künftig besser verstanden, detaillierter bewertet und eher verhandelt werden, sagt Margaerte von Oppen u.a. im pv magazine. weiterlesen…