Wärmster Sommer seit 2.000 Jahren: EE müssen her

Fossilfreie Stromversorgung braucht kaum Platz

Im vergangenen Sommer war es auf der Nordhalbkugel so heiß wie seit 2.000 Jahren nicht mehr. Die Warnungen der Klimawissenschaftler laufen auf Hochtouren: Stoppt die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas oder riskiert eine katastrophale Erwärmung um mindestens 2,5 °C. Warum ist der Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe überhaupt so schwierig, wo es doch Sonnen- und Windenergie im Überfluss gibt und sie angeblich billig zu gewinnen sind? Jack Marley, Redakteur für Energie und Umwelt bei The Conversation, fragt diese Woche, was einer erneuerbaren Zukunft im Wege steht. weiterlesen…

Deutsche EE-Investitionen 2023 um 67 Prozent gestiegen

Rekordwert von fast 37 Milliarden Euro

Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr sauberer und klimafreundlicher. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch wächst beständig: von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 50 Prozent im Jahr 2023. Das zeigen Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) beim Umweltbundesamt. Mit 51,8 Prozent in 2023 liegt der Anteil 5,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres von 46,2 Prozent. Damit wurde erstmals mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Quellen gedeckt. In die Installation von Photovoltaik-Anlagen flossen 2023 gut 17 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Rekord wurde aber nicht geknackt. Das geht aus einer Erhebung für das Bundeswirtschaftsministerium hervor, schreibt

Wasserstoff-Produktion in heimischer Garage

Frankfurt UAS entwickelt Prototyp für Privathaushalte

Wasserstoff als Energieträger der Zukunft ist nicht frei verfügbar, sondern muss aufwändig hergestellt werden. Das Forschungsprojekt „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“ verfolgt die Idee, dessen Herstellung so zu vereinfachen, dass ein Einsatz auch in Privathäusern oder kleinen Gewerbebetrieben gelingt, so eine Medienmitteilung vom 17.04.2024 der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Es soll möglich sein, mittels Elektrolyse grünen Wasserstoff aus reinem Wasser in einer kleinen Anlage herzustellen, die mit regenerativer Energie, beispielsweise Solarstrom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage, betrieben wird. Auf diesem Weg ließe sich die CO2-neutrale Energie speichern, um so dem tages- und jahreszeitlich stark schwankenden Stromangebots aus Wind- und PV-Anlagen zu begegnen. weiterlesen…

Windenergie und Photovoltaik stellen drei Viertel des erneuerbaren Stroms

Erneuerbare Energien nehmen 2023 weiter Fahrt auf

Der Gesamtanteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (Strom, Wärme und Verkehr) ist in Deutschland 2023 laut einer Medienmitteilung des Umweltbundesamtes vom 08.03.2024 auf insgesamt 22 Prozent gestiegen. Im Vorjahr betrug der Anteil noch 20,8 Prozent. Grund für diese positive Entwicklung waren insbesondere die Zuwächse der Erneuerbaren in den Sektoren Strom und Wärme bei gleichzeitig insgesamt sinkender Nachfrage nach Energie in allen Sektoren. weiterlesen…

Elektrifizierung oder Wasserstoff?

Beide haben unterschiedliche Rollen in der europäischen Energiewende

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität in der Europäischen Union ist der rasche Umstieg von fossilen Brennstoffen auf elektrische Technologien, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Gleichzeitig wird aus Strom erzeugter Wasserstoff in schwer zu elektrifizierenden Bereichen wie der Luftfahrt, der Schifffahrt und der Chemie unverzichtbar sein. Bis 2050 sind Elektrifizierung und Wasserstoff die Schlüsselstrategien, um Klimaneutralität zu erreichen. Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben ihre Rolle in modellierten Szenarien für die künftige EU-Transformation untersucht. weiterlesen…

Bisheriger Kohle-Schmutzstromer auf Weg zu 1 GW Speicherkapazität

RWE stellt drei US-Batteriespeicherprojekte mit 190 MW fertig – 770 MW im Bau

Weltweit betreibt RWE – nach eigenem Bekunden inzwischen „Treiber der Energiewende“  – aktuell Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 700 Megawatt. Eben noch Kohlestrom-Dreckschleuder, treibt RWE nun – laut einer Medienmitteilung vom 14.02.2024 – „die Umsetzung ihrer grünen Wachstumsstrategie kontinuierlich voran“. In den USA hat das Unternehmen jetzt drei Batteriespeicher mit insgesamt 190 MW (361 MWh) in Texas und Arizona fertig gestellt. Die drei – Bright Arrow, Big Star und Mesquite 4 – erweitern die Batteriespeicherkapazität von RWE in den USA auf 512 MW. Weitere Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 770 MW sind in den USA zudem aktuell in Bau. Weltweit beläuft sich die Batteriespeicherkapazität von RWE nun auf rund 700 MW, mehr als 1 Gigawatt sind in Bau. (Foto: Bright Arrow BESS – © RWE) weiterlesen…

2023 mehr als eine Million neue Photovoltaik-Anlagen

Good News: Neu installierte PV-Leistung legte gegenüber 2023 um 85 Prozent zu

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als eine Million neue Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung installiert, mehr als jemals zuvor. Die Solarwirtschaft rechnet für 2024 mit anhaltend hoher Nachfrage. Denn mehr als 1,5 Mio. private Wohnungsbesitzer planen in den kommenden 12 Monaten die Installation einer Solaranlage. Und auch immer mehr Mieterinnen und Mieter wollen Solarsysteme installieren. weiterlesen…

Kopernikus-Projekt Ariadne: Zahlreiche Optionen für Erneuerbare Energien vorhanden

„Bereitschaft und Potenziale zusammenbringen: Schlaglichter auf regionalen Ausbau  und gesellschaftliche Akzeptanz“

Für den Ausbau der Erneuerbaren Energien müssen in Deutschland nicht nur genug Flächen vorhanden sein – auch die Bereitschaft der Menschen vor Ort Windräder, Stromtrassen und Solar-Felder in ihrem Lebensumfeld zu akzeptieren, sei für die erfolgreiche Transformation notwendig – so eine Erklärung des Kopernikus-Projekts Ariadne. Und auch wenn der Zuspruch zum Ausbau seit Jahren steige, träfen nicht alle aus technischer Sicht idealen Standorte auf die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Forschende des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Ariadne-Projekts haben  die verschiedenen Perspektiven von Gesellschaft und Wissenschaft zusammengebracht. Ihr Fazit: Es sind zahlreiche Optionen vorhanden, um den Bedarf an Ausbauflächen zu decken und dabei gleichzeitig gesellschaftlich priorisierte Standorte für Windräder und Solarparks zu berücksichtigen. weiterlesen…

Fossil-Beschäftigte können in Öko-Arbeitsplätzen erfolgreich sein

Doch Standort bleibt großes Hindernis für gerechten Übergang
Autoren – Morgan R. Frank, University of Pittsburgh und
Junghyun Lim – University of North Carolina

Da die USA sich von fossilen Brennstoffen hin zu saubereren Energiequellen orientiert, werden Tausende von Kohle-, Öl- und Gasarbeitern neue Arbeitsplätze suchen. Viele davon werden neue Jobs in den aufstrebenden Branchen für saubere Energie annehmen können, aber der Übergang wird möglicherweise nicht so einfach, wie es oft erscheint. Neue in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Forschungsergebnisse identifizieren ein großes Hindernis, das bei Diskussionen darüber, wie ein gerechter Übergang für diese Arbeitnehmer geschaffen werden kann, oft übersehen wird: den Standort. Das veröffentlichte am 26.09.2023 das Internetportal The Conversation. weiterlesen…

Irena: Teuerung der Fossilen beschleunigt Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren

La Camera: „Wir müssen jetzt handeln“

2022 war Strom aus 86 Prozent aller neu in Betrieb genommenen Anlagen günstiger als Strom aus fossilen Brennstoffen, so ein Bericht der Irena: „Angesichts der immer deutlicher werdenden Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels sind die sinkenden Kosten und die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in den vergangenen zehn Jahren ein positives Signal, auf das die Welt zusteuern kann. Wir haben die Mittel, die Energiewende zu beschleunigen, und das ist wesentlich billiger als der ‚Business-as-usual‘-Ansatz, aber wir müssen jetzt handeln,“ schreibt IRENA-Chef Francesco La Camera in seinem Vorwort für die Untersuchung „Kosten für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2022“ – Die globale IRENA-Studie zeige, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien trotz steigender Material- und Ausrüstungskosten 2022 weiter verbessert habe. weiterlesen…