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Archiv: Wasserstoff


Weltneuheit in Bremerhaven

Der nach Herstellerangaben weltweit erste mit elektrischer Energie aus Wasserstoff und Brennstoffzellen betriebene, von der französischen Firma Alstom in Salzgitter gebaute Zug startete am 16.09.2018 zu seiner Premierenfahrt. Zukünftig soll er die Städte Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude verbinden und bis 2022 sogar alle herkömmlichen Dieselloks auf der Strecke ersetzen. Die beiden Vorserienzüge mit dem Namen Coradia iLint waren im Juli vom Eisenbahnbundesamt zugelassen worden. Das Bremer Regionalprogramm “Buten un Binnen” veröffentlichte ” Fünf Fakten zu den neuen Wasserstoffzügen”.


Bipolarplatten sind zentrale Komponenten von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren

Mit standardisierten Verfahren zur Messung physikalischer Parameter will ein Konsortium aus sechs großen deutschen Forschungseinrichtungen, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Brennstoffzellen-technologie den Weg zur Wettbewerbsfähigkeit ebnen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) geförderten Verbundvorhabens “BePPel” (Bipolarplatten für Brennstoff-zellen und Elektrolyseure) sollen die von der Industrie geforderten Messstandards im Sinne einer verbesserten Qualitätsüberwachung bis September 2019 entwickelt und implementiert werden.


Verkehrsbereich kommt entscheidende Rolle zu

Strukturwandel mit Ansiedlung zukunftsfähiger Unternehmen

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass bis 2030 über alle Sektoren verteilt 55% der CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 eingespart werden. Die Publikation “Wasserstoff und Brennstoffzellen” der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen aus den Bereichen Technologie, Straßenverkehr, Sektorenkopplung und beinhaltet darüber hinaus auch einen internationalen Vergleich.


Gas Natural Fenosa (Naturgy) startet Pilotprojekt zur Produktion von erneuerbarem Gas

Eine am 31.05.2018 in Betrieb gegangene Pilotanlage des spanischen Energieversorgers Gas Natural (heute: Naturgy) im katalonischen Sabadell bei Barcelona ermöglicht die Herstellung von Erdgas aus Kohlendioxid und Wasser. Damit soll der Bedarf an aktuellen und zukünftigen Energien gedeckt, Energie auf chemische Weise gespeichert und die Herausforderung gelöst werden, Erneuerbare Energien in großem Umfang zu speichern.


Neuer Weltrekord

Einem internationalen Forscher-Team ist es gelungen, den Wirkungsgrad für die direkte solare Wasserspaltung zur Wasserstoffgewinnung auf 19 Prozent zu steigern. Sie kombinierten dafür eine Tandem-Solarzelle aus III-V-Halbleitern mit Rhodium-Nanopartikeln und kristallinem Titandioxid. An der am 25.06.2018 in den ACS Energy Letters publizierten Forschungsarbeit waren Teams des California Institute of Technology, der University of Cambridge, der TU Ilmenau und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE beteiligt. Ein Teil der Experimente fand am Institut für Solare Brennstoffe am Helmholtz-Zentrum Berlin statt.


Grazer Forscher “übernehmen europaweit das Steuer”

Kreuzfahrtschiffe und große Containerschiffe zählen laut UN zu den Hauptemittenden von Treibhausgasen (THG). Allein die Mathilde Maersk, derzeit eines der weltgrößten Containerschiffe, emittiert auf Fahrten zwischen China und Europa so viel wie ein mittelgroßes Kohle-Kraftwerk. 90 Prozent der großen Schiffe fahren zudem noch immer mit Schweröl, was aufgrund des Schwefelgehaltes auch zu sehr hohen SO2-Emissionen führt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Dem wollen Forscher weitab jeden Ozeans abhelfen: Ingenieure der Technischen Universität Graz entwickeln Groß-Motoren auf Wasserstoffbasis.


Neutrinos kommen auf die Waage

Am 11.06.2018 hat die genaueste Neutrinowaage der Welt – das Karlsruher Tritium-Neutrino-Experiment KATRIN – den Betrieb aufgenommen. Physiker wollen damit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eines der größten Geheimnisse der Neutrinos entschlüsseln – ihre Masse. Damit kommen sie den Grundbausteinen des Universums auf die Spur – so eine Medienmitteilung des BMBF.

170 GWh aus 1 kg H2


Wasserstoff aus Sonnenlicht

Das häufigste Element im Universum wird eine Schlüsselrolle im Energiesystem der Zukunft spielen. Mit Wasserstoff lässt sich die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen verbinden. Damit das gelingt, sind noch einige technische Hürden zu nehmen. Ein großer Fortschritt wäre es, Sonnenlicht direkt in das Gas umzuwandeln. Eine Darstellung von Kai Dürfeld aus der Helmholtz-Gemeinschaft.


Initiative will Wasserstoff-Technologie fördern

In Berlin und Dresden fahren schon die ersten Busse mit Wasserstoff. Nun will im Rahmen der Energiewende auch in Sonneberg/Thüringen eine Initiative Wasserstoff-Technologie propagieren, meldete der MDR am 17.05.2018. Unter dem Titel “H2-Well – Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion Main-Elbe-LINK” will die Initiative Akteure aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordfranken zusammenbringen und eine “grüne Wasserstoffregion” zwischen Main und Elbe schaffen. Die Modell- und Versuchsstädte dafür sind Apolda und Sonneberg.


DLR-Forscher realisieren Hochtemperaturelektrolyse mit solarthermisch erzeugtem Dampf

Wasserstoff aus regenerativen Ressourcen spielt bei der nachhaltigen Umgestaltung des Energie- und Mobilitätssystems eine entscheidende Rolle. Denn als Energieträger ist er ein Allround-Talent: ob direkt genutzt für saubere Mobilität im Brennstoffzellenfahrzeug, als Speicher für fluktuierende erneuerbare Energien oder als Ausgangbasis, um synthetische Kraftstoffe herzustellen. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben erstmals erfolgreich eine Hochtemperaturelektrolyse mit solarthermisch erzeugtem Wasserdampf betrieben – und so im Labormaßstab einen vielversprechenden Weg zur Herstellung von Wasserstoff auf regenerativer Basis realisiert.

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