Bund zahlt Differenz: 5 Milliarden für Deutschlands grüne Industrie

Der Staat zahlt einem Stahlwerk die Mehrkosten der grünen Produktion und erhält das Geld zurück, sobald grün billiger wird als fossil. Dieses Tauschgeschäft, auch CO2-Differenzvertrag genannt, geht in die zweite Runde. Bis zu fünf Milliarden Euro stehen bereit. Dahinter steckt eine einfache Überlegung. Grundstoffindustrien wie die Chemie-, Stahl-, Zement- oder Keramikindustrie lassen sich nicht mit weiterlesen…

Demos in vier Städten: Zehntausende für die Energiewende

In Berlin, Hamburg, Köln und München demonstrieren etwa 80.000 Menschen gegen den Kurs von Wirtschaftsministerin Reiche beim Ausbau erneuerbarer Energien. Update Laut Deutschlandfunk seien in „Köln 30.000 Menschen auf die Straße gegangen, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000 und in München 12.000. Die Polizei nannte teilweise niedrigere Zahlen – für Berlin beispielsweise 9.000 Teilnehmer.“ (siehe weiterlesen…

Grüner Stahl: Deutschlands größte H2-Anlage im Bau

Zwei Großprojekte in Duisburg und Salzgitter lösen das Henne-Ei-Problem der Wasserstoffwirtschaft. In Duisburg und Salzgitter entstehen jetzt Stahlwerke, die ihn brauchen. Seit Februar 2026 wächst in Duisburg eine Anlage, die ab 2029 rund 143.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr abnehmen wird. Das ist etwa das Zehnfache dessen, was alle deutschen Elektrolyseure im Jahr 2025 zusammen produziert weiterlesen…

Wasserstoff: Beschleunigt per Gesetz, abgewürgt per Haushalt

Im Oktober 2025 beschloss das Bundeskabinett ein Gesetz, das den Wasserstoffhochlauf beschleunigen soll. Sechs Wochen später kürzte dieselbe Koalition die Fördermittel um 72 Prozent. Jetzt zeigt eine Branchenstudie die Folgen. Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland verliert an Dynamik. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Capgemini Invent, die am 12. Februar auf der Energiemesse E-world in weiterlesen…

Stuttgart startet Wasserstoff-Welle: WAVE-H2 geht in Betrieb

36 Millionen Euro für Wasserstoff-Forschung in Stuttgart: Die Universität hat im Januar 2026 die Plattform WAVE-H2 eingeweiht. Einen Standort für Laborversuche, einen für industrielle Maßstäbe. Die Forschung reicht von Elektrolyse bis zu synthetischem Kerosin. Die Universität Stuttgart hat im Januar 2026 die Forschungsplattform WAVE-H2 eingeweiht. Mit 36 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie weiterlesen…

Erste Wasserstoff-Pipeline Deutschlands geht in Betrieb

Während über Wasserstoff-Strategien noch debattiert wird, fließt das Gas bereits: 400 Kilometer Pipeline von der Ostsee bis Sachsen-Anhalt sind seit Dezember in Betrieb. Deutschland hat im Dezember 2025 einen Meilenstein beim Aufbau seiner Wasserstoff-Infrastruktur erreicht: Der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE hat erstmals eine großvolumige Pipeline mit Wasserstoff befüllt. Die 400 Kilometer lange Leitung verbindet Lubmin an der Ostseeküste weiterlesen…

Revolution bei 90 Grad: Neue Batterie könnte Wasserstoff einfacher nutzbar machen

Wasserstoff gilt als Hoffnungsträger der Energiewende. Bisher scheiterte sein Einsatz oft an teurer und komplizierter Speicherung. Eine neue Batterie aus Japan könnte das ändern: Sie speichert Wasserstoff bei vergleichsweise niedrigen 90 Grad Celsius. Ist das ein Schritt Richtung Alltagstauglichkei? Wasserstoff lässt sich künftig möglicherweise deutlich einfacher speichern als bisher. Ein Forschungsteam des Institute of Science weiterlesen…

Molekül speichert Sonnenlicht: Schritt zur künstlichen Fotosynthese

Pflanzen speichern Sonnenlicht seit Urzeiten. Jetzt ist es Forschenden erstmals gelungen, dieses Prinzip molekular nachzubauen. Ein in Basel entwickeltes Molekül speichert vier Ladungen auf einmal und bringt künstliche Fotosynthese in Reichweite. Ähnlich war es vielleicht mit dem Fliegen. Bevor Maschinen den Menschen das Fliegen ermöglichten, machte die Natur vor, was für Menschen unvorstellbar schien. Was weiterlesen…

NRW-Strategie: NRW soll Leitregion für Kreislaufwirtschaft und Chemie werden

Mit einem neuen Strategiepapier legt die Landesregierung konkrete Pläne für Wasserstoff, CO2-Nutzung und Recycling vor und setzt dabei auf Projekte, die zeigen, wie sich Klimaschutz und Industrie verbinden lassen. Nordrhein-Westfalen möchte zur europäischen Leitregion für Kreislaufwirtschaft werden. Mit dem Strategiepapier „Fahrplan für die Zukunft: 20 Maßnahmen für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und klimaneutrale chemische Industrie“ hat weiterlesen…

Neuer Katalysator verbessert Ammoniakumwandlung deutlich

Möglichkeiten: Abwasserbehandlung, Produktion von grünen Chemikalien und Wasserstoff

WissenschaftlerInnen haben einen wirksamen Katalysator mit einer bemerkenswerten Fähigkeit zur Steigerung der Effizienz der Ammoniakumwandlung entwickelt. Die am 07.08.2024 in Advanced Energy Materials veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass der Katalysator das Potenzial hat, die Abwasserbehandlung, die Herstellung von grünem Nitrit und Nitrat sowie die Wasserstoffproduktion erheblich zu verbessern. Das Team, an dem unter anderem Forscher der japanischen Hokkaido University und der australischen University of Technology Sydney beteiligt waren, entwickelte den Katalysator mit der Bezeichnung NiOOH-Ni durch die Kombination von Nickel (Ni) mit Nickeloxidhydroxid. weiterlesen…