Enzym in Pilz entdeckt

Katalysator für biochemische Reaktion zum Abbau von Lignozellulose

Forscher unter Leitung der University of York haben ein Enzym in einem Pilz entdeckt, das als Katalysator eine biochemische Reaktion zum Abbau von Lignozellulose auslösen kann. Die Entdeckung dieses neuartigen Enzyms, das eine wertvolle Chemikalie aus landwirtschaftlichen Abfällen freisetzt, könnte ein wichtiger Durchbruch bei der Aufwertung erneuerbarer Kraftstoffe und Chemikalien sein, zeigt eine ihre Untersuchung. weiterlesen…

Der perfekte Katalysator ist leider noch nicht gefunden

Interview mit Prof. Wolfgang Lubitz für die GDNÄ

Prof. Wolfgang Lubitz, Direktor Emeritus am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC), spricht in einem Interview für die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V. (GDNÄ) über seine Forschung, die Schlüsselrolle von Katalysatoren und sein Selbstverständnis als Wissenschaftler. Lubitz ist seit vielen Jahren GDNÄ-Mitglied und seit 2017 auch Mitglied des Vorstandsrats. Ihm sind wichtig der „Dialog mit der Öffentlichkeit, aber auch der interdisziplinäre Dialog zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen“. Er sieht dort noch viel Verbesserungspotenzial. weiterlesen…

“Doppel-Katalysator” reinigt Abwasser und erzeugt Wasserstoff

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Eine Verunreinigung beseitigen und gleichzeitig etwas Nützliches produzieren kann ein neuartiger Katalysator aus China. Aktuelle Strategien zur Wasserspaltung mit Katalysatoren und Licht erfordern bisher die Einführung von chemischen Zusätzen, um den Prozess zu beschleunigen. Jetzt haben Forscher der Sun Yat-sen-Universität in Kanton einen Katalysator (unter Verwendung von Co3O4-modifizierten {001}/{101}-TiO2-Nanoblättern) zur Wasserstoffproduktion entwickelt, der bereits im Abwasser vorhandene Medikamente und andere Verunreinigungen zerstört – wie sie einem Open-Access-Paper in ACS ES&T Engineering berichten. weiterlesen…

Licht aktiviert katalytisch MoS2-Dünnschichten

Preiswerte Katalysatoren ermöglichen kostengünstige Wasserstoffproduktion

Mit einem neuen Instrument an BESSY II namens „SurfaceDynamics@FemtoSpeX“ lassen sich Molybdän-Sulfid-Dünnschichten untersuchen, die als Katalysatoren für die solare Wasserstoffproduktion interessant sind. Ein Lichtpuls löst einen Phasenübergang von der halbleitenden in die metallische Phase aus und verstärkt so die katalytische Aktivität – so die Internetseite des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (Bild: SurfaceDynamics@FemtoSpeX – © Martin Künsting – hzb.de). weiterlesen…

Mit Enzymreaktionen verwandtes Katalyse-Verfahren entwickelt

Methode der Universität Bonn ermöglicht nachhaltige Oxidationen

Acetale sind wichtige chemische Verbindungen, die etwa bei der Herstellung bestimmter medizinischer Wirkstoffe eingesetzt werden. Mit einer neuen Methode lassen sie sich – einer Medienmitteilung der Universität Bonn vom 18.01.2021 zufolge – künftig einfacher und umweltschonender synthetisieren. Chemiker der Universität Bonn haben das nachhaltige Katalyse-Verfahren u.a. mittels modernster Computersimulationen entwickelt und optimiert. Die Reaktion basiert auf einem Mechanismus, der auch in der Natur vorkommt, aber bislang in der chemischen Synthese selten genutzt wurde. Die Ergebnisse erschienen in Angewandte Chemie (Open Access – Bild: Computergenerierte Struktur des Katalysator-Komplexes mit dem reduzierten Titan im aktiven Zentrum – © AG Prof. Grimme, Fabian Bohle, Universität Bonn). weiterlesen…

Erfolgreiches Plastikrecycling

Katalysator wandelt Kunststoffabfälle bei niedriger Temperatur in wertvolle Inhaltsstoffe

Japanische Forscher haben erstmals mittels eines neuartigen Katalysatorprozesses eine vor allem in Lebensmitteltüten und -verpackungen bis hin zu Spielzeug und Elektronik vorkommende Plastikart in flüssige Brennstoffe und Wachs recycelt- so eine Medienmitteilung der Osaka City University vom 05.01.2021. Das Team veröffentlichte diese Ergebnisse am 10.12.2020 in Applied Catalysis B: Environmental. weiterlesen…

Wirkungsweise wichtiger Katalysatoren entschlüsselt

Fundamentale Rolle der Chemie bei elektrokatalytischer Wasserspaltung

Der Übergang zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft erfordert elektrokatalytische Methoden zur Umwandlung und Speicherung elektrischer Energie in und zu chemischer Energie und Rohstoffen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Fritz-Haber-Instituts (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin hat nun (u.a. mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr – MPI CEC) fundamental neue Aspekte des Reaktionsmechanismus eines der wichtigsten elektrokatalytischen Prozesse aufgedeckt, der Sauerstoff-Entwicklungs-Reaktion. Die Ergebnisse sind in Nature veröffentlicht worden. weiterlesen…

Radikal in der Blackbox

LIKAT-Chemiker lüften Betriebsgeheimnis eines Katalysators

Forschende am Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse konnten bei einer Redoxreaktion die molekulare Arbeitsweise des Katalysators beobachten und wichtige Zwischenschritte aufklären. Zu diesem Zweck koppelten sie, erstmals weltweit, vier hochmoderne Messmethoden miteinander, die in unterschiedlichen Bereichen von Wellenlängen arbeiten: mit Infrarot-, UV-und Röntgenstrahlen sowie mit Mikrowellen im magnetischen Feld. Sie deckten auf diese Weise den kompletten katalytischen Mechanismus für die selektive Oxidation von Benzylalkohol zu Benzaldehyd auf. Als Grundchemikalie wird Benzaldehyd, das intensiv nach Bittermandel riecht, vor allem für Parfums und Kosmetik gebraucht. (Foto: Blick in ein EPR-Spektroskopim Forschungsbereich „Katalytische In situ-Studien“ von Prof. Angelika Brückner – © catalysis.de) weiterlesen…

Kupfer als neues Platin für Brennstoffzellen?

Lange unterschätzter Kandidat für Elektrokatalysatoren

Mit Brennstoffzellen soll der Verkehr umweltfreundlicher werden. Eine Herausforderung dabei: Geeignete Katalysatoren zu finden, die nicht nur effizient Strom aus Brennstoffen gewinnen, sondern auch möglichst preiswert sind. Die physikalische Chemikerin Julia Kunze-Liebhäuser und ihr Team an der Universität Innsbruck haben nun gezeigt, dass Kupfer hier ein lange unterschätzter Kandidat ist. weiterlesen…

40 Jahre alter Katalysator birgt Überraschungen für die Wissenschaft

Wegweisende Entdeckung über den auf Titan-Paaren basierenden “Titansilikalit-1“

Der Katalysator “Titansilikalit-1“ (TS-1) ist nicht neu: Schon vor fast 40 Jahren wurde er entwickelt und seine Fähigkeit entdeckt, Propylen in Propylenoxid, eine wichtige Grundchemikalie in der Chemieindustrie, umzuwandeln. Jetzt hat ein Wissenschaftlerteam der ETH Zürich, der Universität Köln, dem Fritz-Haber-Institut und der BASF durch die Kombination verschiedener Methoden einen überraschenden Wirkmechanismus dieses Katalysators entdeckt. Diese Erkenntnisse sollen die Katalysatorforschung einen wichtigen Schritt voranbringen. (Abbildung: 3D-Modell des aktiven Zentrums des Katalysators Titansilikalit-1 mit einem Titan-Paar (hellgrau) – Bild © ETH Zürich) weiterlesen…