“Dekarbonisierung gestalten”

Umweltstaatssekretär Flasbarth lädt zum Branchendialog mit energieintensiver Industrie

Verbände und Unternehmen der Branchen Stahl, Zement, Kalk, Chemie und Nichteisen-Metalle diskutierten am 03.11.2020 auf Einladung von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth über die Weiterentwicklung der Dekarbonisierungspolitik. Der diesjährige MU-Branchendialog mit der energieintensiven Industrie stand unter dem Motto “Dekarbonisierung gestalten”. Im Rahmen der digitalen Veranstaltung stellte der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband das Projekt “Innovationscluster Hydrogen Steel (HySteel) emissionsarme Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff” vor. weiterlesen…

Wasserstoffstrategie findet Zustimmung

Eile tut not

Die im Juni von der Bundesregierung ausgegebene Nationale Wasserstoffstrategie (NWS, siehe solarify.eu/nationale-wasserstoffstrategie-verabschiedet-wasserstoffrat-berufen) hat prinzipiell die Zustimmung von Experten gefunden – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Allerdings verbanden sie damit am 26.10.2020 bei einer Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie eine Reihe von Forderungen nach Präzisierungen und Ergänzungen. Auch tue Eile not. weiterlesen…

Wasserstoff aus Plastikmüll

Forscher der Universität Oxford finden Weg für Kunststoff-Recycling

Die ständig zunehmende Produktion und Verwendung von Kunststoffen hat ein riesiges Umweltproblem für die Welt geschaffen. Gegenwärtig wird der größte Teil der bisher produzierten 4,9 Milliarden Tonnen Kunststoffe, auf Deponien oder in der natürlichen Umwelt entsorgt. Schätzungen zufolge soll der Plastikmüllberg bis 2050 auf etwa 12 Milliarden Tonnen anwachsen. Jetzt haben Chemiker der Universität Oxford ein Verfahren entwickelt, bei dem Kunststoff in Wasserstoff und festen Kohlenstoff umgewandelt wird. weiterlesen…

DWV: BMU verabschiedet sich von Nationaler Wasserstoffstrategie

Kritik am Referentenentwurf zur Umsetzung der EE-Richtlinie: E-Fuels chancenlos

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) kritisiert den BMU-Referentenentwurf zur Umsetzung der EE-Richtlinie vom 22.09.2020. Der aktuelle Entwurf zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote gefährde hunderttausende deutsche Arbeitsplätze, die wirtschaftlichen Chancen einer breiten Markteinführung von Wasserstoff und das Erreichen der Klimaziele im Verkehr – so eine Medienmitteilung vom 02.10.2020.
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US-Stahlwerk soll mit 300 MW Solarstrom betrieben werden

Neu-Orientierung: Umstellung auf alternative Energie

Der Eisen- und Stahlsektor ist zwar nach Insider-Zitat (s.u.) die “weltweit größte industrielle Quelle der Klimaverschmutzung”. Doch immerhin: Das Stahlwerk EVRAZ Rocky Mountain Steel in Pueblo, Colorado, wird jetzt als erstes in Nordamerika auf Solarenergie setzen, schrieb Eric Wesoff am 06.10.2020 in pv magazine USA. Der in russischem Besitz befindliche Stahl- und Bergbaukonzern Evraz wird in Colorado bleiben, nachdem sein Bedarf an billigem Strom gedeckt worden ist. weiterlesen…

Kaskade von Methanol zu Wasserstoff

Metha-Cycle entkoppelt Windkraft vom Strombedarf

Forschende am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock können bei milden Bedingungen von unter hundert Grad Celsius und Umgebungsdruck aus Methanol Wasserstoff erzeugen – in der für Brennstoffzellen notwendigen Ausbeute und Reinheit. Dafür optimierten sie ein eigenes Verfahren, das sie seinerzeit in NATUR E veröffentlicht hatten. Die katalytische Reaktion ist Herzstück des BMWi-geförderten Projekts Metha-Cycle, eines Konzepts zur Speicherung und Nutzung regenerativer Energien. Erstmals wurden dabei Windkraft, Elektrolyse und CO2-basierte Methanolsynthese sowie die Rückverwandlung des Methanols in H2 direkt miteinander verbunden. weiterlesen…

Norwegen eröffnet weltweit erstes Testzentrum für grünen Schiffstreibstoff

Strom, Ammoniak und Wasserstoff

In Stord, 70 km südlich von Bergen, eröffnete Norwegens Premierministerin am 01.10.2020 unter dem Namen Catapult Centre Sustainable Energy das weltweit erste Testzentrum für alternative Kraftstoffe. Das Zentrum soll dazu beitragen, Norwegens Position als führendes Land in der “grünen Schifffahrt” zu sichern. Anfang 2021 soll das Gebäude voll ausgestattet sein. Hier sollen unter anderem Hochspannungslösungen, Ammoniak und Wasserstoff als Kraftstoff getestet werden. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst. weiterlesen…

Er­folgs­fak­to­ren Sek­to­ren­kopp­lung und in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit

DLR-Untersuchung “Wasserstoff als Fundament der Energiewende”

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)In einer am 30.09.2020 publizierten zweiteiligen Studie untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem. Zwei Erfolgsfaktoren werden herausgestellt: konsequente Sektorenkopplung sowie internationale Zusammenarbeit bei Produktion und Logistik. Deutschland kann bei Wasserstofftechnologien eine globale Vorreiterrolle einnehmen und so den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken. weiterlesen…

Startschuss für Forschungsnetzwerk Wasserstoff

Digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern

Zum Start des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründeten Forschungsnetzwerks Wasserstoff fand am 30.09.2020 (im BMWi) eine digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt. Damit sollte die Bedeutung der Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Politik in Fragen der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und sektorübergreifenden Nutzung von Wasserstoff unterstrichen werden, um den Transfer von innovativen Wasserstofftechnologien in den Markt zu beschleunigen. weiterlesen…

Von Wüstenstrom zu Wüstenwasserstoff

Afrikaverein mit Desertec-Sonderausgabe

Der Afrikaverein der Deutschen Wirtschaft hat sich in einer Sonderausgabe seiner aw-Publikationen des 10jährigen Jubiläums der Desertec-Initative Dii angenommen. Im Vorwort schreibt Hauptgeschäftsführer Christoph Kannengießer, die “Idee von grüner Energie aus Afrika” sei zwar “nicht neu”, denn vor 10 Jahren sei ” das Projekt ‘Desertec’ aus der Taufe gehoben” worden. Aber inzwischen sei daraus “eine Bewegung geworden, deren Grundgedanke in der Region bereits gelebt wird – nur eben in veränderter Form”. weiterlesen…