Entwurf des Energiesammelgesetzes in der Kritik


BMWi will Förderung neuer Dach-PV-Anlagen kürzen

Das Bundeswirtschaftsministerium betitelte seine jüngste Medienmitteilung (06.11.2018) zwar mit “Altmaier: Energiewende wird jetzt sicherer und bezahlbarer”, dahinter verbergen sich allerdings – wie zahlreiche Medienreaktionen nahelegen – überraschende Einschnitte – bis 20 Prozent – in die Förderung neuer Solarstromanlagen auf Gebäuden. Die Solarbranche reagierte mit scharfer Kritik und sprach von einem “Anschlag auf die Energiewende” und sieht die demokratischen Strukturen Gefährdet” (SVF). Das BMWi begründet seinen Einschnitt mit “Überförderung” größerer PV-Dachanlagen aufgrund stark gesunkener Modulpreise mit der Folge eines anhaltenden Überangebots auf dem Weltmarkt. weiterlesen…

Energieverbrauch und CO2-Ausstoß sinken


Überproportionaler Rückgang der Treibhausgase

Weil die Preise steigen, die Witterung mild war und die Energieeffizienz sich verbessert hat, wird in Deutschland 2018 wesentlich weniger Energie verbraucht als 2017. Wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen weiter mitteilte, traten dagegen verbrauchssteigernde Faktoren wie Konjunktur und Bevölkerungszuwachs zurück. Da die Verbrauchsrückgänge bisher alle fossilen Energieträger betreffen, Zuwächse dagegen nur bei den CO2-freien Energien zu verzeichnen sind, geht die AG Energiebilanzen von einem überproportionalen Rückgang bei den CO2-Emissionen aus. weiterlesen…

Sonderausschreibungen stoßen auf kritisches Echo


Koalition einigt sich auf schnelleren Ökostrom-Ausbau
BSW: “…läuft ins Leere – BEE: “…zu wenig Planungssicherheit”

Union und SPD haben sich zwar nach monatelangem Streit auf eine EEG-Novelle mit Sonderausschreibungen für zusätzliche Windgeneratoren und Solaranlagen verständigt, stoßen damit aber auf wenig positives Echo. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Regierung Windkraftgegnern an Land entgegenkommen will, in dem sie neue Regeln für die Beleuchtung festlegt und über verbindliche Abstände zu Wohngebäuden oder Höhenbegrenzungen der Windräder nachdenken will. weiterlesen…

Windparks als Cyber-Risiko?


BWE: Sicher genug

Am 14.06.2018 berichtete Solarify (“IT-Risiken klug begegnen”) über unbekannte Hacker, die in die Computernetzwerke deutscher EVU einzudringen versucht hätten. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seien sie dabei zum Teil erfolgreich gewesen. “Diese Angriffe zeigen, dass Deutschland mehr denn je im Fokus von Cyber-Angriffen steht”, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm damals. Dennoch sei die “IT-Sicherheit deutscher Betreiber auf gutem Niveau”. Dessenungeachtet wird einer viel nachgedruckten Meldung der deutschen Presseagentur vom 28.10.2018 zufolge das Anfälligkeitsrisiko von Windparks gegen Cyber-Attacken laut Christian Garske vom IT-Berater Lufthansa Industry Solutions in Norderstedt unterschätzt. weiterlesen…

BWE: “Stillstand in Berlin”


Windbranche schlägt bessere Teilhabe der Kommunen vor

Die Bundespolitik trete seit einem Jahr weitgehend auf der Stelle, kritisiert der Bundesverband Windenergie (BWE) in einer Medienmitteilung vom 23.10.2018. Die Umsetzung der wichtigen nach vorne gerichteten Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag – deren Kern das Ziel 65% Erneuerbare Energien bis 2030 darstellt – ist noch nicht im Ansatz zu erkennen. Dem bereits 2017 anerkannten Fadenriß im Zubau ab 2019 wurde bisher nicht entgegengewirkt. Die Branche fordert die Politik auf zu handeln. Gleichzeitig unterbreitet der BWE konkrete Vorschläge um die Akzeptanz zu sichern und die Einsatzmöglichkeiten der preiswerten Windenergie zu verbreitern. weiterlesen…

Weltweiter Siegeszug von Wind, PV und Co


Erneuerbare Energien auf der Überholspur

Eine am 18.10.2018 publizierte Studie der Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte über den Welt-Markt für Erneuerbare Energien sieht Öko-Energien inzwischen konkurrenzfähig mit herkömmlichen Energiequellen. Als Treiber dieser Entwicklung identifiziert die Untersuchung laut einer Medienmitteilung Preisparität, erfolgreiche Netzintegration und technische Innovationen. An erster Stelle könnten vor allem Solar- und Windenergie die Nachfrage nach bezahlbaren, nachhaltigen und zuverlässigen Energiequellen zufriedenstellen. weiterlesen…

NRW und Brandenburg bremsen Energiewende aus


78 Unternehmen, DUH und LEE schlagen Alarm

NRW will durch die Wiedereinführung der Länderöffnungsklausel den Ausbau von Windenergieanlagen einschränken und Brandenburg das Windkraft-Privileg gleich ganz abschaffen. Dadurch würde der Ausbau der Windenergie massiv eingeschränkt, wenn nicht – wie in Bayern – abgewürgt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert laut einer Medienmitteilung den Bundesrat auf, sich zur klimafreundlichen Windenergie zu bekennen. Der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) Reiner Priggen warnt in einer Presseaussendung: „20.000 Zukunftsjobs werden so leichtfertig aufs Spiel gesetzt.“ Knapp 80 Unternehmen stemmen sich gegen Plan der NRW-Landesregierung. weiterlesen…

IEA: Bio ist Spitze


Moderne Bioenergie laut IEA-Marktprognose an Wachstumsspitze aller Erneuerbaren Energien bis 2023

Die moderne Bioenergie wird zwischen 2018 und 2023 das größte Wachstum bei den Erneuerbaren Ressourcen verzeichnen, sie bleibe deshalb die größte Quelle für Erneuerbare Energien, weil sie in den Bereichen Wärme und Verkehr weit verbreitet ist, in denen andere Energiearten derzeit eine viel geringere Rolle spielen. Das unterstreicht ihre entscheidende Rolle beim Aufbau eines robusten regenerativen Portfolios und bei der Gewährleistung eines sichereren und nachhaltigeren Energiesystems, so die Marktprognose der Internationalen Energieagentur laut einer IEA-Medienmitteilung. weiterlesen…

Auf die Verteilung kommt es an


Windenergieanlagen könnten 40 Prozent des deutschen Strombedarfs decken

Bis 2030 soll Windenergie laut Bundesregierung zusammen mit Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse 65 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Christopher Jung und Dirk Schindler von der Umweltmeteorologie der Universität Freiburg zeigen in einer in Science Direct Energy Conversion and Management publizierten Studie, dass es bis 2030 möglich ist, 40 Prozent des Stromverbrauchs allein mit Windenergie zu decken. Voraussetzung ist, dass die Betreiber die Anlagen optimal auf dem deutschen Festland verteilen. Um die nutzbare Windenergie abzuschätzen, haben die Forscher ein neues dreidimensionales Modell entwickelt.
weiterlesen…

Ein Viertel der Windgeneratoren muss weg


Zu alt, zu wenig Leistung – Windenergiebranche schwächelt

Viele der in den vergangenen 25 Jahren gebauten Windenergie-Anlagen müssen aus Altersgründen (schon wieder) abgebaut werden, meldet der NDR-Niedersachsen. Vornehmlich im Norden Niedersachsens sind das nach Schätzungen der Landesregierung in Hannover bis zu einem Viertel der 6.277 Windgeneratoren. Welche Anlagen abgebaut würden, konnte Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) am 31.08.2018 bei der Vorstellung des Energiewendeberichts 2018 (noch) nicht sagen. weiterlesen…