Flächenpotenziale für Wind-Onshore aktualisiert

Ausreichend Raum vorhanden

Eine Fraunhofer-Untersuchung zur Ermittlung der Flächenpotenziale für die Windenergienutzung an Land von 2011 ist laut einer BWE-Medienmitteilung vom 11.05.2022 aktualisiert worden. Gemeinsam zeigen darin das Fraunhofer IEE, das Umweltplanungsbüro bosch&partner und der Bundesverband WindEnergie BWE e.V. anhand einer bundesweiten Raumbewertung auf, dass in allen 16 Bundesländern bei konsequenter Ausweisung ausreichend Flächen verfügbar sind, um das Mindestziel von 2 Prozent der Bundesfläche für die Windenergie zu erreichen. weiterlesen…

Koexistenz von Zugvögeln und Windrädern

„Flug in eine saubere und sichere Zukunft“

Energie aus Wind oder Sonne sind Schlüssel im Kampf gegen die Klimakrise. Doch Vögel und andere fliegende Tiere können mit den Rotorblättern der Windräder kollidieren und sterben. Ist die Windkraft dann als Eckpfeiler einer globalen Politik für saubere Energie überhaupt geeignet? Forschende des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Konstanz und der University of East Anglia in Norwisch/England haben nun in zwei Studien detaillierte GPS-Daten zum Flugverhalten von Vogelarten geliefert, die immer wieder mit Windrädern kollidieren. (Foto: Störche nahe bei Windpark – Foto © m. frdl. Genehmigg. Alejandro Onrubia, MPG) weiterlesen…

EE vorantreiben

Einigung bei naturverträglichem Ausbau der Windenergie

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent und bis 2035 auf 100 Prozent zu erhöhen. Klimaneutralität soll bis spätestens 2045 erreicht werden. Der Ausbau hat inzwischen eine doppelte Dringlichkeit: Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Klimakrise wirksam einzudämmen. Und: es ist angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine notwendig, Deutschland aus dem Klammergriff der russischen Energieimporte zu befreien. Entscheidender Schlüssel dafür ist der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien – eine Frage der öffentlichen Sicherheit, der ökologischen Vernunft und auch der ökonomischen Zukunftsfähigkeit. Daher setzt die Bundesregierung alle Hebel in Bewegung, Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien zu beschleunigen. Vor allem müssen – so eine Medienmitteilung aus Berlin – die notwendigen Flächen für den Windenergieausbau rechtzeitig bereitgestellt werden. Dazu wird die Bundesregierung ein Wind-an-Land-Gesetz vorlegen, das die Länder verpflichtet, zwei Prozent ihrer Fläche für die Windenergie an Land zur Verfügung zu stellen. weiterlesen…

Erstes kombiniertes Photovoltaik-Wind-Kraftwerk mit Speicher am Netz

Vattenfall eröffnet Energiepark Haringvliet

Rund 50 Kilometer südwestlich von Rotterdam hat der Energiekonzern Vattenfall im Energiepark „Haringvliet“ am 22.03.2022 das erste Vollhybrid-Kraftwerk in Betrieb genommen – dort werden Wind, Sonne und Batterien miteinander kombiniert. Das sorgt – so eine Medienmitteilung („Blaupause für zukünftige Projekte“) – „für geringere Entwicklungskosten und verringert die Auswirkungen auf die Umwelt“. Es sei das erste Mal, dass Vattenfall diese drei Techniken an einem Ort errichte. Das so genannte Vollhybrid-Kraftwerk zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien steht in der Region „Goeree-Overflakke“ in der Provinz Süd-Holland. Vattenfall sieht darin auch eine Blaupause für zukünftige Projekte. (Foto: Vollhybrid-Kraftwerk im Energiepark Haringvliet – m. frdl.Genehmigung © Jorrit Lousberg/Vattenfall) weiterlesen…

2021 Marktparität von PV und Onshore-Wind

Laut enervis in fast allen europäischen Strommärkten

Das energiewirtschaftliche Beratungsunternehmen enervis hat einen Bericht zum Status Quo der Marktparität von PV und Onshore-Wind in 25 europäischen Ländern veröffentlicht. Demnach erreichten Marktwerte für PV und Wind onshore 2021 in europäischen Märkten Rekordniveau, vor allem aufgrund stark gestiegener Preise für Erdgas und CO2-Zertifikate. Als Folge wurde in fast allen europäischen Märkten Marktparität erreicht. Aktuell befinden sich mittelfristige Future-Notierungen für Erdgas, aufgrund des Ukraine-Kriegs, weiterhin auf hohem Niveau. weiterlesen…

„Märchen vom bedrohten Greifvogel“

Windgeneratoren keine Gefahr für Rotmilane

„Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ titelte ZDF-heute am 22.02.2022 auf seiner Internetseite (auch tagesschau.de und Tagesspiegel-Background berichteten u.a.). Denn neue Windkraftbauprojekte scheitern oftmals am Rotmilan – der werde von den Rotorblättern erschlagen, warnen Naturschützer. Jetzt kommt ein Forschungsprojekt zu einem überraschenden Ergebnis: Windräder galten bislang zu Unrecht als Gefahr für den Greifvogel. Ein EU-Forschungsprojekt widerlegt diese Annahme. An einem Windrad zu sterben, sei einer Untersuchung zufolge für den Greifvogel „ein äußerst seltenes Ereignis, wirklich extrem selten“, sagte der für die Studie verantwortliche Forscher Rainer Raab dem ZDF-Magazin „Frontal“. weiterlesen…

„Wie viele Windräder braucht Deutschland für 100% Erneuerbare Energien?“

Neue Kurzanalyse von Energy Watch

Um diese viel diskutierte Frage zu beantworten, hat die Energy Watch Group am 11.02.2022 eine neue Kurzanalyse veröffentlicht. Obwohl Gegner der Erneuerbaren Energien stark in der Minderheit sind, dominieren ihre Argumente häufig die öffentliche Debatte. So befürworten 83% der Bundesbürger den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. 51% der Befragten halten Windkraft in der Nachbarschaft sogar für „sehr gut“ oder „eher gut“. Die öffentliche Akzeptanz für Erneuerbare Energien ist somit deutlich größer als der durch eine laute Minderheit von Windkraftgegner geprägt Diskurs es vermuten ließe. weiterlesen…

Was die Bundesregierung nun angehen sollte

WBGU zu Windenergie an Land

Die Koalition will den Ausbau der Windenergie an Land erheblich beschleunigen. Dies ist überfällig, denn er ist in den letzten Jahren weit hinter den Bedarf zurückgefallen. Die am 04.02.2022 veröffentlichte Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen zeigt, wie die Herausforderungen bewältigt werden können. Der Rat spricht sich für ein 2-%-Flächenziel für jedes Bundesland aus. Dies kann auch zeitlich gestaffelt eingeführt werden. Zukünftig sollten die Planungsträger nur noch dann Gebiete pauschal für Windenergie sperren dürfen, wenn sie insgesamt ausreichend Fläche zur Verfügung stellen, um das 2-%-Ziel zu erreichen. weiterlesen…

Habeck und die Grenzen des Vogelschutzes

Geraten Windenergie-Pläne in Konflikt mit EU-Recht?

Die neue Bundesregierung will den Ausbau von Onshore-Windenergie wieder in Gang bringen und lässt die Windkraftindustrie in ganz Europa auf Rückenwind vom ehemaligen Weltmeister der Onshore-Windenergie hoffen. Doch dabei könnte es zu Konflikten mit den Naturschutzverbänden und EU-Recht kommen, schreibt Nikolaus Kurmayer auf euractiv.com. weiterlesen…

Bayerische Wirtschaft fordert Abschaffung der 10H-Regel

vbw setzt CSU unter Druck: „Besorgniserregend“

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) fordert die Abschaffung der 10H-Abstandsregel für Windräder in Bayern. „Wir müssen leider feststellen, dass die 10H-Regelung ein Fehlschlag war, also brauchen wir sie auch nicht mehr“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am 13.01.2022. Laut Energiewende-Monitoring der vbw hängt die Energiewende in Bayern ebenso wie in ganz Deutschland in mehreren Bereichen hinter den politischen Zielen zurück, insbesondere beim Netzausbau. Die vbw pflegt traditionell enge Beziehungen zur CSU, Brossardt nennt den einstigen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu seinen „Ziehvater“. CSU-Generalsekretär Markus Blume hatte seinerseits erst am Vortag betont, dass an der 10H-Regel nicht gerüttelt werden solle. weiterlesen…