2022: 2.043 MW Windenergiezubau = +25%

„Genehmigungen sind der Zubau der Zukunft“

22022 wurden in Deutschland 551 Windenergieanlagen an Land (WEA) installiert. Zusammen verfügen die neuen Anlagen über eine Leistung von 2.403 MW. Der Vorjahreszubau wurde damit um 25% übertroffen, und der Aufwärtstrend der Jahre seit 2019 setzt sich fort. Dennoch liegt der Zubau weiterhin deutlich unter dem der Rekordjahre 2014 bis 2017 – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Windenergie. weiterlesen…

Gute Nachricht für Windenergie und Netzausbau

Umsetzung der EU-Notfall-Verordnung zündet Turbo bei Energiewende

Die Bundesregierung hat am 30.01.2023 eine Formulierungshilfe zur Umsetzung des Artikel 6 der EU-Notfallverordnung (EU-NotfallVO) in Deutschland vorgelegt. Diese erlaubt den EU-Mitgliedsstaaten unmittelbar Ausnahmen von der Artenschutzprüfung und der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für Erneuerbare Energien, Speicher und Netze vorzunehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. In Deutschland betrifft dies die Windkraft und Stromleitungen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die zügige Umsetzung von Artikel 6 der EU-Verordnung ausdrücklich. weiterlesen…

Windräder in Wäldern beeinträchtigen bedrohte Fledermausarten

Kollisionsrisiko und Lebensraumverlust

Um Klimaschutzziele zu erreichen, boomt in Deutschland der Ausbau Erneuerbarer Energien – vor allem der Windkraft. Mehr als 30.000 Anlagen wurden bislang auf dem Festland installiert, jetzt beginnt ein Ringen um weitere, rarer werdende, geeignete Standorte. So rücken auch Wälder als Standorte in den Fokus. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wies am in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift „Current Biology“ nach, dass die Windenergieerzeugung an diesen Standorten mit erheblichen Nachteilen verbunden für bedrohte Fledermausarten sein könnte. weiterlesen…

2023 – Neustart für Windenergie

Windenergie blickt voll Zuversicht ins neue Jahr

Mit einem nie zuvor dagewesenen Rekord-Ausschreibungsziel von fast 13 Gigawatt Leistung bei der Windenergie an Land sieht sich die Branche in Deutschland nach Jahren der politisch verordneten Bremsen 2023 vor einem Neustart. Insgesamt blickt man daher optimistisch auf das neue Jahr. „Die Bundesregierung hat ihr erstes Jahr im Amt dazu genutzt, die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, besonders des Leistungsträgers Windenergie, aktiv zu gestalten. Erste Fortschritte sind erkennbar, auch wenn noch offene Baustellen bestehen, die in diesem Jahr schnell geschlossen werden müssen. Dann kann der nötige Ausbau stattfinden und die volkswirtschaftlichen Wertschöpfungspotenziale der Windenergie entfesselt werden“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie. weiterlesen…

ARL-Kommentar zum „Wind-an-Land-Gesetz“

Stellungnahme zu den gesetzlichen Neuregelungen für die Windenergieplanung

Am 28.07.2022 ist das Gesetz zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land („Wind-an-Land-Gesetz“) verkündet worden. Dessen Regelungen zur planerischen Ausweisung von Standorten für Windenergieanlagen verändern die Planungsverfahren grundsätzlich. Weil damit (auch über den engeren Anwendungsbereich hinaus) erhebliche Folgen für den Stellenwert der Raumordnung insgesamt verbunden sind, erreichen die Akademie für Raumentwicklungin der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) aktuell zahlreiche Anfragen zum Wind-an-Land-Gesetz und den darin enthaltenen Änderungen bestehender Gesetze, insbesondere des Baugesetzbuchs. Einige am 07.12.2022 veröffentlichte Kommentare zu den umfangreichen Novellierungen, die zum Teil erst in den nächsten Jahren in vollem Umfang wirksam werden. weiterlesen…

Variable Produktionskosten und Strompreise für höhere Renditen

Neue Betriebsstrategie für Windenergie

Die Direktvermarktung von Windstrom bringt maximale Rendite, wenn die Anlagensteuerung nicht nur die schwankenden Strompreise, sondern auch die sich laufend ändernden Produktionskosten – sprich die Abnutzung der Anlagentechnik – berücksichtigt. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE hat jetzt zusammen mit Partnern im Forschungsprojekt KORVA erstmals ein Modell entwickelt, mit dem Anlagenbetreiber das in ihren Regelstrategien umsetzen können. Das Softwaretool ermöglichten ihnenVerfahren des maschinellen Lernens, die Anlagen so zu steuern, dass Erlöse und Kosten jederzeit in wirtschaftlich optimalem Verhältnis zueinander stehen. weiterlesen…

Erste LNG-Lieferung für schwimmendes LNG-Importterminal in Brunsbüttel vereinbahrt

MoU von RWE, ADNOC und Masdar

RWE hat Vereinbahrungen mit  der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) über Lieferungen von Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) und mit Masdar, dem führenden Unternehmen für erneuerbare Energien in Abu Dhabi, über eine Zusammenarbeit im Bereich Offshore-Wind, getroffen. Dazu wurde laut einer Medienmitteilung vom 25.09.2022 ein Memorandum of Understanding zwischen RWE und ADNOC über mehrjährige LNG-Lieferungen unterzeichnet  Die erste kommerzielle Lieferung von Flüssiggas soll Ende Dezember 2022 in Deutschland eintreffen. Ein weiteres MoU zwischen RWE und Masdar sollgemeinsam Potenziale für Offshore-Wind-Projekte in globalen Schlüsselmärkten ausloten. (Foto: LNG-Tanker Rivers – © Pline – eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Leseempfehlung: Beeinflussen Windparks das Wetter?

Anti-Windkraft-Märchen widerlegt

Windkraftanlagen sollen dafür sorgen, dass es in bestimmten Regionen nicht mehr regnet, weil die Wolken durch die Windräder davon abgehalten werden weiterzuziehen, schreibt Jennifer Schollbach auf der Internetseite des mdr. Welchen Einfluss haben Windgeneratoren auf Klima und Wetter? Obwohl es in der Umgebung von Windkraftanlagen zu einer minimalen Erhöhung der Bodentemperatur kommen kann, sei das keine Ursache für die globale Erwärmung – so die Autorin – auch wenn es hin und wieder gern als Argument gegen Windkraftanlagen ins Feld geführt werde. weiterlesen…

Energiewende hängt von Lieferketten der Windindustrie ab 

Untersuchung der GWEC mit Forderungen an Regierungen

„Regierungen weltweit sind aufgefordert, Lücken in Lieferketten ausfindig zu machen und eine Sonderkommission zu gründen, die Vorräte und Rohstoffe koordiniert“, schreibt Nicole Weinhold in ERNEUERBARE ENERGIEN vom . Die internationale Industrievereinigung der Windenergie GWEC hat die weltweiten Märkte der Windenergie und ihrer Zulieferer betrachtet und einen Zusammenhang mit den Ausbauzielen der Regierungen festgestellt. So hat sich für GWEC ein deutlicher Handlungsdruck auf Seiten der Regierungen ergeben, um die eigenen Ziele in Sachen Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu erreichen. weiterlesen…

Grünstrom deutlich billiger als fossiler

IRENA berichtet über Kosten für erneuerbare Stromerzeugung 2021

Die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien hat sich 2021 weiter verbessert – so der IRENA-Bericht Stromerzeugungskosten aus Erneuerbaren Energien 2021. Daten aus der IRENA-Datenbank zu den Kosten Erneuerbarer Energien und Analysen der jüngsten Trends im Energiesektor bestätigen ihre wesentliche Rolle auf dem Weg zu einer erschwinglichen und technisch machbaren Netto-Null-Zukunft: Die global gewichteten Durchschnittskosten für neu in Betrieb genommene PV-, Onshore- und Offshore-Windkraftprojekte sind 2021 gesunken. Dies geschah trotz steigender Preise für Rohstoffe und Anlagen für Erneuerbare Energien, da sich diese Kostensteigerungen erst mit erheblicher Verzögerung in den installierten Gesamtkosten der Projekte niederschlagen. weiterlesen…