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Archiv: Windenergie


78 Unternehmen, DUH und LEE schlagen Alarm

NRW will durch die Wiedereinführung der Länderöffnungsklausel den Ausbau von Windenergieanlagen einschränken und Brandenburg das Windkraft-Privileg gleich ganz abschaffen. Dadurch würde der Ausbau der Windenergie massiv eingeschränkt, wenn nicht – wie in Bayern – abgewürgt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert laut einer Medienmitteilung den Bundesrat auf, sich zur klimafreundlichen Windenergie zu bekennen. Der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) Reiner Priggen warnt in einer Presseaussendung: „20.000 Zukunftsjobs werden so leichtfertig aufs Spiel gesetzt.“ Knapp 80 Unternehmen stemmen sich gegen Plan der NRW-Landesregierung.

IEA: Bio ist Spitze


Moderne Bioenergie laut IEA-Marktprognose an Wachstumsspitze aller Erneuerbaren Energien bis 2023

Die moderne Bioenergie wird zwischen 2018 und 2023 das größte Wachstum bei den Erneuerbaren Ressourcen verzeichnen, sie bleibe deshalb die größte Quelle für Erneuerbare Energien, weil sie in den Bereichen Wärme und Verkehr weit verbreitet ist, in denen andere Energiearten derzeit eine viel geringere Rolle spielen. Das unterstreicht ihre entscheidende Rolle beim Aufbau eines robusten regenerativen Portfolios und bei der Gewährleistung eines sichereren und nachhaltigeren Energiesystems, so die Marktprognose der Internationalen Energieagentur laut einer IEA-Medienmitteilung.

Windkraft-Einbruch droht


Antwort aus dem BMWi auf grüne Anfrage

Die Zahlen sind kaum misszuverstehen: Der Onshore-Windkraft-Zubau wird einbrechen – von 5.300 MW 2017 auf schätzungsweise 3.000 bis 3.500 in diesem und 1.500 bis 2.000 MW 2019 – ein Rückgang um rund zwei Drittel. Die Zahlen stammen aus einer jüngst veröffentlichten Antwort der Bundesregierung (von Wirtschaftsstaatssekretärin Claudia Dörr-Voß) auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag (Nr. 19/4013 “Bedrohte Arbeitsplätze in der deutschen Windindustrie”).


Windenergieanlagen könnten 40 Prozent des deutschen Strombedarfs decken

Bis 2030 soll Windenergie laut Bundesregierung zusammen mit Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse 65 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Christopher Jung und Dirk Schindler von der Umweltmeteorologie der Universität Freiburg zeigen in einer in Science Direct Energy Conversion and Management publizierten Studie, dass es bis 2030 möglich ist, 40 Prozent des Stromverbrauchs allein mit Windenergie zu decken. Voraussetzung ist, dass die Betreiber die Anlagen optimal auf dem deutschen Festland verteilen. Um die nutzbare Windenergie abzuschätzen, haben die Forscher ein neues dreidimensionales Modell entwickelt.


Zu alt, zu wenig Leistung – Windenergiebranche schwächelt

Viele der in den vergangenen 25 Jahren gebauten Windenergie-Anlagen müssen aus Altersgründen (schon wieder) abgebaut werden, meldet der NDR-Niedersachsen. Vornehmlich im Norden Niedersachsens sind das nach Schätzungen der Landesregierung in Hannover bis zu einem Viertel der 6.277 Windgeneratoren. Welche Anlagen abgebaut würden, konnte Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) am 31.08.2018 bei der Vorstellung des Energiewendeberichts 2018 (noch) nicht sagen.


Politische Rahmenbedingungen schuld, nicht mangelnde Wettbewerbsfähigkeit

Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) sieht in einer während der Hamburger Windmesse veröffentlichten Medienmitteilung die deutsche Energiepolitik als Grund für den aktuellen Stellenabbau in der deutschen Windenergiebranche. Nachdem bereits im vergangenen Jahr verschiedene Unternehmen aus der Branche unpopuläre Maßnahmen zum Beschäftigungsabbau hätten treffen müssen, setzt sich dieser Trend auch im Sommer 2018 fort. Hauptsächlich betroffen sind neben den Herstellern von Windenergieanlagen auch Zulieferunternehmen.


BWE: “Sicherheitsstandards werden kontinuierlich weiterentwickelt”

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP zum Thema Anlagensicherheit zeige, dass die Windenergie die zuverlässige Leittechnologie der Energiewende ist. Wenn die Standards für Errichtung und Betrieb geordnet und mit dem Blick auf Nachhaltigkeit weiterentwickelt würden, werde der Ausstieg aus der fossilen und atomaren Energie zu einem Gewinn für die ganze Gesellschaft, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) am 20.08.2018.


UBA veröffentlicht Halbjahresbilanz 2018

Die Erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 2018 einen neuen Rekord aufgestellt, wie die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 30.07.2018 berichtet: Die Stromproduktion aus regenerativen Quellen stieg um 11 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) auf insgesamt fast 118 Mrd. kWh – also 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer ersten Abschätzung hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) im Juli 2018 veröffentlicht hat. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) meldet weiterhin, dass im Gegenzug die Produktion in Braun- und Steinkohlekraftwerken von 127 auf 114 Mrd. kWh gesunken sei.


Den Höhenwind nutzen

In höheren Luftschichten wehen energiereichere und beständigere Winde als auf dem Niveau konventioneller Windgeneratoren. Ob sich dieser Höhenwind mit fliegenden Systemen – Drachen zum Beispiel – zur Stromgewinnung nutzen lässt, soll das Forschungsprojekt SkyPower100 untersuchen. Es hat in Enerkite einen Vorläufer.


Schulze: Lücke zu Klimaschutzzielen schließen

In der Bundestagsdebatte am 03.07.2018 forderten Vertreter von SPD und Grünen den Bundeswirtschaftsminister erneut auf, endlich die versprochenen Sonderausschreibungen für Photovoltaik-Anlagen und Windparks an Land auf den Weg zu bringen. Altmaier wollte sich darauf aber nicht festnageln lassen und will sich lieber erst um die Netze kümmern – schrieb Sandra Enkhardt in pv magazine am 04. 07. 2018.

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