Klimakrise: Humanitäre Organisationen fordern rasches Handeln der Regierungen

Ärzte- und Hilfsorganisationen warnen gemeinsam mit Greenpeace vor humanitärer Katastrophe

Weitreichende Maßnahmen zu treffen, um eine Erderwärmung über 1,5 Grad Celsius und die dramatischen Folgen zu verhindern – dazu haben Hilfs- und Ärzteorganisationen in einem gemeinsamen Appell die Bundesregierung und die Regierungen anderer Industriestaaten aufgefordert. Die Organisationen veröffentlichen den Aufruf anlässlich des Humanitären Kongresses am 17. -18. Oktober in Berlin. weiterlesen…

Lesehinweis: “Man blamiert sich schneller als erwartet”

SPON-Kolumne von Christian Stöcker

“Das Wasser steigt, der Wald leidet: Die zerstörerische Kraft der Erderhitzung setzt die Regierungen der Welt unter Zeitdruck. Viele aber ziehen es vor, nicht die Krise anzugehen – sondern die, die vor ihr warnen” – so Christian Stöcker in einer Kolumne auf SPIEGEL-Online, die er mit dem Satz beginnt: “Die Wortfolge der Woche lautet: ‘Schneller als erwartet.'” Als ersten Beleg nennt Stöcker Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die gesagt hatte , der Klimawandel habe uns “deutlich schneller getroffen als erwartet”. Dass Klöckner jetzt so tue, als komme das alles überraschend, sei “nicht überraschend, aber trotzdem peinlich”. weiterlesen…

Atomkraft – Irrweg im Kampf gegen Klimakrise

Mehr noch: Laufender AKW-Betrieb blockiert Ausbau Erneuerbarer Energien

Laut Weltklimarat könnte Atomkraft einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Dankbar greifen dies Befürworter nuklearer Energie auf. Eine neue Studie zeigt jedoch: Atomkraft kann fossile Energie nicht schnell genug ersetzen. Manuel Först zeigt in energiezukunft vom 27.09.2019 die Gründe dafür auf.
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CO2-Preis und Kampf gegen Ungleichheit

Forschungsgruppe Wirtschaft und Finanzen des Weltethos-Instituts stellt sich hinter radikalen Dekarbonisierungsvorschlag dreier Berliner Autoren

Weil nicht mehr viel Zeit bleibt, erstellten die drei Berliner Autoren Thomas Weber, Nana Karlstetter und Gerhard Hofmann einen radikalen Vorschlag, der auf die rechtzeitige und vollständige Dekarbonisierung (Defossilisierung) von Wirtschaft und Gesellschaft abzielt – das Ganze in relativ wenigen Jahren. Im Rahmen einer Tagung in der FH Würzburg-Schweinfurt stellte sich die Weltethos-Forschungsgruppe Wirtschaft und Finanzen (WEFG) hinter den Vorschlag. Demnach soll CO2 budgetiert, mit einem hohen Preis versehen und das dabei entstehende Kapital direkt an alle Bürger zurück verteilt werden. weiterlesen…

Wie andere von der Notwendigkeit zu handeln überzeugen

Warum schauen wir dem “Meteoriteneinschlag in Zeitlupe” gebannt und untätig zu?

Am 22.07.2018 fragte Solarify (solarify.eu/klimawandel-einsicht-ist-nicht-gleich-handeln) schon einmal, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versuchte damals Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man “psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten” könne. Warum handelt die Menschheit nicht schneller und entschiedener, um die Erderhitzung in den Griff zu kriegen? Der Kommunikationswissenschaftler George Marshall versucht seit Jahrzehnten, Menschen davon zu überzeugen, etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen – er sagt in einem SPIEGEL-Interview mit Susanne Götze am 17.09.2019: “Der Klimawandel tut uns noch nicht weh genug”.
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Klimaforscher und CO2-Fußabdruck

Wie die, welche sich mit Klimawandel-Anpassung befassen, eigene CO2-Fußabdrücke reduzieren können

Wissenschaftler, die mit Gemeinschaften arbeiten, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, mögen es schwierig finden, ihre Fluggewohnheiten anzupassen, aber sie können dennoch sinnvolle Veränderungen vornehmen, sagt David Samuel Williams am 16.09.2019 in Nature. Er hatte im Mai in Nature Careers einen Artikel über die flugintensive Kultur in der Klimaforschung gelesen. Darin setzte sich die Klimaforscherin Sofia E. Kjellman mit ihrem Kohlendioxidausstoß infolge ihrer Arbeit auseinander:Aber es geht in zwei Nature-Artikeln nichrt nur um Klimaforscher… weiterlesen…

Das Kind beim Namen nennen

‘Klimawandel’ oder ‘Klimakrise’ – was sind angemessene Begriffe bei der Klima-Berichterstattung?

Liegt es vielleicht an den verwendeten Begriffen, dass wir das Problem der Erderhitzung nicht in den Griff bekommen? Eine Reihe englischsprachiger Medien, etwa der britische Guardian, hat jüngst seine redaktionellen Sprachregeln im Themenfeld Klima überarbeitet. Wie ist der Stand in Deutschland, Österreich und der Schweiz? klimafakten.de hat sich bei Journalisten und Verlagen umgehört und das Ergebnis der Recherche am 17.09.2019 veröffentlicht. weiterlesen…

Merkel gegen CO2-Steuer

“Zertifikatehandel überlegen”- Grüne: “Symbolpolitik!”

Bei einer Klausurtagung der Unionsfraktionsspitze in Potsdam am 04.09.2019 soll sich Bundeskanzlerin Medienberichten folgend deutlich für einen Zertifikatehandel ausgesprochen haben. Eine CO2-Steuer dagegen lehnte sie ab. Der Zertifikatehandel sei einer CO2-Steuer überlegen, so Merkel. Teilnehmer der Tagung berichteten, die Kanzlerin sei bei ihren Ausführungen zu diesem Thema ungewohnt klar gewesen. weiterlesen…

ESYS: Zehn Punkte für ein integriertes Energiesystem

Experten fordern systemübergreifende Ansätze für die Energiewende

Deutschland soll bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral werden. In genau zwei Wochen will das Klimakabinett entscheiden, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Fest steht: Die Umsetzung ist kompliziert, und mit den verpassten Klimazielen für das Jahr 2020 ist Deutschland bisher nicht auf Kurs. Wie ist die Energiewende also noch zu schaffen? Fachleute des Akademienprojekts von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) geben der Bundesregierung in einer gemeinsamen Medienmitteilung zehn systemübergreifende Punkte mit auf den Weg. Einen wirksamen CO2-Preis über alle Sektoren sehen die Wissenschaftler als Leitinstrument für den Klimaschutz an. weiterlesen…

Globaler Kohlenstoffpreis richtet sich nach CO2-Budget

Vorschlag zur weltweiten CO2-Bepreisung

Da die derzeitigen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht gut koordiniert seien und nicht zur gewünschten Reduzierung der globalen Treibhausgas-Emissionen geführt hätten, schlägt ein Autorenteam aus Coburg und Ingolstadt (Martin Zapf, Hermann Pengg und Christian Weindl) als “kosteneffizientes politisches Instrument” eine “global und sektorübergreifend einheitlich gültige CO2-Preisgestaltung” in Form eines Cap-and-Trade-Systems vor: Ein weltweites Emissionshandelssystem sei das am besten geeignete marktbasierte Instrument zur Senkung der globalen Emissionen, um mit einem CO2-Budget die im Pariser Abkommen festgelegte Temperaturgrenze nicht zu überschreiten. Ihr am 02.08.2019 in der Zeitschrift energies von MDPI veröffentlichter Vorschlag für das Design eines solchen Systems sieht weltweite Maßnahmen mit den niedrigsten marginalen Minderungskosten nach einem vordefinierten Reduktionspfad vor. weiterlesen…