Greenpeace fordert globale Maßnahmen zur Rettung der Weltmeere

Neuer Report: Klimakrise bedroht Lebensraum Ozean

Große Teile der Ozeane könnten demnächst in ihren Funktionen als Ökosysteme und als CO2-Speicher versagen, wenn die Atmosphäre sich ungebremst weiter aufheizt. Zu diesem Schluss kommt der neue Greenpeace-Report „30×30 -in hot water“. Die Studie fasst den derzeitigen Stand der Forschung zusammen und warnt: Schon heute zeigten die Weltmeere mit ihrer Versauerung, dem Anstieg des Meeresspiegels und Aufheizen der Oberflächentemperatur deutliche Symptome der Erderhitzung. Damit sie nicht kollabieren, müssten Regierungen weltweit Treibhausgase drastischer reduzieren und mindestens 30 Prozent der Ozeane bis 2030 unter Schutz stellen. weiterlesen…

Sir David Attenborough: “Unser Planet steht auf dem Spiel”.

“Wir haben unseren Planeten mit Verachtung behandelt”

Der britische Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough, weltberühmt durch seine für die BBC produzierten, preisgekrönten Naturdokumentationen, wandte sich am 18.11.2019 auf der Internetseite der Universität von Cambridge in einem Appell an die Weltöffentlichkeit – der 93jährige sprach über die Klimakrise und seine Hoffnungen auf die Zukunft: “Wälder brennen, Gletscher schmelzen und eine Million Arten stirbt. Können wir Menschen den Planeten vor uns selbst retten?” Attenborough: “Die Machthaber können den Wandel beeinflussen. Und wer über Wissen und Innovationsfähigkeit verfügt, kann eine Vielzahl von Problemen lösen.” weiterlesen…

“Den Menschen helfen, zur Vernunft zu kommen”

Was die Wissenschaft leisten muss

Die Menschheit versteht kaum, was sie der Erde antut. Dies ist die Stunde der Wissenschaft, die aber noch handlungsfähig werden muss. Ein politischer Appell von Jürgen Renn:
Die Erde ist nicht mehr die unserer Großeltern. Der Klimawandel schreitet beschleunigt voran und führt uns schon bald in kritische Bereiche sich selbst verstärkender Prozesse. Wir erleben den erdgeschichtlichen Eintritt in ein sechstes Massensterben. Menschen haben lediglich 0,5 Prozent Anteil an Biomasse, verbrauchen aber heute bereits 30 Prozent der Photosynthese-Produkte. Angesichts der massiven Auswirkungen industrieller Eingriffe in die Umwelt sind die Trennlinien zwischen Natur und Kultur offenkundig obsolet. weiterlesen…

Städte rückständig bei Klimarisiko-Einschätzung

Mehr Städte berichten von Klimarisiken, entwickeln aber verzögert Pläne zur Abhilfe

Mehr als 500 Städte weltweit spüren bereits die Auswirkungen des Klimawandels, so der Bericht “Cities at Risk” des gemeinnützigen Umweltunternehmens Carbon Disclosure Project (CDP), der diese Woche veröffentlicht wurde (s. u.). Wie Maya Earls am 24.10.2019 auf Climate Wire/E&E News schreibt, berichteten 85 % der im vergangenen Jahr befragten Städte über Klimagefahren – darunter Überschwemmungen in London, extreme Winter in New York City sowie Waldbrände und extreme Hitze in Quito, Ecuador. Laut Kyra Appleby, Direktorin des CDP-Städteprogramms hat die jährliche Umfrage 2011 mit nur 48 Antworten begonnen; nach dem Pariser Abkommen COP21 2015 sei die Zahl sprunghaft angestiegen – auf inzwischen 620. weiterlesen…

Klimakrise: Humanitäre Organisationen fordern rasches Handeln der Regierungen

Ärzte- und Hilfsorganisationen warnen gemeinsam mit Greenpeace vor humanitärer Katastrophe

Weitreichende Maßnahmen zu treffen, um eine Erderwärmung über 1,5 Grad Celsius und die dramatischen Folgen zu verhindern – dazu haben Hilfs- und Ärzteorganisationen in einem gemeinsamen Appell die Bundesregierung und die Regierungen anderer Industriestaaten aufgefordert. Die Organisationen veröffentlichen den Aufruf anlässlich des Humanitären Kongresses am 17. -18. Oktober in Berlin. weiterlesen…

Lesehinweis: “Man blamiert sich schneller als erwartet”

SPON-Kolumne von Christian Stöcker

“Das Wasser steigt, der Wald leidet: Die zerstörerische Kraft der Erderhitzung setzt die Regierungen der Welt unter Zeitdruck. Viele aber ziehen es vor, nicht die Krise anzugehen – sondern die, die vor ihr warnen” – so Christian Stöcker in einer Kolumne auf SPIEGEL-Online, die er mit dem Satz beginnt: “Die Wortfolge der Woche lautet: ‘Schneller als erwartet.'” Als ersten Beleg nennt Stöcker Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die gesagt hatte , der Klimawandel habe uns “deutlich schneller getroffen als erwartet”. Dass Klöckner jetzt so tue, als komme das alles überraschend, sei “nicht überraschend, aber trotzdem peinlich”. weiterlesen…

Atomkraft – Irrweg im Kampf gegen Klimakrise

Mehr noch: Laufender AKW-Betrieb blockiert Ausbau Erneuerbarer Energien

Laut Weltklimarat könnte Atomkraft einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Dankbar greifen dies Befürworter nuklearer Energie auf. Eine neue Studie zeigt jedoch: Atomkraft kann fossile Energie nicht schnell genug ersetzen. Manuel Först zeigt in energiezukunft vom 27.09.2019 die Gründe dafür auf.
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CO2-Preis und Kampf gegen Ungleichheit

Forschungsgruppe Wirtschaft und Finanzen des Weltethos-Instituts stellt sich hinter radikalen Dekarbonisierungsvorschlag dreier Berliner Autoren

Weil nicht mehr viel Zeit bleibt, erstellten die drei Berliner Autoren Thomas Weber, Nana Karlstetter und Gerhard Hofmann einen radikalen Vorschlag, der auf die rechtzeitige und vollständige Dekarbonisierung (Defossilisierung) von Wirtschaft und Gesellschaft abzielt – das Ganze in relativ wenigen Jahren. Im Rahmen einer Tagung in der FH Würzburg-Schweinfurt stellte sich die Weltethos-Forschungsgruppe Wirtschaft und Finanzen (WEFG) hinter den Vorschlag. Demnach soll CO2 budgetiert, mit einem hohen Preis versehen und das dabei entstehende Kapital direkt an alle Bürger zurück verteilt werden. weiterlesen…

Wie andere von der Notwendigkeit zu handeln überzeugen

Warum schauen wir dem “Meteoriteneinschlag in Zeitlupe” gebannt und untätig zu?

Am 22.07.2018 fragte Solarify (solarify.eu/klimawandel-einsicht-ist-nicht-gleich-handeln) schon einmal, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versuchte damals Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man “psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten” könne. Warum handelt die Menschheit nicht schneller und entschiedener, um die Erderhitzung in den Griff zu kriegen? Der Kommunikationswissenschaftler George Marshall versucht seit Jahrzehnten, Menschen davon zu überzeugen, etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen – er sagt in einem SPIEGEL-Interview mit Susanne Götze am 17.09.2019: “Der Klimawandel tut uns noch nicht weh genug”.
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Klimaforscher und CO2-Fußabdruck

Wie die, welche sich mit Klimawandel-Anpassung befassen, eigene CO2-Fußabdrücke reduzieren können

Wissenschaftler, die mit Gemeinschaften arbeiten, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, mögen es schwierig finden, ihre Fluggewohnheiten anzupassen, aber sie können dennoch sinnvolle Veränderungen vornehmen, sagt David Samuel Williams am 16.09.2019 in Nature. Er hatte im Mai in Nature Careers einen Artikel über die flugintensive Kultur in der Klimaforschung gelesen. Darin setzte sich die Klimaforscherin Sofia E. Kjellman mit ihrem Kohlendioxidausstoß infolge ihrer Arbeit auseinander:Aber es geht in zwei Nature-Artikeln nichrt nur um Klimaforscher… weiterlesen…