Reiseführer durch die sozioökonomische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Gastbeitrag von Franz Baumann

Karl Polanyis 1944 erschienener Klassiker Die große Transformation wird wiederentdeckt, weil sich herumspricht, dass ein schwacher Staat und eine marktradikale, nur auf oberflächliche Effizienz setzende Wirtschaft keine krisenfeste Formel ist – sondern ein ideologisches Konstrukt, in welchem Wissenschaftsfeindlichkeit ein verlässlicher Gradmesser von Regierungsinkompetenz ist, wie unser Gastautor in New York aus nächster Nähe beobachten kann. Das eben erschienene Buch Zukunftsfähiges Wirtschaften von Andreas Novy, Richard Bärnthaler und Veronika Heimerl ist eine von Polanyi inspirierte Einführung in die zentralen Fragen der Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Ökonomie unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit. “Zukunftsfähiges Wirtschaften” bettet heutige Herausforderungen in historische Zusammenhänge ein. weiterlesen…

Wie Menschen auf Nachrichten über den Klimawandel reagieren

80.000 Menschen in 40 Ländern befragt: Geringste Besorgnis in Westeuropa

Wie sehr liegt den Menschen auf der ganzen Welt der Klimawandel am Herzen? Die Wissenschaftler Simge And? und James Painter vom Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford haben 80.000 Menschen in 40 Ländern befragt, um das herauszufinden. Neue Umfrageergebnisse aus 40 Ländern zeigen, dass der Klimawandel für die meisten Menschen von Bedeutung ist. Fast sieben von zehn denken, dass der Klimawandel “ein sehr oder extrem ernstes Problem” sei. Vier der fünf Länder mit dem höchsten Grad an Besorgnis (85-90%) kamen aus dem globalen Süden, nämlich Chile, Kenia, Südafrika und die Philippinen. Überraschend liegen die fünf Länder mit den niedrigsten Besorgnisquoten alle in Westeuropa. In Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden ist nur etwa die Hälfte (oder weniger) der Ansicht, dass der Klimawandel ein ernstes Problem darstellt. weiterlesen…

“Vom Abschotten zum Vorbeugen”

Freihandel durch Klimazölle mit Klimaschutz versöhnen

Pascal Lamy, früherer WTO-Chef, meint, Freihandel sei mit Klimaschutz zu versöhnen. “From protectionism to precautionism” (vom Abschotten zum Vorbeugen), lautet seine Formel. Wie, legt Lamy zusammen mit Geneviève Pons und Pierre Leturcq vom Institut “Europe Jacques Delors” in Paris im “Policy Paper” “Greening EU Trade” dar. Die Autoren schlagen Wege vor, wie die EU-Kommission den Klima-Importzoll verwirklichen sollte, den sie Ende vergangenen Jahres als Teil des “New Green Deal” angekündigt hat. Solarify dokumentiert den Text. weiterlesen…

Welttag der Ozeane: Verschmutzung, Überfischung und Klimakrise

WWF fordert konsequenten Einsatz für die Zukunft der Meere

Die Ozeane bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und sind von entscheidender Bedeutung für unseren Planeten. Doch sie leiden – vor allem unter Überfischung, Verschmutzung und Zerstörung von Boden- und Küstenlebensräumen sowie den dramatischen Auswirkungen der Klimakrise. Zum Tag der Ozeane am 8. Juni fordert der WWF entschiedenes Handeln für eine „grüne“ Zukunft für unsere Ozeane. weiterlesen…

Wie gut wissen die Deutschen über Wetterrisiken Bescheid?

Repräsentative Umfrage zur Wetter- und Klimakompetenz in Deutschland

Viele Deutsche haben Schwierigkeiten, Wetterrisiken – zum Beispiel durch Bodenfrost, Hitze oder UV-Strahlung – richtig einzuschätzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die in Weather, Climate, and Society veröffentlicht wurde. Das MPG-Forschungsteam spricht sich deshalb für neue Risikovorhersagen aus, die nicht nur angeben, wie das Wetter wird, sondern auch, was es anrichten kann. weiterlesen…

“Startklar für die Zeitenwende”

Greenpeace-Umfrage zur Verhaltensänderung nach Corona mit interessantem Ergebnis

Es scheint ganz so, als hätten die Menschen etwas aus der Corona-Pandemie gelernt: Die meisten Deutschen wären bereit, auch zum Schutz des Klimas ihre Lebensgewohnheiten umzustellen. Das ergab eine aktuelle Greenpeace-Umfrage – schreibt Michael Weiland am 29.05.2020 auf der Webseite der Umweltschutzorganisation. weiterlesen…

CO2-Ausstoß Anfang April 17 Prozent niedriger

Studie zum Klima-Effekt der Pandemie-Abwehrmaßnahmen – „Anschubhilfen werden Emissionspfad für Jahrzehnte prägen.“

Mit einer aufwändigen Schnellschätzung hat ein Forscherteam jetzt die Auswirkung der Corona-Abwehrmaßnahmen auf den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases CO2 beziffert. Demnach lagen die weltweiten CO2-Emisionen Anfang April wahrscheinlich ein Sechstel niedriger als vor der Pandemie. Die stärksten absoluten Rückgänge gab es bei Verkehr und Produktion. An der Studie arbeiteten wissenschaftliche Einrichtungen aus sieben Ländern auf drei Kontinenten mit, darunter das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Nachhaltig zahlt sich aus

Umfrage: Nachhaltige Unternehmen resilienter in der Krise

Die Corona-Krise und die damit ausgelöste Ausnahmesituation stellt die Wirtschaft weltweit vor enorme Herausforderungen. Auch in Deutschland sind viele Betriebe und Unternehmen stark unter Druck. Aber die Krisensituation macht auch eines deutlich: Nachhaltige Unternehmen sind resilienter in der Krise, wie eine aktuelle Umfrage von UnternehmensGrün und verschiedene Studien zeigen. weiterlesen…

SRU fordert Budgetierung – Deutschland muss 2038 CO2-neutral sein, nicht erst 2050

SRU-Gutachten 2020: “Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa”

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen veröffentlichte am 14.05.2020 sein Umweltgutachten 2020 mit dem Titel „Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa“ und erörterte es in einer Videokonferenz mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Hauptforderung: Deutschland muss viel früher CO2-neutral sein, nämlich 2038, nicht 2050. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verlören Klimawandel und Biodiversitätsverlust zwar aktuell an Aufmerksamkeit. Die langfristige Bedrohung der ökologischen Lebensgrundlagen bleibe aber bestehen. weiterlesen…

DBU-Umweltmonitor: Bürger halten Klima-Krise langfristig für gravierender als Corona-Pandemie

forsa: Steigende Bedeutung der Wissenschaft für Politik – Natur und regionale Produkte hoch im Kurs

Fast drei Fünftel aller Bundesbürger sind überzeugt, dass die langfristigen Auswirkungen der Klima-Krise gravierender sind als die der Corona-Pandemie. Sie wünschen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse stärker für politische Entscheidungen herangezogen werden. Sie schätzen einen Staat wert, der mit Krisen fertig wird und haben im Licht von COVID-19 nicht nur gelernt, wie ihnen Freunde, Familie und Mobilität gefehlt haben, sondern auch, was ihnen Natur und regionale Produkte bedeuten. – Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Befragung unter 1.029 Bundesbürgern. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte den DBU-Umweltmonitor Corona-Folgen in Auftrag gegeben, um mehr über Sichtweisen und Bewertungen der Bundesbürger zu den Folgen der Corona-Krise für die Umwelt zu erfahren. weiterlesen…