„Feinstaubfresser“ saugen Dreckluft am Neckartor

Pilotprojekt zur Senkung der Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor beginnt mit Aufbau erster Filtersäulen – Simulationsergebnisse werden in der Praxis überprüft

Ein Pilotprojekt aus Riesenstaubsaugern am Stuttgarter Neckartor soll allen Ernstes ein Fahrverbot überflüssig machen. Die Filter Cubes von MANN+HUMMEL, „Feinstaubfresser“ genannt, sollen gar die Stickstoffdioxid-Werte senken. Der Filtrationsspezialist aus Ludwigsburg hat eine Technologie zur Reduzierung von Feinstaub und NO2 an belasteten Orten entwickelt. Die bereits 2018 aufgestellten sogenannten „Filter Cubes“ haben die Filterspezialisten Anfang April 2019 optimiert und ein neu entwickeltes Kombifiltermedium integriert.
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MPIC: Schnelle globale Energiewende könnte Millionen Menschenleben retten

Verbrennung fossiler Rohstoffe wichtigste Ursache für Luftverschmutzung und Gesundheitsbelastungen

Die Reduktion der weltweiten Luftverschmutzung kann Millionen von Menschenleben retten. Dies zeigt ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie mit einer in den PNAS am 25.03.2019 veröffentlichten Studie. Den wichtigsten Beitrag dazu würde der schnelle Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger liefern – ein Schritt, der derzeit vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gefordert wird. weiterlesen…

Feinstaub gefährlicher als angenommen

Hauptverursacher Landwirtschaft

Nach einer Untersuchung von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC) verursacht Feinstaub weitaus mehr vorzeitige Todesfälle als bisher angenommen. Als Hauptverursacher nennen die Verfasser der im Fachblatt European Heart Journal veröffentlichten Studie die Landwirtschaft. Demnach sterben in Deutschland rund 120.000 Menschen pro Jahr vorzeitig durch Feinstaub, fast doppelt so viele wie bisher geglaubt – die durchschnittliche Lebenserwartung von Europäern verkürze sich um zwei Jahre. Weltweit kommt die Studie auf rund neun Millionen vorzeitige Todesfälle. weiterlesen…

Der Diesel-Boom und das Klima


Studie liefert weitere Argumente für Ende der Subventionen und gibt Hinweise zur genaueren Berechnung der Luftverschmutzung

Beim Diesel-Skandal geht es vor allem um Stickoxide. Doch was ist mit den Kohlendioxid-Emissionen? Lange galten Selbstzünder als unverzichtbare Technik zum CO2-Sparen, auch deshalb gibt es bis heute das Steuerprivileg für Dieselkraftstoff. Der Kostenvorteil hat die Zahl der neuzugelassenen Diesel-Autos in den letzten 20 Jahren in die Höhe schnellen lassen. Die Auswirkungen haben Wissenschaftler u.a. vom Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) nun genau berechnet: In einer in der Zeitschrift „Atmospheric Environment“ erschienenen Studie weisen sie nach, dass der Diesel-Boom in Europa dem Klima nicht genutzt hat.
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Arktische Erwärmung und Luftverschmutzung treiben Klima-Destabilisierung an


Mehr Extremwetter durch die Störung gigantischer Luftströme in der Atmosphäre

Computersimulationen zeigen einen starken Anstieg von Ereignissen, bei denen die Wellenbewegungen des Jetstreams in der Atmosphäre aufhören sich weiter voran zu bewegen. Dadurch könnten Wetterextreme am Boden häufiger werden: Wenn die Westwinde aufhören, Wettersysteme voranzutreiben, halten diese länger an – aus ein paar sonnigen Tagen kann eine Hitzewelle werden, anhaltender Regen kann zu Überschwemmungen führen. Laut Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK-Potsdam) vom 01.11.2018 führt ein internationales Team von Wissenschaftlern die Zunahme von Extremwetter auf die vom Menschen verursachte Erwärmung speziell in der Arktis zurück. weiterlesen…

WHO: Hunderttausende tote Kinder durch schlechte Luft


WHO und EUA schlagen gleichzeitig Alarm

<Luftverschmutzung ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 29.10.2018 verantwortlich für den Tod von etwa hunderttausenden Kindern jedes Jahr. Allein 2016 seien etwa 600.000 Kinder an Lungenerkrankungen gestorben, die durch verschmutze Luft ausgelöst wurden. Am gleichen Tag legte auch die Europäische Umweltagentur (EUA, siehe: solarify.eu/-luftverschmutzung-in-europa-nach-wie-vor-zu-hoch) einen weiteren alarmierenden Bericht zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung in Europa vor. weiterlesen…

Luftverschmutzung in Europa nach wie vor zu hoch


Luftverschmutzung in Europa nach wie vor zu hoch

Aktuelle Daten der Europäischen Umweltagentur (EUA) belegen: Trotz allmählicher Verbesserungen liegt die Luftverschmutzung immer noch über den Grenzwerten und Leitlinien der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation. Die Luftverschmutzung gefährdet weiterhin die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Die DUH forderte die Bundesregierung zu Sofortmaßnahmen auf. Siehe auch WHO: solarify.eu/hunderttausende-tote-kinder-durch-schlechte-luft. weiterlesen…

Landleben gesünder?


Luftverschmutzung schadet kognitiven Fähigkeiten

Großstädter leiden unter Feinstaub, Abgasen und Lärm, was mit fortschreitendem Alter ihr Risiko für zahlreiche Krankheiten verstärkt. Luftverschmutzung beeinträchtigt unsere kognitiven Fähigkeiten, so das Ergebnis einer PNAS-Studie . Wer aber auf dem Land wohnt, lebt kaum viel gesünder. Ein Stadt-Land-Vergleich von Silke Kerscher-Hack aus medizinischer Sicht im Portal DocCheck News, wobei das Land etwas zu kurz kommt. weiterlesen…

In 5 Städten Luft sauberer?


“130 Millionen Euro für saubere Luft und modernen ÖPNV” – Bund fördert innovative Verkehrsprojekte in Modellstädten

Mit rund 130 Millionen Euro finanziert der Bund laut einer Medienmitteilung bis 2020 Verkehrsprojekte in fünf Modellstädten (zwei in NRW und drei in Baden-Württemberg) zur Luftreinhaltung. Die Mittel stehen zusätzlich zum “Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020” zur Verfügung. Die Modellstädte Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen sollen damit modellhafte Projekte zur Verbesserung des ÖPNV und Verringerung der Stickstoffdioxidbelastung umsetzen – wie beispielsweise ÖPNV-Ausbau, Ticketvergünstigungen, verbesserte Verkehrslenkung oder neue Radwege. weiterlesen…

Luftverschmutzung – unterschätzte Todesursache


Kindersterblichkeit in armen Ländern durch Feinstaub deutlich erhöht

Rund 4,5 Millionen Menschen starben 2015 vorzeitig an den Krankheitsfolgen von verschmutzter Außenluft. Darunter sind 237.000 Kinder unter fünf Jahren, die an Atemwegsinfektionen starben. Das ergab eine Untersuchung, die das Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie zusammen mit der London School of Hygiene & Tropical Medicine herausgegeben hat. weiterlesen…